CD-Review: ZUD - The Good, The Bad And The Damned

Besetzung

Justin - Gesang, Gitarre, Mandoline, Samples
Greg - Schlagzeug
Conrad - Bass
Zak - Lead Gitarre, Hintergrundgesang

Tracklist

1. Portal To Infinity
2. Skull Shaped Bell
3. Blood And Twilight
4. The Junction
5. Dendrite Fumes


Die US-amerikanische Band ZUD entlieh ihren Namen der monoglischen Sprache, in der das Wort mit einem rauen Winter zu übersetzen ist, dessen Kälte ganze Viehbestände umbrachte. Ein simples Wort für einen erschreckenden Umstand und ein, gemessen an der dargebotenen Musik auf dem Debüt „The Good, The Bad And The Damned“, ausgesprochen unpassender Name für das Quartett aus Maine.

Denn auf einer Länge von über 40 Minuten und aufgeteilt in fünf Songs präsentieren ZUD nicht etwa klischeebehaftete Black-Metal-Texte, ergo das Leben negierende, misanthropische wie antireligiöse Zeilen, sondern Lyrik zwischen Transzendenz und Träumen. Auch musikalisch schlagen ZUD keine gewohnten Pfade in Richtung Blastbeats, Up-Tempo und Dissonanzen ein, sondern überraschen mit einer deutlichen Stoner-Schlagseite. „The Good, The Bad And The Damned“ erweckt diesen Eindruck durch die langen Soli des Lead Gitarristen sowie durch den für den Stoner Rock typischen, mehrere Töne herunter gestimmten Sound einer oder mehrerer Saiten. In „Blood And Twilight“ und „The Junction“ brechen ZUD am deutlichsten mit diesem Umstand, in dem sie Double-Bass-lastige Passagen mit einem harschen Riffing verbinden, zumindest stellenweise.

Das Debüt reflektiert nicht das, was ZUD vorgeben spielen zu wollen. Die Selbstzuweisung zum Black Metal ist ebenso unpassend wie die Bedeutung des Namens, der Titel des Albums ist ebenso schwammig und nicht griffig wie die fünf Songs darauf. Kritik, die für ein Debüt noch verkraftbar ist, insofern der Nachfolger nicht nur mit einem besseren Niveau der Aufnahmen, sondern auch mit ausgereifteren Kompositionen zu bestechen wissen wird.

Bewertung: 4.5 / 10

Geschrieben am

2 Kommentare zu “ZUD – The Good, The Bad And The Damned”

  1. Sarah Punke Beitragsautor

    Gute Anmerkung, tatsächlich versäumte ich es deutlicher zu werden. Zum einen besteht die Kritik aus der völligen Unausgegorenheit von Artwork, Text und Musik, zum anderen aus dem musikalisch Gebotenen – das weiß mit der Stoner-Schlagseite zu überraschen, der Rest ist nicht erwähnenswert, weil die Musik (in meinen Ohren) belanglos ist. Daher die Punktzahl. Ich hoffe, dass ich etwas Licht ins Dunkel bringen konnte.

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