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Entrails kündigen Line-Up-Wechsel an

Die schwedischen Death Metaller ENTRAILS haben den Weggang von Sänger und Bassist Tommy sowie Drummer Martin verkündet. Beide haben beschlossen, ENTRAILS den Rücken zu kehren, um sich auf ihre Jobs und anderen Bands zu konzentrieren.

Die übrigen Musiker Jimmy und Penki haben flugs für Ersatz gesorgt, um keine Konzerte absagen zu müssen. Die neuen Mitglieder in der Band sind Drummer Freddy Ortscheid und Marcus Brorsson, der Gitarre spielen und den Hintergrundgesang übernehmen wird.

Freddy  sagt zu seinem Einstieg: „Ich bin stolz, mich jetzt offizielles Mitglied von Entrails nennen zu dürfen, fühle mich geehrt und bin gespannt, was daraus wird – das Chaos kann losgehen!

Marcus Brorsson ergänzt seinerseits: „Ich bin total aufgeregt, weil ich jetzt zu Entrails gehöre und die Chance bekomme, der Welt eine ordentliche Old-School-Death-Metal-Harke zu verpassen. Schließlich muss diese Musik ordentlich brutal bleiben.“ Penki Samuelson wird von der Gitarre zum Bass wechseln und den Leadgesang übernehmen.

Jimmy Lundqvist erklärt: „Besetzungswechsel sind gewiss kein Zuckerschlecken, aber wenn Leute abwandern, müssen neue gefunden werden, um weiter Musik machen zu können. Mit diesen frischen und verdammt guten Musikern an Bord werden wir keinen Fußbreit von dem altmodischen Stil abrücken, den Entrails verkörpern!

ENTRAILS organisieren weiterhin über „Black Serpent Promotion“ und in Eigeninitiative Konzerte. Bei Interesse, sie zu buchen, genügt eine Mail an black-serpent-promotion@gmx.deoder an die Band direkt unter entrailsreborn@hotmail.com.

Six Feet Under kündigen Europatour für Mai an

Die Death-Metal-Veteranen SIX FEET UNDER kehren im Mai für zehn Konzerte nach Europa zurück. Unten findet ihr die Tourdaten.

Sänger Chris Barnes: „Looking like it’s gonna be a brutal spring in Europe for the fans of Six Feet Under! Don’t miss these shows it’s gonna be intense!

The Lord Of The Underworld Tour 2018
SIX FEET UNDER
+ Infernal Tenebra
+ Morose Vitality
+ Critical Mess

24/05/18 DE – Erfurt – From Hell
25/05/18 DE – Magdeburg – Factory
26/05/18 DE – Dresden – Skullcrusher
27/05/18 CZ – Ostrava – Barrak
28/05/18 CZ – Liberec – Bunkr
29/05/18 SK – Bratislava – Majestic Music Club
30/05/18 HU – Budapest – Dürer Kert
31/05/18 AT – Wien – Viper Room
01/06/18 DE – Leipzig – Bandhaus 2.0
02/06/18 DE – Röbel – Alte Heimat

Infidel Reich – Infidel Reich (EP)

Krieg ist im Metal ein beliebtes Thema. Warum sich – zumindest gefühlt – ausgerechnet die niederländischen Death-Metaller damit besonders gerne auseinandersetzen, bleibt dennoch ein Rätsel. Nach Asphyx und Hail Of Bullets widmen sich nun auch INFIDEL REICH gänzlich dieser Thematik. So intensiv, dass bereits vor Veröffentlichung der ersten EP in einem Statement klargestellt wird, dass die Band „weder rechts noch links sei und nicht mit politischen, rassistischen oder religiösen Gruppierungen verstrickt“ sei. Zumindest der letzte Punkt dieser Aufzählung ist fragwürdig – immerhin fungiert Fronter Vincent Crowley als Priester der Church Of Satan und führt den von ihm in den 90ern begründeten „Order Of The Evil Eye“ an.

Wie bei einem so militant ausgerichteten Projekt nicht anders zu erwarten, lassen INFIDEL REICH auf ihrer Debüt-EP dann auch gleich das schwere Gerät auffahren: Panzer rollen und Sirenen heulen, noch bevor die ersten Riffs ihren Weg ins Ohr des Hörers gefunden haben. Mit klischeetriefenden Samples hält sich das Kollaborationsprojekt des Amerikaners Crowley mit den drei Niederländern Stijn Bogers (Gitarre; Rectal Smegma), McNasty (Bass) und Bob Bagchus (Schlagzeug; Soulburn, Minotaur Head) im weiteren Verkauf der EP glücklicherweise zurück: Ab sofort lassen INFIDEL REICH vornehmlich die Riffs sprechen.

Und die sprechen eine klare Sprache: Schnörkellos und brachial, wenn auch – wenn man ehrlich ist – nicht sonderlich individuell, walzen die Gitarren aus den Boxen. Im Zusammenspiel mit dem von Ex-Asphyx-Drummer Bob Bagchus auf den Punkt bearbeiteten Schlagzeug und den dreckigen Vocals geben INFIDEL REICH dem Death-Metal-Fan alles, was dieser zum Überleben braucht. Sind die Riffs bisweilen etawas stumpf, reißt es der Gesang heraus: Räudig und mit viel Hass in der Stimme speit Crovley die Texte nur so heraus. Bei Phrasen wie dem zum Abschluss von „Generations Of Fake“ vom Stapel gelassenen „Your time is up, you PC pieces of shit“ (etwa: „Eure Zeit ist abgelaufen, ihr Political-Correctness-Miststücke“) braucht man sich über den der Band vorauseilenden, zweifelhaften Ruf allerdings nicht wirklich zu wundern.

Am Ende legen INFIDEL REICH mit ihrem ersten Silberling eine schmissige, aber auch in keinem Punkt spektakuläre Death-Metal-EP vor, die für alle Fans von Bands wie Asphyx, Hail Of Bullets oder Soulburn, denen die Alben dieser Formationen schon zum Halse raushängen, interessant sein könnte. Wer allerdings die Ansicht vertritt, ein „Death … The Brutal Way“ oder „Of Frost And War“ geht immer, kann sich „Infidel Reich“ und den moralischen Konflikt, ob diese Formation Unterstützung verdient hat, auch ersparen und auf diese Meisterwerke zurückgreifen.

Napalm Death: Erster Vorgeschmack auf Raritäten-Compilation

NAPALM DEATH werden am 30.03.2018 eine Compilation mit raren und inzwischen vergriffenen Tracks veröffentlichen.  „Coded Smears And More Uncommon Slurs“ wird 31 Stücke enthalten, eines davon präsentieren die Jungs jetzt schon. „Oh So Pseudo“ stammt aus den „Apex Predator-Easy Meat“-Sessions.

Lifeforce Records nehmen Thunderwar unter Vertrag

Das deutsche Label Lifeforce Records hat die polnischen Blackened-Death-Metaller THUNDERWAR unter Vertrag genommen. Die 2012 gegründete Band hat bereits eine EP namens „The Birth Of Thunder“ sowie ein Full-Length namens „Black Storm“ veröffentlicht.

Ihr Lifeforce-Debüt, ein Fünf-Track-Mini-Album, wird auf den Namen „Wolfpack“ hören und am 18. Mai erscheinen.

 

Metal Blade Records mit Neuzugang: Lik

Bereits im Januar haben Metal Blade Records die schwedischen Death Metaller LIK unter Vertrag genommen. Die Band hat 2015 ihr erstes Album namens „Mass Funeral Evocation“ veröffentlicht, und ein Nachfolger soll nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Die Mitglieder von LIK sagen dazu: „Man kann nicht verhehlen, wie stark Metal Blade die Szene geprägt haben, und jetzt zum Programm des Labels zu gehören, ist zu schön, um wahr zu sein! Wir können gar nicht ausdrücken, wie begeistert wir sind, und für uns ist das ein weiterer Beweis dafür, dass sich schnörkelloser Death Metal bester Gesundheit erfreut!

Seduced – Discarding The Mask

Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt, heißt es so schön. Dessen scheinen sich auch SEDUCED durchaus bewusst zu sein. Seit Bandgründung im Jahr 2011 haben die Österreicher deswegen nicht nur unzählige Shows gespielt, sondern auch im Studio mächtig rangeklotzt: Nach nur einem Jahr Bandgeschichte legten SEDUCED 2012 ihr erstes, nur zwei Jahre später ihr zweites Studioalbum vor. Im September 2017 folgte dann bereits der dritte Streich: „Discarding The Mask“.

Während Death-Metal-Bands in der Regel nicht mit dem feinsten Sinn für Ästhetik daherkommen, was die Artworkgestaltung angeht, können SEDUCED bereits hier punkten: Bandlogo und Albumtitel hätten zwar vielleicht etwas eleganter in das Bild integriert werden können. Davon abgesehen vermag das Artwork jedoch hinsichtlich des Konzeptes, vor allem aber in seiner absolut gelungenen Umsetzung durch Künstler Dr. Winter zu überzeugen.

Musikalisch beginnt „Discarding The Mask“ mit einer Überraschung: Den Hörer begrüßt ein verträumtes Intro aus Cleangitarre und Streichern, das zur gänzlichen Verwirrung des in Vorfreude auf brutales Gedresche schwelgenden Death-Metal-Fans sodann auch noch um gefühlvoll gemeinten Klargesang ergänzt wird. Klar, „Delusional“ soll irritieren und den Kontrast zu allem, was folgt, noch krasser ausfallen lassen – allein, die Rechnung geht nicht ganz auf: Der Bruch zu den „richtigen“ Songs des Albums könnte zwar in der Tat nicht viel härter ausfallen – durch den nicht 100 Prozent souveränen Gesang wirkt das Intro aber leider etwas arg gezwungen.

Sobald sich SEDUCED jedoch auf ihrem angestammten Terrain befinden, gibt es kein Halten mehr: Bereits direkt im Anschluss legen die Grazer mit dem Titeltrack, „Discarding The Mask“, einen Brutal-/Tech-Death-Kracher vor, der sich gewaschen hat. Böse Growls, rasante Riffs und Licks, die allen drei Saiteninstrumentalisten schier unglaubliche Fingerfertigkeit abverlangen, treffen hier auf fette Midtempo-Passagen mit Sprechgesang und jeder Menge Groove.

All diese Attribute können auch die folgenden Nummern für sich reklamieren: Mal fast melodisch („When The Taste Of Wine Is Gone“), mal brutal („Human Goat Jigsaw“), mal noch brutaler („Slay The Fucking Jesus Christ“) agieren SEDUCED für ihr Genre tatsächlich fast schon abwechslungsreich. Was im Intro noch nicht geklappt hat, klappt in „In Your Blue Eyes“ vortrefflich: Sowohl die Clean-Gitarre als auch der zum Einsatz kommende Klargesang funktionieren hier als gelungener Kontrapunkt zu den harten Riffs, die hier (wie auch an einigen anderen Stellen auf dem Album) dezent an Behemoth denken lassen.

Neben den beachtlichen spielerischen Fertigkeiten aller Bandmitglieder sei abschließend der Sound positiv erwähnt: Für eine Eigenproduktion (und nicht nur für eine solche) knallt „Discarding The Mask“ mehr als amtlich aus den Boxen.

Vielleicht ist „Discarding The Mask“ am Ende mit seiner glatten Stunde Spielzeit für ein so extremes Death-Metal-Album einen Tick zu lang ausgefallen – trotz vergleichsweise vielseitigem Songwriting lassen sich ein paar Längen nicht leugnen. Am Ende muss man den Jungs diesen Übereifer aber als Zeichen absoluter Motivation einfach verzeihen. In einer gerechten Welt würden es SEDUCED in ihrem Genre ohne Frage weit bringen – in der Realität gehört natürlich auch Glück dazu. Am Engagement und Talent wird es aber definitiv nicht scheitern.

Neuer Song III: Memoriam

MEMORIAM veröffentlichen mit „Bleed The Same“ einen neuen Song. Er stammt von ihrem bald erscheinenden neuen Album „The Silent Vigil“.

Die Band selbst sagt über den Song:

„Bleed The Same“ is a response to the fear and hatred that exists in the world that we live in today. The lyrics are predominately about freedom, equality and justice. This is a theme that is explored throughout the new album The Silent Vigil. The lyrical content of the song is a comment on the rise of nationalistic xenophobic ideologies that proliferate on a global scale right now. The song was ironically inspired by a speech given by Donald Trump in his inauguration ceremony in 2017.

„The Silent Vigil“ erscheint am 23.03.2018 über Nuclear Blast.