CD-Review: Sylvan - Leaving Backstage (live)

Besetzung

Marco Glühmann - Gesang
Jan Petersen - Gitarre
Volker Söhl - Keyboards
Sebastian Harnack - Bass
Matthias Harder - Schlagzeug

Gastmusiker:
Guido Bungenstock - Gitarre
Stefanie Richter - Cello
Stepahnie Hundertmark, Petra Schechter, Miriam Schell - Chor

Tracklist

CD1: - Posthumous Silence -
01. Eternity Ends
02. Bequest Of Tears
03. In Chains
04. Bitter Symphony
05. Pane Of Truth
06. No Earthly Reason
07. Forgotten Virtue
08. The Colors Changed
09. A Sad Sympathy
10. Questions
11. Answer To Life
12. Message From The Past
13.The Last Embrace
14. A Kind Of Eden
15. Posthumous Silence

CD2:
01. Lost
02. That's Why It Hurts
03. So Easy
04. Encounters
05. One Step Beyond
06. This World Is Not For Me
07. Deep Inside
08. When The Leaves Fall Down
09. Artificial Paradise


Passend zum zehnten Bandgeburtstag kredenzen die Hamburger Progrocker SYLVAN ihren Fans ein fettes Doppel-Livealbum: „Leaving Backstage“. Aufgenommen wurde das Konzert am 01. September 2007 im heimischen Hamburg.

Das Live-Set ist auch inhaltlich zweigeteilt: CD1 widmet sich ausschließlich dem grandiosen Konzeptalbum „Posthumous Silence“, das hier in Gänze in einer fantastischen Liveversion dargeboten wird. Dank aufwendigen Arrangements für zwei Gitarristen, ein Cello und einen dreiköpfigen Backgroundchor kommen die 15 Tracks des dichten, atmosphärischen und unheimlich emotionalen Werkes hervorragend rüber. Der Sound ist erstklassig, die Band perfekt eingespielt. Beinahe so perfekt, dass das hier eine Studioaufnahme sein könnte, denn auf Ansagen verzichtet Sänger Marco Glühmann völlig, damit der Konzeptcharakter der Aufführung nicht gestört wird.

Auf dem zweiten Silberling findet man schließlich eine Art Best Of-Programm des bisherigen Bandkatalogs. SYLVAN-Klassiker wie „Deep Inside“, „So Easy“ oder der grandiose, zeitlose Longtrack „Artificial Paradise“ sorgen für zahlreiche Höhepunkte und Gänsehautattacken. Bei diesem zweiten Teil des Konzertes kommt auch wesentlich mehr Liveatmosphäre auf: Ansagen und Publikumsbeteiligung sei Dank.

Gitarrist und Grüdungsmitglied Kay Söhl hat die Band im letzten Sommer verlassen. Der neue Seitenzauberer Jan Petersen schließt diese Lücke mit seinem mitreißenden Spiel allerdings vorbildlich.

Insgesamt ist „Leaving Backstage“ ein hervorragendes Livedokument geworden: In gut 2 ½ Stunden bekommt der Hörer die absolute Sylvan-Vollbedienung mit vielen ihrer besten Songs in bestechender Soundqualität und Spiellaune. Vom gleichen Konzert erscheint übrigens auch eine DVD, die sich allerdings auf die Komplettaufführung von „Posthumous Silence“ und den Bonustrack „Artificial Paradise“ von der Setlist beschränkt, dafür aber noch andere Extras bereithält. Insbesondere das „Posthumous Silence“-Set wird allerdings durch die visuelle Unterstützung mächtig aufgewertet und gewinnt noch an Ausdrucksstärke – von daher braucht der Fan vermutlich sowohl die DVD, als auch die CD. Mit der Audioausgabe des Konzerts kann man – abgesehen vom stellenweise zu klinischen Studiosound – aber rein gar nichts falsch machen!

Keine Wertung

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