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Morgoth beenden ihre Karriere

Die deutschen Death-Metal-Veteranen MORGOTH haben ihre Auflösung bekanntgegeben. Bereits am vergangenen Donnerstag (17. Dezember 2020) schrieb die Band dies in einem Statement auf ihrer Facebook-Seite:

„Bereits zweieinhalb Jahre sind seit unserem letzten Update und der Bekanntgabe einer Pause auf unbestimmte Zeit vergangen. Wie die Zeit vergeht! Nach reiflicher Überlegung können wir nun verkünden, dass MORGOTH am Ende ihres Weges angekommen sind. Seit der Reunion der Band hatten wir eine interessante und fordernde Zeit und wir werden all die unglaublichen Momente und großartigen Erinnerungen für immer bei uns tragen. Wir danken EUCH ALLEN dafür! Bitte genießt und unterstützt weiterhin unsere Musik, die uns allen für immer zur Verfügung stehen wird. Wir wünschen euch nur das Beste und hoffentlich ein gutes/besseres neues Jahr 2021 … Stay safe and stay heavy! MORGOTH (1987-2020)“

Brand Of Sacrifice: Album angekündigt, Song veröffentlicht

Die kanadischen Death-Metaller BRAND OF SACRIFICE haben ihr zweites Studioalbum „Lifeblood“ angekündigt und einen neuen Track namens „Demon King“ veröffentlicht. Die Platte erscheint am 5. März 2021 und wird neben „Demon King“ elf weitere Titel beinhalten.

Cover & Tracklist:

1. Dawn
2. Demon King
3. Animal
4. Altered Eyes
5. Prophecy of the Falcon
6. Perfect World
7. Mortal Vessel
8. Foe of the Inhuman
9. Vengeance
10. Ruin
11. Corridor of Dreams
12. Lifeblood

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Insidious Disease – After Death

Wenn eine Band erst zehn Jahre nach ihrem Debüt ein weiteres Album folgen lässt, wirft das die Frage auf, ob die Fans des Erstlings die Truppe nach einer so langen Zeit überhaupt noch auf dem Schirm haben – aber vor allem, was so lange gedauert hat und warum nicht schon früher neues Material gekommen ist. Besteht die Band jedoch aus allerlei vertrauten Gesichtern, die in erster Linie für ihr Wirken in anderen Combos bekannt sind und für die das Projekt folglich nur ein Nebenschauplatz darstellt, erübrigen sich rasch viele solcher Fragen.

INSIDIOUS DISEASE sind eine solche Band, und da auf sie nun mal der gerne bemühte Begriff „Supergroup“ zutrifft, lohnt es, sich die Besetzung in Erinnerung zu rufen: An den Saiteninstrumenten finden sich mit Silenoz, Gitarrist bei Dimmu Borgir, sowie Shane Embury, Bassist bei u. a. Napalm Death, wohl die prominentesten Mitglieder, wobei der zweite Klampfer, Cyrus von den Norwegern Susperia, sicher auch kein Unbekannter ist. Vervollständigt wird das Quintett von Ex-Morgoth-Sänger Marc Grewe, zurzeit auch bei Despair aktiv, und Drummer Tony Laureano, der hinsichtlich seiner bisherigen Live-Tätigkeiten und Band-Mitgliedschaften (u. a. Nile) als mindestens genauso umtriebig wie Embury erachtet werden kann.

Zusammen haben die fünf Männer jetzt also ihre zweite Full-Length-Platte „After Death“ abgeliefert. Die Zielsetzung bestand laut eigener Aussage darin, das Rad gar nicht erst neu zu erfinden, sondern vielmehr „einen Groove zu finden, mit dem man sich wohlfühlt“. Nun, das ist INSIDIOUS DISEASE gelungen, so viel sei schon mal verraten. „After Death“ bietet zehn oldschoolige Death-Metal-Tracks in 43 Minuten, von denen keiner bezüglich der sich daraus ergebenden durchschnittlichen Songdauer allzu sehr aus der Reihe tanzt und die druckvoll und zeitgemäß, aber noch bissig genug produziert sind, um nicht von der Genre-Polizei als „hochglanzpoliert“ verschrien zu werden.

Doch auch stilistisch klingt „After Death“ wie aus einem Guss. Vom Opener „Soul Excavation“, der schon 2019 auf einem Sampler des Band-Labels vertreten war, bis zum Rausschmeißer „Secret Sorcery“, in dem Laureano Drum-Patterns durchexerziert wie eingespeicherte Programme auf einem Rhythmusgerät, bewegen sich INSIDIOUS DISEASE im Spektrum von schleppend-doomigen Lavaströmen bis zu rar gesäten, aber dadurch umso rastloser wirkenden Blast-Passagen. Dabei alternieren sie mit Vorliebe moderates, von Doublebass begleitetes Uptempo oder stumpfes Oldschool-Gedresche mit schwerfälligeren Parts, um immer wieder Spannung aufzubauen und zu entladen.

Im Laufe des Albums weckt der Fünfer so Assoziationen zu Genre-Kollegen wie Obituary (etwa in „Betrayer“) und Bolt Thrower (z. B. „Born Into Bondage“, „Enforcers Of The Plague“), aber auch Parallelen zu Grewes Ex-Band oder Schwedentod à la Dismember und frühen Entombed lassen sich durch die Bank erkennen. So weit, so vorhersehbar für eine Gruppe, die sich dem Todesstahl der alten Schule verschrieben hat. Punkten kann die internationale Combo auf jeden Fall mit interessantem Songwriting, das Nullachtfünfzehn-Strukturen hinter sich lässt, ohne die Hörer zu überfordern; cool hier zum Beispiel der Twist in „Divine Fire“, in dem der Wechsel zwischen rasanter Strophe und bleischwerem Refrain zum Songende umgekehrt wird.

Vom Cover-Artwork des unvermeidbaren Dan Seagrave über die stimmige Postproduktion von Russ Russell bis zum genretypischen Albumtitel merkt man, dass hinter „After Death“ erfahrene Songwriter und unumstrittene Profis stecken. Wenn man INSIDIOUS DISEASE etwas vorwerfen möchte, dann eventuell, dass ihre neue Platte ein bisschen zu sehr „Death Metal in der Wohlfühlzone“ geworden ist. Doch wenn überhaupt, hält das die Scheibe nur von einer noch höheren Wertung ab. „After Death“ macht von vorne bis hinten Spaß und mag vielleicht kein Anwärter auf das Album des Jahres sein, sollte aber jedem Genre-Fan mal zu Ohren gekommen sein.

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Benediction – Scriptures

Es gibt Bands, die veröffentlichen verlässlich alle zwei Jahre eine neue Scheibe und gehen anschließend mit dieser auf Tour. Andere Truppen wiederum lassen sich stets etwas mehr Zeit und brauchen drei, vier oder sogar fünf Jahre zwischen den Veröffentlichungen ihrer Longplayer. Und dann gibt es natürlich die ganz großen Ausreißer wie Guns N‘ Roses‘ „Chinese Democracy“ (rund 14 Jahre Wartezeit) oder „Fear Inoculum“ von Tool (13 Jahre des Darbens). In diese Riege reihen sich nun auch BENEDICTION ein, die ihre Fans satte 12 Jahre auf den Nachfolger zu „Killing Music“ warten ließen. Doch nun steht mit „Scriptures“ endlich das neue Album der Birminghamer in den Regalen und verspricht die Fans erneut mit Old School Death Metal zu beglücken.

Dass der Tag „Old School“ hier nicht von der Hand zu weisen ist, verrät neben dem Fakt, dass BENEDICTION schon seit 1989 ihr Unwesen im Underground treiben auch quasi sofort der Sound dieser Platte. Denn „Scriptures“ klingt wie aus der Zeit gefallen. Staubtrocken, knackig und – leider – etwas ohne Punch. Denn schon ab dem ersten Ton beschwört die Band auf ihrem neuen Album die „gute alte Zeit“ herauf, als Death Metal Anfang bis Mitte der 90er das dominierende Genre im Metalzirkus war und BENEDICTION zu den Szenegrößen gehörten.
Dies löst zugleich zwei Reaktionen beim Hörer aus – Freude und auch eine gewisse Verwunderung. Die Freude resultiert aus ein wenig Nostalgie, denn dieser Sound wärmt dem geneigten Death-Metal-Fan sofort das Herz. Zugleich stellt sich aber auch die Frage, warum man „Scriptures“ nicht wenigstens ein bisschen modernen Druck verpasst hat, von dem die Gitarren und vor allem das Schlagzeug massiv profitiert hätten. Selbstverständlich will niemand, dass BENEDICTION sich so elend-glatt produzieren wie Asking Alexandria, Within The Ruins und Konsorten, doch in Maßen hätte ein wenig mehr (moderne) Wucht dem Album durchaus gut zu Gesicht gestanden.
Das gilt auch für den zurückgekehrten Dave Ingram, der den Gesang zu „Scriptures“ beisteuert. Dass der gute Mann eine Legende ist, dürfte unbestritten sein, brüllte er doch schon die ersten fünf BENEDICTION-Alben ein, die allesamt als Klassiker des Death Metal angesehen werden können. Doch damals wie heute (und auch auf der „Honor Valor Pride“ von Bolt Thrower) ist Ingram ein limitierter Sänger. Das ist erstmal nicht schlimm, doch leider geht damit auch die punkige Energie eines Dave Hunt verloren, sodass sich zum etwas kraftlosen Sound noch ein eindimensionaler Gesang hinzugesellt.

Das klingt nun alles nach Totalausfall, doch das ist „Scriptures“ keineswegs. Denn das Riffing der Herren Brookes und Rew ist tight wie eh und je, und auch das Drumming ist stimmig und auf den Punkt eingespielt. Das darf man von einer Band wie BENEDICTION allerdings auch erwarten. Die Songs sind durchgängig richtig starkes Material, sei es „Stormcrow“, das mit dem bandtypischen Groove überzeugt (gleiches gilt für „The Crooked Man“), oder das dreiminütige „Embrace The Kill“, das mit massiver Bolt-Thrower-Schlagseite begeistert.
Zudem gibt es mit „Progenitors Of A New Paradigm“ einen Song, der sich satt in den Gehörgang stampft und auch dort bleibt und mit „In Our Hands, The Scras“ einen recht komplexen Song. Demgegenüber stehen „Scriptures In Scarlet“ und „Rabid Carnality“, die dem Hörer ohne Umschweife eins auf die Zwölf geben und an die Anfänge von BENEDICTION erinnern.

So steht unterm Strich nach zwölfjähriger Wartezeit eine wirklich starke Scheibe, die allerdings noch besser hätte sein können. Denn zweifelsohne ist „Scriptures“ ein Festtag für alle Fans der Band und des Old School Death Metal. Doch ein Überalbum, wie es im Überschwang über die Freude eines neuen BENEDICTION-Albums gefeiert wird, ist „Scriptures“ auch nicht. Das verhindert der nicht zeitgemäße Sound, der dem Genuss leider ein wenig Abbruch tut. Nichtsdestotrotz ist „Scriptures“ eine Platte, der man seine Zeit schenken sollte. Schön, dass BENEDICTION zurück sind!

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Humanity’s Last Breath: neuer Track veröffentlicht

Die Death-Metaller HUMANITY’S LAST BREATH haben ihren neuen Song namens „Vittring“ (schwedisch für „Witterung“) inklusive Video veröffentlicht. Nach aktuellem Stand sind die Schweden im April mit Black Tongue und Cabal in Europa auf Tour.

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Hypnos – The Blackcrow

2017 veröffentlichten die tschechischen Death-Metaller HYPNOS mit „The Whitecrow“ ein vielleicht nicht weltbewegendes, aber durchaus gelungenes modernes und zugleich traditionell gehaltenes Death-Metal-Album. Nun legt Szene-Urgestein Bronislav Bruno Kovařík, der bereits in den 1980ern mit Krabator die tschechische Death-Metal-Szene prägte, nach: Auf „The Whitecrow“ folgt konsequenterweise „The Blackcrow“.

Ganz so extrem wie der farbliche Kontrast ist der musikalische zwischen den beiden Alben jedoch glücklicherweise nicht ausgefallen. Erneut gibt es einen Erzähler, der im Intro „Vox Irae“ als die schwarze Krähe und Alter Ego von „The Whitecrow“ vorgestellt wird. Als solches kann „The Blackcrow“ auch musikalisch bezeichnet werden: Schon der Titeltrack rollt in lässigem Midtempo mit der Eleganz eines Panzers los – und spätestens mit den herrlich griffigen Growls dürfte jeder Genre-Fan überzeugt sein.

Anders als viele andere Genre-Veteranen legen HYPNOS aber anscheinend keinen Wert auf einen allzu stringenten Stil, sondern bleiben beweglich: Dem oldschooligen Aspekt ihrer Songs fügen die Tschechen etwas Rock-Attitüde bei („Afterlife Disillusions“), was in der Kombination mit dem düsteren Aspekt fast an Satyricon denken lässt, und verkitten ihre Songs mit subtilen Sound-Samples („Afterlife Disillusion/The End Of Idolatry“). Ob fast doomig wie in „In Grief/Too Old To Cry“, groovig wie im „typisch amerikanischen“ „Dawn Of Their Halcyon Age“ oder extrem aggressiv wie im 20 Jahre nach der Originalveröffentlichung neu eingespielten „In Blood We Trust (2020)“: „The Blackcrow“ klingt genau so souverän, wie man das von Musikern mit über 30 Jahren Songwriting-Erfahrung erwartet.

So ist „The Blackcrow“ wie schon der Vorgänger ein dynamisches, auch über stolze 48:40 Minuten Spielzeit hinweg unterhaltsames Album geworden, mit dem HYPNOS das Death-Metal-Rad gewiss nicht neu erfinden, aber zumindest einmal mehr sehr anschaulich beweisen, dass es rollt: Wie schon auf dem Vorgänger „The Whitecrow“ liefern HYPNOS auch mit „The Blackcrow“ modernen und doch klassischen Death Metal ab, der vielleicht nicht überrascht, aber mit bodenständiger Qualität überzeugt. Die schwarze Krähe ist nicht weniger kraftvoll als die weiße!

Decémbre Noir mit weiterem Vorgeschmack auf „The Renaissance Of Hope“

Mit „The Renaissance Of Hope“ erscheint am 13. November das vierte Studioalbum der Thüringer Death-Doomer DÉCEMBRE NOIR. Mit „Streets Of Transience“ bieten diese ihren Fans nun einen weiteren Vorgeschmack auf das bevorstehende Werk:

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The Deviant mit neuer Heimat und neuem Album

THE DEVIANT aus Norwegen haben eine neue Labelheimat gefunden. Die Black-Death-Metaller haben einen Deal bei Soulseller Records unterschrieben und werden dort auch ihr bereits viertes Album „Rotting Dreams Of Carrion“ veröffentlichen. Als Erscheinungsdatum wurde der 04.12.2020 benannt. Insgesamt wird das neue Werk acht Songs umfassen.

Tracklist:
1. Atomic Dreams
2. Atomic Revolt
3. Son Of Dawn
4. Torment Inferno
5. It Has A Name
6. Martyrdom
7. Iron Vultures
8. Enter The Storm