Archives

Lelahell – Alif

Redouane Aouameur, Jahrgang 1976, gehört zu den Urvätern des Metal in Algerien: Seit den 90er-Jahren ist er in der Szene aktiv, seit 2010 vornehmlich mit seinem Projekt LELAHELL. Vier Jahre nach dem Debüt „Al Insane ​.​.​. The (Re​)​Birth of Abderrahmane“ (2014) erscheint nun das über Crowdfunding finanzierte zweite Album. Unterstützt wurde Aouameur – selbst Gitarrist, Bassist und Sänger von LELAHELL – dabei von dem deutschen Schlagzeuger Hannes Grossmann.

Dass Aouameur ausgerechnet Grossmann für das Projekt begeistern konnte, spricht bereits Bände. Schließlich ist der gebürtige Nürnberger seit Kurzem festes Mitglied der US-Deather Hate Eternal und war auch zuvor schon bei einigen namhaften Bands involviert (Necrophagist, Obscura) oder zumindest als Live-Drummer angestellt (Dark Fortress, Thulcandra). Für mittelprächtigen Underground-Kram braucht sich der Mann wahrlich nicht mehr herzugeben.

Den daraus resultierenden Erwartungen an die generelle Qualität wird „Alif“ dann auch durchaus gerecht: Nicht nur Grossmann am Drumkit hat hier die von ihm erwartete Spitzenperformance abgeliefert – auch sonst kann „Alif“ bezüglich aller technischen Aspekte punkten. Hinter dem spannenden Cover verbirgt sich ein Album, das durch einen dichten, aber doch differenzierten Sound ebenso überzeugt wie durch die Performance von Redouane Aouameur an Gitarre und Mikrophon. Während er auf den sechs Saiten das eine oder andere flinke Solo hinlegt, haucht er „Alif“ mit seinem Gesang Leben ein: Mal werden die durchwegs auf Arabisch verfassten Texte bösartig gefaucht, mal wird kraftvoll gegrowlt.

Den Stücken kommt diese Vielfalt sehr zugute. Vom musikalischen Grundgerüst her steht bei LELAHELL nämlich sehr geradliniger Death Metal auf dem Programm, der jedoch – obwohl nie mit dem Zaunpfahl gewunken wird – seine Herkunft nicht verheimlicht. So klingen die Riffs (wenngleich stets genretypisch schnörkellos) bisweilen durchaus arabisch angehaucht. Das macht „Alif“ zwar zunächst interessanter als die durchschnittliche Death-Metal-Veröffentlichung aus Berlin, Bremen oder Buxtehude, reicht aber alleine nicht ganz aus, um das Album auf die volle Länge spannend zu halten. Anders als etwa bei den ebenfalls orientalisch inspirierten Melechesh oder auch die ägyptophilen Nile bleibt von LELAHELL leider wenig im Ohr – nicht zuletzt, weil den Songs die letzte Eingängigkeit abgeht: Zu oft wirken die Riffs eher aneinandergereiht denn aufeinander abgestimmt, so dass den Stücke der mit dem einen Riff aufgenommene Schwung schon beim Nächsten wieder verloren geht.

Durch Individualität und Wiedererkennungswert ein echtes Ausrufezeichen zu setzen, gelingt LELAHELL leider nur in Maßen: Unterm Strich ist „Alif“ ein mehr als solides Death-Metal-Album, das allerdings unspektakulärer klingt, als man zunächst vielleicht gedacht hätte. Macht man sich jedoch von der wohl auch ungerechten Erwartungshaltung los, jede Band aus der arabischen Welt müsse automatisch „exotisch“ klingen, kann man LELAHELL zu einem vielleicht nicht extraordinär spektakulären, aber doch gelungenen zweiten Album gratulieren.


Als Vertreter ihrer Heimat ALGERIEN sind LELAHELL in unserem Buch „Metallisierte Welt“ vertreten!

>> zum Shop des Hirnkost-Verlags!

>> zur offiziellen Facebook-Page!

 

 

Sinsaenum – Repulsion For Humanity

Viele dürften das „Allstar-Projekt“ SINSAENUM mit seinem Debüt „Echoes Of The Tortured“ (2016) für eine Eintagsfliege gehalten haben: Kaum vorstellbar, dass Frédéric Leclercq (Dragonforce), Sean Zatorsky (Dååth), Attila Csihar (Mayhem), Stéphane Buriez (Loudblast), Heimoth (Seth) und Joey Jordison (Vimic) gemeinsam genügend Zeit finden würden, das Projekt dauerhaft am Leben zu erhalten. Doch SINSAENUM straften alle Zweifler Lügen: Bereits 2017 erschien die EP „Ashes“, nun, wieder nur ein Jahr später, steht das zweite Studioalbum ins Haus. Die letzten Zweifel an der Ernsthaftigkeit, mit der SINSAENUM die Sache betreiben, dürfte dann die Europatour im Herbst ausräumen.

Während das zugegebenermaßen auf technisch höchstem Level leider recht belanglose Debüt den durch die prominente Besetzung geweckten Erwartungen noch nicht ganz gerecht wurde, hatten SINSAENUM ihren Stil bereits auf „Ashes“ merklich verfeinert. Doch das war erst der Anfang, wie es scheint. Auf „Repulsion For Humanity“ zeigen sich SINSAENUM nämlich mitunter von einer gänzlich neuen Seite.

Der Grundtenor bleibt natürlich der gleiche: Bereits mit dem das Album eröffnenden Titeltrack knallen SINSAENUM den Hörern einen knackigen Death-Song vor den Latz: Die griffigen Midtempo-Riffs und bissigen Growls geben der Nummer einen Hauch von Kataklysm, dazu gesellen sich gelegentliche flinke Leadgitarren-Einsprengsel und Uptempo-Passagen, die den Tech-Aspekt hineinbringen. Soweit, so erwartbar – lagen im Riffing und der technischen Brillanz ja bereits beim Debür klar die Stärken der Band.

Doch was „Repulsion For Humanity“ ausmacht, ist das merklich weiterentwickelte Songwriting, das sowohl die einzelnen Songs wie auch deren Zusammenstellung auf ein ganz neues Level hebt: In „Final Resolve“ gehen eher schleppend zu Werke, „Sworn To Hell“ kommt mit unverkennbarem Thrash-Einschlag daher, „I Stand Alone“ geht mit einem fetten Mainriff und stimmungsvoll-düsterem Cleanpart hingegen eher in die Sludge-Richtung. In „Rise OF The Light Bearer“ finden sich epische Soli und dezente Chöre, in „Manifestation Of Ignorance“ hingegen drehen SINSAENUM den Temporegler zunächst bis in den Doom-Bereich (inklusive Klargesang!) nach unten, um ihn später mit einem Schlag auf Anschlag zu schieben. Die Aufzählung ließe sich bis Track elf fortführen – tatsächlich klingen zwar alle Songs irgendwo nach SINSAENUM, jedoch kein Stück wie das andere.

Wer das Debüt gehört hat, weiß, wie dass diese Entwicklung gar nicht hoch genug gewertet werden kann: Klang „Echoes For The Tortured“ bisweilen noch oft nach „Schema F“ und Reißbrett-Kompositionen, hört man auf „Repulsion For Humanity“ eine Band in perfektem Zusammenwirken. Dass Attila aus terminlichen Gründen nicht an den Aufnahmen mitwirken konnte, ist zwar ein kleiner Wermutstropfen, da der gebürtige Ungar stets für eine Prise Irrsinn gut ist, wird durch die durchweg starke Leistung der restlichen Truppe jedoch voll aufgefangen.

Wirklich beeindruckend, so dass er keinesfalls unerwähnt bleiben darf, ist das schwarzmetallen angehauchte „My Swan Song“: SINSAENUM gelingt es, den Hörer hier über acht Minuten lang bei der Stange zu halten und ihm, ganz nebenbei, mit dem sich ganz langsam anbahnenden Refain und der dazugehörigen, getragenen Melodie noch einen massiven Ohrwurm einzupflanzen.

Spätestens, als SINSAENUM das Album mit dem Neunminüter „Forsaken“ mit dem längsten Stück des Albums ausklingen lassen und in diesem Grande Finale auch noch mit Elementen des symphonischen Black Metals sowie bislang ungehörter Eleganz in den Leadmelodien aufwarten, ist klar: „Repulsion For Humanity“ ist nicht das Produkt eines aus Bierlaune oder Langeweile gegründeten Projektes. Vielmehr steht hinter SINSAENUM eine klare Vision und voller Einsatz – anders ist ein solches Meisterwerk in Sachen Vielfalt, Atmosphäre und Komposition, aber auch vertonter Aggressivität und technischer Brillanz nicht zu vollbringen.

Theotoxin – CONSILIVM

Blackened Death Metal ist eines dieser Genres, in denen es wenige Bands zu wirklicher Größe geschafft haben. Nach wie vor wird die Musik von Behemoth, Belphegor und Necrophobic angeführt. Zwar existieren viele derartige Bands im Underground, aber der große Durchbruch bleibt fast allen verwehrt. So geht es wohl auch THEOTOXIN, die allerdings nach ihrer Gründung vor zwei Jahren noch Newcomer sind – also alles steht noch offen. Mit „CONSILIVM“ hat die Formation aus Wien nun ihr zweites Album nach ihrem letztjährigen Debüt „ATRAMENTVM“ vorgelegt.

Gemessen an der Musik braucht sich das Quintett jedenfalls nicht vor den Legenden der Szene verstecken: Auch ihr Blackened Death Metal brettert mit ordentlicher Wucht aus den Boxen und besitzt klares Hitpotential. Obgleich die meisten Songs auf einem Fundament üblicher Hochgeschwindigkeits-Blastbeat-Teilen aufgebaut ist – die die topfitten Musiker mit mustergültiger Präzision aufgenommen haben – finden sich zwischendrin immer dringend notwendige Melodien und auch mitreißende, groovende Riffs. So weit haben die fünf Österreicher auf jeden Fall schon mal ihre Hausaufgaben gemacht.

Der Opener „Deus Impostor“ ist dafür genauso gut Beispiel wie das fetzige „Apokatastasis“. Wird das Tempo mal gedrosselt, wie etwa in „Chant Of Hybris“, säuft die Band nicht ab, sondern schlägt sich auch im Getragenen souverän. In „Somnus Profanus“ kommen dann noch Cleangitarren zum Einsatz – das war es dann aber im Großen und Ganzen mit abwechslungsreicheren Experimenten. Wer sich „CONSILIVM“ zulegt, dem muss klar sein, dass das Gaspedal hier voll durchgedrückt wird und es nur wenig Zeit zum Verschnaufen gibt. Einzig (abgesehen vom kurzen Outro-Track) das träge und leider auch nicht sonderlich spannend geratene „Hexenflug und Teufelspakt“ verzichtet gänzlich auf die bewährten Blastbeat-Schrammeleien.

Wobei sich THEOTOXIN allerdings selbst keinen Gefallen getan haben, ist die Produktion des Albums. Vorteilhaft ist die bereits erwähnte Präzision, mit der die dadurch untereinander perfekt abgestimmten und groovenden Instrumente eingespielt wurden. Doch auch das kann nur bedingt verhindern, dass die Gitarren einfach immer ein wenig zu dünn klingen. Die Instrumente können zwar dank Transparenz untereinander problemlos differenziert werden, aber insgesamt fehlt immer ein bisschen der Druck hinter all dem. Dass zudem der Schlagzeugsound, insbesondere die Snare, sehr blechern klingt, kommt dem Album gerade in den etlichen Blastbeat-Teilen nicht gerade zugute.

Doch man gewöhnt sich glücklicherweise schnell an den Sound des Albums und kann sich an der kompetent vorgetragenen Musik erfreuen. Gerade Bands wie THEOTOXIN hätten es verdient, in den oberen Ligen ihres Genres mitzuspielen. So kann man nur hoffen, dass die Truppe sich mit „CONSILIVM“ eine größere Hörerschaft erspielen kann. Und wenn die Band im bisherigen Tempo weitermacht, dürfte es bis Album Nummer drei nicht allzu lange dauern.

Ataraxy – Where All Hope Fades

Neu ist die Idee, Death-Metal-Sound mit schleppender Doom-Atmosphäre zu kombinieren, nun wahrlich nicht. Dennoch scheinen beide Genres kompatibel, bringt ein derartiges Unterfangen doch ein ums andere Mal sehr ansprechende Werke hervor. Die Spanier von ATARAXY scheinen vom diesem Mix ebenfalls angetan zu sein und legen mit ihrem Zweitwerk „Where All Hope Fades“ eine stilechte Death-Doom-Platte vor.

Das Intro „The Absurdity Of A Whole Cosmos“ transportiert eine der Prämisse angemessene, durchaus atmosphärische, finstere Grundstimmung, die über schwermütige Riffs etabliert wird. Nach einer Weile schleicht sich aber der Gedanke ein, dass es nun langsam mal zu einem Ende finden könnte, denn trotz einer überschaubaren Spieldauer von knapp vier Minuten zieht sich der Track ziemlich in die Länge und stimmt somit nur bedingt auf die restliche Platte ein. Mit „One Last Certainty“ folgt der erste vollwertige Song und macht die Sache leider nicht wirklich besser. Weder die Melodien, die oftmals prominent im Vordergrund stehen, noch die Gitarrenriffs sind misslungen, wissen jedoch auch nur selten wirklich zu überzeugen. Hinzu gesellen sich arg gewöhnungsbedürftige Vocals, die auf bizarre Art und Weise an eine keifende Hyäne denken lassen, die sich jedoch, selbst wenn man ihnen noch so viel Zeit gibt, nie als wirklich gelungen herausstellen. Was bleibt, ist ein insgesamt wenig ergiebiges Hin und Her aus schnellen und getragenen Parts, dessen Titel ironischerweise passend ist, denn spätestens jetzt ist sich der Hörer in der Tat ziemlich sicher, dass sich „Where All Hope Fades“ nicht mehr zu einem Album-Highlight mausern wird.

Viel ändert sich im Grunde über die gesamte Laufzeit der Platte auch nicht mehr, sodass der erste Song eine Blaupause für alles ist, was noch folgt. ATARAXY zocken unbeirrt ihr Programm herunter und machen das spielerisch auch durchaus souverän. Leider gelingt es der Gruppe aber nicht wirklich, Songs zu präsentieren, die den Hörer nachhaltig packen und wieder gehört werden wollen. Gute Ansätze gehen mit der Zeit in Belanglosigkeit über und dass die letzten beiden Songs es auf eine Lauflänge von über zehn Minuten bringen, ist in diesem Fall entsprechend keine Bereicherung.

„Where All Hope Fades“ ist vielleicht, man verzeihe den Wortwitz, kein gänzlich hoffnungsloser Fall, jedoch ein zweischneidiges Schwert und eines dieser Alben, deren Einordnung eine Schwierigkeit darstellt. Grundsätzlich bilden eine gelungene und authentische Grundstimmung sowie musikalische Versiertheit der Band-Mitglieder ein stabiles Fundament, die hierauf errichteten Song-Konstrukte sind bisweilen jedoch wacklig, da es schlichtweg an wirklich zündenden Momenten fehlt und das Album insgesamt zu lang geraten ist. Schade ob der guten Ansätze.

Hate unterschreiben bei Metal Blade und veröffentlichen neuen Song

Die polnischen Death-/Black-Metaller HATE aus Warschau haben einen Plattenvertrag bei Metal Blade Records unterschrieben.

Sänger ATF Sinner dazu: „Man wird nach seiner Begleitung beurteilt, heißt ein Sprichwort„, meint Frontmann ATF Sinner. „Und wenn das stimmt, dann sollten wir ab sofort äußert positiv beurteilt werden. Wir sind sehr stolz darauf, unsere Unterschriften unter einen Vertrag mit Metal Blade Records gesetzt zu haben, einem Label, das so wichtig für den Heavy Metal ist, wie die Erfindung des Verzerrungspedals. Der Vertrag hätte zu keinem besseren Zeitpunkt ins Haus flattern können, schließlich haben wir eben erst ein neues Kapitel in der Bandgeschichte aufgeschlagen. Mit Veröffentlichung unseres 2017er Albums ‚Tremendum‘, befinden sich HATE auf einem Trip zu neuen und dunkleren Horizonten und wir sind zuversichtlich, dass wir mit diesem Schritt unsere Ziele besser erreichen können. Unsere Zusammenarbeit ist bereits angelaufen und im Dezember werden wir ins Studio gehen, um ein neues Album zur Veröffentlichung Mitte 2019 aufzunehmen. Come, bear witness and join us on this journey!

Das aktuelle Album „Tremendum“ wurde 2017 veröffentlicht. Weiter unten könnt ihr euch bereits das erste Lied „Path To Arken“ in einer vorproduzierten Version anhören.

 

Memoriam – The Silent Vigil

Für Bolt-Thrower-Fans erfüllte sich mit dem Memorial-Projekt für den 2015 verstorbenen Schlagzeuger Martin „Kiddie“ Kearns zumindest die Hoffnung, weiterhin von Karl Willetts und Andrew Whale zu hören. Die Reaktionen auf das an sich starke MEMORIAM-Debüt fielen dennoch durchwachsen aus. Dafür, dass zunächst unklar war, ob es überhaupt noch ein zweites Album geben würde, ging dann alles ganz schnell: Nur ein Jahr nach ihrem Erstling „For The Fallen“ legen die Briten nun mit „The Silent Vigil“ nach.

Wie nicht anders zu erwarten, bieten MEMORIAM erneut Midtempo-Death mit, man kann es nicht anders sagen, Punk-Flair, wie er schon beim Debüt für Freude bei den einen und Unverständnis bei den anderen gesorgt hatte. Denn klar ist: Mit Bolt Thrower, wie die Fans sie so liebten, hat auch „The Silent Vigil“ nicht viel zu tun.

Vielmehr klingen Stücke wie „From The Flames“ nach Six Feet Under (auf Speed) in dubioser Kollaboration mit The Exploited: Während erstere Assoziation vornehmlich durch das groovige Death-Metal-Riffing im höheren Midtempo geweckt wird, stützt sich zweitere vor allem die Primitivität der Songstrukturen und das Gebelle von Willetts. Der klingt diesmal so heiser und leider auch kraftlos wie noch nie und ist damit technisch nicht mehr weit vom Gegröle eines Wattie Buchan entfernt, wenn der mal wieder einen schlechten Tag erwischt hat.

Auch von der getragenen, doomig angehauchten Melodik des Debüts ist musikalisch leider wenig übrig: Das Wechselspiel zwischen primitiven Riffs mit viel Schub nach vorne und getragenen Leadgitarren, dem beispielsweise ein „Reduced To Zero“ seinen Charme zu verdanken hatte, fehlt diesmal völlig. Das größte Problem der Platte ist jedoch ein ganz anderes: der Sound.

Während das Debüt dahingehend vielleicht einen Tick zu „hohl“ ausgefallen war, fehlt bei „The Silent Vigil“ der Druck gänzlich: An sich angenehm roh produziert, klingt der gesamte Mix (vor allem die Gitarren) nicht nur im direkten Vergleich extrem dünnbrüstig … schlussendlich so etwas wie das Todesurteil für Old school Death Metal, der vornehmlich eine Aufgabe hat: zu knallen.

MEMORIAM machen auf ihrem zweiten Album nicht alles falsch, aber – man kann es nicht anders sagen – vieles: Sound und gesangliche Leistung sind indiskutabel, das Songwriting ist zwar 08/15, hätte in Kombination mit dem absolut gelungenen Artwork von Dan Seagrave mit einem vernünftigen Mix und kraftvollem Gesang aber zumindest zu einem anständigen Death-Metal-Album gereicht. So jedoch ist „The Silent Vigil“ ein Schnellschuss, ein Rohrkrepierer oder auch beides zugleich, der weder dem starken Debüt als Nachfolger noch den großen Namen in der Besetzungliste auch nur im Geringsten gerecht wird.

Cast The Stone: Infos zur EP und neuer Song online

Die amerikanischen Death Metaller CAST THE STONE haben ein Musik-Video zu ihrer Cover-Version des Infestdead-Songs „Jesusatan“ veröffentlicht. Sie entstammt der Sechs-Track-EP „Empyrean Atrophy“, welche am 31. August über Agonia Records erscheinen wird. Die EP wurde von Dan Swanö (Katatonia, Merciless, Edge Of Sanity) produziert und enthält neben dem oben genannten Cover fünf weitere Songs.

Trackliste:

01. As The Dead Lie
02. The Burning Horizon
03. Standing In The Shadows
04. A Plague Of Light
05. Empyrean Atrophy
06. Jesusatan

 

Immolation: Neues Video

Zu „When The Jackals Come“ haben IMMOLATION ein neues Video gedreht. Verantwortlich dafür zeichnet sich Gitarrist Robert Vigna. Der Track stammt von der aktuellen IMMOLATION-Scheibe „Atonement“.