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Thy Art Is Murder: Kuriose Zusatzshow in München

Nachdem das Konzert von THY ART IS MURDER im Münchner Backstage am 07.07.2018 seit einigen Tagen restlos ausverkauft ist, haben sich die Veranstalter eine kuriose Idee für eine Zusatzshow einfallen lassen. Die Band wird sammt Support eine weitere Show am gleichen Tag aber bereits um 14 Uhr spielen. Tickets kann man bereits erwerben.

Impending Doom – The Sin And Doom Vol. II

Vorab wirkt der Titel des sechsten Studioalbums „The Sin And Doom Vol. II“ etwas verwirrend, da es keinen wirklichen ersten Teil dazu in der Diskografie von IMPENDING DOOM gibt. Vermutlich ist es aber eine Referenz an die 2005 erschienene EP „The Sin And Doom Of Godless Men“, die auch das erste Release der Kalifornier darstellt. Seitdem hat sich nicht nur das Besetzungskarussell mehrfach gedreht, auch der Stil wurde von Goregrind über Death Metal hin zum Deathcore entwickelt. Steht uns also mit den zehn Songs wirklich der Untergang bevor oder kann das Quintett eher begeistern?

Wo die Band mit „The Wretched And Godless“ eher zurückhaltend und mit einigen Doom-Metal-Elementen beginnt, variieren sie bereits ab dem zweiten Titel „Burn“ deutlich ihren Stil. Zwischen die schleppenden Passagen mischen sich für ihre Verhältnisse ungezügelte Momente, die das Tempo deutlich anziehen. Diese Herangehensweise wird aber nicht überstrapaziert, was den Songs gut steht, da sie so nicht hektisch oder überladen wirken. In längeren Stücken wie „War Music“ können die Musiker spannendere Songaufbauten produzieren, die auch deutlich mehr Durchschlagskraft entstehen lassen.

Neben den Gitarren, die mindestens ordentlich an die Arbeit herantreten ist es vor allem das Schlagzeug, dass zu begeistern weiß. Die Doublebass wird nicht nur einmal hämmernd eingesetzt und verhilft „The Sin And Doom Vol. II“ zu einem deutlichen Plus auf der Haben-Seite. Hintergründig agieren die Gitarren oftmals sehr melodisch, vor allem in den Breakdown-Parts und lassen damit ein fast progressives Gefühl aufkommen lässt, dass sich gegenläufig zur brachialen Seite positioniert. Hinzu kommt eine düstere Atmosphäre, die sich über die gesamte Spielzeit erstreckt und einen bedrückenden Eindruck entstehen lässt. In Sachen Gesang ist die Produktion leider bei den harscheren Momenten nicht ganz sauber geraten.

Zum kompletten Ausrasten ist „The Sin And Doom Vol. II“ nur an einigen Stellen, im Gesamtbild aber eher weniger geeignet. Trotzdem verstehen es die fünf Herren sich nicht auf bloßem Deathcore-Geknüppel auszuruhen, sondern Feinheiten aus Doom Metal, Groove Metal oder auch Progressive Metal in ihre Musik einzubinden. IMPENDING DOOM können kein wahres Meisterwerk abliefern, haben aber mit ihrer neuesten Studioarbeit einen guten Weg eingeschlagen und werden deshalb sicherlich einige Musikfreunde begeistern können. Ein Antesten schadet auf jeden Fall nicht.

Promethee mit neuer Single und Album-Details

Im Jahr ihres 10-jährigen Bestehens veröffentlicht die Schweizer Melodic Death Metal-/MetalCore-Band PROMETHEE ein neues Album, nämlich im Oktober und mit dem Titel „Convalescence“.

Das Album wurde im Silver Cord Studio in Brooklyn, New York mit Techniker Johann Meyer aufgenommen und von Jens Bogren (Opeth, Devin Townsend, Kreator) gemastert. Gleichzeitig hat die Band ein neues Video zum Track „Endless“ sowie die Trackliste zum kommenden Album veröffentlicht.

Trackliste:
01. Convalescence
02. While You Stood Still
03. Endless
04. Merchants
05. Witness
06. Demons
07. The Deep End
08. Soiled
09. Old Bones

 

Killswitch Engage: Label-Deal mit Metal Blade und Columbia/Sony Music Germany

Metal Blade Records begrüßen die nordamerikanischen Metalcore-Legenden KILLSWITCH ENGAGE in ihrem Programm! Im Laufe des Jahres 2019 veröffentlicht die Band ihr kommendes Album, außerhalb Nordamerikas weltweit in Zusammenarbeit mit Sony Music Entertainment.

Metal Blades CEO/Gründer Brian Slagel sagt dazu: „Ich bin schon lange ein großer Fan von Killswitch, also ist es eine Riesenehre für mich, mit der Band arbeiten zu dürfen. Ich bin ungeheuer froh, sie in der Metal-Blade-Familie willkommen zu heißen.

Jesse Leach (Gesang): „Ich freue mich riesig darüber, bei der Legende Metal Blade Records und Columbia/Sony Music unterschrieben zu haben. Keine Frage, dass sie uns als Band verstehen und an uns glauben werden; wir können kaum fassen, sie an unserer Seite zu haben. Damit beginnt ein aufregendes neues Kapitel für KSE, und wir sind gespannt darauf, was die Zukunft bringt.

Adam Dutkiewicz (Gitarre): „Ich bin begeistert, verkünden zu dürfen, dass Killswitch Engage nun gemeinsame Sache mit Metal Blade Records und Columbia/Sony Music machen! Es ist toll, nun auch auf ihrer langen Liste epischer Metal-Acts zu stehen, die von einem ausgezeichneten Team mit Leidenschaft für diese Art von Musik betreut werden. Auf eine aussichtsreiche Zukunft mit genialen Labels!

Benjamin Voss, Senior A&R Manager Columbia/Sony Music Germany: „Ich bin froh und stolz darüber, in Zukunft mit einer Klasseband wie Killswitch Engage arbeiten zu dürfen. Wir freuen uns, ihr neues Album außerhalb Nordamerikas zu veröffentlichen.

KILLSWITCH ENGAGE haben die Arbeit an ihrem kommenden Album unterbrochen, um mit Iron Maiden auf Sommertour durch Europa zu gehen. Dabei stehen Festivals und Headliner-Shows auf dem Plan.

KILLSWITCH ENGAGE /w Iron Maiden
Mai:
26 – Saku Arena – Tallinn, Estland
28 – Hartwall Arena – Helsinki, Finnland
29 – Hartwall Arena – Helsinki, Finnland
31 – Pustervik – Goteborg, Schweden ***

Juni:
1 – Tele2 Arena – Stockholm, Schweden
2 – Rockefeller Music Hall – Oslo, Norwegen ***
3 – Trondheim Rocks @ Dahls Arena – Trondheim, Norwegen **
5 – Royal Arena – Kopenhagen, Dänemark
7 – Sweden Rock Festival – Solvesborg, Schweden **
9 – Rockavaria – München**
10 – Expo Plaza – Hannover
11 – Live Music Hall – Cologne***
13 – Waldbuhne – Berlin
14 – Kwadrat – Krakow, Polen ***
16 – Akvarium Klub – Budapest, Ungarn ***
17 – Novarock Festival – Nickelsdorf, Österreich **
19 – Proxima – Warsaw, Polen ***
20 – Letnany Airport – Prague, Tschechien
22 – Graspop Metal Meeting – Dessel, Belgien **
24 – Hellfest – Clisson, Frankreich **
25 – Den Atelier – Luxemburg-Stadt, Luxemburg ***
26 – Geneva Arena – Genf, Schweiz
28 – Rock in Rome @ Ippodromo Capanelle – Rom, Italien *
29 – Rock the Castle @ Villafranca Castle – Verona, Italien **
30 – Messe Freiburg – Freiburg
Juli:
1 – GelreDome – Arnhem, Niederlande
31 – Metro Radio Arena – Newcastle upon Tyne, UK
August:
1 – The Academy Dublin – Dublin, Irland ***
2 – SSE Arena – Belfast, UK
4 – Aberdeen Exhibition & Conf. Centre – Aberdeen, UK
6 – Manchester Arena – Manchester, UK
7 – Genting Arena – Birmingham, UK
10 – 02 Arena – London, UK
11 – 02 Arena – London, UK
*mit Megadeth (ohne Iron Maiden)
**=festival off-date
***Killswitch Engage Headliner-Konzert

„Impericon Never Say Die!“-Tour mit Line-Up und Tourdaten

Bereits zum 12. mal findet in diesem Jahr die „IMPERICON NEVER SAY DIE!“-Tour statt und wartet dabei mit folgendem Line-Up auf:

Northlane, Being As An Ocean, Alazka, Casey, Polar, Currents,Thousand Below

Die Tourdaten sind:

02.11.18 Wiesbaden – Schlachthof
09.11.18 Hamburg – Gruenspan
11.11.18 Berlin – Columbia Theater
13.11.18 AT-Wien – Arena
15.11.18 München – Backstage
17.11.18 CH-Pratteln – Z7
21.11.18 CH-Genf – L’Usine
23.11.18 Köln – Essigfabrik
24.11.18 Leipzig – Felsenkeller

Crossfaith mit neuem Song

Die Japaner von CROSSFAITH haben mit „The Perfect Nightmare“ einen neuen Track veröffentlicht. Der Song ist Teil des noch unbetitelten neuen Albums der Band, dass noch in dieserm Jahr erscheinen soll.

„Willkommen in unserem neuen Kapitel! Das ist einer der härtesten Songs, die wir jemals aufgenommen haben. Er ist von Chaos und Brutalität erfüllt, also wollten wir dieses passende Video voller Leid und Eigenart dazu machen. Seht es euch an und steigert eure Erwartungen an das kommende Album! Wir sehen uns bald!“

As I Lay Dying sind zurück

Gerüchte gab es ja schon lange und nun ist es auch offiziell: AS I LAY DYING haben einen neuen Song im Original-Line-Up am Start. Mit „My Own Grave“ veröffentlicht die Band um den kontroversen Sänger Tim Lambesis den ersten neuen Track seit knapp sechs Jahren. Zu einem dazugehörigen Album gibt es noch keine Infos.

Tim Lambesis wurde 2014 zu sechs Jahren Haft verurteilt, da er versucht hatte, einen Auftragskiller auf seine damalige Frau anzusetzen. Ende 2016 wurde er aus der Haft entlassen und teaserte seitdem immer wieder neues Material an. Dass die Band im Original-Line-Up wieder zusammen ist, verwundert aber doch etwas. Meinten die Musiker nach der Verurteilung des Sängers doch, dass sie nie wieder etwas mit ihm zu tun haben wollen.

Parkway Drive – Reverence

„Das schreit nach Ausverkauf – wir wollen auch ein Stück – vom Kuchen aus Kommerz…“ Ja, ich habe gerade zur Einleitung dieses Textes über das neue PARKWAY-DRIVE-Album „Reverence“ ernsthaft die nach We Butter The Bread With Butter und Eskimo Callboy wohl am wenigsten ernstzunehmende Band der Welt, Callejon, zitiert. Das kann nichts Gutes bedeuten.

Es ist immer schmerzhaft, wenn Bands im Laufe ihrer Karriere all das über Bord schmeißen, was sie zu Beginn derselben großartig gemacht hat. Bei PARKWAY DRIVE ist das nicht anders, denn die Band aus Byron Bay in Australien hat ihren energiegeladenen Metalcore spätestens auf dem letzten Album „IRE“ zugunsten größtenteils zweitklassigen Stadionrocks zum Fenster hinausgeworfen. Der Nachfolger ist jedoch ein derartiger Schuss in den Ofen, dass man fürchten muss, die Bandmitglieder von PARKWAY DRIVE wären beim Surfen zu oft unter die Welle geraten. Klar, die Anzahl der Fans wird sich durch die Yippie-Yeah-Party-Hymnen auf „IRE“ sicher nicht verringert haben, und wer einmal vom leckeren Kommerz-Kuchen gekostet hat, möchte auch nicht so einfach wieder damit aufhören. Deshalb haben PARKWAY DRIVE auch damit aufgehört, ihre Hörer mit zündenden und rasanten Riffs zu überfordern, und diese stattdessen gegen gänzlich ineffizienten Midtempo-Käse eingetauscht.

Im vorab veröffentlichten Video zum Opener „Wishing Wells“ kann man neben Sänger Winston McCalls Nackenmuskulatur beispielsweise die überproduziertesten Gitarren aller Zeiten, irritierenden Sprechgesang und wirre Gitarrenhooks ohne Durchschlagskraft bestaunen. Mit „Prey“ gibt es eine 1A-Bierzelthymne zum Mithüpfen, in denen die Alibi-Shouts des Sängers natürlich stets durch einen Chorus überlagert werden. Und nein, wenn ein richtig mieser Song das Zeug zum Ohrwurm hat, heißt das nicht, dass er nicht richtig mies ist. Wenigstens in sich stringent, aber doch eher für das Dorffest als den Moshpit geeignet, ist „The Void“. Umso ironischer, dass die Catchphrase dieses Liedes „Welcome To A World Of Pain“ ist.

Just in dem Moment, in dem man nach zwölf Minuten „Reverence“ denkt, aus der Zauberkiste würden nicht noch mehr musikalische Flecken-Hagrids hervorrumpeln, springt in „Cemetery Bloom“ Robin Hood samt solidarischem Kirchenchor direkt aus Neuseeland ins Studio – wie auch in „I Hope You Rot“ – und befreit die Märtyrer des schlechten Geschmacks vor ihrer Unterdrückung durch den gesunden Menschen-/Musikerverstand. Anbiederung an Linkin Park gefällig? Bitte sehr („Shadow Boxing“). Songwriting, als hätte man eine Pulle Wodka geext und dann im Music Maker auf Shuffle gedrückt? Check („In Blood“).

„Reverence“ ist nicht nur langweilig, uninspiriert und grauenvoll anbiedernd. Es ist aktiv nervend, fürchterlich schmerzhaft mitanzuhören und an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Die jahrelange Geschichte von in Jauchegruben fallenden Menschen bei Takeshi’s Castle wirkt im Gegensatz zu dieser 45 Minuten langen Arschbombe ins Klärbecken filigran wie ein David-Garrett-Konzert. Wer sich einmal durchgequält hat, wird jeder Nachwuchsband der Welt sagen können: „Wenn du wissen willst, wie es nicht geht: Hier findest du genügend Beispiele.“

Die Frage, die dieses Machwerk am treffendsten beschreibt, hat ein Deutschrocker aus dem Ruhrpott schon vor 30 Jahren gestellt, und man meint, er hätte damals gewusst, was 2018 geschieht („Reverence“ erscheint). Die Frage lautet: „Was soll das?“