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Mors Principium Est: Neue Single veröffentlicht

Die finnischen Melodic Death Metaller von MORS PRINCIPIUM EST haben eine weitere Single aus ihrem kommenden Album „Seven“, welches am 23.10.2020 erscheint, veröffentlicht. Der Titel der neuen Single lautet „Lost In A Starless Aeon“ und kann unter anderem hier gehört werden.

In Flames – Clayman (20th Anniversary Edition)

Man kann der Corona-Krise an vielem die Schuld geben. Vereinsamung, weggebrochene Einkünfte, Stillstand in der Veranstaltungsbranche, verschobene Alben und vermutlich bald auch eine Unzahl überflüssiger Alben, die in der überschüssigen Zeit in der und über die Vereinsamung geschrieben wurden. Alben, die jetzt herauskommen, kann man aber wohl nur schwerlich dem bösen Virus in die Schuhe schieben – so gerne man das auch würde. Etwa bei der 20th-Anniversary-Edition des IN-FLAMES-Klassikers „Clayman“.

Die Erklärung wäre so herrlich einfach, dass sie sich als Verschwörungstheorie sicher schnell verbreiten ließe: Ein um die Umsätze besorgter Bandmanager, ein vereinsamter Anders Fridén und ein gelangweilter Björn Gelotte sitzen in einem Zoom-Meeting. Der Manager: „Wir müssen mal wieder was rausbringen.“ Björn: „Clayman hat ’n Jubiläum.“ Anders: (bohrt in der Nase.) Der Manager: „Geil, das ziehen wir richtig groß auf. Re-Recording und alles.“ Björn: „Boah … ey. Aber maximal vier Songs.“ Anders: „Muss ich dann auch … ?“ Manager: „Geil, so machen wir’s. Ja, Anders, du auch.“ Auch wenn es so sicher nie gelaufen ist – das Resultat wäre kein anderes.

Zum 20. Jubiläum kommt nun jedenfalls eine Neuauflage dieses Meisterwerks – mit neuem Artwork, Remaster und vier neu aufgenommenen Stücken. Künstlerisch wertvoll ist davon leider allerhöchstens das Artwork. Hier ist es Blake Armstrong tatsächlich gelungen, dem originalen Artwork gleichermaßen Tribut zu zollen wie es in ein modernes Layout zu überführen. Dass der bedrohliche Jesterhead im Hintergrund verschwunden ist und durch das neue IN-FLAMES-Symbol auf der Brust des homo vitruvianus ersetzt wurde, ist zwar schade, aber schlussendlich nur konsequent.

Zur Entstehung der neuen Artwork-Version hat das Revolver Magazin ein umfangreiches Making-of veröffentlicht. Vergleichbares wäre für den Re-Master von Ted Jensen, der unter anderem mit Pantera, den Deftones und Gojira gearbeitet hat, spannend gewesen. Vielleicht hätte man dann herausgefunden, was er eigentlich gemacht hat, denn zumindest auf hochwertigen Abspielgeräten lässt sich quasi kein Unterschied heraushören. Das ist insofern nicht schlimm, als „Clayman“ – anders als so mancher andere Klassiker – bereits im Original einen hochklassigen Sound hat, dessen gröbere Veränderung mit aller Wahrscheinlichkeit keine Verbesserung gewesen wäre. Sollte die CD durch den Re-Master auf schwächeren Endgeräten nun eventuell etwas besser klingen, wäre das vielleicht ein Pluspunkt – trotzdem ist das Re-Mastering eigentlich vergebliche Liebesmüh: Die Zahl der audiophilen Hörer, die Musik über eine billige Anlage hören, ist schließlich eher begrenzt. So oder so sollte sich allein des „neuen“ Sounds wegen kein Fan das Album nochmal kaufen.

Bleiben die Bonustracks – und diese sind, das sei vorweggenommen, jeder für sich ein Grund, die „Clayman (20th Anniversary Edition)“ nicht zu kaufen. Denn was IN FLAMES hier mit vier ihren größten Hits machen, ist irgendwo zwischen Blasphemie und Mord zu verorten und sollte entsprechend geahndet werden: Hinter das vollkommen überflüssige „Themes And Variations In D-Minor“, ein Streicher-Instrumental auf Basis von „Clayman“-Melodien, haben IN FLAMES Neuaufnahmen der Hits „Only For The Weak“, „Bullet Ride“, „Pinball Map“ und „Clayman“ gehängt, die fulminant daran scheitern, die Melodic-Death-Metal-Hymnen in den modernen IN-FLAMES-Stil zu transferieren.

Instrumental natürlich solide eingespielt, sorgt schon der aufgepumpte und zugleich schwammige Sound für Unverständnis, in dem etwa die ziemlich undifferenziert abgemischten Becken komplett absaufen. Auch hätte es der Titeltrack „Clayman“ nicht verdient gehabt, dass sein einst so schönes Intro in billig klingenden Synth-Pop-Sound umgemodelt wird. Wirklich hart macht es für Fans der Originalversionen aber (wie zu befürchten war) erst Anders Fridén, der alle ruhigen Passagen mit seinem nöligen Alternative-Metal-Gesang vergewaltigt („Bullet Ride“). Der Kabarettist Jochen Malmsheimer sagte einmal: „Früher war nichts besser. Aber: Es gab Sachen, die waren früher gut und die wären das auch heute noch, wenn man die Finger davon gelassen hätte.“ Das gilt uneingeschränkt nicht nur für sein Beispiel, das Wurstbrot, sondern auch für diese vier Songs.

Mit „Clayman (20th Anniversary)“ machen IN FLAMES ihren Fans ein zweifelhaftes Geschenk mit Trojanisches-Pferd-Charakter: Hinter dem stimmig umgearbeiteten Artwork und dem immerhin nicht störend geremasterten Album verstecken sich fünf Bonustracks, mit denen IN FLAMES allerdings nicht Troja zerstören, sondern allenfalls ihren Ruf. Wer „Clayman“ noch nicht sein Eigen nennt, sollte tunlichst versuchen, die Originalversion aufzutreiben – für alle anderen gibt es sowieso keinen Grund, auch nur einen Cent (oder gar 16,99 € und mehr) für diesen Re-Release auszugeben.

>> Ein ausführliches Review zu „Clayman“ findet ihr hier.

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In Flames – Clayman

Kaum eine Band im (Death) Metal lässt die Gefühle so hochkochen wie IN FLAMES: Die einen verehren die ersten vier Alben und halten alles danach für verwässerte Kost, die anderen wissen zu schätzen, was IN FLAMES in ihrer mittleren Schaffensphase aus dem Genre Melodic Death Metal gemacht haben und dann soll es ja auch noch Leute geben, die mit dem Alternative Rock der letzten Jahre warm werden. Auf eines können sich aber wohl alle einigen: Mit „Clayman“ haben IN FLAMES Musikgeschichte geschrieben.

Was mit „Bullet Ride“ beginnt, ist tatsächlich nichts anderes als ein furioser 47-Minuten-Ritt auf einer Kugel. Voller Energie und Elan begeistern IN FLAMES hier Song um Song erneut mit unsterblichen Melodieführungen, kraftvollen Riffs, effektvoll eingesetzten Breaks und einer rundweg stimmigen Atmosphäre, die nicht zuletzt aus dem gelungenen Sound resultiert: Im Vergleich zum Vorgänger „Colony“ klingt „Clayman“ mit seinen bissigen Zerr- und leicht blechernen Cleangitarren um Welten druckvoller, ohne jedoch die unzähligen Details wie die eingestreuten elektronischen Effekte zu verschlucken.

Wer die Quintessenz des Melodic Death Metal veranschaulicht haben möchte, ist mit diesem Album und einem Song wie „Pinball Map“ deswegen gut beraten: Die Kombination aus hartem Riffing und eingängigem, melodischem Refrain, die IN FLAMES hier zelebrieren, ist bringt in wenigen Minuten ein ganzes Genre auf den Punkt. Und da hat man das darauffolgende „Only For The Weak“ noch gar nicht gehört: Stampfender Rhythmus, catchy Leadgitarren, ein Refrain, der regelrecht zum Mitsingen zwingt – und dann dieser Break mitsamt der Rückung, die ihre Wirkung wahrlich nicht verfehlt. Kraftvoller hat man IN FLAMES vorher wie später selten gehört.

Auch Anders Fridén liefert auf „Clayman“ vielleicht die Leistung seines Lebens: Das Spektrum reicht von fiesen Screams („… As The Future Repeats Today“) bis zu Spoken-Word-Parts, die tonal sicher nicht astrein, aber dafür authentisch emotional klingen (heute ist es umgekehrt), sodass „Clayman“ auch mit gesanglicher Vielfalt begeistert, ohne aber den Death Metal aus dem Fokus zu verlieren. Das gilt für die Musik nicht minder: Zwar streuen IN FLAMES immer wieder ruhige Passagen wie die Cleanparts in „Square Nothing“ oder „Satelllites And Astronauts“ ein – diese bleiben aber Abstecher vom ansonsten verfolgten Pfad des rifforientierten Metals und erhöhen so den Abwechslungsreichtum des Albums, ohne es nennenswert zu „verweichlichen“.

Rückblickend betrachtet war „Clayman“ ein Anfang und ein Ende. IN FLAMES haben mit diesem Album ihre Phase des reinen Melodic Death Metal gekrönt, aber auch abgeschlossen, während sich zugleich (zumindest aus heutiger Sicht) bereits die Tendenz zu noch mehr Melodik und Elektronik zeigt, die auf dem viel moderner klingenden „Reroute To Remain“ nur zwei Jahre später deutlich zu Tage getreten ist. So vereint „Clayman“ als einziges Album der Schweden in nahezu perfekter Art und Weise das Beste beider Welten und ist auch 20 Jahre nach seinem Erscheinen ein Klassiker des Genres, der in keinem Haushalt fehlen sollte.

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Drops Of Heart – Stargazers

DROPS OF HEART – Herzenstropfen. Bei so einem Bandnamen vermutet man zuallererst eine romantische Ausrichtung aus dem Gothic-Genre. Doch weit gefehlt – wir bewegen uns im Bereich des melodischen Death Metals mit eindeutigem Core-Einschlag. Bei „Stargazers“ handelt es sich um das zweite Full-Length-Album der Russen, die bis dato ihre Lieder immer in ihrer Heimatsprache dargeboten haben – trotz der hier englischen Songtitel handhaben sie das diesmal genauso.

Ganz an den Haaren herbeigezogen ist es mit der romantischen Ausrichtung dann aber doch nicht: Größtenteils im Midtempo agierend, ist die Musik des Quartetts mit einer eher positiven Grundstimmung behaftet, die nie so richtig „böse“ wird. Eher versuchen DROPS OF HEART mit gesanglicher Abwechslung, gezielt eingestreuten Tempowechseln und angenehmen, niemals aufdringlichen und in der Regel im Hintergrund erklingenden Keyboardeinlagen, Atmosphäre zu erzeugen.

Das klappt aber leider nur bedingt: Zwar kann man DROPS OF HEART technisch nichts Negatives nachsagen, weil jeder Musiker präzise seine Arbeit verrichtet, jedoch ist die Musik auf „Stargazers“ auf Dauer ermüdend. Denn trotz aller Versuche, Abwechslung in die verschiedenen Songs einzubauen, sind die Unterschiede in ebendiesen einfach zu marginal beziehungsweise nicht herausragend genug – etwa die ruhigen Klaviertöne in „Knot“ oder „Escapist“, die elektronischen Spielereien am Anfang von „Modern Madness“ oder das eingestreute Saxophonspiel in „Death Lover“. Zu wenig, um aufzufallen, zu viel, um durchzufallen.

Neben der technischen Versiertheit der Instrumentalfraktion sticht definitiv auch Sänger Denis Fakhrislamov positiv hervor – der Mann kann schreien und brüllen, auch in den tieferen Bereichen. Vor allem aber kann er auch singen. Mit seiner angenehmen, melodischen Stimme bereichert er so gut wie alle Songs und ist somit eindeutig die positivste Note auf „Stargazers“.

Ansonsten eignet sich der Zweitling von DROPS OF HEART eher zum Nebenbeihören. Die zwölf Tracks rauschen harmlos am Hörer vorbei, ohne einen Gänsehautmoment zu hinterlassen – im negativen wie auch im positiven Sinne. Für die Zukunft müssen die Russen in Sachen Kreativität und Songwriting nachlegen – die Anlagen sind definitiv vorhanden, so dass es sich in jedem Falle lohnt, die Band im Blickfeld zu behalten.

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Sapiency veröffentlichen Single mit Video

Die hessischen Melodic Death Metaller SAPIENCY haben mit „Everest“ eine neue Single inklusive passendem Video vorgestellt. Die Nummer kommt von ihrem neuen Album „For Those Who Never Rest“, das am 25. September über Massacre Records erscheinen soll.

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01. Everest
02. Like Yourself
03. Dangerous Game
04. Revenge
05. Bleeding In The Sun
06. Thin Ice
07. Sick
08. C’est La Vie
09. Borderline
10. I Am Alive
11. Dreamer
12. Dropped Again

Das Cover von "For Those Who Never Rest" von Sapiency

Darkest Hour trennen sich von Gitarrist Michael Carrigan

Die U.S.-amerikanischen Melodic Death Metaller DARKEST HOUR haben sich von ihrem langjährigen Gitarristen Michael „Lonestar“ Carrigan getrennt. Den Split kommentiert die Band aus Washington, D.C. wie folgt:

„Nach über einem gemeinsamen Jahrzehnt auf Tour, in dem er obendrein auf vier unserer Alben gespielt hat, geben DARKEST HOUR den Ausstieg von Gitarrist Michael ‚Lonestar‘ Carrigan bekannt. Wir sind zuversichtlich, dass ihr weiterhin von ihm hören werdet. Wir danken ihm für seinen Einsatz und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft.

Was DARKEST HOUR anbelangt, so beginnt nun unser nächstes Kapitel. Wir haben vieles für Euch in der Mache, da wir gerade an unserem zehnten Album arbeiten. Ihr könnt uns folgen und uns über die sozialen Medien sowie Patreon unterstützen.“

Mors Principium Est: Neues Album im Oktober und Tour im Frühjahr

Die finnischen Melodic Death Metaller von MORS PRINCIPIUM EST werden am 23.10.2020 ihr neues Album „Seven“ veröffentlichen. Das neue Werk der Band wird insgesamt zehn Songs enthalten und via AFM erscheinen. Passend zum neuen Album wurden auch die ersten Tourdaten für das Frühjahr 2021 bekannt gegeben. Gemeinsam mit auf Tournee werden sein: Wolfheart, Bloodred Hourglass und Atlas.

Tracklist „Seven“:
01. A Day For Redemption
02. Lost In A Starless Aeon
03. In Frozen Fields
04. March Of War
05. Rebirth
06. Reverence
07. Master Of The Dead
08. The Everlong Night
09. At The Shores Of Silver Sand
10. My Home, My Grave

Tourdaten 2021:
08.04.2021 (CH) Aarau – Kiff
09.04.2021 (FR) Paris – Backstage
10.04.2021 (FR) Nantes – Le Ferrailleur
11.04.2021 (BE) Roeselare – Der Verlichte Geest
12.04.2021 (DE) Mannheim – 7er Club
13.04.2021 (DE) Braunschweig – KufA
14.04.2021 (DK) Kopenhagen – Pumpehuset
15.04.2021 (SE) Stockholm – Slaktkyrkan
16.04.2021 (NO) Oslo – Vulkan
17.04.2021 (SE) Göteborg – Valand
18.04.2021 (DE) Hamburg – Bahnhof Pauli
19.04.2021 (NL) Rotterdam – Baroeg
20.04.2021 (GB) London – The Underworld
21.04.2021 (GB) Manchester – Academy 3
22.04.2021 (GB) Birmingham – The Asylum
23.04.2021 (NL) Maastricht – Muziekgieterij
24.04.2021 (DE) Trier – Mergener Hof
25.04.2021 (DE) München – Backstage Club
26.04.2021 (SI) Ljubljana – Orto Bar
27.04.2021 (HU) Budapest – Dürer Kert / Room 041
28.04.2021 (CZ) Prag – Nova Chmelnice
29.04.2021 (DE) Stuttgart – Club Zentral
30.04.2021 (DE) Erfurt – From Hell
01.05.2021 (DE) Wuppertal – Underground
02.05.2021 (DE) Berlin – Hole 44

Full Force 2021: Line-Up erhält Zuwachs

Eigentlich hätte das FULL FORCE am heutigen Sonntag seinen finalen Tag erleben sollen. Stattdessen sitzen nun alle Festivalgänger zu Hause und warten sehnsüchtig auf das nächste Jahr. Doch die Organisatoren wollen ihre Besucher an diesem Wochenende nicht ganz Trübsal blasen lassen. Neben zahlreichen Streams von Auftritten der letzten Jahre und einem am heutigen Abend stattfindenden Online-Pub-Quiz, gibt es zudem noch die nächste Bandwelle für die 2021er-Ausgabe.

Wie bei der ersten Bekanntgabe dürfen sich die FULL-FORCE-Jünger auf einige von diesem Jahr übernommene Bands und einige neu hinzugekommene freuen. Teil dieser Bandwelle sind folgende Truppen: ANTI-FLAG, DRAIN (neu), HOLDING ABSENCE (neu), IMMINENCE, KILLSWITCH ENGAGE, KVELERTAK, LINGUA IGNOTA, ROTTING CHRIST, SOILWORK, SUICIDE SILENCE und VEIN (neu).

Das gesamte bisherige Line-Up seht ihr hier im Überblick: