Und sonst so: Und sonst so … Mai 2020


Metal ist eines der lebendigsten Genres, die es gibt. In der Folge ist es bei der mittlerweile enormen Zahl an Veröffentlichungen schier unmöglich geworden, sämtliche Alben in ausführlichen Reviews vorzustellen. In unserer Rubrik „Und sonst so …“ kommen deswegen in Form von Kurz-Kritiken ein paar der Alben zur Sprache, die trotz Zeitmangel und Überangebot nicht unter den Teppich fallen sollten.


Gamma Knife - Final Warning (EP)

Genre: Thrash Metal

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GAMMA KNIFE ist eines der vielen Soloprojekte des Multiinstrumentalisten Greg Ravengrave (Glacier Frost, Lucifairy, Impaled Upon The Mountains, Mistwalker) aus Glovertown, Neufundland. Das Projekt und die Debüt-EP „Final Warning“ widmen sich dem Thrash Metal, der von Municipal Waste, Iron Reagan oder Toxic Holocaust inspiriert wurde. Was so vielversprechend klingt, das scheitert in den drei Songs leider an den Fähigkeiten von Ravengrave seine musikalischen Ideen umzusetzen. Zu holprig und klirrend ist das Schlagzeug, die Vocals klingen schlicht zu sperrig und die Abmischung lässt stark zu wünschen übrig. Trotz netter Melodie- und Riffingansätze, die man noch hätte ausbauen können, ist das selbst für ein Underground-Release wenig ansprechend. Bei seinen bereits genannten Black-Metal-Projekten funktioniert dieser ungeschliffene Ansatz deutlich besser.

[Christian Denner]


Beaten - Beaten (EP)

Genre: Death Metal

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BEATEN ist eine Death-Metal-Band aus Michigan City, Indiana, deren erstes Material die im April erschienene und auf 1000 CDs limitierte Split „Battlefront“ mit Corporation SS war. Ihr erstes eigenständiges Release ist die EP „Beaten“, auf der die sechs Titel der Split-Veröffentlichung zu finden sind. In rund 23 Minuten rumpelt sich die Band durch Death Metal mit Old-School-Touch, der sich mindestens so brutal und menschenverachtend wie das zugehörige Cover präsentiert. Dennoch kann etwas Tempo-Abwechslung im zügellosen Geballer von BEATEN gefunden werden. Wer an Bands wie Asphyx oder Bolt Thrower Gefallen findet, dem sei diese Debüt-EP wärmstens empfohlen.

[Christian Denner]


Falhena - Insaniam Convertunt

Genre: Black Metal

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FALHENA ist ein neues Black-Metal-Trio aus Italien, an dem Katharos und Summum Algor (beide Adversam) beteiligt sind. Ihr Debüt „Insaniam Convertunt“ erschien vorerst in digitaler Form über Hidden Marty Production. Die sieben darauf zu findenden Stücke erstrecken sich über knapp 34 Minuten, deren teils rohe Lo-Fi-Atmosphäre. Ihren Black Metal statten FALHENA mit viel Melodie, aber auch groovenden Parts aus. In Sachen Tempo agieren die Musiker weitgehend mit rasenden Blastbeat-Parts, die punktuell von Akustik-Anteilen oder doomig-schleppenden Momenten ausgebremst werden. Die Übergänge sind klug gewählt, sodass alles stimmig ineinander greift. Die Vocals sind als heiseres Gekrächze angesetzt, was sehr gut zur Stimmung passt. Leider sind sie oftmals arg in den Hintergrund gemischt, hier verpufft einiges Potential nahezu ungehört. Trotz leichter Schwächen sind FALHENA ein ansprechender Newcomer, den man gut und gerne antesten kann.

[Christian Denner]


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