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Death-Metal-Band Siege Of Power heuert bei Metal Blade an

Die Death-Metal-Band SIEGE OF POWER mit aktuellen und ehemaligen Mitgliedern von Asphyx, Hail Of Bullets und Grand Supreme Blood Court hat einen Plattenvertrag bei Metal Blade Records unterschrieben. Die Band wurde 2013 gegründet und ist nach einer längeren Pause seit 2017 wieder aktiv.

SIEGE OF POWER sind:
Chris Reifert – Gesang (Autopsy, Violation Wound, Abscess, Painted Doll)
Paul Baayens – Gitarre (Asphyx, ex-Hail of Bullets, Thanatos)
Theo van Eekelen – Bass (ex-Hail of Bullets, ex-Houwitser, ex-Grand Supreme Blood Court)
Bob Bagchus – Drums (ex-Asphyx, Soulburn, ex-Grand Supreme Blood Court)

Chris Reifert zum Metal Blade Signing: „Nun, das ist natürlich schon verdammt cool. Metal Blade ist eines der ersten Metallabels, welches ich als junger Teenager entdeckt habe, als ich auf der Suche nach immer härterem Stoff war. Ich habe Tonnen an Bands durch ihre Album- und EP Veröffentlichungen entdeckt, natürlich auch durch die Metal Massacre Serie, welche zahlreiche Leute beeinflusst hat. Meine Geschichte mit Metal Blade ist tief verwurzelt, auch wenn sie das bislang vermutlich nicht gewusst haben. Aber jetzt arbeiten wir ja miteinander. Hell yeah!

Bob Bagchus: „Der Name Metal Blade ist wie Metal Magie für mich. Das ist immer schon so gewesen, seit meiner frühesten Pubertät. Namen wie Metallica, Slayer, Trouble, Hallows Eve sind eng verbunden mit Metal Blade wie auch mit meiner Kindheit, als ich dieser Musik verfallen bin. Es fühlt sich großartig an, mit Siege Of Power bei ihnen unter Vertrag zu sein, vielleicht das sogar die Krönung meiner musikalischen Karriere!

Das Debütalbum „Warning Blast“ erscheint im September, mehr Informationen dazu wird es in Kürze geben.

Mist – Free Me Of The Sun

Um es gleich vorneweg zu nehmen: Ja, MIST bestehen zu 4/5 aus Frauen und ja, die Band stammt aus Slovenien und hat durch diese beiden Aspekte durchaus einen gewissen Exotenstatus inne. Aber auch mit dem größten Exotenstatus muss eine Band auch musikalisch überzeugen können. Gut für die Slovenen, dass sie das auf ihrem Debut durchaus schaffen. MIST spielen auf „Free Me Of The Sun“ eine Mischung aus klassischem Doom und Psychedelic-Elementen und lassen sich dadurch wohl am Besten mit dem Begriff Okkult-Doom beschreiben. Die Band hat bereits 2013 und 2015 Demos veröffentlicht und war bereits mit Szenegrößen wie Jex Thoth oder Uncle Acid & The Deabeats auf Tour.

Aushängeschild der Band ist mit Sicherheit Sängerin Nina Spruk, die durchweg eine starke Performance abliefert und stellenweiße an Jennie Ann-Smith von Avatarium erinnert. Wo der Opener „The Ghoul“ musikalisch noch etwas durchschnittlich daherkommt, rettet Spruk den Song durch eine starke Gesangsleistung. Die wahre Bandbreite ihrer Stimme offenbart sie aber erst bei dem intensiven und packenden „White Torch“. Kontrastiert wird diese kraftvolle Seite ihrer Stimme durch die emotionalen und gefühlvollen Momente in Songs wie „December“ oder „Free Me Of The Sun“. Aber auch der Rest der Band weiß durchaus zu glänzen. Die Saitenfraktion kann sowohl wuchtig und groovend („The Offering“, „Disembody Me“) als auch zurückhaltend und melodisch („Free Me Of The Sun“). Und besonders der Titelsong zeigt, zu welchen Glanzleistungen MIST fähig sind. Die Nummer vereint sowohl emotionale und sphärische Momente, als auch einen an Black Sabbath erinnernden stampfenden Part.

Aber mit letzerem ist man irgendwie auch schon auf ein Problem des Debuts gestoßen. MIST werden im Laufe des Albums einfach etwas zu vorhersehbar. Remineszenzen an Bands wie Black Sabbath oder Pentagram sind in gesunden Dosen durchaus in Ordnung und Teil von vielen Alben des Genres, aber auf Dauer einfach zu unspektakulär. Schade ist auch, dass MIST keinen Song haben der über sechs Minuten dauert. Klar muss man nicht jeden Song totreiten, aber etwas mehr Raum für die Riffs wäre durchaus wünschenswert gewesen.

Man darf aber nicht außer acht lassen, dass es sich bei „Free Me Of The Sun“ um das Debut von MIST handelt. Und dafür ist die Scheibe wirklich stark geworden. Sowohl die eigenständigeren Riffs von Blaž Tanšek als auch der starke Gesang von Nina Spruk machen Spaß und bleiben im Ohr. Die kleinen Unstimmigkeiten im Songwriting lassen sich bis zum nächsten Werk der Slovenen mit Sicherheit noch verbessern und bis dahin ist „Free Me Of The Sun“ mit Sicherheit eine Empfehlung für Genrefans und solche die es werden wollen.

Auch Motorowl mit neuem Album und neuem Song

Die deutschen Psychedelic-Doomer von MOTOROWL hauen am 27.07.2018 ihren neuen Langspieler „Atlas“ via Century Media raus. Nun hat die Band ein Video zum Titeltrack veröffentlicht:

„‚Atlas‘ basiert auf dem Mythos des griechischen Titanen, der dazu verurteilt war, die Erde auf seinen Schultern zu tragen. Wenn du weg bist, um irgendetwas zu erledigen, wird es immer jemanden geben, der dich vermisst. Darüber haben wir einen Song geschrieben. Mit sehr vielen heavy Riffs. Die Kunst unseres Freundes Costin Chioreanu vereint den Text aus der Sicht von Atlas‘ Mutter Asia und die mythologische Geschichte in einem Meisterwerk von einem Musikvideo.“

Necros Christos – Domedon Doxomedon

Wer Interview-Aussagen von Mors Dalos Ra, dem einzig verbliebenen Gründungsmitglied von NECROS CHRISTOS, aufmerksam verfolgt hat, wusste bereits vor Ankündigung von „Domedon Doxomedon“, dass dies nicht nur das neue, sondern auch finale Album der Berliner Doom/ Death-Metal-Formation sein wird.

Bereits von Beginn an plante der Kopf hinter NECROS CHRISTOS lediglich drei Alben für die Band ein, was Mors Dalos Ra mit der für ihn wichtigen Bedeutung der Zahlen 3 und 9 erklärte; nicht zufällig befinden sich auf den drei Alben somit jeweils neun reine Metal-Tracks. Eingebettet in eine Art religiösen Mystizismus, ein vordergründig nicht sofort greifbares Konzept aus verschiedenen Glaubensaspekten, gestaltete sich eine NECROS-CHRISTOS-Platte seit jeher nicht als simple Ballerei aus den Boxen. Vielmehr sind jene neun harten Tracks verwoben mit einer Vielzahl instrumentaler Stücke, die schon bereits „Trivne Impvrity Rites“ (2007) sowie „Doom Of The Occult“ (2011) zu einer einnehmenden Wirkung verhalfen.

Dieses Konzept hat sich auf dem finalen Album „Domedon Doxomedon“ nicht geändert, NECROS CHRISTOS schienen allerdings ab einem gewissen Punkt gemerkt zu haben, dass die Ideen doch noch für mehr Platten gereicht hätten – und somit umfasst ihr Drittwerk in Summe drei Alben mit jeweils neun Tracks und einer Spielzeit von 30 bis 40 Minuten, kurzum: NECROS CHRISTOS verabschieden sich nicht nur angemessen in puncto der angestammten 3- und 9-Vorliebe, sondern auch mit knapp zwei Stunden Spielzeit.

Musikalisch füllen die Berliner diese mit einer Mischung aus Celtic Frost, Candlemass und einem Spritzer Morbid Angel, wobei die typisch drückende Doom-Schwere jedem der Songs inne wohnt. Vordergründig schleppend und tiefenlastig, ziehen NECROS CHRISTOS aber auch oft genug das Tempo an und verändern das Motiv, sodass Hörer, die bei einer zweistündigen Doom-Spielzeit die Langeweile ins Gesicht geschrieben steht, mit „Domedon Doxomedon“ dennoch Überraschungen ausfindig machen dürften. Besonders in den instrumentalen Tracks zeigt das Quartett, dass Akustikgitarren und Klavier ebenfalls in das Repertoire einer Doom/ Death-Metal-Band passen können.

Nüchtern betrachtet, bietet „Domedon Doxomedon“ eine Zweiteilung in starke Metaltracks und atmosphärische, instrumentale Interludes. Beide Pfeiler des NECROS-CHRISTOS-Universums sind dabei nicht nur formal auf der Trackliste voneinander getrennt, sondern stehen auch musikalisch für sich allein. Die Eigenheiten der Interludes finden sich somit nicht in den Metaltracks und umgedreht; demnach muss „Domedon Doxomedon“ ebenso wie die beiden Vorgänger als ein Album anstatt eine Ansammlung von Songs betrachtet werden, um die Wirkung zu verstehen. Zwar können die Songs, auch die Longtracks, dank vieler abwechslungsreicher Momente gut unterhalten, aber erst in Kombination mit den Interludes entsteht das Beschwörerische, was NECROS CHRISTOS auszeichnet.

Trotz dieser Unterteilung in instrumentale „Gate“- und „Temple“-Songs sowie den Metaltracks verliert sich „Domedon Doxomedon“ nicht auf verschiedenen Abzweigungen, sondern klingt dennoch homogen, was dem zweistündigen Eintauchen in die mystische Welt Mors Dalos Ras Lyrics sehr förderlich ist. Somit gehen die Berliner mit einem guten Album von der Bühne, was zum Einen für respektables Kopfnicken führt, zum Anderen aber auch zu traurigen Kopfschütteln darüber, dass NECROS CHRISTOS dieser Platte keinen Nachfolger mehr schenken werden.

Collapse Of Light – Each Failing Step

Der Portugiese Carlos D’Agua, ehemaliges Mitgleid von Evisceration, Sculpture, Lethian Dreams und Before The Rain, bildet gemeinsam mit Natalie Koskinen das Frontmann/-frau-Duo der Doom-Metaller COLLAPSE OF LIGHT. Ihr erstes Lebenszeichen ist das vier Songs umfassende „Each Failing Step“, dessen Artwork ein steiler Abhang ziert, dem man mit dem einen falschen Schritt nur noch schwer entrinnen könnte. Ob die Musiker sich diesem Absturz entziehen können, soll das folgende Review klären.

Die vier Stücke kommen gemeinsam auf rund 42 Minuten Spielzeit, wobei die zwei Langstücke die in diesem Kontext eher kürzeren Songs umrahmen. „A Place To Die“ beginnt mit sphärischen Ambient-Klängen, einer dezenten Gitarre und bindet schließlich auch Streicher ins Geschehen ein. Von Doom Metal vorerst keine Spur, dieser setzt nach rund drei Minuten mit schleppender Saitenfraktion ein. Hinzu kommt mit Hall unterlegter männlicher Klargesang, der sich wehmütig über die Instrumentenfraktion legt. Aber auch Growls kann Herr D’Agua problemlos bewerkstelligen, während seine Sangeskollegin Natalie Koskinen eher kühl und distanziert wirkt.

Entsprechend des Genres sind die betreffenden Songabschnitte deutlich in die Länge gezogen und führen aufgrund verschiedenen zum Einsatz kommenden Techniken durch unterschiedliche Stimmungen. Dazu gehören neben den bereits erwähnten Stilmitteln auch punktuell gesprochene Passagen und natürlich intensive Instrumentalparts. Leider ist es vor allem Frontfrau Koskinen geschuldet, dass die vorliegenden Kompositionen nicht ganz zünden möchten. Qualitätstechnisch ist sie dem Gesang ihres Bandkollegen meistens deutlich unterlegen. Eine Ausnahme bildet etwa das akustische „The Remains Of The Day“, das ihre Stimme besser zur Geltung bringen kann.

Neben kleineren Mängeln in Sachen Produktion und Vocals haben COLLAPSE OF LIGHT mit ihrem ersten Output „Each Failing Step“ ein doch überzeugendes erstes Release geschaffen. Wenn die Musiker ihren Doom Metal mit etwas mehr Abwechslung versehen und sich mehr auf die Stärken der einzelnen Beteiligten konzentrieren, dann wird auch der Aufmerksamkeitsfaktor der Band nochmal merklich ansteigen. So reicht es momentan nur für eine Bewertung knapp über dem Durchschnitt.

Paradise Lost mit Lyricvideo

Am 29.06.2018 erscheint die neu produzierte Form des PARADISE LOST Albums „Believe in Nothing“. Zum Song „Mouth“ haben die Briten nun ein Lyricvideo veröffentlicht.

Die neue Produktion und Abmischung der Scheibe begründet Sänger Nick Holmes wie folgt:

„Es ist kein Geheimnis, dass wir mit der Produktion dieser Platte nie ganz zufrieden waren, obwohl wir die Songs wirklich mögen. Nachdem wir es lange im Hinterkopf geplant hatten, fanden wir nun endlich den richtigen Moment, um mit Gomez ins Studio zu gehen und an den Tracks noch einmal zu arbeiten. Wir hoffen, dass euch die remixte Version gefällt und ihr damit hören könnt, wie die Songs eigentlich hätten klingen sollen.“

Khemmis: Neuer Song

Mit „Isolation“ legen KHEMMIS den ersten Song ihres kommenden Albums vor. Die neue Scheibe hört auf den Titel „Desolation“ und wird am 22.06.2018 über Nuclear Blast erscheinen.

Hanging Garden veröffentlichen neuen Song: „November Dawn“

HANGING GARDEN werden demnächst ihr 2017-er Album „I Am Become“ auf Kassette veröffentlichen. Dieser Version wird auch ein neuer Track angehören, der auf den Namen „November Dawn“ hört. Er ist bereits jetzt auch auf allen digitalen Plattformen erhältlich.