CD-Review: Stellar Master Elite - III: Eternalism - The Psychospherical Chapter

  • Veröffentlichung: 2015
  • Label: Essential Purification
  • Spielart: Doom Metal
Besetzung

E. K. – Gesang
D. F. – Gitarre, Synthesizer
T. N. – Bass
M. S. – Schlagzeug, Gesang
Gastmusiker:
Markus Stock (Empyrium) – Gesang (Track 04)

Tracklist

01. Transmission: Disruption
02. Desperate Grandeur
03. Buried In Oblivion
04. Perdition Time Loop
05. Hologram Temple
06. The First Principle
07. Mark Of The Beast
08. Eternalism
09. Downfall


Ein Bandname wie STELLAR MASTER ELITE kombiniert mit einem extravaganten Albumtitel wie „III: Eternalism – The Psychospherical Chapter“, das schürt schon ordentlich die Erwartungen an die Musik einer solchen Truppe. Leider werden diese auf dem vorliegenden Longplayer etwas enttäuscht, obwohl man der Band durchaus gewisse Ambitionen zugestehen muss. Allein schon der eigentümliche Mix aus Black, Doom und Industrial Metal stellt ein lobenswertes Alleinstellungsmerkmal dar.

Leider lässt sich das Endergebnis kurz und knapp mit der englischen Redewendung „hit and miss“ zusammenfassen. Manchmal schlagen STELLAR MASTER ELITE ein wie eine Bombe, doch von Zeit zu Zeit verfehlen sie schlichtweg ihr Ziel. Schon der unheilverkündende, träge Opener „Transmission: Disruption“ fällt einer Monotonie anheim, die das Album auch im späteren Verlauf mehrmals heimsucht. Melodie und Rhythmus befinden sich praktisch in Endlosschleife und selbst die ungewöhnlichen Elektro-Sounds im Hintergrund entbehren jeglicher Variation. Selbiges gilt für die tiefen, kaum verständlichen Growls, die zwar an sich gut klingen, aber eben etwas mehr Abwechslung vertragen würden.
Diese findet man zum Glück gleich auf „Desperate Grandeur“ in Form von hohen Screams, die richtig schön fies klingen. Ebenjener Track enthält außerdem den sehnlich erwarteten Tempowechsel, im Zuge dessen sogar Blast-Beats auf den Hörer eindreschen. Auch die futuristischen Synthesizer fügen sich besser ins Gesamtbild ein und man bekommt die ersten Sprachsamples zu hören, die im Verlauf der Platte ebenfalls einige Auftritte haben. Am besten tragen die deutschen Samples auf „Buried In Oblivion“ zur angestrebten, paranoiden Atmosphäre bei, da sie die Lyrics am überzeugendsten thematisieren. STELLAR MASTER ELITE befassen sich im Zuge des Albums nämlich vorrangig mit Verschwörungstheorien und Gedankenmanipulation. Die Texte sind also eindeutig ein Pluspunkt, der die musikalischen Mängel jedoch leider nicht ganz aufwiegen kann.
Die eher langen Tracks tun nämlich nichts dafür, die eigene Länge zu rechtfertigen, wodurch einige Passagen eher langatmig anstatt hypnotisch ausfallen. Daran ändert leider auch der unerwartete Gastauftritt von Markus Stock (Empyrium) nicht viel. Die Industrial-Elemente verpassen der Musik zwar des Öfteren einen interessanten Anstrich, stören aber mancherorts schlichtweg, so beispielsweise der penetrante Piepston am Ende von „Hologram Temple“. „The First Principle“ hingegen macht als schnellster Track der Platte so ziemlich alles richtig und überzeugt durch eine gelungene Kombination aus hohen Screams und Growls. In manchen Momenten fühlt man sich im positiven Sinn an spätere Satyricon erinnert, vor allem bezüglich der Riffs. Auch die überaus raue Produktion und das diabolische Cover-Artwork seien lobend erwähnt.

Das Resümee fällt insgesamt jedoch eher nüchtern aus. STELLAR MASTER ELITE tragen eindeutig großes Potential in sich, was es umso bedauerlicher macht, dass ihr drittes Werk so ein auf anstrengende Weise eintöniges Hörerlebnis ist. Die einzelnen Songs unterscheiden sich durchaus voneinander, aber innerhalb der Nummern wiederholt man sich einfach viel zu sehr. Allerdings könnte so mancher Hörer gerade das für besonders stimmungsvoll erachten, denn bedrohlich klingt es allemal.

Bewertung: 6 / 10

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