CD-Review: Skeletonwitch - Serpents Unleashed

Besetzung

Chance Garnette – Gesang
Scott Hedrick – Gitarre
Nate "N8 Feet Under" Garnette – Gitarre
Evan Linger – Bass
Dustin Boltjes – Schlagzeug

Tracklist

01. Serpents Unleashed
02. Beneath Dead Leaves
03. Am Of Death (Hell Has Arrived)
04. From A Cloudless Sky
05. Burned From Bone
06. Unending, Everliving
07. Blade On The Flesh, Blood On My Hands
08. This Evil Embrace
09. Unwept
10. Born Of The Light That Does Not Shine
11. More Cruel Than Weak


Seit nunmehr zehn Jahren in der Metalwelt unterwegs, wussten die Amerikaner von SKELETONWITCH spätestens 2009 mit ihrem dritten Album „Breathing The Fire“ zu begeistern: Die Ungeschliffenheit und Natürlichkeit des flotten Materials war schlichtweg beeindruckend. Etwas ausgefeilter kam da zwei Jahre später „Forever Abomination“ daher – die Trademarks der Band blieben jedoch auch in dieser aufgefrischten Version erhalten, die Stärke der Band ebenso.

Nun, wieder zwei Jahre später, steht mit „Serpents Unleashed“ das nächste Album der Truppe in den Startlöchern. Ins Auge sticht dabei zunächst das großartige Artwork des derzeit in Szenekreisen äußerst angesagten Artworkkünstlers John Baizley, dessen sehr individuelle Kunstwerke man zuletzt unter anderem auf den Werken von Black Tusk, Kvelertak und Kylesa bewundern konnte. Doch auch der Sound der Platte lässt aufhorchen: Klangen SKELETONWITCH bislang oft eher räudig, dünn und kratzbürstig, ist die Band mit „Serpents Unleashed“ diesbezüglich einen echten Schritt nach vorne gegangen: Ohne dabei an Authentizität und Aggressivität zu verlieren, klingt die Produktion von Kurt Ballou, seines Zeichens Gitarrist und Produzent der Hardcore-Legende Converge, deutlich kraftvoller und unterstreicht so perfekt die Dynamik und Energie, die in der Musik von SKELETONWITCH steckt. Ihrem Stil bleiben die Herren aus Athens, Ohio, dabei auch auf ihrem fünften Album treu. Die treibenden Riffs, der raue Gesang – wer schon einmal einen Song der Amis gehört hat, dürfte diese auch anhand jedes einzelnen Stücks auf „Serpents Unleashed“ problemlos wiedererkennen. Darin liegt zugleich der einzige Kritikpunkt, den man SKELETONWITCH anlasten kann – eine echte Überraschung, einen einzelnen Moment, der aufhorchen lässt, oder auch nur einen echten Höhepunkt sucht man hier nämlich vergebens. Das ist, ob der durchgängig hohen Qualität des Albums sicher keine Schande; dennoch wären ein paar derartige Earcatcher hier das i-Tüpfelchen gewesen.

„Serpents Unleashed“ ist alles in allem ein starkes Album, mit dem SKELETONWITCH alle ihre Fans zufriedenstellen dürften. Auf hohem Niveau gemeckert könnte man den Amerikanern hier höchstens „Dienst nach Vorschrift“ vorwerfen, um mit Matthias Sammer zu sprechen: Die großen Zaubertricks und Kunststückchen bleiben auch auf „Serpents Unleashed“ aus, was SKELETONWITCH jedoch nicht daran hindert, am Ende drei Punkte mitzunehmen. Beziehungsweise acht.

Bewertung: 8 / 10

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