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Regarde Les Hommes Tomber – Ascension

REGARDE LES HOMMES TOMBER konnten 2013 quasi aus dem Nichts mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum absolut begeistern. Ihre Mischung aus atmosphärischem Post-Black-Metal und brachialem Post-Hardcore war stets im riffgewaltigem Sludge verankert und brachte frischen Wind in eine oft gleichförmige Szene. Ihren Sound führten die Franzosen auf ihrem zweiten Album „Exile“ 2015 konsequent weiter, was auch für die konzeptuelle Ausrichtung ihrer Musik galt, die sich in poetischer Sprache religionskritischen Themen zuwandte. Fünf Jahre später liegt mit „Ascension“ nun der Abschluss dieser Trilogie vor. Darauf verschieben REGARDE LES HOMMES TOMBER den Fokus klar in Richtung Post-Black-Metal-Seite.

Wie auf den beiden Vorgängern eröffnen REGARDE LES HOMMES TOMBER auch ihr drittes Album mit einem ruhigen, bedrohlichen Intro – nur um im darauffolgenden „A New Order“ rasende Blastbeats und schnelles Tremolopicking zu entfesseln. Dabei erschaffen die fünf Musiker eine dichte, bedrohliche Atmosphäre, die sie das gesamte Album über aufrechterhalten. Die Stimmung ist dabei auch immer wieder von einer für Post-Hardcore typischen Stimmung getragen. Der Gesang, besser gesagt die tiefen Schreie von Sänger TC sind deutlich stärker in den Vordergrund gemischt als bisher und die druckvolle Produktion passt perfekt zur Musik auf „Ascension“.

Was letztere betrifft, kann „Ascension“ dem bisherigen Output von REGARDE LES HOMMES TOMBER allerdings nicht das Wasser reichen. Dass sich die Franzosen auf Black Metal fokussieren, ist zwar schlüssig, raubt in diesem Fall allerdings einen Großteil der Dynamik, die die beiden Vorgängeralben so stark gemacht hat. Auch das Attribut „Post-“ trifft es hier nur noch bedingt: Zwar gibt es einige langsamere Passagen, und ja, Atmosphäre dominiert. Dennoch gerät „Ascension“ über seine gesamte Spielzeit weitestgehend gleichförmig, und stilistische Ausbrüche finden kaum statt. Das bedeutet nicht, dass REGARDE LES HOMMES TOMBER nicht auch mit „Ascension“ ein starkes Stück Musik veröffentlicht haben – es ist einfach nur deutlich unspektakulärer und gleichförmiger.

Dennoch wissen REGARDE LES HOMMES TOMBER nach wie vor, wie man Dynamiken und eine Mischung verschiedener Musikstile einsetzt, was sie auf dem letzten Song des Albums beweisen: „Au Bord Du Gouffre“ springt vom Black Metal zum Death Metal, vom Hardcore zum Sludge und begeistert über knapp neun Minuten. Wieso sich REGARDE LES HOMMES TOMBER dazu entschlossen haben, diese Dynamiken auf ein solches Minimum zu reduzieren, ist nur schwer nachvollziehbar. „Ascension“ ist somit im Endergebnis ein wirklich gutes, atmosphärisches Black-Metal-Album, mit dem sich die fünf Franzosen konsequent weiterentwickeln, aber einen großen Teil ihrer Ausnahmestellung einbüßen.

Dark Fortress – Spectres From The Old World

Im Verlauf der mittlerweile über 25 Jahre ihres Bestehens haben DARK FORTRESS sich so manches Mal neu erfunden. Spielte die deutsche Gruppe auf ihrem Debüt „Tales From Eternal Dusk“ noch mustergültigen, wenn auch nicht gerade unverwechselbaren Melodic Black Metal, so verfinsterte sich der Stil der Band auf den Folgealben zusehends und wurde außerdem zunehmend markanter. Mit dem Wechsel ihres Frontmanns schlugen DARK FORTRESS abermals einen stilistischen Haken, zuerst hin zu eingängigerem Liedgut („Eidolon“) und anschließend in die entgegengesetzte, progressivere Richtung („Ylem“). In den sechs Jahren seit dem letzten Release „Veneral Dawn“ (2014) des Quintetts hatten die Bandmitglieder in zahlreichen anderen Projekten ihre Finger im Spiel – umso naheliegender ist daher die Frage, ob die Black-Metaller auf „Spectres Of The Old World“ abermals wie ausgewechselt klingen.

Grundsätzlich sind DARK FORTRESS auf ihrem achten Album mühelos wiederzuerkennen – sofern man die Band nicht schon nach „Séance“ abgeschrieben und sich daher nicht mit ihrer jüngsten Schaffensphase auseinandergesetzt hat. Ihre progressiven Anwandlungen haben DARK FORTRESS auf der Platte, die konzeptionell von im wahrsten Sinne des Wortes universellen Themen wie der String-Theorie und Kosmologie inspiriert wurde, nämlich nicht abgelegt, sondern allenfalls ein Stück weit gestutzt. Anstatt zu dem pechschwarzen Horror, der ihre Veröffentlichungen bis einschließlich „Eidolon“ prägte, zurückzukehren, spielen Sänger Morean und seine Kollegen einmal mehr mit etwas vertrackteren, passagenweise sogar eher gemäßigten Klängen.

So startet etwa „The Spider In The Web“ als lockere Black-’n‘-Roll-Nummer, entwickelt sich schließlich mit seinen mysteriösen Clean-Gitarren und gewisperten Vocals jedoch zu einem der stimmungsvolleren Stücke der Platte. Auch die getrageneren Tracks wie „Pali Aike“ oder das doomige, von bedeutungsschweren Glockenschlägen begleitete „Nox Irae“, mit welchem DARK FORTRESS das Album auf wahrhaft endgültige Weise abschließen, punkten weniger durch Schockpotential als vielmehr durch ihr schlüssiges und vor allem wieder deutlich einprägsameres Songwriting. „Spectres Of The Old World“ geht demnach nicht nur wegen seiner verträglicheren Laufzeit von einer knappen Stunde etwas leichter ins Ohr als die beiden Vorgängeralben, sondern ist auch in seiner Struktur weniger sperrig.

Als ein gewisses Entgegenkommen gegenüber den Fans der älteren Alben kann man aber auch die zum Teil wieder etwas wilderen Songs betrachten, wobei die stilistische Vielfalt auch bei jenen keineswegs zu kurz kommt. So spielen sich DARK FORTRESS schon auf dem Intro „Nascence“ mächtig ein und lassen im dazugehörigen Opening-Track „Coalescence“ sodann richtig die Fetzen fliegen. In Folge machen vor allem der fett groovende Titeltrack, das so kompakte wie rasante Shredding-Monstrum „Pulling At Threads“ und das thrashig-treibende „In Deepest Time“ als Höhepunkte in Sachen Klanggewalt auf sich aufmerksam.

In gewisser Weise ist „Spectres Of The Old World“ eigentlich ein bisschen zu gediegen für sein eigenes Wohl. Weder jagt es dem Hörer einen kalten Schauer über den Rücken wie einst „Séance“ noch weist es die Komplexität von „Veneral Dawn“ auf. Insbesondere dank Moreans subtil variierten Screams und geisterhaften Klargesängen, dem vielseitigen und makellosen Gitarrenspiel und Phenex‘ stimmig eingeflochtenen Keyboard-Sounds („Penrose Procession“) ist DARK FORTRESS hiermit jedoch erneut ein hervorragendes Album gelungen, das kompositorisch in oberster Liga spielt. Dass nicht jeder einzelne Song auf voller Länge mitzureißen vermag („Isa“), wirkt sich auf den Gesamteindruck folglich nur unwesentlich aus. Möglicherweise können DARK FORTRESS hiermit sogar ihre unterschiedlichen Fanlager versöhnlich stimmen.

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Perchta mit Lyric-Video zu „Erdn“

Das Black-Metal-Projekt PERCHTA aus Tirol hat ein neues Lyric-Video zum Song „Erdn“ veröffentlicht. Der Track stammt vom kommenden Debütalbum „Ufång“, welches am 10. April via Prophecy erscheinen wird.

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Nox Formulae – Drakon – Darshan – Satan

Immer wenn man glaubt, man hätte jede verrückte satanistische Glaubensform im Black Metal kennengelernt, taucht plötzlich eine neue Band auf, die noch abstrusere Philosophien praktiziert und verbreitet. In diesem Falle handelt es sich um die Griechen NOX FORMULAE, die den dunkelsten Aspekten der typhonianischen Lehre huldigen und diese als Grundlage für ihre Musik und ihre Texte nutzen. Für alle, die keine okkulte Bibliothek ihr Eigen nennen: Der Typhonian Order huldigt nicht nur Satan, sondern auch niederen Dämonen, außerterrestrischen Lebensformen und Wesen aus Lovecrafts Cthulhu-Mythos. Gegründet wurde diese Glaubensform in den 1970er Jahren von Kenneth Grant. NOX FORMULAE vertonen diesen okkultistischen Wahnsinn und sehen ihre Alben als Rituale. Allein vom Lesen dieser Zeilen sollten bei jedem Fan okkultistischen Black Metals die Erwartungen durch die Decke gehen. Aber leider liegt genau hier die (einzige) Schwäche des neuen NOX-FORMULAE-Albums „Drakon – Darshan – Satan“: Ritualistisch ist hier so gut wie gar nichts.

Stattdessen spielen die Griechen eine treibende Mischung aus Rotting-Christ-Elementen und roher Raserei. Das geht gut ins Ohr und ist technisch einwandfrei, lässt aber im Vergleich zu Großmeistern des Genres wie Nightbringer, Urfaust oder Batushka nahezu keine Ritual-Stimmung aufkommen. Dabei klingen NOX FORMULAE aber nie stumpf oder langweilig, vielmehr reichern sie ihren Sound gekonnt mit dem einen oder anderen Ambient-Part an („Eclipse Of Garrasielh“) oder spielen gekonnt mit der Atmosphäre der Songs („Eve Of Destruction“). Wirklich aufhorchen lässt „The Arrival Of Noctifer“. Zu einem treibenden EDM-Beat gesellen sich sphärische Gitarren und ritualistischer Sprechgesang. Am Anfang wirkt das Stück wie ein Fremdkörper im Albumkontext, wandelt sich aber mehr und mehr zu einer organischen Verbindung zwischen den ansonsten metallisch-rasenden Songs.

Ist die Musik auf „Drakon – Darshan -Satan“ schon pure Raserei und Wahnsinn, spielen die Texte in einer ganz anderen Liga der Abgedrehtheit. Die Lyrics basieren auf dem Grimoire „At The Outskirts Of The Shadow Current: The Dark Initiation In This Lifetime“ des Griechen Daemon Gharrassielh. Ebendieser steuert auf dem Album auch Backingvocals sowie magische Symbole für das Artwork bei. Das Grimoire und damit auch die Texte von NOX FORMULAE lassen sich am besten als eine Mischung aus Satanismus und Science-Fiction beschreiben und sind damit in der Black-Metal-Szene wirklich einzigartig.

Alles in allem liefern NOX FORMULAE mit ihrem Zweitwerk „Drakon – Darshan – Satan“ ein gut gemachtes, rohes Album ab, das vor allem im Undergorund viele Fans haben dürfte. Der philosophische Ansatz der Musiker ist sicherlich alles andere als einfach zu verstehen, gibt der Band aber ein Alleinstellungsmerkmal. Hört man sich das erste Album der Griechen „The Hidden Paths To Black Ecstasy“ an, merkt man diesem die ritualistische Gesinnung viel mehr an. So ist „Drakon – Darshan – Satan“ zwar immer noch ein gutes Album, lässt aber echte Ritual-Stimmung vermissen.

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Youna kündigen Album an und präsentieren neuen Song

„Pest und Seuchen soll dieser Fluch euch bringen, Tod und Teufel soll‘n euch alle hol‘n!“, mit diesen Worten kündigen die deutschen Black Metaller YOUNA ihr neues Album “Zornvlouch” für den 01.06.2020 an. Gleichzeitig präsentiert die Band mit dem Titeltrack auch den ersten Song aus dem Album.

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Vredehammer – Viperous

Blaze Of Perdition, Svarttjern, Dark Fortress: Das Jahr 2020 ist zwar noch nicht sonderlich alt, aber an hochkarätigen Veröffentlichungen im Bereich Black Metal mangelt es ihm schon jetzt nicht.

Und als ob diese neuen Platten das erste Quartal nicht schon genug mit Black Metal ausfüllen, lunzt nun auch noch das norwegische Trio VREDEHAMMER um die Ecke und winkt euch mit seinem dritten Album „Viperous“ in den Händen zu. Was solltet ihr tun? Auf die Jungs um Per Valla zustürmen, ihnen die Platte aus der Hand reißen und sie verdammt nochmal schnellstmöglich hören!

Bereits mit ihrem Debüt „Vinteroffer“ (2014) sorgten VREDEHAMMER für ein Raunen in der skandinavischen Musiklandschaft und wurden für den norwegischen Grammy nominiert, ehe sich Mastermind Valla als Live-Gitarrist für Abbath anheuern ließ.

Nach einem halben Jahr kehrte er der Supergroup allerdings den Rücken, um sich auf VREDEHAMMER zu fokussieren; eine Entscheidung, die in „Violator“ (2016) mündete. Vier Jahre später und mit Neuzugang Schattendorn alias Kai Speidel (Totengeflüster, ex-Nordjevel) an Board, legt das Trio nun „Viperous“ vor – nicht nur das dritte Album, sondern auch der endgültige Beweis, dass Alben von VREDEHAMMER wohl immer das V im Namen tragen werden (ob Valla damit ein wenig Bauchpinselei betreibt, sei dahingestellt).

Nach dem halbstündigen „Violator“ bekommt der geneigte Käufer auf „Viperous“ wieder etwas mehr Songs und Spielzeit für sein Geld geboten. Aber nicht nur das, auch instrumental betrachtet überraschen VREDEHAMMER mit einem neuen Highlight: Keyboard-Sounds im klassischen 80er Jahre Horror-Stil.

Nicht nur passend zu den grundsätzlich von Stephen King beeinflussten Liedtexten, sondern auch gut in den Songstrukturen verwoben – auch wenn das Intro von „Winds Of Dysphoria“ im ersten Moment zu Irritation führen dürfte. Diese löst sich allerdings schnell in Wohlgefallen auf, denn VREDEHAMMER prügeln sich auf ihrem dritten Album nicht nur durch Uptempo-Nummern, sondern wissen den Schulterschluss zum eingesetzten Keyboard immer wieder gut zu schließen. Somit verkommt das Instrument nicht nur zur Effekthascherei, sondern bereichert den Sound der Norweger enorm, siehe das grandiose „Suffocate All Light“.

Neben diesem neuen, Atmosphäre schaffenden Zusatz durch Valla selbst, steht „Viperous“ wie die Alben zuvor für den gelungenen Verbund von melodischen Leads, Black’n’Roll-Soli und den Nackenbrecher-Nummern, in denen Schattendorn aus den Blastbeats nicht mehr herauskommt („Skinwalker“).

Besonders gut werden VREDEHAMMER dann, wenn die Atmosphäre des Keyboards auf die Doublebass trifft und daraus ein dynamisches Wechselspiel zwischen rauer Härte und melodischen Einschüben resultiert („Any Place But Home“). Über dem thront erneut die starke Produktion, die Vallas sonores Growling ebenso gut in Szene setzt wie dessen Riffing, stets im guten Kontrast zu den restlichen Bestandteilen des Sounds.

Mit ihrem dritten Album „Viperous“ können sich VREDEHAMMER erhobenen Hauptes in die Reihe der starken Black-Metal-Veröffentlichungen des noch jungen Jahres einreihen – und Indie Recordings sich erneut als Garant für eine erfrischende, moderne Interpretation des Genres titulieren lassen.

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Belore – Journey Through Mountains And Valleys

Ungezähmte Naturlandschaften, furchterregende Fabelwesen und schwertschwingende Hünen – hierbei handelt es sich nicht nur um beliebten Stoff für mittelalterliche Fantasy-Romane, sondern auch um die Themen, die der französische Einzelmusiker Aleevok in den Songs des Debütalbums seines Epic-Black-Metal-Projekts BELORE behandelt. Mit jedem Stück auf „Journey Through Mountains And Valleys“ erzählt der Solokünstler eine selbsterdachte, im Reich der Fantasie angesiedelte Geschichte und vertont diese in ungeniert romantisierender Weise. Dass sich die Musik von BELORE am ehesten als Mittelding zwischen den getragenen Keyboard-lastigen Kompositionen von Summoning und dem ungestümeren, folkigen Stil von Saor beschreiben lässt, passt da natürlich wie die Faust aufs Auge.

Obwohl BELORE grundsätzlich ein klar umrissenes Instrumentarium nutzt und von diesem auf „Journey Through Mountains And Valleys“ nie allzu weit abweicht, merkt man dem Album seinen Charakter als Sammlung mehrerer, voneinander unabhängiger Kurzgeschichten aufgrund seiner klanglichen Vielfalt deutlich an. So läutet Aleevok etwa das von einer epischen Schlacht handelnde „The Bewitching Horns“ mit pompösen Fanfaren ein, wohingegen er auf „The Initiation Ritual“ mit Tribal-Drums und Grillenzirpen die dem Songtitel entsprechende, andächtige Lagerfeuerstimmung aufkommen lässt.

Den gemeinsamen Nenner der Tracks bilden das Wechselspiel aus kernigen Screams und hymnischem Klargesang („The Valley Of The Giants“), die erhabenen Tremolo-Riffs – manchmal abgelöst von zarten Akustikgitarren – und die kraftvollen Drums sowie die auf mannigfaltige Weise eingesetzten Keyboards. Letztere stellt BELORE in den Stücken sehr weit in den Vordergrund und ersetzt damit die verschiedensten Instrumente – von bombastischen Bläsern über friedliche Flöten und zarte Harfen bis hin zu imposant anmutenden Chören ist in der synthetischen Orchestrierung alles dabei. Dass Aleevok darum bemüht ist, die Handlung des jeweiligen Liedes stimmig musikalisch zu untermalen, hört man dem gut 50 Minuten langen Album somit deutlich an.

Dennoch liefert BELORE hiermit leider auch ein anschauliches Beispiel dafür, dass gut gemeint nicht immer gut gemacht bedeutet. So sind die in rudimentärem Englisch formulierten Texte nicht gerade gehaltvoll, die durchwegs präsenten Keyboards hören sich leider viel zu künstlich und alles andere als organisch an und die dünne, ungeschliffene Produktion klingt so amateurhaft, wie es bei der allerersten Veröffentlichung eines Underground-Black-Metal-Projekts wohl jeder Hörer mit einer gesunden Portion Skepsis befürchten würde.

Einen Mangel an Ideen, wie er bei vielen Bands im schwarzmetallischen Untergrund geradezu symptomatisch ist, kann man BELORE schon mal nicht zu Recht unterstellen. Einen ganz und gar eigenen Stil hat der französische Newcomer zwar noch nicht kreiert, doch dank der vielen stimmigen Details, die sich Aleevok für „Journey Through Mountains And Valleys“ überlegt hat, ist ihm damit ein erfreulich lebhaftes Album gelungen. Dass es sich hierbei um die erste Platte eines noch unerfahrenen, technisch eingeschränkten Nachwuchsprojekts handelt, ist allerdings aufgrund der mäßigen Umsetzung nicht zu überhören, sodass es doch einiges an Nachsicht erfordert, sich mit der Scheibe anzufreunden. Ob es BELORE wert ist, diese Geduld aufzubringen, muss sich erst noch zeigen.

Secrets Of The Moon: Trailer zum Album

Die Black Metaller SECRETS OF THE MOON haben einen Trailer zu ihrem kommenden Album „Black House“ veröffentlicht. Das Album wird am 08.05.2020 via Prophecy Productions erscheinen.

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