CD-Review: Vendetta Red - Quinceañera

Besetzung

Zach Davidson - Gesang
Leif Anderson - Gitarre
Jonah Bergman - Bass
Burke Thomas - Schlagzeug

Tracklist

01. Swim
02. Wild And Dangerous
03. The Dreamers
04. Encantado
05. Saw Something Said Something
06. West Of Birmingham
07. Deceiver
08. The Unending War
09. No Way Out
10. Acquiesce
11. Till You Have Forgiven Me
12. The Circle


Mit ihrem ersten Album seit 2005 möchten die Alternative-Rocker VENDETTA RED aus Seattle zeigen, dass sie nichts von ihrem früheren Drive verloren haben. Der Albumtitel steht in Lateinamerika für ein Mädchen, das seinen fünfzehnten Geburtstag feiert. Zumindest das Artwork ist trotz seiner speziellen Optik künstlerisch ansprechend gestaltet. „Quinceañera“ ist ein Feuerwerk zündender Ideen geworden, die wenig Raum für Langeweile lassen.

Der Opener „Swim“ zeigt sich gleichwohl stark vom Grunge geprägt und auch ein klein wenig experimentell. Auf diesem sehr typischen Alternative-Rock-Sound ruhen sich die Musiker aber glücklicherweise nicht aus: „Wild And Dangerous“ kokettiert mit Punk und Indie Rock, „The Dreamers“ ist sehr sphärisch und bindet ein Keyboard-Solo ein, während „Saw Something Said Something“ zwischen Post-Punk und Screamo-/Core-Anleihen pendelt. Ein gewisser Grundstil ist trotz all dieser Einsprengsel stets erkennbar.

Die Produktion ist sauber genug um alle Elemente gut heraushören zu können, aber auch nicht zu steril, was dem Gesamtdrive des Albums sehr zugutekommt. Vor allem Sänger Zach Davidson begeistert mit seiner Bandbreite zwischen tief-erdigen und hohen Tonlagen. Aber auch seine Mitstreiter sind an ihren Instrumenten in sehr guter Form, wie die interessanten Gitarrensoli oder stetig wechselnden Schlagzeug-Rhythmen eindrucksvoll beweisen.

VENDETTA RED haben mit „Quinceañera“ viele spannende Ideen gebündelt, sodass man nie sicher sein kann, was im nächsten Song alles passieren wird. Ihren grundsätzlichen Alternative Rock ziehen sie dabei wie einen roten Faden durch das gesamte Album. Diese Abwechslung macht den neuesten Streich der Seattler zu einem spannenden und zugleich wertvollen Rockalbum, das auch künstlerischen Ansprüchen folgt. An diesem Release  und seiner Qualität werden sich Genre-Kollegen in diesem Jahr eindeutig messen müssen.

Bewertung: 8.5 / 10

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