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Video-Premiere: „Dark Tragedy“ von Hellwerk

Die deutsche Industrial-/Hard-Rock-Band HELLWERK präsentiert heute ihr brandneues Video „Dark Tragedy“. HELLWERK stehen für einen harten, geraden Industrial-Hardrock/Metal-Sound mit druckvollen Bässen, eingängigen Melodien und einer facettenreichen Stimme an der Front.

Die Band beschreibt den neuen Song wie folgt: „’Dark Tragedy‘ beschreibt den Schmerz der Halbdämonin Anny und ihrem Gefolge, als sie von der Hölle auf die Erde verbannt werden. Gedreht wurde der Clip im Proberaumbunker – der Brutstätte der HELLWERK-Crew.“

Viel Spaß mit dem Video-Clip:

Neuer Song von Hardcore Superstar

Die schwedischen Hard-Rocker HARDCORE SUPERSTAR haben eine neue Single namens „Electric Rider“ via Gain Music Entertainment veröffentlicht. Diese entstammt dem neuen, 11. Studio-Album „You Can’t Kill my Rock’n’Roll“, welches noch dieses Jahr erscheinen wird.

 

Anvil w/ Trance

41 Jahre und kein bisschen leise. Nachdem das kanadische Metal-Urgestein ANVIL im Januar diesen Jahres mit „Pounding The Pavement“ ihr mittlerweile 17. Studioalbum veröffentlicht hat, befindet sich das Trio seit Februar auf Europa-Tournee. Unterstützt werden sie dabei von TRANCE, die ihre Karriere ebenfalls bis in die Anfangstage des Heavy Metals zurückverfolgen können. Der Abend verspricht also – trotz der arktischen Temperaturen, die an diesem Samstagabend in Münster herrschen – musikalische Unterhaltung vom Feinsten.

Verblüffend pünktlich betreten TRANCE die Bühne der um kurz nach 20 Uhr bereits gut gefüllten Sputnikhalle und sorgen, zumindest bei mir, kurzzeitig für Irritation. Denn auf der durch zwei Schlagzeuge doch arg beengten Bühne steht ein neuer Sänger – wie sich später herausstellen sollte, hat Joe Strubel (der das Reunionalbum eingesungen hat) aus nicht ganz geklärten Ursachen kurz vor Tourbeginn die Band verlassen. Statt seiner stand Nick Holleman (ex-Vicous Rumors; Powerized) auf der Bühne, der, wie er lachend erzählt, die Songs in drei Tagen einstudiert hat. Davon merkt man hingegen nichts; sowohl die Präsenz als auch das gesangliche Können des gerade einmal 26 Jahre alten Sängers sind umwerfend und es gelingt ihm in kürzester Zeit das Publikum in seinen Bann zu schlagen. TRANCE spielen an diesem Abend hauptsächlich Songs aus früheren Tagen, wobei vor allem das längere „Loser“ im instrumentalen Mittelteil live eine besondere Atmosphäre zu erzeugen vermag. Die Band ist bestens aufeinander eingespielt und darf mit einem zunehmend klareren Sound  ihren geradlinigen, melodischen Heavy Metal auf die Zuhörer loslassen. Neben der witzigen und charismatischen Art von Sänger Holleman, der auch schon einmal längere Spaziergänge durch die Reihen der Zuschauer unternimmt, fällt vor allem das agile Bühnenverhalten von Gitarrist Eddi St. James auf, der sich und seine schwarze Gitarre gekonnt in Szene zu setzen weiß. Leider fallen die Lichtverhältnisse eher bescheiden aus (etwas weißes Licht, etwas rotes, fertig) und vor allem Gitarrist und Kopf der Band, Markus Berger, verschwindet immer wieder im Dunkel des Bühnenrandes. An der Präzision und Treffsicherheit seiner Soli geht dies allerdings spurlos vorbei. Nach zehn Songs beschließt die Band mit „Loud & Heavy“, leider dem einzigen Stück vom aktuellen Output „The Loser Strikes Back“, ihren in jederlei hinsicht gelungenen Auftritt. Und ganz ehrlich: Man hätte den fünf Herren durchaus noch ein paar Minuten Spielzeit gönnen können. Sie wären es wert gewesen.

Setlist TRANCE

  1. Intro
  2. Heavy Metal Queen
  3. Sensation
  4. We Are The Revolution
  5. Break Out
  6. Confession
  7. Burn The Ice
  8. Break The Chains
  9. Loser
  10. Shock Power
  11. Victory
  12. Loud & Heavy


Nach einer kurzen Umbaupause betreten sodann ANVIL die mittlerweile weitaus geräumigere Bühne und starten ihr Set mit dem obligatorischen „March Of The Crabs“, das von Lips inmitten der ihn umstehenden Fans gespielt wird. Überhaupt hat der ganze Abend einen geradezu intimen Charakter, Berührungsängste gibt es keine. ANVIL haben das Publikum von Anfang an auf ihrer Seite und zeigen, obwohl sie bereits seit Anfang Februar unterwegs sind, keinerlei Ermüdungserscheinungen. Lediglich Lips Stimme wirkt ab und an angeschlagen – und das in puncto Gesang Abstriche gegenüber der Vorband gemacht werden müssen, war von vornherein klar. Der Vergleich mit dem stimmgewaltigen Holleman mag unangebracht sein, aber er verweist zumindest auf eine sprechende Tatsache: der junge Holleman ist 26, Lips seit Anfang März 62. Mittlerweile hat sich das Alter auch tiefer in sein Gesicht gegraben, was dem Lausbubencharme des Kanadiers keinen Abbruch tut. Lips grinst und lacht wie eh und je und schüttelt ein Solo nach dem anderen aus dem Ärmel, ohne allzu viele Blicke auf das Griffbrett zu richten. Flankiert wird das Dauergrinsen an der Gitarre von Bassist Chris Robertson, der in Sachen Gesichtsgymnastik ähnlich versiert agiert und vor allem technisch begeistert – selten klangen ANVIL so tight. Dass es nach 41 Jahren Bandgeschichte einiges zu erzählen gibt, versteht sich von selbst und so plaudert Lips (der extrovertierte Gegenpart zum eher schwiegsamen, aber unfassbar präzisen Schlagzeuger Robb Reiner) zwischen den Songs ausgiebig  aus dem Nähkästchen. Egal ob er von ausschweifenden Partys mit dem verstorbenen Lemmy Kilmister berichtet, von den eigenen persönlichen Verlusten spricht oder die Hintergründe zu einzelnen Songs erläutert („Bitch In A Box“ vom aktuellen Album handelt von frustrierenden Erfahrungen mit Navis), das Publikum hängt an Lips‘, nun ja, Lippen.

Die Setlist bietet neben Klassikern eine Vielzahl von Songs neueren Datums, darunter zwei Songs vom Hit-Album „Juggernaut Of Justice“, zudem das grandiose „This Is Thirteen“ und eine Handvoll Stücke vom neuem Album „Pounding The Pavement“. Natürlich gibt es wieder ein langes Schlagzeug-Solo und natürlich packt Lips wieder den Vibrator aus, um damit seine Gitarre zu malträtieren; man kennt das bereits alles, aber es kommt so frisch, unverbraucht und grundehrlich rüber, dass man einfach Spaß haben muss. Zudem spielen ANVIL ihre Songs absolut treffsicher runter und bieten eine schweißtreibende und zutiefst ironische Show. Nach gut 90 Minuten verabschieden sich die Kanadier mit einer Cover-Version von „Born To Be Wild“ – besser konnten sie den Abend nicht beschließen.

Setlist ANVIL

  1. March Of the Crabs
  2. 666
  3. Oh Baby
  4. Badass Rock ´n´ Roll
  5. Doing What I Want
  6. Winged Assassin
  7. Free As The Wind
  8. On Fire
  9. This Is Thirteen
  10. Mothra
  11. Bitch In The Box
  12. Daggers And Rum
  13. Swing Machine (inkl. Drum Solo)
  14. Ego
  15. Die For A Lie
  16. Metal On Metal
  17. Running
  18. Born To Be Wild


Kurz und gut: Wer an diesem Abend traditionellen Metal gesucht hat, hat ihn in höchster Qualität serviert bekommen. Sowohl ANVIL als auch TRANCE sprühten vor Spielfreude und die sympathische Atmosphäre in der Sputnikhalle sowie die sehr moderaten Bierpreise trugen ihr Übriges zu dem gelungenen Konzert bei. Wer es noch nicht wusste, der hatte an diesem Abend Gelegenheit zu erfahren, warum der Heavy Metal eben doch die schönste Musik der Welt ist.

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Whitesnake – The Purple Tour

Anno 1973 waren Deep Purple in den USA gerade dabei Led Zeppelin in puncto Popularität zu überflügeln – doch dann verließen mit Sänger Ian Gillan und Bassist Roger Clover zwei integrale Bestandteile die Band. Verantwortlich dafür waren vermutlich Differenzen mit Gitarrist und Bandleader Richie Blackmore. Während man für den Bass mit Glenn Hughes einen durchaus versierten Ersatz gewinnen konnte, scheiterte die Verpflichtung von Bad-Company-Sänger Paul Rodgers.
Dieser Posten fiel an einen jungen Mann aus dem englischen Sultburn-On-Sea, der bis dahin maximal lokale Berühmtheit hatte erlangen können und nun für die vielleicht größte Rockband der Welt singen sollte. Mit gerade einmal 21 Jahren wurde David Coverdale im September 1973 Frontman von Deep Purple. Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollte er mit der Band drei Alben veröffentlichen und unzählige Konzerte spielen, ehe sich Deep Purple auflösen und David Coverdale 1978 WHITESNAKE gründen sollte.

2015 erschien das zwölfte Album von WHITESNAKE, welches den Titel „The Purple Album“ trug und sich jener Zeit in den 70er widmete, als Coverdale Deep Purple frontete. Das Album enthielt zeitgemäße und moderne Interpretationen verschiedener Songs der Deep-Puple-Alben „Burn“ (1973), „Stormbringer“ (1974) und „Come Taste The Band“ (1975), die auf der folgenden „The Purple Tour“ auch live den Kern der WHITESNAKE-Shows bildeten. Nun erscheint eine Livecompilation dieser Tour unter dem Titel „The Purple Tour“, die diese WHITESNAKE-Auftritte ins heimische Wohnzimmer transportiert.

Dabei bietet die Setlist erwartungsgemäß jede Menge Deep-Purple-Klassiker aus der Zeit des Mark-III-Line-Ups wie „The Gypsy“ oder „Soldier Of Fortune“ und natürlich „Burn“ und „You Fool No One“. Festgehalten wurde das Ganze in einem 5.1-Sound, der mit unglaublicher Wucht aus den Boxen drückt. Dieses moderne Soundgewand verleiht den Songs ein spannendes neues Flair, welches sich durchaus von der lockeren Rockproduktion der 70er unterscheidet. Zudem vermitteln die Livemitschnitte die unheimliche Freude, die das spielen dieser Songs der Band ganz offensichtlich bereitet.
Natürlich dürfen in der Setlist auch einige Klassiker von WHITESNAKE nicht fehlen, sodass der geneigte Hörer auch Tracks wie „Bad Boys“ und „Love Ain’t No Stranger“ und natürlich „Still Of The Night“ und den Überhit „Here I Go Again“.

„The Purple Tour“ ist sicher keine Veröffentlichung, ohne die eine Plattensammlung armselig aussieht. Aber dennoch bereitet diese CD/DVD-Kombination jedem Fan klassischen Rocks eine Menge Freude, da hier großartige Tracks von hochmotivierten und fraglos sehr guten Musikern super dargeboten werden. Allerdings darf man das Ganze natürlich nur mit Vorsicht als WHITESNAKE-Veröffentlichung betrachten, denn im Vordergrund stehen ganz klar Deep Purple – aber da gibt es wirklich schlimmeres.

Bonfire: Lyric-Video zu „Crazy Over You“

Die deutschen Hard-Rocker BONFIRE haben ein Lyric-Video zum Song „Crazy Over You“ veröffentlicht. Der Track entstammt dem neuen Album der Band, „Temple Of Lies“, das am 13. April über AFM Records erscheinen wird.

Lordi: Neues Album kommt im Mai

„Sexorcism“ heißt die neue Scheibe von LORDI und wird am 25.05.2018 über AFM Records veröffentlicht werden. Das Werk mit dem ungewöhnlichen Titel wird als „wahrscheinlich bislang kontroverseste Aufnahme der Band“ beschrieben. Das Cover gibt es bereits zu sehen.

Sparzanza – Announcing The End

Es mutet schon etwas kurios an: SPARZANZA bestehen seit 1996 und veröffentlichen mit „Announcing The End“ bereits ihre neunte Platte. Und doch sind die Hardrocker außerhalb Schwedens, wo sie eine relativ große Fangemeinde haben und sogar mit Größen wie Amaranthe gemeinsam auftreten, recht unbekannt. Da kann man sich schon fragen: Zurecht oder werden sie verkannt? 

Während die ersten Alben SPARZANZAs sehr softrockig waren, brachten die Schweden in ihren Folgealben mehr Biss und auch mal thrashigere Anteile hinein, was insbesondere im bisher erfolgreichsten Album „In Voodoo Veritas“ zu hören ist. Seitdem wenden sie sich wieder schrittweise dem sanfteren Rock zu und verweilen mit „Announcing The End“ nunmehr im Stoner Rock / Hard Rock.  

Und so spielen SPARZANZA auch auf ihrer neunten Langrille recht unbekümmert drauf los, was sich in den ersten 10 bis 15 Minuten auch gar nicht schlecht anhört. Der Sound ist gleich im Opener „Announcing The End“ satt und stimmig, die Melodien sind eingängig, wie insbesondere in „Whatever Come May Be“ festzustellen ist. Auch die Harmonie zwischen den einzelnen Instrumenten und zu den Vocals stimmt. Die Stimme Weilebys ist variabel, auch wenn sie nicht in letzter Konsequenz professionell klingt, da sie im Abgang an der einen oder anderen Stelle brüchig erscheint. Der Rhythmus ist abwechslungsreich. Mal grooven SPARZANZA gemütlich, mal fetzt es und mal leiern sie eine Ballade aus den Hüften. Die Gitarrenriffs bleiben im Gedächtnis und unterstreichen, ohne zu überfrachten.  

Komischerweise lässt einen das Album dennoch unbefriedigt zurück und es beschleicht einen das Gefühl, dass irgendetwas fehlt. Ist dieses erst einmal nicht greifbare Manko erklärbar und objektivierbar?  

Ja, denn das Album hat zwei große Schwachpunkte. Erstens definieren sich SPARZANZA offensichtlich durch den Sound anderer Branchengrößen, obwohl sie doch recht lange bestehen und einen eigenen Stil entwickelt haben müssten. Sicher, wer will schon genau sagen, wo genretypische Sequenzen aufhören und wo Abkupfern oder Sich-wie-andere-anhören beginnt? Einen eigenen Charakter scheint die Band dennoch nicht zu haben. Viel zu oft erinnert „Announcing The End“ an eine Mischung aus Volbeat (beispielsweise in „Damnation“) und Nickelback (so in „Breath In Fire“). Ab und an kommt noch eine Prise Bon Jovi und ein Hauch Rammstein in die ganze Chose und fertig ist das schon mal gehörte Allerlei. Und zweitens fehlen SPARZANA die ganz großen Ideen. Nur mit den üblichen Durkadenzen zu arbeiten, klingt zwar nett, ist aber anspruchslos und zu wenig, wenn keine Langeweile aufkommen soll.

Insgesamt haben sich SPARZANZA über alle neun Alben musikalisch nicht weiterentwickelt, was sich insbesondere im Gitarreneinsatz bemerkbar macht, der in puncto Versiertheit nicht viel mehr als nullachtfünfzehn Basiswissen offenbart. Schließlich ähneln sich die einzelnen Lieder teilweise erheblich. So haben beispielsweise „Damnation“ und „Breath In Fire“ fast denselben Refrain, sodass das gesamte Werk keine Spannung aufbauen kann. 

Zwar werden Alben SPARZANZAs überraschend oft mit guten bis begeisterten Reviews bedacht, in denen immer wieder betont wird, dass das Quintett schließlich über keine große Werbemaschinerie verfüge. Aus den hier aufgeführten Gründen und weil es im Vergleich zu SPARZANZA auf dem Metalmarkt dermaßen viele qualitativ hochwertigste Alben gibt, kann dem aber nicht gefolgt werden. Trotz guter Ansätze werden SPARZANZA wohl auch die nächsten Jahre zurecht international als Unbekannte umherdümpeln. SPARZANZA-Fans wird das Album gefallen, reiht es sich doch nahtlos in den Trend der bisherigen Alben ein. Neue Anhänger wird das Quintett mit „Announcing The End“ aber nicht akquirieren können.

Kiss sichern sich Namensrechte an „The End Of The Road“

KISS haben offenbar bereits am 8. Februar über die Kiss Catalog Ltd. einen Antrag aus Sicherung der Rechte am Namen „The End Of The Road“ gestellt. Bei Genehmigung des Antrags, wäre dieser Begriff für den Entertainment-Bereich geschützt. Unter Fans schürt das nun Spekulationen über ein baldiges Ende von KISS, ein Statement von Seiten der Band dazu fehlt bis dato.