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Neuer Song von Cult Of Fire

CULT OF FIRE aus Tschechien präsentieren den ersten Song ihres kommenden Live-Albums „Kali Fire Puja“. Bis auf das Release-Datum, den 26.03.2018, ist bisher lediglich bekannt, dass die Veröffentlichung auf Vinyl und VHS erfolgt. Also schnell den alten Videorekorder entstauben!

Seht „Závěť Světu“ hier:

Ajattara – Lupaus

2012 mag den Fans von AJATTARA noch gut in Erinnerung sein, denn im April diesen Jahres gaben die Finnen ihre Auflösung bekannt. Nach 16-jähriger Bandgeschichte und sieben veröffentlichten Alben, deren Qualität eher zwiespältig bewertet wurde, trennten sich AJATTARA und hinterließen ihren Fans das neu gegründete Projekt Datura Nemesis um Sänger Ruoja und Gitarrist Kalmos. Zum Erstaunen vieler reformierten sich die Finnen fünf Jahre später und melden sich mit ihren achten, dem Comeback-Album „Lupaus“ zurück. Inwiefern dieses erneute Erscheinen auf der Bildfläche nun nötig ist, beurteilen Fans definitiv anders als die Kritiker, die AJATTARA das immer wiederkehrende Verwenden ähnlicher Motive vorwerfen, was das gemischte Feedback zur Diskografie der Finnen erklärt.

„Lupaus“ wird eines der beiden Lager enttäuschen: Entweder die Fans, indem sie ihnen eine Abkehr vom bisher gewohnten Material präsentieren, oder die Kritikern, indem sich AJATTARA so treu bleiben wie auf den sieben Platten zuvor. Treffen wird es letztere, denn die sechs Skandinavier zeigen sich nicht anders als bereits auf ihrem Debüt „Itse“ (2001); keine neuen Ideen, keine Ohrwürmer, aber auch kein schwaches Füllmaterial. Ebenso wie ihren Genre-Kollegen Khold gelingt es AJATTARA nämlich immer, ihr gewisses Extra, ihre bandtypische Atmosphäre in die Lieder zu transferieren, sodass ein AJATTARA-Song eben auch als solcher wiedererkannt wird. Gespickt mit eingängigen Riffs und/ oder melodisch-symphonischen Keyboard-Parts gelingt es den Finnen stets von neuen, ihre Songs leicht zugänglich, beinah schon anbiedernd zu machen.

Der Knackpunkt ist, dass diese Beschreibung für alle Alben durchweg verwendet werden kann, denn ebenso wie AJATTARA keine kaum ins Ohr gehenden Songs aufnehmen, so produzieren sie eben auch keine lahmen Lieder. Vielmehr wohnt den Tracks allzeit eine gewisse Kraft inne, von der die Finnen seit nunmehr 18 Jahren Bandhistorie speisen. Wem es gelingt, immer wieder davon berührt zu werden, hat auch mit „Lupaus“ seine Freude, denn obgleich die Herangehensweise von AJATTARA getrost als monoton bezeichnet werden kann, trifft dies nicht auf die Lieder zu, auch nicht auf ihrem Comeback-Album.

Neues Uada-Album kommt im Mai

UADA werden im Mai ihr neues Album „Cult Of A Dying Sun“ veröffentlichen. Es ist der Nachfolger ihres Debüts „Devoid Of Light“ aus dem Jahre 2016.

Das Album wurde in Portland von Robb Bockmann und in Denver von Shane Howard aufgenommen. Das Artwork stammt erneut von Kris Verwimp. Ein genaues Release-Datum gibt es noch nicht.

Die Tracklist liest sich wie folgt:

I. The Purging Fire
II. Snakes & Vultures
III. Cult of a Dying Sun
IV. The Wanderer
V. Blood Sand Ash
VI. Sphere (Imprisonment)
VII. Mirrors

UADA auf „Cult Of A Dying Sun“ sind:

Vocals/Guitar – Jake Superchi
Lead Guitar – Jame Sloan
Bass – Robb Bockman
Drums – Brent Boutte’

Neuer Song II: Ancst

Die Berliner Black-Metal-/Crust-Formation ANCST hat einen neuen Song aus ihrem am 2. März erscheinenden Album „Ghosts Of The Timeless Void“ veröffentlicht. Er hört auf den Namen „Dysthymia“.

Abigor – Höllenzwang (Chronicles Of Perdition)

Hört man sich etwas im Black Metal um, drängt sich oft der Eindruck auf, dass eine Band unter keinen Umständen experimentieren und zugleich den Wurzeln des Genres treu bleiben kann. Dass es sich dabei um einen Trugschluss handelt, haben jedoch viele Vertreter der Stilrichtung bereits früh unter Beweis gestellt – insbesondere ABIGOR. Ob nun zur Zeit ihrer pechschwarzen Anfangswerke, ihrer späteren Keyboard-lastigen Kompositionen oder ihrem zuletzt recht avantgardistischen Industrial-Material, nie haben die Österreicher Anlass zum Zweifel daran gegeben, dass sie sich den Grundsätzen dieser Kunstform mit Leib und Seele verschrieben haben. Auf ihrer zehnten Platte „Höllenzwang (Chronicles Of Perdition)“ wagt das Duo nun eine komplette stilistische Kehrtwende.

Wer sich bereits mit einigen der durchaus kontroversen Aussagen, die die Band in der Vergangenheit von sich gegeben hat, vertraut gemacht hat, sollte mit Hinblick auf den Albumtitel keine großen Schwierigkeiten haben, die Grundthematik der Platte zu entschlüsseln: Es geht einmal mehr um den Gehörnten höchstpersönlich. Während dieses Textkonzept für ABIGOR grundsätzlich nichts Neues ist, überrascht die musikalische Umsetzung umso mehr.

Anstatt ihre Musik in noch abwegigeres Terrain zu führen, haben sich die Black-Metaller bewusst dazu entschieden, ein rohes Album wie aus den 90er Jahren zu kreieren. Auf „Höllenzwang“ gibt es demnach weder nachträglich hinzugefügte Gitarrenspuren oder ausgefeilte Keyboard-Arrangements noch wurde es großartig nachbearbeitet oder aufpoliert. Stattdessen konzentrieren sich ABIGOR hier voll und ganz auf das Wesentliche – diabolischen Schreigesang, polternde, finstere Gitarrenriffs und markerschütterndes Drumming. Spiel- und soundtechnische Perfektion ist hier weder erwünscht noch notwendig.

Dennoch haben ABIGOR ihr eigenes Schaffen keineswegs der Mittelmäßigkeit preisgegeben, die im schwarzmetallischen Untergrund allzu weitreichend um sich greift. Zudem haben sich die Österreicher ihre musikalische Identität bewahrt. Nach wie vor unverkennbar sind die blasphemischen Sprach-Samples („None Before Him“) und das chaotische, frickelnde Gitarrenspiel („Hymns To The Flaming Void“). Besonders beeindruckend ist jedoch der ungezügelte, boshafte, aber auch hymnische Gastgesang aus der Kehle von Silenius, den man bei seiner Hauptband Summoning noch nie derart mächtig brüllen gehört hat. Allein schon diese höllische Stimmakrobatik macht „Höllenzwang“ zu einem absolut hörenswerten Album, das die künstlerische Authentizität von ABIGOR einmal mehr untermauert.

ABIGOR-Fans, die Platten wie „Supreme Immortal Art“ oder „Fractal Possession“ verehren, werden auf „Höllenzwang“ möglicherweise erst mal etwas verdutzt reagieren. Zwar sind die einzelnen Songs durch ihre unterschiedlichen Rhythmen und Tempi ganz gut voneinander abgrenzbar, aber aufgrund ihrer reduzierten Stilistik eben auch kein bisschen bahnbrechend und dadurch weniger interessant als die letzten Veröffentlichungen der Band. Dennoch verlangen ABIGOR dem Hörer mit ihrer konsequenten Herangehensweise einiges an Respekt ab und einige der neuen Nummern kann man getrost als überwältigend bezeichnen. Wer die Musik des Zweigespanns in ihrem unverfälschten Kern erleben will, sollte hier definitiv zugreifen.

Antigone’s Fate – Insomnia

„Melancholic Black Metal“ – an sich ist mit diesem Terminus alles gesagt, was man über die Musik von ANTIGONE’S FATE wissen muss. Und doch ist „Insomnia“, das Debüt des deutschen Ein-Mann-Projekts, noch so viel mehr, als dass man es mit einer so eindimensionalen Genre-Variation zur Gänze erfassen könnte. Dass Einzelkämpfer Ruun seine vier ausschweifenden Kompositionen, die zwischen neun und siebzehneinhalb Minuten lang sind, erst Jahre nach den ersten Ideen und abseits seiner anderen Projekte veröffentlicht, da sie für diese zu außergewöhnlich seien, spricht vorab sehr dafür, dass sich der Mann viel dabei gedacht hat. Doch Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall und stilistische Vielfalt kann schnell zur Ziellosigkeit verkommen. Wie ist es also um das Schicksal von ANTIGONE’S FATE bestellt?

Die flinken Akustikgitarren, die dem Opener „In endlosen Eiswüsten“ eingangs den Weg bereiten, lassen sogleich hoffnungsvoll aufhorchen. Wer dadurch mit Blick auf das trostlose, naturmystisch anmutende Gemälde auf dem Cover auf die Idee kommt, es handele sich bei ANTIGONE’S FATE um herkömmlichen Folk Black Metal, wird jedoch kurz darauf eines Besseren belehrt. Alsbald schlägt die Stimmung nämlich um, als plötzlich schleppende Gitarren und Drums sowie tragische Keyboards den Track in Richtung Doom Metal treiben. Spätestens ab diesem Zeitpunkt sollte klar sein, dass man bei „Insomnia“ auf alles gefasst sein muss.

Während in einer Minute noch beschwingte Akustikgitarren durch die Ohrmuscheln tänzeln („Monumente des Verfalls“), können ein paar Augenblicke später schon mehrstimmige, schwermütige Leadgitarren und treibende Double-Bass-Drums die Vorherrschaft an sich reißen. Ein Song kann bei ANTIGONE’S FATE mit brachialen Blast-Beats und Riffs anfangen und mit trübsinnigen, klassisch angehauchten Pianoarrangements sein Ende nehmen („Mauern aus Glas“) – ohne jedoch jemals seinen natürlichen Fluss zu verlieren. Ruun versteht sich als Songwriter nämlich nicht nur darauf, fantastische Melodiebögen zu konstruieren, sondern sie auch in den richtigen Momenten umzulenken oder abzubrechen.

Dass die 50-minütige Platte trotz ihrer großen musikalischen Bandbreite stets ihre zutiefst bedrückende Grundstimmung wahrt, ist jedoch ebenso auf den unglaublich emotionsgeladenen Gesang zurückzuführen. Gramvolle Growls und wütende Screams sind keine Seltenheit, doch letztlich sind es die klagenden und zugleich kraftstrotzenden, leicht an Horn erinnernden Clean-Vocals, die den Hörer innerlich ergreifen und mitreißen. Sämtliche für die Musik von ANTIGONE’S FATE charakteristischen Gefühlslagen wie Trauer, Wut und Sehnsucht („Insomnia 32.3.“) kommen im klaren Gesang authentisch zum Ausdruck, wodurch die Musik als Ganzes umso eindrucksvoller wirkt.

ANTIGONE’S FATE steht noch am Anfang seines Weges, das Ziel ist ungewiss. Seine ersten Schritte hat Ruun jedoch äußerst überlegt gesetzt: „Insomnia“ ist ein so abwechslungsreiches wie konsistentes und überwältigendes Album, das von Anfang bis Ende begeistert. Der wuchtige, ungeschliffene Sound mag noch ein wenig verbesserungswürdig sein, wie auch stellenweise die spielerische Performance, doch angesichts der immensen Wirkung, die „Insomnia“ auf emotionaler Ebene ausübt, sind diese winzigen Mängel absolut zu vernachlässigen. Ein monumentales Erstlingswerk, das ANTIGONE’S FATE als vielversprechendes neues Projekt präsentiert, das es trotz potentiell langer Wartezeiten auf den Nachfolger im Auge zu behalten gilt.

Over The Voids – Over The Voids

OVER THE VOIDS ist ein polnisches Black-Metal-Ein-Mann-Projekt, das mit dem gleichnamigen Album „Over The Voids“ seinen Einstand gibt. Nicht jedem dürfte der Hauptprotagonist names Michał bekannt sein. Recherchen ergeben, dass er schon live für MGŁA gespielt hat und dass „M“ von MGŁA das Album „Over The Voids“ abgemischt hat. Des Weiteren ist bekannt, dass OVER THE VOIDS mit ihrer Musik an Werke wie “Bergtatt“ (Ulver) oder “Blood On Ice” (Bathory) anschließen möchten. Nun, das sind natürlich große Pläne, und obwohl sich bereits heute Liebhaber von OVER THE VOIDS finden, sollte man diese Vergleiche doch einer ganz genauen Überprüfung unterziehen. Lediglich die rohe und rudimentäre Aufnahmequalität des Albums, die sofort ab Sekunde eins auffällt, scheint ein Indiz für Parallelen zu sein.

Das Album enthält nur vier Tracks, aber davon sind zwei über 8 bzw. 13 Minuten lang. Gleich der erste Track „Battle Of Heaven” ist einer jener und zeigt unmissverständlich an, worauf man sich auf „Over The Voids“ gefasst machen muss, nämlich ruppigen, kompromisslosen Black Metal mit der typischen Instrumentierung, die vorerst auf sämtliche Feinheiten verzichtet. Der Hörer bekommt sofort und ohne Intro ein schepperndes Brett an den Schädel geknallt. Treibende E-Gitarrenlinien, rastloses, trockenes Drumming und rohes Growl-Geröhre. Man mag schon geneigt sein, das Album nur für totale Hardcore-Underground-Fans als Empfehlung in Betracht zu ziehen, als OVER THE VOIDS gegen Ende des Tracks doch noch eine Überraschung parat haben. Denn plötzlich wird es tatsächlich sehr melodisch, alle Instrumente verstummen, außer der E-Gitarre, die wie eine akustische Gitarre gespielt wird. Eine einzige, beinahe zarte Melodielinie lässt so den Song gemächlich ausklingen.

So, wie es begann, geht es auch weiter: brutales Geknüppel im Stil der 90er Jahre erfordert schon sehr viel Verehrung der Ursprünge des Black Metal, um von OVER THE VOIDS nicht allzu schnell übersättigt zu sein. Immer wieder werden die besseren Riffs wiederholt, als wolle man diese dem Hörer unauslöschlich in die Erinnerung einbrennen. Ob dies einem Album guttut, an diesem Aspekt scheiden sich wohl die Geister. Lediglich ein paar erneute kurze, eingebundene, melodische Parts geben dem Album einen Hauch von der Großartigkeit der Vorbilder aus den 90ern.

Die finale Komposition und das stärkste Stück des Albums stellt „Never Again They Will Hunger“ dar, welches mit streckenweise klarem Begleitgesang aufwartet und somit eine etwas andere Facette bedient als die Vorgänger. Die Texte sind gut verständlich gegrowlt und emotional nachvollziehbar, und der Track siedelt eher im Midtempo-Bereich an, was ihm etwas mehr Wucht und Kraft verleiht. Kurz geagt: kompositorisch etwas eigenständiger, was OVER THE VOIDS auch gut steht.

Die knapp 34 Minuten Spielzeit des Erstlingswerks von OVER THE VOIDS sind also keineswegs vergeudete Zeit, aber man sollte schon einiges an Geduld und Offenheit für diesen Repräsentanten des Black Metal mitbringen, um vielleicht für sich selbst einen neuen Underground-Fund zu entdecken.

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Shining

  • Englische Version

    With „X – Varg Utan Flock“ the tenth SHINING album has recently been released. In this interview, mastermind Niklas Kvarforth talks about the parallels to the „V – Halmstad“ released ten years earlier, explains his successful collaboration with long-term guitarist Peter Huss, and gives his first detailed account of the accusations regarding the „scandal show“ in Boise, Idaho in May, 2017.

    With regard to the music and the sound, your new SHINING album „X – Varg Utan Flock“ sounds very much like „V – Halmstad“, and also the artwork looks a bit similar. Was that your intention or where does this come from?
    You’ve interviewed me a couple of times by now, right? The reason I ask is because people should know by now that I am not really the crowd-pleaser I sometimes appear to be, and I certainly don’t make art just for the mere sake of pleasing the masses, and I am definitely not interested in intentionally repeating my past accomplishments, no matter how potent they might have been and no matter how much people would be asking for it. “Halmstad” was one of my grandest achievements for sure, but that was eleven years ago.

     

     

     

     

     

     

     

    The reason “X – Varg Utan Flock” might resemble that particular album is because a) I wrote it, and b) just as back in 2006, I had to leave Sweden, and this time around I exiled that disgusting piece on the map once again. However, this time around because of far more serious reasons, and therein might be the link. Also, back when writing “Halmstad” I was kind of angrier than usual, which left a sort of mark on the album which again, this time around, is somewhat similar although ten times more severe. The answer then must be, I was driven by contempt and anger while writing both albums, and therefore they both turned out a bit more sinister and malignant than, say, some of my albums where merely sorrow did lead the way.

    For many fans, „V – Halmstad“ is the ultimate SHINING release. What do you think about „V – Halmstad“ personally today, ten years after its release?
    Obviously I have very deep feelings for all my albums as I consider them all being like pages torn out of a diary I might have written if I had the time to do something as banal and pointless. “V – Halmstad” is still one of my children I do hold dear and haven’t shipped off to any orphanage yet nor beaten to death, based on her oppressing qualities alone. We are actually releasing an anniversary vinyl through Legions in April and are also considering doing some kind of show based on that very album.

    However, “V – Halmstad” itself does hold a very special place in my heart, and several meanings I will never reveal, let alone that anyone apart from myself could ever begin to understand as the void and negativity shaping me into who I am today truly did its filthiest work back in those days of loss and despair. A wonderful thing came out of it, yes, and I hope that “Halmstad” will continue harvesting souls long after I have crossed the bridge to that beautiful land beyond.

    Where does this dark, eery atmosphere of the music come from? What made you write darker music again?
    You should ask my ex. Nah, I’m not really a people person, you know. And compared to other lowlife peasants making music, or trying to, I am always determined to follow wherever my heart leads me, although that place may be splendidly terrible. I don’t back down, for what I search lies further than where my physical and present mental self can take me.

    Once again, you had some lineup changes in SHINING – what was the reason?
    People have too much opinions, simple as that. SHINING is what it is and will never adjust according to the will or comfort of others. Just play along or get the fuck out of my way.

    The only constant member in SHINING besides you is Peter Huss – why does this cooperation work that well? No other musician was ever as long active in SHINING as him, I’d guess …
    That’s true. However, when I asked himself about the matter he simply answered that “I have since day one understood my place in the band and don’t want to be close to Kvarforth apart from when working together.” In hindsight, when looking back at all the flesh that’s been disposed off throughout the years, I kind of get what he’s talking about. Don’t try to get too close to the fire or you will definitely get burned.


    >> Read our interview with Peter Huss (SHINING)!


    How much influence die he have on the songwriting? What is his part in the creative process for a SHINING album?
    Immensely, of course. Back in the days, John Doe was the key I was searching for to complete my vision. But at the end of the day, the guy proved to be wrong for this band, so the Devil interfered and sent me an angel to deconstruct and rebuild into my liking. John might have possessed the skills I were in need of, but Peter understood how to channel these powers and create something monumental instead of wasting his energy on trying to act like a tough guy.

    Will Jarle “Uruz” Byberg be a constant member of SHINING or did he just do session drums on “X – Varg Utan Flock”?
    Nope, he has other things in life that he prioritizes, and therefore he cannot be a member of this band, unfortunately.

    Why did you name the album “X – Varg Utan Flock”? What does the title mean to you, who is this wolf?
    Bajskorv („pile of shit“ – a.n.). Stupid question, stupid answer.

    Last but not least: About your show at The Shredder in Boise, Idaho, it has been reported that you “used many blatant racist and homophobic slurs on stage, threatened audience members with rape, slapped audience members in the face, and [were] sieg heil saluting repeatedly throughout [your] performance”.

    [The accusation was first posted on the Facebook page of the Club Tonic Lounge, where SHINING should play the next day. The post has been deleted, but can be seen here – a. n.]

    How do you judge this performance, how do you explain this behaviour?
    The information spread by Antifa after this turd of a show was basically accusations based on whatever bullshit one could find online, and therefore their propaganda was built on hearsay rather than reality. But thanks to that, one of our fans, disappointed about this unwise decision, threw a Molotov cocktail into the venue in Portland who had cancelled our show the day after Boise because of… again, fucking hearsay. So at the end of the day, those who opposed us shot themselves in the foot. I will tell you exactly what happened in Boise and you can make your mind up on whether you think what I did was wrong or not.

    We arrived at this shit place quite early in the day and once we entered the venue and were trying to figure out how we would fit the drumkit onstage, the owner (and the one who alerted both authorities and Antifa) said after the normal greeting procedure that we would not get any food, but we could drink from his open bar and use his personal stash of methamphetamine. I told him at least three to four times before doing the first line that it was not a good idea, and that I would go a bit crazier than usual if I did it, to which he smiled and said that that’s precisely what people wanted.

    The place was disgusting, so me and Benny went to some restaurant nearby where I met some waitress, who I immediately asked whether she was single and if she was interested in giving me a blowjob. She promptly replied she would love to but that she had a boyfriend. None of my concern, I just wanted to cum, and after her shift we went to some fucking punk bar. There I met this idiot LaVeyian “Satanist” – that obviously bothered me as I myself am a Satanist and find their whole hippie-sex-and-love bullshit ideas repelling and ultimately blasphemous to the Lord of Death. I got into some argument with one of them, was thrown out, and on the way to the venue to perform I see on my phone a post by the owner of The Shredder, saying that Revenge were done and that he was waiting for SHITING so he could close up. I did try to not be bothered by his moronic words as he tried to offer me his dead puppy in a jar before I left for my dinner (I wonder what Antifa would think of that), and just went up on stage after I had found the door to the “venue”.

    Now, what was I accused of? Let me make a list for you:

    1. I drugged a girl? – No, if I had had drugs I would have taken them myself and not shared them with any potential skirt. This rumor had already flourished online three to four years back when me and my bodyguard were in Norway and a girl tried to force herself on me. Her husband found out, and apparently saying that we drugged her would be the only way to justify her filthy mistakes.

    2. I groped women? – No, they grope me! I am the rock star, they are the groupies. And trust me, dear friend, I have tons although I wish I had none as it’s so fucking hard to say no when the girl in question wears nylons and six-inch heels… yes, I know I have a problem.

    3. I smacked and kicked someone in the chest? – Yes, he spat on me and tried to provoke me, I obviously corrected him. The guy who I had done this to, however, showed up in Las Vegas and we had a long discussion on the bus about the statements that were made against me. He was flamboyantly angry abouth them and understandably felt proud I showed him the way of understanding through physical adjustment. No bad blood whatsoever, he even gave me a couple of gifts. So, all in all, I did whatever his father should have done in his upbringing, and he appreciated being taught some discipline. Thank you, man, you are a peach and I miss you.

    4. I shouted anti-homosexual things on stage? – Well, I have always called the black metal people who do not belong to the forces I worship Homosexual Black Metal Mongoloids, and I still do. However, it is to provoke them, not to provoke gays. I have nothing against gays, and in a perfect world I would be one, too, so I wouldn’t have to fuck all your girlfriends. Tough black metal “elitist” motherfuckers always talk down to and hate homosexuals, but has it ever occurred to them that, while they claim the inversion of Christian morals and values, they maybe should get to know their so-called enemy and first study their scriptures and especially the third book of Genesis before opening their filthy mouths? And yeah, Gaahl for example is a very good friend of mine, and so is his boyfriend. I wish the same people would grow the balls to confront him about being gay. (laughs) Good luck and I hope you have insurance.

    5. Rape? – They wish… Maybe someone was unhappy that I fucked his girlfriend in the ass and he has a problem coping with that. You know what? There’s plenty of fish in the sea and I suggest you look at yourself in the mirror and realize that this Swedish bloke here just followed his natural urges while your slut of a girlfriend went behind your back. Simple.

    6. Sieg Heil? – I wonder what the Hungarian part of my family would think of that? At least two of them were killed by Nazis. Look, I do something we call the “Sieg Hallelujah” sign when on stage. I do that original salute but instead of keeping my hand open like you normally do if you want to salute the teachings of Hitler, I clench my hand into a fist and do my “Thumbs down” thingy. But yeah, I get it, some inbred fucker might have had a few too many lines of meth before seeing the show and thought that that’s what I did. However, the idiot promoter (again, the guy who tried to impress me by showing off his dead pet) of course decided to post a video of me running out to our manager (yeah, the guy who everyone said I attacked was our manager, folks), screaming I did not do this, ENTER: THE NAZI SALUTE to show him what I did not do. I understand that when taken out of context it looks bad, and that is precisely why he decided to do so.

    OK, that’s my side of the story, what really happened, and I have quite a few people who could back it up. Finally, I suffer from bipolar disease and schizophrenia, which on paper would make me handicapped, right? And from what I understand, aren’t people who can’t defend themselves due to, say, a handicap, people that Antifa would be protective of? Instead, we were nearly boycotted in the whole of North America, and all because of a meth head with a dead puppy fetish who decided he wanted some free PR and get other people than his skinhead friends to attend his shit shows and midget wrestling nights (yeah, I am not kidding, that’s his main income and he’s proud of it). End of story.

    This is the last time I discuss this. Fuck The Shredder and that attention-seeking asshole who tries to run it, although we all know, meth and sales do not go well together.

    Thanks for the interview and thanks for the support.
    Thank you for your time and answers!

  • Deutsche Version

    Mit „X – Varg Utan Flock“ ist unlängst das nunmehr zehnte SHINING-Album erschienen. Im Interview legt Mastermind Niklas Kvarforth die Parallelen zum zehn Jahre zuvor erschienenen „V – Halmstad“ dar, erklärt seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Langzeit-Gitarrist Peter Huss und äußert sich erstmals ausführlich zu den Vorwürfen hinsichtlich der „Skandal-Show“ in Boise, Idaho im Mai 2017.

    Dein neues SHINING-Album „X – Varg Utan Flock“ ist „V – Halmstad“ sehr ähnlich – musikalisch, klanglich und auch bezüglich des Artworks gibt es Parallelen. War das Absicht oder wie kam das?
    Du hast mich jetzt schon ein paar Mal interviewt, oder? Der Grund, warum ich frage, ist, weil die Leute mittlerweile wissen sollten, dass ich nicht wirklich der Publikumsliebling bin, der ich manchmal zu sein scheine, und dass ich sicherlich nicht Kunst erschaffe, nur um die Massen zu erfreuen. Insofern bin ich definitiv nicht daran interessiert, meine vergangenen Errungenschaften absichtlich zu wiederholen, egal wie stark sie auch gewesen sein mögen und egal, wie sehr die Leute darum betteln. „V – Halmstad“ war sicherlich eine meiner größten Leistungen, aber das ist elf Jahre her.

     

     

     

     

     

     

     

    Der Grund, warum „X – Varg Utan Flock“ diesem Album ähneln könnte, liegt zum einen darin, dass ich es geschrieben habe. Zum anderen musste ich Schweden 2006 verlassen. Auch dieses Mal musste ich diesen widerlichen Fleck auf der Landkarte wieder verlassen, allerdings aus weit schwerwiegenderen Gründen. Darin könnte jedoch die Verbindung liegen. Außerdem war ich damals, als ich „V – Halmstad“ schrieb, etwas wütender als sonst, was auf dem Album seine Spuren hinterlassen hat. Auch das war diesmal wieder ähnlich, wenn auch zehnmal gravierender. Die Antwort muss also lauten: Ich war von Verachtung und Wut getrieben, als ich beide Alben schrieb, deshalb sind beide etwas düsterer und bösartiger geworden als, sagen wir, einige meiner anderen Alben, auf denen mir lediglich Leid den Weg gewiesen hat.

    Für viele Fans ist „V – Halmstad“ die ultimative SHINING-Veröffentlichung. Was hältst du selbst von dem Album, heute, über zehn Jahre nach seiner Veröffentlichung?
    Ich hege natürlich sehr tiefgehende Gefühle für alle meine Alben, da ich sie alle als Seiten betrachte, die aus einem Tagebuch herausgerissen sind, das ich vielleicht geschrieben hätte, wenn ich die Zeit gehabt hätte, etwas so Banales und Sinnloses zu tun. „V – Halmstad“ ist immer noch eines meiner Kinder, das mir lieb und teuer ist und das ich noch nicht in ein Waisenhaus abgeschoben oder zu Tode geprügelt habe, schon allein seiner unterdrückerischen Qualitäten wegen. Wir veröffentlichen im April eine Jubiläums-Vinyl über Legions und denken darüber nach, eine Art Special-Show auf Basis dieses Albums zu machen.  Aber so oder so, „V – Halmstad“ nimmt einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen ein. Einige tiefere Bedeutungen werde ich weder je preisgeben noch könnte irgendjemand außer mir selbst je auch nur ansatzweise verstehen, wie die Leere und Negativität in jenen Tagen des Verlustes und der Verzweiflung ihre schmutzige Arbeit getan haben, um mich zu dem zu formen, das ich heute bin. Etwas Wunderbares ist dabei herausgekommen, ja, und ich hoffe, dass „V – Halmstad“ auch weiterhin Seelen ernten wird … lange, nachdem ich die Brücke zu diesem wunderschönen Land dahinter überquert habe.

    Woher kommt diese dunkle, unheimliche Atmosphäre der Musik? Was hat dich dazu gebracht, wieder düsterere Musik zu schreiben?
    Da solltest du meine Ex fragen. Nein, ich bin nicht wirklich ein geselliger Mensch, weißt du? Und im Vergleich zu anderen niederen Proleten, die Musik machen oder es versuchen, bin ich immer entschlossen, dorthin zu gehen, wohin mein Herz mich führt. Auch wenn dieser Ort herrlich schrecklich sein mag – ich kneife da nicht. Was ich suche, liegt weiter entfernt, als mein physisches und gegenwärtiges geistiges Selbst mich bringen kann.

    Wieder einmal gab es bei SHINING einige Lineup-Änderungen – was war der Grund dafür?
    Die Leute haben zu viele Meinungen, so einfach ist das. SHINING ist das, was es ist und wird sich niemals dem Willen oder der Bequemlichkeit anderer anpassen. Spiel einfach mit oder geh mir aus dem Weg.

    Das einzige ständige Bandmitglied ist Peter Huss – warum funktioniert diese Zusammenarbeit so gut? Kein anderer Musiker war jemals so lange bei SHINING.
    Das stimmt. Als ich ihn mal danach gefragt habe, hat er einfach gesagt: „Ich habe seit dem ersten Tag bei SHINING meinen Platz in der Band verstanden und will Kvarforth nicht nahe sein, außer wenn ich mit ihm zusammenarbeite“. Und im Nachhinein, wenn ich auf all das Fleisch zurückblicke, das bei SHINING über die Jahre hinweg entsorgt wurde, steige ich langsam dahinter, was er meint. Versuche nicht, zu nah an das Feuer heranzukommen, oder du wirst definitiv verbrannt!


    >> Lest hier unser Interview mit Peter Huss (SHINING)!


    Welchen Einfluss hatte er auf das Songwriting, wie groß ist sein Anteil am kreativen Prozess für ein SHINING-Album?
    Immens natürlich! Damals war John Doe (John Sjölin, 2005-2006 Gitarrist bei SHINING – A. d. Red.) der Schlüssel, nach dem ich suchte, um meine Vision zu vervollständigen. Aber am Ende des Tages erwies sich der Kerl als falsch für diese Band, also hat sich der Teufel eingemischt und mir einen Engel geschickt, um alles zu dekonstruieren und nach meinem Geschmack wieder aufzubauen. John mag die Fähigkeiten besessen haben, die ich gebraucht habe, aber Peter hat es verstanden, diese Kräfte zu kanalisieren und etwas Monumentales zu erschaffen, anstatt seine Energie darauf zu verschwenden, sich wie ein harter Kerl zu verhalten.

    Das Schlagzeug auf „X – Varg Utan Flock“ hat Jarle „Uruz“ Byberg (Ex-Urgehal) eingespielt. Wird er nun ständiges Mitglied bei SHINING sein oder hat er nur ausgeholfen?
    Nein, er hat andere Dinge im Leben, die ihm wichtiger sind, deshalb kann er leider nicht Mitglied dieser Band sein.

    Warum trägt das Album den Titel „Varg Utan Flock“, Wolf ohne Rudel? Was bedeutet das für dich, wer ist dieser Wolf?
    Bajskorv („Scheißehaufen“, A. d. Red). Dumme Frage, dumme Antwort.

    Zum Abschluss ein schwieriges Thema: Über die SHINING-Show im The Shredder in Boise, Idaho, wurde berichtet, dass Du „viele krasse rassistische und homophobe Beleidigungen auf der Bühne benutzt, Leuten im Publikum mit Vergewaltigung gedroht und Fans ins Gesicht geschlagen“ und während der Show immer wieder mit dem Hitlergruß und „Sieg-Heil“-Rufen provoziert hättest.

    [Das entsprechende Statement wurde zuerst auf der Facebook-Seite des Clubs Tonic Lounge, wo SHINING am nächsten Tag spielen sollten, veröffentlicht. Der Post ist mittlerweile gelöscht, aber hier einsehbar – A. d. Red.]

    Wie stehst du zu diesem Auftritt, wie erklärst du dieses Verhalten?
    Die Informationen, die Antifa nach diesem Scheißhaufen von einer Show verbreitet hat, waren im Grunde genommen Anschuldigungen, die auf irgendeinem Bullshit basierten, den man schon vorher online finden konnte – diese Propaganda baut mehr auf Hörensagen als auf der Realität auf. Aber dank dessen warf einer unserer Fans, enttäuscht von dieser unklugen Entscheidung, einen Molotow-Cocktail in die Location in Portland, die unsere Show am Tag nach Boise gecancelt hatte, wegen – wieder einmal – verfickter Gerüchte. Insofern haben sich am Ende des Tages diejenigen selbst in den Fuß geschossen, die gegen uns waren. Ich werde dir genau sagen, was in Boise passiert ist und du kannst dann entscheiden, ob du findest, dass das, was ich getan habe, falsch war oder nicht.

    Wir kamen ziemlich früh am Tag an diesem Scheißort an und als wir die Venue betraten und versuchten, herauszufinden, wie wir das Drumkit auf der Bühne unterbringen könnten, offenbarte uns der Besitzer (und derjenige, der sowohl die Behörden als auch Antifa alarmierte) nach dem normalen Begrüßungsprocedere, dass wir kein Essen bekommen würden. Wir könnten aber kostenlos an der Bar trinken und seinen persönlichen Vorrat an Methamphetamin benutzen. Ich habe ihm dann, noch bevor ich mir die erste Line gelegt habe, mindestens drei- bis viermal gesagt, dass es keine gute Idee ist und dass ich, wenn ich das jetzt täte, noch ein bisschen verrückter als gewöhnlich sein würde. Dazu hat er nur gelächelt und gesagt, das sei genau, was die Leute sehen wollen.

    Der Schuppen war ekelhaft, also gingen Benny und ich in ein Restaurant in der Nähe, wo ich eine Kellnerin traf, die ich sofort fragte, ob sie Single sei und ob sie daran interessiert sei, mir einen Blowjob zu geben. Sie antwortete prompt, dass sie es liebend gerne tun würde, dass sie aber einen Freund hätte. Nicht mein Problem, ich wollte nur abspritzen, und nach ihrer Schicht gingen wir in irgendeine verdammte Punk-Bar, wo ich diesen idiotischen LaVey-„Satanisten“ traf. An dem habe ich mich natürlich gestört, da ich selbst Satanist bin und deren ganzen Hippie-Sex-und-Liebe-Bullshit als abstoßend und letztendlich dem Herrn des Todes lästerlich empfinde. Ich geriet mit einem aus seiner Gruppe in einen Streit, wurde hinausgeworfen und auf dem Weg zum Veranstaltungsort sah ich eine Nachricht des Besitzers von The Shredder auf meinem Handy, dass Revenge fertig seien und er auf „SHITING“ warte, damit er zumachen könnte. Ich habe versucht, mich nicht von seinem dummen Geschwätz provozieren zu lassen – zumal er, bevor ich zum Abendessen ging, versucht hatte, mir seinen toten Welpen in einem Glas anzubieten (ich frage mich, was die Antifa davon halten würde) – und ging einfach auf die Bühne, nachdem ich die Tür zum „Veranstaltungsort“ gefunden hatte.

    Also, was wurde mir vorgeworfen? Lass mich es dir auflisten.

    1. Ich hätte ein Mädchen unter Drogen gesetzt?
    Nein, wenn ich Drogen gehabt hätte, hätte ich sie selbst genommen und sie nicht mit einer potenziellen Ische geteilt. Dieses Gerücht blühte schon vor drei bis vier Jahren online auf, als ich und mein Bodyguard in Norwegen waren und ein Mädchen versuchte, sich mir aufzudrängen. Dann fand ihr Mann es heraus und anscheinend war der einzige Weg, ihren schmutzigen Fehler zu rechtfertigen, die Behauptung, dass wir sie unter Drogen gesetzt hätten.

    2. Ich hätte Frauen begrapscht?
    Nein, sie begrapschen mich! Ich bin der Rockstar, sie sind die Groupies. Und glaub mir, mein lieber Freund, ich habe tonnenweise Groupies, obwohl ich mir wünschte, ich hätte keine, weil es so verdammt schwer ist, nein zu sagen, wenn das Mädchen, um das es geht, Nylonstrümpfe und sechs Zoll hohe High-Heels trägt. Ja, ich weiß, ich habe ein Problem.

    3. Ich hätte jemanden geschlagen und in die Brust getreten?
    Ja, er hat mich angespuckt und versucht, mich zu provozieren. Daraufhin habe ich ihn natürlich korrigiert. Der Kerl, dem ich das angetan hatte, tauchte jedoch in Las Vegas noch mal auf und wir hatten eine lange Diskussion über die Aussagen, die gegen mich gemacht wurden, über die er extrem wütend war, da er verständlicherweise sehr stolz darauf war, dass ich ihm den Weg des Verstehens durch körperliche Anpassung gezeigt habe. Da gab es überhaupt kein böses Blut, er hat mir sogar ein paar Geschenke gemacht. Alles in allem habe ich also alles getan, was eigentlich die Aufgabe seines Vaters bei der Erziehung gewesen wäre, und er wusste zu schätzen, dass ich ihm etwas Disziplin beigebracht habe. Danke, Mann, du bist ein lieber Kerl und ich vermisse dich.

    4. Ich hätte schwulenfeindliche Sachen auf der Bühne gerufen?
    Nun, ich habe die Black-Metal-Leute, die nicht zu den Kräften gehören, die ich anbete, schon immer als „homosexuelle Black-Metal-Mongoloide“ bezeichnet, und ich tue es immer noch, aber es geht dabei darum, sie zu verärgern – nicht darum, Schwule zu verärgern. Ich habe nichts gegen Schwule und in einer perfekten Welt wäre ich auch einer, dann müsste ich nämlich nicht alle eure Freundinnen ficken. Harte, „elitäre“ Black-Metal-Motherfucker machen Schwule schlecht und hassen Homosexuelle, aber ist es ihnen jemals in den Sinn gekommen, dass sie, während sie die Umkehrung der christlichen Moral und Werte für sich beanspruchen, vielleicht ihren sogenannten Feind kennenlernen und zuerst dessen Schriften, vor allem das dritte Buch der Genesis, studieren sollten, bevor sie ihre schmutzigen Münder öffnen? Und ja, Gaahl zum Beispiel ist ein sehr guter Freund von mir, sein Lebenspartner genauso. Ich wünsche mir, dass die gleichen Leute die Eier hätten, ihm vorzuhalten, schwul zu sein. (lacht) Viel Glück, ich hoffe, ihr seid gut versichert!

    5. Vergewaltigung?
    Das hätten sie wohl gerne. Vielleicht war einer unglücklich darüber, dass ich seine Freundin in den Arsch gefickt habe und er nicht damit umgehen kann. Wisst ihr was? Es gibt viele Fische im Meer. Ich rate euch: Schaut in den Spiegel und erkennt, dass dieser schwedische Kerl hier nur seinen natürlichen Trieben gefolgt ist, während euch eure Schlampen-Freundinnen hintergangen haben. So einfach ist das.

    6. „Sieg Heil“?
    Ich frage mich, was der ungarische Teil meiner Familie davon halten würde. Mindestens zwei von ihnen wurden von den Nazis getötet. Schau, auf der Bühne mache ich etwas, was wir das „Sieg-Hallelujah“-Zeichen nennen: Ich mache den originalen Gruß, aber anstatt meine Hand offen zu halten, wie man es normalerweise macht, wenn man den Lehren von Adolf Hitler folgt, balle ich meine Hand zur Faust und mache mein „Daumen-runter“-Ding. Aber klar, ich verstehe schon: Irgendein Inzestprodukt hat vor der Show ein paar Lines Meth zu viel gehabt und dachte, ich hätte den Hitlergruß gemacht. Wie auch immer, dieser Idiot von einem Promoter – wie gesagt, der Typ, der mich vorher damit zu beeindrucken versucht hatte, dass er mir sein totes Haustier unter die Nase gehalten hat – hat sich natürlich direkt dazu entschlossen, ein Video zu posten, in dem ich zu unserem Manager gelaufen bin (ja, der Typ, von dem alle behauptet haben, ich hätte ihn angegriffen, war unser Manager, Leute!), schreie, dass ich das nicht gemacht habe und dabei den Hitlergruß andeute, um ihm zu zeigen, was ich nicht gemacht habe. Ich verstehe, dass das – aus dem Kontext gegriffen – schlecht aussieht. Und das ist genau der Grund, warum sie sich dafür entschieden haben, das Video zu veröffentlichen.

    Okay, das ist meine Seite der Geschichte, was wirklich passiert ist, und ich habe eine ganze Reihe von Leuten, die das bestätigen können. Zu guter Letzt habe ich eine Bipolare Störung und leide an Schizophrenie, was mich auf dem Papier als behindert ausweist, richtig? Und soweit ich es richtig verstanden habe, sind Leute, die sich selbst beispielsweise wegen einer Behinderung nicht verteidigen können, doch normalerweise die Leute, die die Antifa schützt? Stattdessen haben uns die Leute beinahe in ganz Nordamerika boykottiert, und das alles wegen eines Methheads mit einem Tote-Welpen-Fetisch, der der Meinung war, dass er etwas kostenlose PR will, damit auch andere Leute als seine Skinhead-Freunde bei seinen Scheiß-Shows und seinen lächerlichen Liliputaner-Wrestling-Abenden – kein Scherz, das ist sein Haupteinkommen und da ist er auch noch stolz drauf! – auftauchen. Ende der Geschichte.

    Das ist das letzte Mal, dass ich das so durchgehe. Scheiß auf The Shredder und dieses aufmerksamkeitsgeile Arschloch, das versucht, den Laden zu betreiben, obgleich alle wir wissen, dass Meth und Finanzen nicht gut zusammengehen.

    Danke für das Interview und danke für die Unterstützung.
    Vielen Dank für deine Zeit und Antworten!