CD-Review: Telepathy - Burn Embrace

Besetzung

Piotr Turek - Gitarre
Richard Powley - Gitarre
Teddy-James Driscoll - Bass
Albert Turek - Schlagzeug

Tracklist

1. Eternal Silence
2. Pariah
3. The Void In Aimless Flight
4. Black Earth
5. Aonaran
6. Sorrow Surrenders Its Crown
7. Burn Embrace


Die Briten von TELEPATHY bleiben ihrem Veröffentlichungszyklus von drei Jahren treu und bringen 36 Monate nach „Tempest“ den Nachfolger „Burn Embrace“ auf den Markt. Laut der Band ist es ein Album “born of struggle, overcoming adversity and ultimately embracing the changes that come with growth“ – all das rein instrumental abbilden zu können, macht stutzig.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Selling Point des bedienten Genres weder Experimentierfreudigkeit noch Melodik ist, vielmehr gelingt es Post-Metal dann zu überzeugen, wenn die Stimmung passt – klingt einfach, ist aber eine Kunst.

Eine Kunst, die TELEPATHY überdurchschnittlich gut beherrschen; „Burn Embrace“ beweist das mit sieben Songs, deren individuelle Atmosphäre durch ein Grundgerüst aus verdichteten Klanglandschaften geschaffen wird. Das Gitarrenspiel von Turek und Powley ergänzt sich dabei stellenweise so gigantisch, dass ebenjene eingangs erwähnte Stimmung generiert werden kann.

Den Anfang hierfür liefert der Beginn eines jeden Songs selbst: Tragende Motive inmitten der schleppenden Schläge auf die Snare-Drum und nachhallende Saitenklänge bilden den Grundstock, aus dem sich die Songs unterschiedlich erheben. Mal in reiner Doom-Manier („Eternal Silence“), mal in preschender Post-Metal-Art („Pariah“), mal mit einem epischen Moment gegen Ende der Songs, wenn sich die Lead-Gitarre erhebt und aus dem Lied führt („Aonaran“).

TELEPATHY haben allerdings das Pech, Songs von dieser Stärke bereits seit ihrem Debüt „12 Areas“ (2014) auf CD zu pressen, oder anders formuliert: Wer stark einsteigt, kann sich nur schwer steigern. Ebenso wie der Vorgänger „Tempest“ ein gelungenes Post-Metal-Album mit Druck und Atmosphäre gewesen ist, verzeichnet auch „Burn Embrace“ keine Ausfälle, sondern schließt sich der gewohnten Qualität, aber auch dem gewohnten Thema an.

Demnach sei auch an dieser Stelle die vielfach gemachte Beobachtung bemüht, dass ein Album einer guten Post-Metal-Band Bock auf mehrere Durchgänge macht, der Charakter der Songs auf diesem Album allerdings keine Überraschungen im direkten Vergleich zur bisherigen Discografie macht. Es ist Fluch und Segen zugleich, dass TELEPATHY eben immer und immer wieder genretypische Musik auf einem gehobenen Level veröffentlichen.

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Bewertung: 7 / 10

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