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Collapse Of Light – Each Failing Step

Der Portugiese Carlos D’Agua, ehemaliges Mitgleid von Evisceration, Sculpture, Lethian Dreams und Before The Rain, bildet gemeinsam mit Natalie Koskinen das Frontmann/-frau-Duo der Doom-Metaller COLLAPSE OF LIGHT. Ihr erstes Lebenszeichen ist das vier Songs umfassende „Each Failing Step“, dessen Artwork ein steiler Abhang ziert, dem man mit dem einen falschen Schritt nur noch schwer entrinnen könnte. Ob die Musiker sich diesem Absturz entziehen können, soll das folgende Review klären.

Die vier Stücke kommen gemeinsam auf rund 42 Minuten Spielzeit, wobei die zwei Langstücke die in diesem Kontext eher kürzeren Songs umrahmen. „A Place To Die“ beginnt mit sphärischen Ambient-Klängen, einer dezenten Gitarre und bindet schließlich auch Streicher ins Geschehen ein. Von Doom Metal vorerst keine Spur, dieser setzt nach rund drei Minuten mit schleppender Saitenfraktion ein. Hinzu kommt mit Hall unterlegter männlicher Klargesang, der sich wehmütig über die Instrumentenfraktion legt. Aber auch Growls kann Herr D’Agua problemlos bewerkstelligen, während seine Sangeskollegin Natalie Koskinen eher kühl und distanziert wirkt.

Entsprechend des Genres sind die betreffenden Songabschnitte deutlich in die Länge gezogen und führen aufgrund verschiedenen zum Einsatz kommenden Techniken durch unterschiedliche Stimmungen. Dazu gehören neben den bereits erwähnten Stilmitteln auch punktuell gesprochene Passagen und natürlich intensive Instrumentalparts. Leider ist es vor allem Frontfrau Koskinen geschuldet, dass die vorliegenden Kompositionen nicht ganz zünden möchten. Qualitätstechnisch ist sie dem Gesang ihres Bandkollegen meistens deutlich unterlegen. Eine Ausnahme bildet etwa das akustische „The Remains Of The Day“, das ihre Stimme besser zur Geltung bringen kann.

Neben kleineren Mängeln in Sachen Produktion und Vocals haben COLLAPSE OF LIGHT mit ihrem ersten Output „Each Failing Step“ ein doch überzeugendes erstes Release geschaffen. Wenn die Musiker ihren Doom Metal mit etwas mehr Abwechslung versehen und sich mehr auf die Stärken der einzelnen Beteiligten konzentrieren, dann wird auch der Aufmerksamkeitsfaktor der Band nochmal merklich ansteigen. So reicht es momentan nur für eine Bewertung knapp über dem Durchschnitt.

Paradise Lost mit Lyricvideo

Am 29.06.2018 erscheint die neu produzierte Form des PARADISE LOST Albums „Believe in Nothing“. Zum Song „Mouth“ haben die Briten nun ein Lyricvideo veröffentlicht.

Die neue Produktion und Abmischung der Scheibe begründet Sänger Nick Holmes wie folgt:

„Es ist kein Geheimnis, dass wir mit der Produktion dieser Platte nie ganz zufrieden waren, obwohl wir die Songs wirklich mögen. Nachdem wir es lange im Hinterkopf geplant hatten, fanden wir nun endlich den richtigen Moment, um mit Gomez ins Studio zu gehen und an den Tracks noch einmal zu arbeiten. Wir hoffen, dass euch die remixte Version gefällt und ihr damit hören könnt, wie die Songs eigentlich hätten klingen sollen.“

Khemmis: Neuer Song

Mit „Isolation“ legen KHEMMIS den ersten Song ihres kommenden Albums vor. Die neue Scheibe hört auf den Titel „Desolation“ und wird am 22.06.2018 über Nuclear Blast erscheinen.

Hanging Garden veröffentlichen neuen Song: „November Dawn“

HANGING GARDEN werden demnächst ihr 2017-er Album „I Am Become“ auf Kassette veröffentlichen. Dieser Version wird auch ein neuer Track angehören, der auf den Namen „November Dawn“ hört. Er ist bereits jetzt auch auf allen digitalen Plattformen erhältlich.

 

 

Solstice – White Horse Hill

Epischer Metal, von echten Überzeugungstätern mit Inbrunst dargeboten. Nach metallischem Reinheitsgebot geschmiedeter Stahl mit großen Melodien, die Pathos nicht scheuen und Kitsch nicht brauchen. Der gemeine Metalhead denkt bei solch einer Beschreibung vielleicht zuerst an Primordial. Wer tiefer in der Materie steckt, dem schießt möglicherweise der Name Atlantean Kodex durch den Kopf. SOLSTICE allerdings dürften besonders viele jüngere Metal-Fans nicht auf dem Schirm haben. Und das, obwohl die Gruppe im Jahr 1998 mit „New Dark Age“ einen der wegweisenden Meilensteine im Bereich Epic Doom erschaffen hat. Auf einen Nachfolger in Albumlänge musste die Metal-Welt 20 lange Jahre warten. Nun lädt die Gruppe ihre Fans wieder zu einem Ausflug in ihre britische Heimat ein. Genauer gesagt zum „White Horse Hill“.

An jenem Hügel in der südenglischen Grafschaft Oxfordshire prangt das wohl älteste Scharrbild des Landes: ein angedeutetes Pferd, eingescharrt in den Boden, sodass die unter der Erde liegende Kreide ans Tageslicht kommt. Wann das Bild entstand und wer dafür verantwortlich ist, darüber sind sich die Forscher bis heute nicht einig. Wahrscheinlich ist jedoch, dass das über 100 Meter lange Werk mehrere Tausend Jahre alt ist. Kunst, dem Boden abgetrotzt. Etwas von Bestand, erschaffen in Blut, Schweiß und Tränen. Ein besseres Bild für das Archaische, Urwüchsige in SOLSTICE‘ Musik lässt sich fürwahr nicht finden.

Stilistisch knüpft „White Horse Hill“ weitgehend an den Stil von „New Dark Age“ an. Eingefleischte Fans dürfte das kaum überraschen, gab es doch zwei der insgesamt sieben Songs bereits seit 2016, den Titeltracks sogar schon seit 2014, über Bandcamp als Demo-Versionen zu erwerben. Wer mit dem Sound des Fünfers noch nicht vertraut ist, stelle sich Candlemass mit folkigeren Melodien vor. Die Geschwindigkeit bewegt sich über weite Strecken im getragenen Midtempo. Die Gitarren scheren sich wenig um technische Komplexität, sondern singen mit fast menschlich scheinender Stimme sehnsuchtsvolle Melodien. Doch über allem thront der kraftvoll-opernhafte Bariton Paul Kearns‘, der dem typischen SOLSTICE-Sound eine imposantere, rauere Note verleiht als die etwas weichere Stimme von Morris Ingram, die dem 1998er-Meilenstein ihren Stempel aufdrückte.

Als Höhepunkt der ohnehin starken Platte geht das mächtige, bereits vom gleichnamigen Demo bekannte „To Sol A Thane“ durch, das mit jedem Hördurchgang an Größe gewinnt: Eine Nummer über den täglichen Kampf um Individualität, Kraft und Integrität. „The wolf with lamb’s heart falls in shame. // Having died tasting no blood but his own, having died a coward.“ Eine Zeile für die Ewigkeit, ein Garant für Gänsehaut. Es folgt ein brillantes Solo. In der Fantasie steht man da schon längst in einer britischen Hügellandschaft und trotzt dem eisigen Nordwind. Wofür, wenn nicht für solche Momente, liebt man diese Musik?

Die beiden Epen „White Horse Hill“ und „Under Waves Lie Our Dead“ halten dieses Niveau locker. Auch der elegisch-schmachtende Closer „Gallow Fen“ lässt große Teile der Genre-Konkurrenz meilenweit hinter sich zurück. Einzig „For All Days, And For None“ lässt die Stimmung ein wenig einknicken. Anfangs hat die Nummer, die im Wesentlichen aus unverzerrter E-Gitarre und zurückhaltendem Gesang besteht, mit ihren starken Anklängen an die Folk-Musik der grünen Insel noch ihren Reiz. Gerade in den letzten Minuten walzt die Band ein und dasselbe Gitarren-Thema dann doch etwas zu lange ohne Variationen aus.

Daran, dass den Mannen um Gitarrist und Gründungsmitglied Richard Walker mit „White Horse Hill“ zwei Dekaden nach ihrem ersten Klassiker erneut ein potenzieller Genre-Meilenstein geglückt ist, kann das allerdings nichts ändern. Wer auf melodischen Metal in seiner archaischsten Form steht, kommt an dieser Platte – wie an der gesamten SOLSTICE-Diskografie – nicht vorbei. Kleiner Tipp: Wer damit noch nicht genug hat von der Geschichtsstunde in Sachen Epic Metal, schaut auch gleich noch bei Walkers fantastischem Nebenprojekt Isen Torr vorbei.

Hanging Garden – I Am Become

Wenn eine Band ihre eigene Musik als „Atmospheric Metal“ bezeichnet, kann man sich darunter erst mal wenig vorstellen. Geht es etwa eher in Richtung Black Metal, Post-Rock oder gar Ambient? Hört man sich jedoch „I Am Become“, das fünfte Album der Finnen HANGING GARDEN an, weiß man, warum das Sextett unter diesem undefinierten Begriff musiziert. Obwohl sich die Band merklich an melodischem Death/Doom der Marke Swallow The Sun orientiert, haben auch viele andersartige Einflüsse in ihren Sound Einzug gehalten, sodass eine genaue Kategorisierung nicht ganz leicht fällt. Wer sich für eine neue Herangehensweise an diesen etablierten Sound interessiert, ist mit „I Am Become“ – so viel sei vorweggenommen – überaus gut beraten.

Aus ihren stilistischen Vorbildern machen HANGING GARDEN gewiss keinen Hehl, wie man bereits an den ersten, leider etwas überstürzten Tönen des Openers „As Above, So Below“ merkt: Melancholische, getragene Leadgitarren schmiegen sich an sanften Klargesang, unterstützt von gemächlichem, aber kräftigem Drumming. Es folgen zahlreiche kompositorische Weggabelungen, die trotz ihrer Verzweigungen stets ans angestrebte Ziel führen.

So lassen HANGING GARDEN in einem Moment mächtige Growls und wuchtige Riffs auf den Hörer los, nur um ihn Augenblicke später mit mysteriösen Clean-Gitarren und geflüsterten Vocals einzulullen. Schwungvolle Rhythmen („Hearthfire“) paaren sich mit bedrückenden Pianoklängen („One Hundred Years“) und so manch trostlose und zugleich verträumte Melodie ruft Erinnerungen an Katatonia wach („Forty One Breaths“). Sogar dezente Electro-Elemente und Beats fügen sich stimmig in den Gesamtsound ein und heben die Grundstimmung der Platte in spacige Sphären. Das platte, mechanische „Our Dark Design“ und auch das leicht Post-rockige „Kouta“ könnten glatt als Industrial-Stücke durchgehen und machen sich äußerst gut als Mittelteil des auch sonst sehr vielfältigen Albums.

Ihr Talent für detailorientiertes Songwriting stellen HANGING GARDEN Track um Track unter Beweis, ohne dabei den Faden zu verlieren. Auch hinsichtlich der wunderbar klaren Produktion gibt es kaum etwas, das man „I Am Become“ vorwerfen könnte – allenfalls, dass der Klang ruhig ein wenig mehr Durchschlagskraft vertragen hätte. Dass der Gastauftritt von Tomi Joutsen (Amorphis) auf „Hearthfire“ ein wenig unscheinbar ausgefallen ist, kann man den Finnen angesichts ihres an sich durchwegs spannenden Songmaterials ebenfalls ohne Bedenken durchgehen lassen.

Wer sich für melancholischen Finnen-Metal, wie ihn Insomnium oder Swallow The Sun schon länger praktizieren, begeistert, der sollte sich auf keinen Fall aufgrund der holprigen ersten Töne von „I Am Become“ verschrecken lassen. Ihren bekannteren Kollegen stehen die ebenfalls in Finnland beheimateten HANGING GARDEN nämlich in nichts nach. Obwohl sich der Vergleich mit ebenjenen Koryphäen des Genres anbietet, trauen sich die Atmospheric-Metaller genug kleine Experimente zu, um nicht als fader Abklatsch dazustehen, sodass „I Am Become“ definitiv eine eigenständige Daseinsberechtigung hat. Und das kann beileibe nicht jeder Underground-Release von sich behaupten.

Dautha – Brethren Of The Black Soil

Es mag seltsam anmuten, aber nachdem sich Scar Symmetry über die Jahre hinweg einen guten Ruf als proggige Melo-Death-Band erspielt haben, stößt man in letzter Zeit nur noch über Querverbindungen zu mittelalterlichem Metal auf ihren Namen. Zuletzt stand Multitalent Per Nilsson Apocalypse Orchestra bei ihrem 2017er-Debüt „The End Is Nigh“ in puncto Produktion zur Seite, nun präsentiert Sänger Lars Palmqvist mit „Brethren Of The Black Soil“ das ambitionierte Erstlingswerk seines noch jungen Projekts DAUTHA. Im Gegensatz zum eher glatten, von akustischen Folk-Instrumenten dominierten Sound der Erstgenannten besingen DAUTHA das finstere Zeitalter jedoch mit einer wesentlich roheren Doom-Metal-Untermalung.

Tatsächlich beschränkt sich der musikalische Einfluss des Mittelalters auf „Brethren Of The Black Soil“ fast ausschließlich auf die von einer Gastmusikerin eingespielte Geige, die den Liedern einen wehmütigen Unterton verleiht, aber nur selten die Führung übernimmt. Andere zur Thematik passende Einschübe wie sanfte Akustikgitarren und kirchliche Chorgesänge („The Children’s Crusade“) stellen eindeutig eine Ausnahme dar. Dass DAUTHA mit derlei Stilmitteln vergleichsweise sparsam umgehen, macht es umso spannender, wenn sie dann doch einmal zum Einsatz kommen, wodurch sich der Kitschfaktor in erfreulich engen Grenzen hält.

Bezeichnend für die musikalische Essenz von DAUTHA sind hingegen die hohen, theatralischen und zugleich kräftigen Gesänge von Palmqvist, die äußerst rauen, schweren Saitenklänge und das Down-Tempo-Drumming. Stilistische Vergleiche zum Epic Doom der Genre-Vorreiter Candlemass sind gewiss nicht von der Hand zu weisen. Allzu viel Neuartiges haben sich DAUTHA somit zwar nicht einfallen lassen, doch dafür machen Songs wie das erhaben stampfende „Maximinus Thrax“ auf Anhieb Laune und prägen sich aufgrund ihrer simplen, aber effektiven Melodieführung und Rhythmik rasch ein.

In manchen Nummern schießt sich das Quintett mit dieser Simplizität jedoch selbst ins Bein. In die immerhin eine knappe Stunde lang laufende Platte haben sich nämlich ein paar Durchhänger eingeschlichen, in denen DAUTHA viel zu oft auf ein und demselben Motiv herumreiten. Das Paradebeispiel hierfür ist der 15-minütige Titeltrack, dessen an sich stimmige, wehklagende Hauptmelodie derart in die Länge gezogen wird, dass sie sich noch während des ersten Hördurchlaufs abnutzt. Damit geben DAUTHA immerhin ein Viertel der Platte der Langeweile preis, was leider ein nicht unbeträchtlicher Mangel ist – von vereinzelten Spannungsengpässen in den übrigen Tracks mal abgesehen.

Auf „Brethren Of The Black Soil“ bleiben DAUTHA wegen ihres Hit-And-Miss-Songwritings leider noch ein wenig hinter ihren Möglichkeiten zurück: Während einige ihrer Kompositionen hervorragend funktionieren, sind manche noch zu eintönig geraten, sodass etwa das Geigenspiel noch zu unscheinbar wirkt. Dennoch handelt es sich um ein sehr solides Album, das mit seinen lyrischen Bezügen zu verschiedenen Themen der Antike und des Mittelalters zu eigenen Nachforschungen anregt und darüber hinaus auch noch mit einer herrlich wuchtigen und organischen Produktion ausgestattet ist. Sollten DAUTHA ihr Songmaterial in Zukunft noch ein wenig mehr komprimieren, steht einer herausragenden Platte nichts mehr entgegen.

The Ruins Of Beverast – Exuvia

Mit „Blood Vaults – The Blazing Gospel Of Heinrich Kramer legten THE RUINS OF BEVERAST 2013 ein wahres Meisterwerk vor: Zehn Jahre nach der Bandgründung gelang es Mastermind Alexander von Meilenwald auf seinem vierten Album unter dem Banner von THE RUINS OF BEVERAST, die auf den bisherigen Werken gezeigten Stärken mit spannenden Neuerungen zu einem einzigartigen, mitreißenden Stil zu kombinieren. Die Messlatte für den Nachfolger, der – wie könnte es anders sein – erneut über Ván Records erschienen ist – hätte höher also kaum liegen können. Wäre da nicht die wenig überzeugende „Tacitum Tootem!“-EP (2016) gewesen.

Ähnlich dem dort vorab veröffentlichten Stück „Takitum Tootem! (Wardance)“ beginnt (und endet) auch „Exuvia“ mit verschrobenem „Schamanengesang“ und mystischen Klängen. Mag dieser Einstieg auch etwas kauzig wirken, führt der ehemalige Nagelfar-Drummer den Hörer bald wieder auf gewohntes, sicheres Terrain: Vor allem „Surtur Barbaar Maritime“ weiß mit seinen schweren, bedrückenden Riffs, der melancholischen Cleangitarre und dezenten Chören im ersten, sowie dem daraus erwachsenden, rohen Geschrammel mit gurgelndem Growl-Gesang zu gefallen.

Mit den folgenden Nummern steigern THE RUINS OF BEVERAST den Härtegrad merklich, gerade „The Pythia’s Pale Wolves“ ist über weite Strecken – vom dumpf-doomigen Sound abgesehen – ein echtes Black-Metal-Monster. Wäre da nicht der weibliche Klargesang, der den 14-Minüter in der Mitte aufbricht und ihm so eine ganz neue Wendung gibt. Fast schon verspielt wirkt dagegen „Towards Malakia“ – allerdings nur, bis gegen Ende des Stücks der Schamane in seiner Trance wieder hereingeschneit kommt. Mag das (siehe Artwork) auch eng mit dem Konzept des Albums verwoben sein, ist dieser künstlerische Kniff leider die Schwachstelle des Werkes. Darunter leidet auch der etwas arg experimentelle Rausschmeißer „Takitum Tootem! (Trance)“, der das Album so schlüssig, aber nicht ganz überzeugend abschließt.

THE RUINS OF BEVERAST sind auch 2017 eine Ausnahme-Band, die mit unvergleichlichem Sound und einer dichten Atmosphäre zu überzeugen weiß. Der Schamanen-Trip, auf den sich von Meilenwald für dieses Album begeben hat, weiß allerdings in der grafischen Umsetzung (auf dem Cover) ebenso wenig zu überzeugen wie in der musikalischen. Sieht man von diesem im Vergleich zur vorangegangenen EP erfreulich weniger präsenten Detail ab, ist aber auch „Exuvia“ ein spannendes Doom-Metal-Album mit viel eigenem Charakter geworden.