CD-Review: Tigerforest - The Tides Of Day And Night

  • Veröffentlichung: 2014
  • Label: Eigenproduktion
  • Spielart: Ambient
Besetzung

Gunnar Spardel - Alle Instrumente

Gastmusiker:
Jennifer Hershman - Gesang
Kim Berry - Gesang
Jakki Jelene - Gesang
Amethyste - Gesang
David Helpling - Gitarre
Doug Hammer - Piano
Eskadet - Synthesizer

Tracklist

01. Asylum Harbor
02. Across The Silent Seas
03. Touch The Sky
04. For The Minutes
05. Find The Tree
06. Why Don't You Answer
07. Geometry Of Shadows
08. The Endless Road
09. Chasing Starlights
10. Awakened By Silence
11. Aqua Marine
12. My Silent Mystery
13. Amanyara


Künstler und Musiker, die ihren kreativen Output in Eigenregie promoten, sind immer eine Freude. So geschehen mit dem Ambient-Projekt TIGERFOREST des Deutschen Gunnar Spardel, der mittlerweile in Boston lebt. Da ich schon seit längerem ein Freund gutgemachter Klänge dieses Genres bin, habe ich das Album dankend angenommen. Damit beginnt die Reise in die Tiefen des Tigerwaldes.

Sieht man sich zu Beginn die Titelliste von „The Tides Of Day And Night“ an wird schnell klar, dass sich Mastermind Spandel gerne mit naturnahen Themen beschäftigt. Dies liegt bei den von Zeit und Raum befreiten Klanglandschaften des Ambient nicht fern und bietet dem Hörer viel Raum zur eigenen Fantasieentfaltung. Doch wie steht um die Qualität dieses Albums? Und da kann, nein man muss sagen, dass sie von höchster Güte ist. Eine klare Produktion wirkt optimal auf die einzelnen Stücke und lässt jedem Element genug Entfaltungsspielraum. Neben den üblichen elektronischen Aufbauten werden in die vorrangig instrumentalen Songs einige Experimente eingeflochten. In „Geometry Of Shadows“ wirkt der französische Electro-Musiker Eskadet mit, wodurch dieses starke Schiller-Anleihen aufzuweisen hat. Bei „Across The Silent Seas“ und „Awakened By Silence“ spielt David Helpling die Liquid Gitarre. Diese intensiviert das sphärische Klangbild sehr gekonnt. Außerdem improvisiert Doung Hammer in „Aqua Marine“ am Piano. Nicht alle Songs des Release sind instrumental und so sind z.B. bei „For The Minutes“ oder „Why Don’t You Answer“ Gastsängerinnen zu hören. Das Artwork zeigt einen Nachthimmel und die Silhouette eines Menschen, der die Sterne beobachtet. Dies ist sehr treffend gewählt und unterstreicht die Atmosphäre des Longplayers.

Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. So besagt es ein deutsches Sprichwort, das viele Leute kennen und meines Wissens nach von Roswitha Rudzinski stammt. Hier trifft dieser Spruch sehr deutlich zu. Im Ambient-Bereich gibt es viele Ein-Mann-Projekte, die nicht wirklich mitreißend sind. Bei TIGERFOREST ist es anders. Das Genre wird nicht neu erfunden und die gebotenen Elemente hat man so mit Sicherheit schon gehört. Aber die Atmosphäre, von der diese Musik lebt, ist einfach stimmig und macht „The Tides Of Day And Night“ zu einem sehr guten Album. Freunde vom bereits genannten Projekt Schiller werden hier garantiert ihre Freude haben.

Bewertung: 8 / 10

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