CD-Review: Various Artists - Metalmessage Vol. 2

Besetzung

Tracklist

01. Tyrant - Fallen Angel Of Plague
02. Unlight - Fukked By The Devil
03. Weird Fate - Schmach
04. Knowhere - April 14th, 9:15 a.m.
05. Wolfchant - Clan Of Cross
06. Suffering Souls - Escape Into A World Of Dreams
07. Converge - Clockwork Paradise
08. Schattendasein - Im Abglanz der Wälder
09. Nebelhorn - Asgard
10. Odroerir - Odroerir
11. Horn - Die Schänke tief im Laubwald
12. Klabautamann - The River
13. Baltak - World Burning
14. Black Messiah - Feld der Ehre


Der „Metalmessage Vol. 1“-Sampler vom Kollegen Markus Eck wurde schon gut aufgenommen, da war eine Fortsetzung keine große Überraschung, im Oktober 2005 war „Metalmessage Vol. 2“ fertig. 13 Tracks aus dem deutschsprachigen Pagan und Black Metal Underground sowie eine Combo aus Australien haben den Weg auf die CD gefunden und wie bei jeder Zusammenstellung dieser Art gibt es mehr und weniger überzeugende Lieder. Optisch macht das ganze gut was her, das düstere Artwork des Schweden Kristian Wåhlin aka Necrolord (zeichnete unter anderem für Dissection, Bathory und Ensiferum) und passt wunderbar zur Musik. Im Beiheft bekommt jede Band eine halbe Seite, statt den komplett aufgeführten Mitgliedern wären Infos über das jeweilige Lied und entsprechende Album aber wohl sinnvoller gewesen.

Am Anfang steht mit siebenminütigen „Fallen Angel Of Plague“ der Japaner TYRANT gleich ein schwarzmetallisches Highlight. Weitere Höhepunkte setzen die Schweizer Blackmetaller KNOWHERE mit „April 14th, 9:15 a.m.“ und SUFFERING SOULS aus Deutschland mit „Escape Into A World Of Dreams“ als einzigem Death Metal Beitrag, der etwas an Richtung Amon Amarth erinnert. ORDOERIR, HORN und KLABAUTAMANN sind drei weitere absolut empfehlenswerte Truppen. ODROERIR haben mit „Götterlieder“ sowieso ein Hammeralbum abgeliefert und dürften deswegen zu den bekannteren Bands der Zusammenstellung zählen, auch KLABAUTAMANN haben sich inzwischen wohl schon einen Namen im deutschen Underground gemacht. Und auch wenn beim achtminütigen „Die Schänke tief im Laubwald“ von HORN die Produktion im Verhältnis arg abfällt, lässt das Lied aufhorchen und lässt für die Band interessieren und bietet schon mal einen Vorgeschmack auf deren kommendes Album. Die deutschen WOLFCHANT können mit ihrem melodischen Pagan Metal ebenfalls gefallen und NEBELHORN stellen sich mit „Asgard“ mit einem sehr guten Pagal Metal-Stück vor, dass bei mehrmaligem Hören immer besser gefällt, aber leider etwas kurz ist mit seinen nicht mal 4 Minuten.

BLACK MESSIAH sind auch keine Unbekannten mehr, steuern mit „Feld der Ehre“ vom aktuellen Album „The Oath Of A Warrior“ meiner Meinung nach aber eher eines ihrer schlechteren Stücke bei, der klare Gesang gefällt mir hier überhaupt nicht, dafür ist es instrumental umso besser. UNLIGHT steuern mit „Fukked By The Devil“ ein knüppelndes Stück bei, dass nun nichts besonderes ist, aber immerhin gut anhörbar. Weniger überzeugend finde ich den True-Black-Metal-Beitrag von SCHATTENDASEIN und das seltsame „Clockwork Paradise“ von CONVERGENCE, dass irgendwo zwischen Black/Death und Gothic Metal umherschwingt und einfach unentschlossen und befremdlich wirkt.
Leider haben sich auch zwei richtig üble Dinger eingeschlichen. WEIRD FATE bieten absolut belanglosen und langweiligen melodischen Black Metal und die Australier BALTAK sind wohl eine Nummer ganz für sich. Instrumental klingt die sture Raserei ohne Sinn und Verstand die ganze Zeit über genau gleich und der Sänger… Ja, das muss man selbst gehört haben, mehr will ich dazu kaum sagen.

Im großen und ganzen bleibt ein durchaus positiver Eindruck von „Metalmessage Vol. 2“ und für die paar Euro kann man sich das Teil bei den Bands und einigen Mailordern auf jeden Fall mitnehmen, wenn man von den 500 Stück noch einen erwischt. Für Ende 2006 ist bereits der dritte Teil angekündigt, dass Frontbild wurde diesmal von Kris Verwimp (u.a. Manegarm, Marduk, Lord Belial) gezeichnet und kann bereits auf www.metalmessage.de begutachtet werden.

Um sich einen kleinen Überblick über hier vorhandene Bands zu schaffen, verweise ich auf die Metal1.reviews von Unlight, Knowhere, Odroerir, Horn, Klabautamann.

Keine Wertung

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