CD-Review: Terror - One With The Underdogs

Besetzung

Scott Vogel – Gesang
Doug Weber – Gitarre
Franc Novinec – Gitarre
Carl Schwartz – Bass
Nick Jett – Schlagzeug

Tracklist

01. One With The Underdogs
02. Keep Your Mouth Shut
03. Less Than Zero
04. Are We Alive?
05. Overcome
06. Spit My Rage
07. No One Cares
08. Not This Time
09. Crushed By The Truth
10. Out Of My Face
11. All I’ve Got
12. Find My Way
13. Enemies In Sight


Mit “One With The Underdogs” von Terror flog mir eine CD ins Haus, die ich in dieser Form schon lange suchte. Denn obwohl ich mich eher im Death und Black Metal zuhause fühle, haben mich Hardcore-Acts, aufgrund ihrer Attitüde und brutalen, kompromisslosen Musik immer fasziniert. Ich wusste jedoch nie, welcher Band ich mich zuwenden sollte. Biohazard waren mir zu prollig, Sick Of It All fand ich irgendwie langweilig und Pro Pain nicht kompromisslos genug, zumindest das was ich von ihnen gehört habe. Terror hingegen treten Arsch, und zwar in jedem einzelnen der dreizehn auf dieser Scheibe befindlichen Stücke. Diese Hardcore-Recken wuselten zwar schon lange in der New Yorker Szene herum, der Majordeal mit Roadrunner Records hat ihnen jetzt jedoch alle Türen und Tore geöffnet.

Das Soundmaterial ist durchweg sehr aggressiv, sowie es sich für eine Hardcoreband gehört, was unter anderem durch viele schnelle Kracher manifestiert wird. Man höre sich nur mal das anderhalbminütige Titelstück an, ein Paradebeispiel einer schnell runtergezockten Granate. Manchmal treten Terror jedoch auch auf die Bremse, was der Abwechslung sehr gut tut, denn so erscheinen die darauffolgenden schnellen Parts umso intensiver und brutaler. Es wird auf jeden unnötigen Firlefanz verzichten, man serviert der hungrigen Meute was sie hören will. Und das ist in diesem Fall genau das richtige, da viele Hardcore-Jünger wohl durch den Metalcore-Hype und die Vermischung verschiedener Metalstile mit ihrer Musik sowie der „Verunreinigung“ ihrer Ideale sich nach Bands dieser Sorte sehnen. Die Texte liegen mir zwar nicht vor, aber schon allein an den Songtiteln lässt sich unschwer erkennen dass Terror mit der üblichen Mentalität an die Musik rangehen. Sprich: Zusammenhalt der Szene sowie der harte Kampf um die eigene Existenz.

Mein Fazit ist leicht vorhersehbar: Diese CD sollte jeder antesten, sowohl natürlich Hardcoreler sowie auch Metalheads, die gerne mal zu Hatebreed und ähnlichem abgehen. Ja, diese Jungs könnten vom Soundmaterial her sogar so groß wie Hatebreed werden. Mal sehen, was sie draus machen. „One With The Underdogs“ lässt jedenfalls auf geile Liveperformances und die dazugehörigen brutalen Moshpits freuen.

Bewertung: 8.5 / 10

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