CD-Review: Wolfheart - Constellation Of The Black Light

Besetzung

Tuomas Saukkonen - Gesang, Gitarre
Mika Lammassaari - Gitarre
Lauri Silvonen - Bass
Joonas Kauppinen - Schlagzeug

Tracklist

01. Everlasting Fall
02. Breakwater
03. The Saw
04. Forge With Fire
05. Defender
06. Warfare
07. Valkyrie


Bereits im September bescherten uns die eifrigen Finnen WOLFHEART einen Kälteeinbruch im heißen Spätsommer. So steht nur eineinhalb Jahre nach „Tyhjyys“ der Nachfolger „Constellation Of The Black Light“ in den Startlöchern. Mit ihrem vierten Album seit 2012 verwöhnen die Mannen um Frontmann Tuomas Saukkonen ihre Fans in Sachen Produktivität. Ob aber bei solcher Akkordarbeit die Qualität auf der Strecke bleibt, ist eine Frage, der sich die Skandinavier stellen müssen.

Diese Frage lässt sich jedoch schon schnell mit einem Nein beantworten. Bereits das lange, atmosphärische Intro von „Everlasting Fall“ zeigt, wohin die Reise geht. Man fühlt sich von Beginn an in eine dunkle, kalte Winterlandschaft hineinversetzt. Die düstere, melancholische Stimmung wird beim Einsetzen der Strophe mithilfe von Blast Beats und Saukkonnens tiefen Growls aufgebrochen und zeigt die zwei unterschiedlichen Welten auf, zwischen denen WOLFHEART auf „Constellation Of The Black Light“ pendeln: Einerseits die träumerischen, die winterliche Stille genießenden Momente, andererseits die vor Verzweiflung und Einsamkeit rasenden Passagen.

WOLFHEART schaffen es, diesbezüglich immer die richtige Mischung aus Melodie und Aggressivität zu finden. So lässt das gegen Ende ruhiger werdende „Breakwater“ einen in Erinnerungen schwelgen, bevor das nach melodischem Intro stampfende „The Saw“ einen wieder in die bittere, kalte Realität zurückholt. Die dichte Atmosphäre wird hier und da mit schönen Solos aufgelockert und auch Pianoklänge erhalten in den richtigen Momenten Einzug in die finnischen Kompositionen.

Keiner der sieben Songs liegt unter der Marke von 4:30 Minuten. Dadurch können wiederkehrende Melodien eine gewisse Geborgenheit in der eisigen Landschaft bieten und dennoch wird genug Raum für unerwartete Wendungen in der Songstruktur geboten. So wird es während der knapp 40-minütigen Spielzeit nie langweilig. Auch wenn die zweite Hälfte der CD nicht ganz das Niveau und die atmosphärische Dichte fortführen kann, gibt man sich ohne Widerworte dem finnischen Winter hin. Mit „Valkyrie“ verpassen die MeloDeather ihrem Werk einen würdigen Abschluss, welcher mit seinem melancholischen Outro den Kreis schließt.

WOLFHEART versetzen einen auf „Constellation Of The Black Light“ in eine Reise durch verschiedene Gefühlswelten. Von Nostalgie und Träumerei bis zu bitterer Einsamkeit gibt man sich voll und ganz der Musik hin. Doch vor allem versprüht dieses Album eins: Freude für jeden Fan atmosphärischen Metals. So wird einem letztendlich trotz aller kalten Metaphorik ganz warm ums Herz.

 

Bewertung: 8.5 / 10

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