CD-Review: The Wizards - Rise Of The Serpent

Besetzung

Sir Ian Mason - Gesang
Phil The Pain - Gitarre
George Dee - Gitarre
Baraka Boy - Bass
Dave O. Spare - Schlagzeug

Tracklist

01. Apocalyptic Weapons
02. Destiny
03. Circle Of Time
04. Distorted Mirrors
05. Age Of Man
06. Strings Synchronise
07. Aftermath
08. V.O.I.D. (Vision Of Inner Death
09. Track9
10. Track10


Das der Norden Spaniens, besonders die Region um Bilbao, einige spannende Bands zu bieten hat, ist nicht völlig neu und mit THE WIZARDS gesellt sich definitiv eine weitere Formation dazu. Bereits im Oktober 2018 wurde das hier vorliegende „Rise Of The Serpent“ veröffentlicht, welches den Nachfolger des Überraschungserfolgs „Full Moon In Scorpio“ darstellt.

THE WIZARDS haben sich auf ihrem zweiten Werk vollkommen dem klassischen Heavy Metal verschrieben und garnieren ihn lediglich mit ein paar Spritzern aus dem Hard Rock und Power Metal. Die Basken selbst bezeichnen ihre Musik als „Occult Heavy Metal“, wobei die Bezeichnung Okkult zumindest musikalisch eher weniger ins Gewicht fällt.
Passend zur eigenen Grundausrichtung fackelt das Quintett auch nicht lange und liefert mit dem Opener „Apocalyptic Weapons“ gleich ein richtiges Brett ab. Kraftvolle Riifs und vor allem ein treibender Bass peitschen den Song voran, welcher immer wieder in klassische Mitsing-Refrains entführt. Spätestens bei den Leadgitarren wird zudem der Einfluss aus NWOBHM und Hard Rock a la Audrey Horne deutlich.
Vor allem die Mitsingtauglichkeit ist es, die sich wie ein roter Faden durch das ganze Album zieht. Fast alle Stücke auf „Rise Of The Serpent“ sind uneingeschränkt für die Bühne geeignet und werden für ein lautstarkes Publikum sorgen. „Destiny“ oder „Age Of Man“ sind perfekte Beispiele hierfür. Leider leidet die Abwechslung ein wenig unter diesem einfach gestrickten Muster, sodass das man als Hörer nicht unbedingt immer voll bei der Sache bleibt.
Dass die Herren aus Bilbao auch anders können zeigen sie bei Passagen, wie dem tollen Solo bei „Circle Of Time“ oder bei der ein wenig an eine Mischung aus Pink Floyd und Iron Maiden erinnernden Halbballade „Distorted Mirrors“. THE WIZARDS können also tatsächlich mehr als nur Refrains schreiben. Besonders der letztgenannte Song, lässt übrigens endlich auch mal das Können von Sänger Sir Ian Mason richtig durchblitzen, wenn er zu seinen langgezogenen Passagen ansetzt. Mit „V.O.I.D. (Vision Of Inner Death)“ gibt es das längste Stück der Platte erst ganz am Ende und tatsächlich handelt es sich neben dem Opener und „Distorted Mirrors“ definitiv um einen der drei stärksten Songs auf „Rise Of The Serpent“. THE WIZARDS beweisen hier endgültig, dass Atmosphäre und Dichte keine Fremdwörter für sie sind. Leicht doomig, getragen von sanften Riffs und Keyboards, einem ruhigen Solo und mehrstimmigem Gesang beginnt der Song, bevor er sich zum Ende hin nochmals hin zu einer klassischen Heavy-Metal-Nummer steigert.

Zusammenfassend kann man sagen: Wer auf der Suche nach einer mitsingbaren Mischung aus Hard Rock und Heavy Metal ist, der wird auf „The Rise Of Serpent“ definitiv fündig. Aber auch für den anspruchsvolleren Hörer haben THE WIZARDS ein paar Songs zu bieten. Man darf also gespannt sein, wie es für die fünf Basken in den nächsten Jahren weitergeht.

Bewertung: 7 / 10

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