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Hate unterschreiben bei Metal Blade und veröffentlichen neuen Song

Die polnischen Death-/Black-Metaller HATE aus Warschau haben einen Plattenvertrag bei Metal Blade Records unterschrieben.

Sänger ATF Sinner dazu: „Man wird nach seiner Begleitung beurteilt, heißt ein Sprichwort„, meint Frontmann ATF Sinner. „Und wenn das stimmt, dann sollten wir ab sofort äußert positiv beurteilt werden. Wir sind sehr stolz darauf, unsere Unterschriften unter einen Vertrag mit Metal Blade Records gesetzt zu haben, einem Label, das so wichtig für den Heavy Metal ist, wie die Erfindung des Verzerrungspedals. Der Vertrag hätte zu keinem besseren Zeitpunkt ins Haus flattern können, schließlich haben wir eben erst ein neues Kapitel in der Bandgeschichte aufgeschlagen. Mit Veröffentlichung unseres 2017er Albums ‚Tremendum‘, befinden sich HATE auf einem Trip zu neuen und dunkleren Horizonten und wir sind zuversichtlich, dass wir mit diesem Schritt unsere Ziele besser erreichen können. Unsere Zusammenarbeit ist bereits angelaufen und im Dezember werden wir ins Studio gehen, um ein neues Album zur Veröffentlichung Mitte 2019 aufzunehmen. Come, bear witness and join us on this journey!

Das aktuelle Album „Tremendum“ wurde 2017 veröffentlicht. Weiter unten könnt ihr euch bereits das erste Lied „Path To Arken“ in einer vorproduzierten Version anhören.

 

Memoriam – The Silent Vigil

Für Bolt-Thrower-Fans erfüllte sich mit dem Memorial-Projekt für den 2015 verstorbenen Schlagzeuger Martin „Kiddie“ Kearns zumindest die Hoffnung, weiterhin von Karl Willetts und Andrew Whale zu hören. Die Reaktionen auf das an sich starke MEMORIAM-Debüt fielen dennoch durchwachsen aus. Dafür, dass zunächst unklar war, ob es überhaupt noch ein zweites Album geben würde, ging dann alles ganz schnell: Nur ein Jahr nach ihrem Erstling „For The Fallen“ legen die Briten nun mit „The Silent Vigil“ nach.

Wie nicht anders zu erwarten, bieten MEMORIAM erneut Midtempo-Death mit, man kann es nicht anders sagen, Punk-Flair, wie er schon beim Debüt für Freude bei den einen und Unverständnis bei den anderen gesorgt hatte. Denn klar ist: Mit Bolt Thrower, wie die Fans sie so liebten, hat auch „The Silent Vigil“ nicht viel zu tun.

Vielmehr klingen Stücke wie „From The Flames“ nach Six Feet Under (auf Speed) in dubioser Kollaboration mit The Exploited: Während erstere Assoziation vornehmlich durch das groovige Death-Metal-Riffing im höheren Midtempo geweckt wird, stützt sich zweitere vor allem die Primitivität der Songstrukturen und das Gebelle von Willetts. Der klingt diesmal so heiser und leider auch kraftlos wie noch nie und ist damit technisch nicht mehr weit vom Gegröle eines Wattie Buchan entfernt, wenn der mal wieder einen schlechten Tag erwischt hat.

Auch von der getragenen, doomig angehauchten Melodik des Debüts ist musikalisch leider wenig übrig: Das Wechselspiel zwischen primitiven Riffs mit viel Schub nach vorne und getragenen Leadgitarren, dem beispielsweise ein „Reduced To Zero“ seinen Charme zu verdanken hatte, fehlt diesmal völlig. Das größte Problem der Platte ist jedoch ein ganz anderes: der Sound.

Während das Debüt dahingehend vielleicht einen Tick zu „hohl“ ausgefallen war, fehlt bei „The Silent Vigil“ der Druck gänzlich: An sich angenehm roh produziert, klingt der gesamte Mix (vor allem die Gitarren) nicht nur im direkten Vergleich extrem dünnbrüstig … schlussendlich so etwas wie das Todesurteil für Old school Death Metal, der vornehmlich eine Aufgabe hat: zu knallen.

MEMORIAM machen auf ihrem zweiten Album nicht alles falsch, aber – man kann es nicht anders sagen – vieles: Sound und gesangliche Leistung sind indiskutabel, das Songwriting ist zwar 08/15, hätte in Kombination mit dem absolut gelungenen Artwork von Dan Seagrave mit einem vernünftigen Mix und kraftvollem Gesang aber zumindest zu einem anständigen Death-Metal-Album gereicht. So jedoch ist „The Silent Vigil“ ein Schnellschuss, ein Rohrkrepierer oder auch beides zugleich, der weder dem starken Debüt als Nachfolger noch den großen Namen in der Besetzungliste auch nur im Geringsten gerecht wird.

Cast The Stone: Infos zur EP und neuer Song online

Die amerikanischen Death Metaller CAST THE STONE haben ein Musik-Video zu ihrer Cover-Version des Infestdead-Songs „Jesusatan“ veröffentlicht. Sie entstammt der Sechs-Track-EP „Empyrean Atrophy“, welche am 31. August über Agonia Records erscheinen wird. Die EP wurde von Dan Swanö (Katatonia, Merciless, Edge Of Sanity) produziert und enthält neben dem oben genannten Cover fünf weitere Songs.

Trackliste:

01. As The Dead Lie
02. The Burning Horizon
03. Standing In The Shadows
04. A Plague Of Light
05. Empyrean Atrophy
06. Jesusatan

 

Immolation: Neues Video

Zu „When The Jackals Come“ haben IMMOLATION ein neues Video gedreht. Verantwortlich dafür zeichnet sich Gitarrist Robert Vigna. Der Track stammt von der aktuellen IMMOLATION-Scheibe „Atonement“.

Morgengrau – Blood Oracle

Death Metal mit weiblichen Growls ist immer noch eine Seltenheit. Bei den Meisten endet eine Aufzählung solcher Bands mit Arch Enemy. Eine weitere Truppe die man definitiv auf dem Schirm haben sollte sind MORGENGRAU aus Texas. Mit Erika Morgengrau hat die Band eine echte Powerfrau am Mikro, deren tiefe Growls locker mit der männlichen Konkurrenz mithalten können. Mit „Blood Oracle“ veröffentlichen die Amis nun ihr zweites Album und servieren darauf eine recht klassische und dennoch frisch wirkende Mischung aus europäischen und amerikanischen Death Metal. Produziert wurde das Ganze von Harris Johns, der schon Alben von Celtic Frost oder Voivod veredeln durfte.

Der Einstieg in die Scheibe mit dem Titelsong fällt allerdings erstmal etwas doomig aus. Bedrohlich baut sich der Song auf, bis schließlich Doublebass und Growls einsteigen. Im ersten Moment ist man von der stimmlichen Leistung der Frontfrau überrascht, sind die Vocals doch extrem tief und böse. Aber auch die Musiker müssen sich nicht verstecken. Die Riffs und Drumarbeit im folgenden „Wolves Of Thirteen“ und besonders auch bei „Forced Exodus“ sind großes Death-Metal-Kino! Der alles zermalmende Break bei letzterem ist ein grandioses Zusammenwirken von Gitarre und Schlagzeug. Sessions-Drummer K Elrod arbeitet präzise und punktiert und verleiht den Songs so eine enorme Wucht und Durchschlagskraft.

Zwar sind die Riffs zu großen Teilen typisch für Death Metal, doch erinnern manche Passagen an das Werk von Band wie Celtic Frost oder Deicide. Man achte nur auf den Anfang von „Poised At The Pricipice Of Doom“. Diese morbide und dunkle Aura hebt MORGENGRAU ab von der Masse an sonstigen Todesstahl-Bands, die heutzutage leider oftmals entweder extrem verkopfte oder frech kopierte Alben veröffentlichen. Spannend ist in diesem Zusammenhang auch das asiatisch anmutende Zwischenspiel „Incipit Bellum“, gerne mehr davon.

Einen Schwachpunkt hat „Blood Oracle“ aber doch, die einzelnen Songs hätten etwas mehr Abwechslung vertragen. Musikalisch vergleichbare Bands wie Asphyx oder Pestilence agieren noch einen Ticken variabler und unvorhersehbarer. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es sich hierbei erst um das zweite Album der Texaner handelt. Alles in allem können MORGENGRAU aber überzeugen. Das die Band konsequent auf extrem technische Parts oder plakative Zitate klassischer Alben verzichtet und stattdessen einen ganz eigenen Weg geht ist dabei ein großer Pluspunkt. Wer dann noch eine stimmlich so überragende Frontfrau aufweisen kann, kann eigentlich nicht mehr viel verkehrt machen.

Siege Of Power mit Albumteaser und 7-Inch vor Album-Release

Die neu gegründete Death-Metal-Band SIEGE OF POWER veröffentlicht am 10. August eine limitierte 7″ namens „The Cold Room“ via Metal Blade Records. Zwei der drei Songs werden nicht auf dem Album enthalten sein und die 7″ ist limitiert auf 500 Exemplare, 300 in schwarz und 200 farbig. Die 200 farbigen Kopien werden an dem Merchstand des Party.San Open Airs verkauft werden.

Außerdem gibt es einen Video-Teaser zu „The Cold Room“.

 

Wombbath – The Great Desolation

Das ging fix: Nachdem WOMBBATH nach ihrem Debüt 22 Jahre auf ein neues Album warten ließen, ehe 2015 „Downfall Rising“ erschien, steht nun – nur drei Jahre später – bereits das nächste Werk in den Startlöchern: „The Great Desolation“.

Hinter dem diesmal leider nicht ansatzweise so gelungenen Artwork verbirgt sich zum Glück zumindest musikalisch keine Enttäuschung: Zwar ist der Sound, für den erneut Bandkopf Håkan Stuvemark selbst verantwortlich zeichnet, diesmal etwas trockener und höhenlastiger als auf dem letzten Output, ansonsten liefern die Schweden auch mit ihrem dritten Album wieder wie bestellt.

So steht auch in „The Great Desolation“ eine ordentliche Portion räudigen Death Metals auf der Karte, vornehmlich geprägt von harschen Growls und schiebendem Midtempo-Riffing, das immer wieder durch melodische Leadgitarren oder seltener auch mal ein Solo aufgebrochen wird. Die bereits im Review zum letzten Album gezogene Parallele zu den Landsmännern von Evocation lässt sich auch hier wieder bemühen. Zwar gehen WOMBBATH insgesamt etwas grobschlächtiger zu Werke, das allerdings durchaus mit der nötigen Hingabe: Gerade die simplen Melodien und eingängigen Refrains wissen zu überzeugen.

Dass das Album ohne wahnsinnig viel Abwechslung klarkommt, liegt aber nicht zuletzt auch an der neuerlich eher knapp bemessenen Spielzeit: Rund 37 Minuten lang bekommt der geneigte Fan diesmal das Trommelfell massiert – da macht es auch nicht viel, wenn eigentlich schon etwas früher alles gesagt ist.

Spektakulär anders, als man es bereits auf dem letzten Album zu hören bekommen hatte, klingt „The Great Desolation“ nicht – qualitativ lassen WOMBBATH aber zumindest auch nicht nach: Dass der Sound diesmal nicht ganz so überzeugt, ist meckern auf hohem Niveau und schlussendlich reine Geschmackssache. In allen anderen Punkten gibt es auch diesmal nichts handfestes auszusetzen. Wer seinen Death Metal gerne oldschoolig und roh hört, kann bei WOMBBATH nach wie vor zugreifen – so lange er sich mit „Hausmannskost“ zufrieden gibt.

Kataklsym – Meditations

Mit Meisterwerken wie „Shadows & Dust“ oder „In The Arms Of Devastation“ haben sich KATAKLYSM zu einer festen Größte der internationalen Death-Metal-Szene hochgespielt. Zur Geschichte der Band gehört allerdings auch, dass die Qualität der Alben in den letzten zehn Jahren nahezu kontinuierlich abnahm – erst „Of Ghosts And Gods“ (2015) konnte dieser Entwicklung Einhalt gebieten, wenn die Kanadier mit diesem Album auch noch nicht an frühere Großtaten anknüpfen konnten. Mit „Meditations“ soll das wieder anders werden.

Zumindest, was den Albumanfang angeht, bleibt erst einmal alles beim Alten: Auf eine mit heroischem Pathos gesprochene Zeile bricht „Guillotine“ los wie dereinst „The Ambassador Of Pain“. Dass das für die Jubiläumstour wieder eingeübte Material von „Serenity In Fire“ und „Shadows & Dust“ KATAKLYSM Ideen für das neue Album gegeben hat, wie Jean-François Dagenais es im Interview formulierte, wird bereits hier greifbar.

Dennoch ist schon dieser erste Song nicht bloß ein Abklatsch alter Alben. Das liegt zum einen an der extrem modernen, knackigen Produktion, mit der KATAKLYSM diesmal Jay Ruston aus Los Angeles beauftragt haben, der normalerweise eher im Rock-Bereich – zuletzt unter anderem für Stone Sour – tätig ist. Davon merkt man allerdings wenig: „Meditations“ bricht wie eine Urgewalt aus den Boxen, die Doublebass schnurrt wie eine gut geölte Nähmaschine, die Gitarren sind auf die Tausendstelnote zurechtgerückt und jeder Break freigeschnitten. In der Folge klingt „Meditations“ präzise wie eine Atomuhr und knallt so hart, wie man es eher aus dem Metalcore-Bereich kennt, aus den Boxen.

Zum anderen sind es aber die Stücke selbst, die weit mehr sind als Kopien ihrer Vorgänger: Zwar wagen KATAKLYSM auch auf ihrem 13. Album keine radikalen Neuerungen, gehen aber zumindest in alle Richtungen an die Grenzen dessen, was sie in ihrer nunmehr 27-jährigen Karriere schon so ausprobiert haben: Düstere Midtempo-Stampfer („Narcissist“) treffen auf rabiates Gesäge wie in „In Limbonic Resonance“ – dazwischen gibt es ordentlich KATAKLYSM, wie man sie kennt und liebt: Mit groovigem Riffing, das vom Ohr als reflexartiger Befehl an die Nackenmuskulatur weitergegeben wird, so dass man – ehe man sich’s versieht – anfängt, mitzunicken.

Bei alledem überzeugen KATAKLYSM nicht nur durch ihre enormen technischen Fertigkeiten, sondern vor allem durch ihr wiedergefundenes Gespür für epische Gitarrenleads („Achilles Heel“): So bissig „Meditations“ auch klingt, ist es doch das bislang melodischste Album der Kanadier – und damit insgesamt vor allem eines: weniger erwartbar als seine Vorgänger. Eine Wendung, auf die man bei KATAKLYSM fast nicht mehr zu hoffen gewagt hatte.

Durch diesen leicht modifizierten Ansatz gelingt es KATAKLYSM so gut wie lange nicht, all ihre Stärken auf einem Album zu bündeln: „Meditations“ vereint das für KATAKLYSM charakteristische, alles niederwalzende Riffing mit einem nicht nur in den Leads wieder stärker in den Fokus gerückten technischen Aspekt und einer durch den vermehrten Einsatz melodischer Elemente auf ein neues Level gehobenen Epik. Mit den erbarmungslos drauflosdreschenden Klassikern ist „Meditations“ durch diesen Charakterwandel nur schwer direkt zu vergleichen – die drei letzten Alben steckt „Meditations“ jedoch locker in die Tasche.