CD-Review: Time, The Valuator - How Fleeting, How Fragile

Besetzung

Phil Bayer - Gesang
Rene Möllenbeck - Gitarre, Klavier
Cedric Dreyszas - Gitarre
Yunus Proch - Schlagzeug

Gastmusiker:
Nico Schiesewitz - Gesang (Track 2)
Matteo Gelsomino - Gesang (Track 4)

Tracklist

01. Terminus
02. In Control
03. The Violent Sound
04. Fugitive
05. Cloud City
06. Elusive Reasons
07. Heritage
08. How Fleeting
09. When I Meet Death
10. Onryo
11. Starseeker
12. How Fragile


Das deutsche Quartett TIME, THE VALUATOR versteht sich als vielversprechender neuer Act in der modernen Rock-Sphäre. Die Musiker konnten bereits Erfahrungen bei Bands wie Tracy Ate A Bug, Neberu, Volumes, Estates oder Miles Beneath sammeln. Für das Debüt „How Fleeting, How Fragile“ 12 Tracks zusammengetragen, die mit Elementen aus Progressive Rock, Djent, Alternative Rock und Pop Genregrenzen sprengen möchten. Sänger Phil Bayer und Gitarrist Rene Möllenbeck sagen dazu: „Time, The Valuator streben danach, etwas zu schaffen an das man sich erinnert.“

Der Longplayer startet mit „Terminus“ in einer sehr gelungenen Mischung aus energiegeladenen und sphärisch-entspannten Anteilen. Vor allem die Vocals von Phil Bayer überzeugen mit ihrer Intensität zwischen Melodik und Wut. Variabel zeigt sich der Frontmann aber auch im weiteren Verlauf, so lässt er beispielsweise an Rap erinnernde Parts einfließen („The Violent Sound“). Ein Großteil des Albums lädt eher zum verwegenen Träumen ein, aber kurze brachialere Momentaufnahmen sind ebenfalls vorzufinden. Die Mischung aus beiden Bereichen ist durchaus nahezu perfekt gelungen.

Musikalisch bewegen sich TIME, THE VALUATOR im progressiven Alternative Rock, der marginale Ausflüge in den Core-Bereich zulässt. Damit erinnern sie stark an die Franzosen Novelists, deren Frontmann Matteo Gelsomino auch einen Gastauftritt hat („Fugitive“). Der Titel schwingt sich durch ebendiesen mit Leichtigkeit zum Besten empor, was „How Fleeting, How Fragile“ zu bieten hat. „Cloud City“ besticht durch seine Klaviermelodie, während in „Heritage“ ein jazziges Piano ans Gehör dringt.

Ein flüchtiger Moment ist „How Fleeting, How Fragile“ nicht geworden, dafür agieren TIME, THE VALUATOR zu atmosphärisch dicht und mit entsprechender intensiv-emotionaler Herangehensweise. Fragil ist das Songkonstrukt durch die oftmals zerbrechlich scheinenden Vocals und die seichten Gitarrenläufe dafür umso mehr. Wer leicht progressiv angehauchten Alternative Rock mag, der kann mit diesem Debüt durchaus zufrieden sein. Mit mehr Mut zu genrefremden Einflüssen könnte noch etwas mehr aus dem Grundkonstrukt herausgeholt werden. TIME, THE VALUATOR sind aktuell dennoch einer der spannendsten Newcomer in Sachen Rock aus Deutschland.

Bewertung: 7.5 / 10

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