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Lordi: Neues Album kommt im Mai

„Sexorcism“ heißt die neue Scheibe von LORDI und wird am 25.05.2018 über AFM Records veröffentlicht werden. Das Werk mit dem ungewöhnlichen Titel wird als „wahrscheinlich bislang kontroverseste Aufnahme der Band“ beschrieben. Das Cover gibt es bereits zu sehen.

Sparzanza – Announcing The End

Es mutet schon etwas kurios an: SPARZANZA bestehen seit 1996 und veröffentlichen mit „Announcing The End“ bereits ihre neunte Platte. Und doch sind die Hardrocker außerhalb Schwedens, wo sie eine relativ große Fangemeinde haben und sogar mit Größen wie Amaranthe gemeinsam auftreten, recht unbekannt. Da kann man sich schon fragen: Zurecht oder werden sie verkannt? 

Während die ersten Alben SPARZANZAs sehr softrockig waren, brachten die Schweden in ihren Folgealben mehr Biss und auch mal thrashigere Anteile hinein, was insbesondere im bisher erfolgreichsten Album „In Voodoo Veritas“ zu hören ist. Seitdem wenden sie sich wieder schrittweise dem sanfteren Rock zu und verweilen mit „Announcing The End“ nunmehr im Stoner Rock / Hard Rock.  

Und so spielen SPARZANZA auch auf ihrer neunten Langrille recht unbekümmert drauf los, was sich in den ersten 10 bis 15 Minuten auch gar nicht schlecht anhört. Der Sound ist gleich im Opener „Announcing The End“ satt und stimmig, die Melodien sind eingängig, wie insbesondere in „Whatever Come May Be“ festzustellen ist. Auch die Harmonie zwischen den einzelnen Instrumenten und zu den Vocals stimmt. Die Stimme Weilebys ist variabel, auch wenn sie nicht in letzter Konsequenz professionell klingt, da sie im Abgang an der einen oder anderen Stelle brüchig erscheint. Der Rhythmus ist abwechslungsreich. Mal grooven SPARZANZA gemütlich, mal fetzt es und mal leiern sie eine Ballade aus den Hüften. Die Gitarrenriffs bleiben im Gedächtnis und unterstreichen, ohne zu überfrachten.  

Komischerweise lässt einen das Album dennoch unbefriedigt zurück und es beschleicht einen das Gefühl, dass irgendetwas fehlt. Ist dieses erst einmal nicht greifbare Manko erklärbar und objektivierbar?  

Ja, denn das Album hat zwei große Schwachpunkte. Erstens definieren sich SPARZANZA offensichtlich durch den Sound anderer Branchengrößen, obwohl sie doch recht lange bestehen und einen eigenen Stil entwickelt haben müssten. Sicher, wer will schon genau sagen, wo genretypische Sequenzen aufhören und wo Abkupfern oder Sich-wie-andere-anhören beginnt? Einen eigenen Charakter scheint die Band dennoch nicht zu haben. Viel zu oft erinnert „Announcing The End“ an eine Mischung aus Volbeat (beispielsweise in „Damnation“) und Nickelback (so in „Breath In Fire“). Ab und an kommt noch eine Prise Bon Jovi und ein Hauch Rammstein in die ganze Chose und fertig ist das schon mal gehörte Allerlei. Und zweitens fehlen SPARZANA die ganz großen Ideen. Nur mit den üblichen Durkadenzen zu arbeiten, klingt zwar nett, ist aber anspruchslos und zu wenig, wenn keine Langeweile aufkommen soll.

Insgesamt haben sich SPARZANZA über alle neun Alben musikalisch nicht weiterentwickelt, was sich insbesondere im Gitarreneinsatz bemerkbar macht, der in puncto Versiertheit nicht viel mehr als nullachtfünfzehn Basiswissen offenbart. Schließlich ähneln sich die einzelnen Lieder teilweise erheblich. So haben beispielsweise „Damnation“ und „Breath In Fire“ fast denselben Refrain, sodass das gesamte Werk keine Spannung aufbauen kann. 

Zwar werden Alben SPARZANZAs überraschend oft mit guten bis begeisterten Reviews bedacht, in denen immer wieder betont wird, dass das Quintett schließlich über keine große Werbemaschinerie verfüge. Aus den hier aufgeführten Gründen und weil es im Vergleich zu SPARZANZA auf dem Metalmarkt dermaßen viele qualitativ hochwertigste Alben gibt, kann dem aber nicht gefolgt werden. Trotz guter Ansätze werden SPARZANZA wohl auch die nächsten Jahre zurecht international als Unbekannte umherdümpeln. SPARZANZA-Fans wird das Album gefallen, reiht es sich doch nahtlos in den Trend der bisherigen Alben ein. Neue Anhänger wird das Quintett mit „Announcing The End“ aber nicht akquirieren können.

Kiss sichern sich Namensrechte an „The End Of The Road“

KISS haben offenbar bereits am 8. Februar über die Kiss Catalog Ltd. einen Antrag aus Sicherung der Rechte am Namen „The End Of The Road“ gestellt. Bei Genehmigung des Antrags, wäre dieser Begriff für den Entertainment-Bereich geschützt. Unter Fans schürt das nun Spekulationen über ein baldiges Ende von KISS, ein Statement von Seiten der Band dazu fehlt bis dato.

Neues Video von Black Country Communion

Die Supergroup BLACK COUNTRY COMMUNION hat ein neues Video zum Song „The Cove“ veröffentlicht. Die Nummer stammt von ihrem aktuellen Album „BCCIV“, welches letzten September erschienen ist. „The Cove“ behandelt das Thema Delfinschlachtung im japanischen Dorf Taiji. Sänger Glenn Hughes kommentiert das Stück so:

„Jedes Jahr zwischen Februar und März ziehen ca. 50 Delfinjäger aus Taiji los, fangen Delfine und bringen diese in die Bucht des Dorfes. Dort werden die Tiere dann für ihr Fleisch und zur Belustigung brutal geschlachtet. Jetzt wo ich Veganer bin, möchte ich Menschen die Augen öffnen, und es ist einfach nur traurig zu sehen, wie diese wunderschönen Geschöpfe getötet werden. Ich will der Menschheit einen Dienst erweisen und den Leuten zeigen, dass so etwas einfach nur falsch ist.“

Black Stone Cherry: Neues Album und neuer Song

BLACK STONE CHERRY werden am 20.04.2018 ihr neues Werk „Family Tree“ veröffentlichen. Das Album wurde in Kentucky von David Barrick produziert und erscheint über Mascot Records. Drummer John Fred Young sagt über „Family Tree“:

„“Family Tree“ präsentiert alle unsere gesammelten musikalischen Einflüsse und zeigt auf, wie wir diese genutzt haben, um etwas im einzigartigen südamerikanischen Rock ’n‘ Roll-Gewand zu erschaffen.“

Zur ersten Single „Burnin'“ gibt es auch bereits ein Lyricvideo:

KB36 – Fake

Der Siegeszug des Wortes „Fake“ ist rapide und umfassend vor sich gegangen: Alles und jeder kann ein „Fake“ sein und seit den intellektuellen Kapriolen eines gewissen amerikanischen Präsidenten sind auch frühere Gewissheiten unter das Verdikt möglicher „Fake“-heit geraten. Die Russen von KB36 haben sich also ein durchaus populäres Wort für die Betitelung ihres mittlerweile zweiten Albums gewählt – und dass das Cover von einer roboterhaften Marienikone geziert wird, die sozusagen ihr eigenes „Fake“-Zertifikat in den Händen hält, darf wohl auch als Aussage darüber aufgefasst werden, wo mögliche Authentizitätsdefizite auszumachen wären …

Auch wenn sich mir der Bandname nicht ganz erschließt, die Musik des russischen Quintetts tut es sofort. Geboten wird enorm gefälliger Hard Rock mit teils grandiosen Melodiebögen und einem absolut passenden, erdigen Sound. KB36 zeigen bereits im Opener eine durchaus eigene Handschrift, die gleichzeitig ihre historischen Wurzeln nicht zu leugnen braucht. Besonders gelungen ist die Kombination von verzerrten Rock-Riffs klassischer Signatur und cleanen Gitarrenspuren, die sich auch im folgenden „Who Cares“ findet. Beide Songs sind zudem spannungsreich komponiert und besitzen sehr eingängige Refrains – was will man mehr?

KB36 verstehen es, traditionelle und moderne Elemente zu verbinden, was vor allem dann besonders gut gelingt, wenn die Band etwas härter zugange ist und ihrem Sound eine deutliche Heavy-Note hinzufügt. So knallt „Slow Motion“ – entgegen den Konnotationen, die der Titel mit sich führt – richtig gut und auch „Seven Rules“ ist eine ziemliche Riff-Wand geworden. Zudem zeigt letzteres Stück eine der wirklich großen Qualitäten der Band: die Gitarren-Soli. Selbst eher durchschnittliche Songs wie das etwas ziellose „Rock The Boat“ verfügen über ein erstklassiges Gitarren-Solo. Zwar gibt es mit „Give Me More“ sowie dem Rausschmeißer „Get Out Of Here“ zwei weitere, eher schwächere Nummern, neben denen das leicht ulkige „Mushroom“ noch richtig Potential besitzt, unterm Strich haben KB36 aber eine grundehrliche und sehr sympathische Rock-Scheibe aufgenommen, die ein Reinhören absolut wert ist.

Lynch Mob wieder einmal ohne Sänger

Wie aus einem Statement auf seiner Facebook-Seite hervorgeht, hat Sänger Oni Logan wieder einmal LYNCH MOB verlassen. Anscheinend möchte er sich in diesem Jahr anderen musikalischen Projekten widmen. Ein neues Album und eine Tour sind schon in Planung.

Das Statement des Sängers im Original-Wortlaut:

„A brother has left the building“

As a new year shines a light so do new beginnings..
Some that make the heart flutter and some that just have to happen.
I’ve been the original vocalist for Lynch Mob on and off for many years,
I’ve played a lot of great shows and traveled a lot of miles with this band,
I’m very proud to have been a part of the recordings and the brotherhood.
I’d like to say thanks to the fans who have continued to come to our shows over the years and for all your interest in what we had to say in our new recordings.

Very excited for 2018! I’ll be putting together a new recording and touring project.
Writing and recording has always been the most satisfying aspect in being a musician,
I’ll be looking forward to writing with other artist and bands,
2018 is wide open and I’m feeling a sense of new beginnings coming on…

Best to all in 2018
Oni