CD-Review: The Black - Alongside Death

Besetzung

D. Forn Bragman - Gesang, Gitarre
Andreas Jonsson - Bass
The Black (Make Pesonen) - Schlagzeug

Tracklist

01. On The Descent To Hell
02. Death's Crown
03. A Contract Written In Ashes
04. Dead Seed
05. Fleshless
06. Death Throes
07. The Wrath From Beneath
08. Alongside Death


Für einen Aussenstehenden misst sich die Aktivität einer Band ja in gewisser Weise immer an deren Veröffentlichungen – der Blick in den Proberaum öffnet sich schließlich nicht jedem.
Diesem Kriterium zu Folge hätte man bis vor Kurzem wohl vermuten müssen, THE BLACK wären Geschichte – erschien die letzte Veröffentlichung der Truppe, vor mittlerweile fast 15 Jahren: Black Metal-Kennern könnte diese CD, das Debütalbum „The Priest Of Satan“, deswegen ein Begriff sein, da auf ihr der mittlerweile verstorbene Dissection-Leader Jon Nödtveid mit Stimme und Gitarre vertreten war – ein Bonus, mit dem man 2009 leider nicht mehr punkten kann.
Was die Band in der Zwischenzeit gemacht hat, ist Ungewiss – eine nicht unerhebliche Mitschuld an der Schaffenspause hatte aber sicherlich der Erfolg der Formation Tyrant, an der jetzige Sänger Bragman sowie Bassist Jonsson (als Schlagzeuger) beteiligt sind.

Nun steht mit „Alongside Death“ ein neues Werk ins Haus, mit dem man sich erneut ins Gedächtnis der Szene zurückzukämpfen versucht – all zu viele Fans wird man über diese Zeitspanne nicht behalten haben.
Mit „On The Descent To Hell“ legt man auch gleich ohne Umschweife los – mit rohem, schnörkellosem Uptempo-Black Metal. Die absolute Rohheit des Materials, durch den schroffen, sehr höhenlastigen Sound nochmals unterstrichen, wird ledigleich durch die große Menge Hall, die auf den Vokals liegt und dem Gesang so fast etwas „weiches“ in mitten dieser rauhen Umgebung gibt, gemildert. Ansonsten wird hier ohne Rücksicht auf Verluste geholzt, was das Zeug hält: Drummer The Black legt in atemberaubendem Tempo vor, die Gitarren sägen ihre typisch schwedischen Riffs in die ansonsten relativ monotone Klanglandschaft – je länger die CD allerdings spielt, desto mehr wird man der eher groovenden als schreddernden Komponente gewahr.Diverse Assoziationen werden geweckt – gerade durch letztgenannten Aspekt natürlich zu Tyrant: Musikalisch zwar weitaus roher und schneller, lässt sich aber doch vor allem am Gesang einigen Stellen erkennen, dass hier die gleichen Musiker am Werk sind… über weite Strecken singt Bragman bei THE BLACK allerdings der Situation angepasst weitaus schwarzmetallener als bei den Black Thrashern.

Insgesamt ist „Alongside Death“ ein Album, das durchaus Atmosphäre hat und über seine recht kurze Spielzeit von knappen 30Minuten auch nicht (all zu sehr) langweilt.
Dennoch stellt sich die Frage, was die drei Herren dazu bewogen hat, neben ihrer mittlerweile ja international erfolgreichen Band Tyrant dieses Projekt wieder ins Leben zu rufen – denn so wirklich brauchen tut dieses Album wohl niemand: Die Musik ist grundsolide, bietet aber wenig, was man nicht in dieser oder ähnlicher Form bei anderen Bands (genannte Tyrant, neure Darkthrone, stellenweise alte Marduk und über weite Strecken „The Nameless Swedish Black Metal Band“) finden würde – Innovation Fehlanzeige, Individialität mäßig vorhanden, begrenzt ausbaufähig.

Mein Tipp an die Musiker: Vielleicht dann doch lieber mal das zweite Album von Tyrant auf den Weg bringen, da geht mehr.

Bewertung: 6 / 10

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