CD-Review: Twisted Sister - Still Hungry (Re-Release)

Besetzung

Dee Snider - Gesang
Jay Jay French - Gitarre
Eddie Ojeda - Gitarre
Mark Mendoza - Bass
A.J. Pero - Schlagzeug

Tracklist

01. Stay Hungry
02. We’re Not Gonna Take It
03. Burn In Hell
04. Horror Teria (A: Captain Howdy/B: Street Justice)
05. I Wanna Rock
06. The Price
07. Don’t Let Me Down
08. The Beast
09. S.M.F.
10. Never Say Never
11. Blastin' Fast & Loud
12. Come Back
13. Plastic Money
14. You Know I Cry
15. Rock N Roll Saviors
16. Heroes Are Hard To Find


Die Re-Release-Reihe von TWISTED-SISTER-Alben aus dem Hause Armoury Records ist noch nicht vorbei, sondern geht in eine weitere Runde. Diesmal ist das Album „Still Hungry“ dran. Es erschien im Original erst 2004, war aber damals kein neues Studioalbum, sondern eine Neuauflage des Klassikers „Stay Hungry“ von 1984. TWISTED SISTER waren mit der Produktion von „Stay Hungry“ nie zufrieden, und zum 20-jährigen Jubiläum haben sie es komplett re-recorded und nach ihren Vorstellungen neu produziert. Neben den neun regulären Tracks des Ursprungsalbums, enthielt „Still Hungry“ noch zwei sogenannte „Lost Tracks“ der Originalsessions, sowie fünf weitere Bonus-Tracks.
Ob man nun ein Album, dass 2004 erschien, sieben Jahre später schon re-releasen muss, ist sicherlich eine berechtigte Frage. Aber Armoury haben sich nun mal die Rechte an diesen Wiederveröffentlichungen gesichert, und da gehört „Still Hungry“ eben auch dazu.

Ohne jetzt den direkten Vergleich mit „Stay Hungry“ tätigen zu können, muss ich schon sagen, dass der Sound auf „Still Hungry“ enorm druckvoll aus den Boxen knallt. Dadurch kommen die Energie der Musik und die Räudigkeit des Stils sehr gut rüber.
Kompositorisch gibt es an dem Material auf „Still Hungry“ ohnehin nichts auszusetzen. Die Stücke entstanden in den Hochzeiten von TWISTED SISTER und zeigen die Band in songwriterischer Bestform. So tummeln sich hier fast nur Heavy-Rock-Superhits. „Stay Hungry“, „We’re Not Gonna Take It“, „Burn In Hell“, „I Wanna Rock“, „The Beast“ und „S.M.F.“ stehen sich gegenseitig in nichts nach und sind allesamt beeidruckende, kraftvolle und zugleich eingängige Heavy-Hymnen, wie sie praktisch nur TWISTED SISTER schreiben konnten.
Durch die druckvolle Produktion treten der toughe Rhythmus und die knackigen Riffs noch besser in den Vordergrund. Aber auch Dee Sniders charakteristischer, ausdrucksstarker Gesang profitiert von der Heaviness dieser Neuproduktion. Es war mit Sicherheit kein Fehler, das Material mit modernen Möglichkeiten nochmal aufzupeppen.
Obwohl schon die ursprünglichen Kompositionen locker ausreichen, um eine Wertung nahe der Höchstnote zu zücken, nimmt man auch das Bonus-Material gerne in Kauf. Und überraschenderweise verbirgt sich auch hier noch manche Perle wie das treibende „Never Say Never“, das wuchtige „Blastin‘ Fast & Loud“, der kraftvoll-straighte Rocker „Come Back“ und das melodischere „Heroes Are Hard To Find“ mit seinem hymnischen Refrain.

„Still Hungry“ ist zweifellos eine Pflichtanschaffung für TWISTED-Fans, und durch die knackige Produktion ist es dem Originalrelease von 1984 vielleicht sogar vorzuziehen. Der Die-Hard-Anhänger besitzt natürlich „Stay Hungry“ schon, sollte sich aber aufgrund des druckvollen Sounds und der Bonus-Tracks überlegen, auch noch „Still Hungry“ ins CD-Regal zu stellen, zumal es von Armoury Records in der Mid-Price-Sektion vertrieben wird.

Bewertung: 9 / 10

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