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Mead and Greed 2020

Das MEED AND GREED findet 2020 wie gewohnt zwei Wochen vor Karfreitag und damit am 27. und 28. März 2020 statt. Nach dem ausverkauften Emscherdamm im Vorjahr zieht das Festival innerhalb Oberhausens ins ResonanzWerk um. Für Freunde des Folks, Mittelalter-Rocks und Metals bietet die neue Location nun noch mehr Platz, um das diesjährige Line-Up gebührend zu feiern und dabei das ein oder andere Kaltgetränk zu genießen:

Niemand geringeres als die holländischen Nordmänner von Heidevolk geben sich beim M&G 2020 die Ehre! Zweistimmiger Klargesang und Growls in bester Folk- und Pagan-Metal-Manier überzeugt Zuhörer auf der ganzen Welt bereits seit 2002. Die Schöpfer von „Saksenland“ und der wohl legendärsten Version von Vulgaris Magistralis bringen ihr aktuelles Album Vuur van Verzet mit in das Resonanzwerk und präsentieren eine Mead & Greed-würdige Show!

Bereits seit 1997 treiben die bergischen Löwen von Obscurity ihr Unwesen und haben sich mit ihrem prägenden Pagan-Metal-Sound schon lange als Speerspitze der Szene etabliert. Ihr „Battle Metal“ umfasst mittlerweile acht Studioalben, mit denen sie beim MEAD AND GREED 2020 die Schlacht anführen werden!

Während Storm Seeker bei der MEAD AND GREED Folk-Night noch mit ihrem Akustikset unterwegs waren, greifen sie beim Festival 2020 wieder zu den E-Gitarren! Irgendwo zwischen feuchtfröhlichem Zusammentreffen in einer Hafenspelunke und einem gefährlichem Abenteuer auf hohem See liegt der ausdrucksstarke und einzigartige Pirate-Metal-Sound einer der wohl aufstrebendsten Folk-Metal-Truppen Deutschlands

Black Messiah gehören seit den frühen 2000er-Jahren zu den führenden, deutschen Pagan-Metal-Bands. Mit einer Black-Metal-lastigen Old-School-Show holen sie ihren aufgrund einer Verletzung letztes Jahr abgesagten Gig beim Mead & Greed-Festival gebührend nach. Zum allerersten Mal werden hier Songs des Debutalbums „Sceptre of Black Knowledge“ zu hören sein.

Skiltron gelten als eine der größten argentinischen Exportbands und zusammen mit Triddana als eine der heißesten Folk-Metal-Bands Südamerikas. Nach Auftritten mit nahezu allen Szenegrößen und auf den großen Festivals rund um die Welt, sind sie mehr als nur ein Geheimtipp und schicken sich an, beim Mead & Greed 2020 nun eine weitere Bühne erobern.

Abgerundet wird das Line-Up 2020 durch die folgenden Gruppen:
– Thorondir
– Crusade of Bards
– Akando
– Brachmond
– Kultasiipi
– Cantus Levitas
– Fabula Rasa

Tickets zu einem Preis von 40 Euro zzgl. Versand gibt es hier.

Korpiklaani veröffentlichen Single mit Exodus-Sänger

Die finnischen Folk Metaller KORPIKLAANI haben sich für ihre neue digitale Single „Beer Kill Kill“ mit niemand Geringerem als Exodus-Sänger Steve „Zetro“ Souza zusammengetan. Der Song ist abermals eine Abwandlung ihres Publikumslieblings „Beer Beer“.

Zetro kommentiert: „Ich war wirklich gespannt und fühlte mich geehrt, als ich für diesen Song angefragt wurde. Ich kann es kaum erwarten, ihn auch auf die Bühne zu bringen! Vergesst ‚Beer Beer‘, hier kommt ‚Kill Kill‘ im Stile von Exodus!“

 

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Finntroll kündigen neues Album für August 2020 an

Die finnischen Folk Metaller FINNTROLL haben knapp sieben Jahre nach ihrem letzten Album „Blodsvept“ eine neue Platte angekündigt. Das bisher noch unbetitelte neue Studiowerk der Band aus Helsinki soll am 14. August 2020 über Century Media Records erscheinen.

FINNTROLL-Frontmann Mathias „Vreth“ Lillmåns dazu: „Wir stecken mitten in den Arbeiten. Wir befinden uns gerade im Songwriting und teilen Ideen in unserer Vorschlagsbox – einem Cloud-Laufwerk, in das wir alles reinschicken. Es sind 25 Songs drin, aber die sind natürlich nicht alle fertig. Allerdings verspüren wir durchaus einen gewissen Druck, denn seit dem letzten Album sind gute sechs Jahre vergangen.“

Korpiklaani besingen den Jägermeister

Die finnischen Folk-Metaller von KORPIKLAANI haben ein neues Video zu „Jägermeister“ am Start.

Frontmann Jonne sagt über den Clip:

„Als unsere letzte Nordamerika-Tour begann, diskutierten wir über ein neues Videos und Jyrki (The 69 Eyes) empfahl Vicente und er passte perfekt. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht einmal, welchen Song wir verwenden sollten. Wir haben uns daran erinnert, dass wir „Jägermeister“ nie veröffentlicht hatten. Wir kontaktierten Vicente und stellten fest, dass er am Tag unserer letzten Show in New York tatsächlich Zeit hatte. Er ist nach NY geflogen und hat uns direkt im PlayStation Theatre getroffen und dann rund um den Times Square, hinter den Kulissen und während der Show gedreht. Jetzt ist es Zeit für eure Lieblingsmedizin „Jägermeister“. Perfekt, um sich in den kalten Wintertage aufzuwärmen und sich in Partystimmung zu bringen! Kommt und trinkt mit uns! “

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Me And That Man laufen mit dem Teufel

Kaum haben ME AND THAT MAN einen Plattenvertrag mit Napalm Records unterschrieben, gibt es auch schon neue Musik des Dark-Country-Projekts von Adam „Nergal“ Darski auf die Ohren. Als Gast auf „Run With The Devil“ ist Jørgen Munkeby von den Norwegern von Shining zu hören.

Nergal sagt über den neuen Song und das zugehörige Video:

„Das hat sehr viel Spaß gemacht! Als ich zum ersten Mal über die Bilderwelt des Tracks nachdachte, wollte ich mehr als nur ein Video erschaffen. Ich wollte einen Musik-Film, der da weitermacht, wo ‚Nightride‘ aufhörte. Nehmt ihn aber nicht zu ernst, wir begraben metaphorisch die Vergangenheit und bringen eine neue ein! Eine tolle Art, die nächste Inkarnation von ME AND THAT MAN vorzustellen… aber was kommt dann? Bleibt dran, es gibt bald viele ziemlich tolle Dinge zu sehen!“

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Tanzt! 2019

Nicht immer ist größer auch besser. Nach Headlinern wie Schandmaul, Saltatio Mortis oder Subway to Sally macht das TANZT! 2019 einen Schritt zurück: Immer noch im Backstage Werk angesiedelt, besinnen sich die Veranstalter etwas auf den Wurzeln des einst als liebevoll umgesetzten Underground-Konzerts gestarteten Szene-Festivals. Als besonderer Abschluss spielen die Italiener FOLKSTONE, die viele Jahre zu Gast in München und Kufstein gewesen sind, an diesem Abend ihre letzte Show in Deutschland. Davor tummelt sich wieder allerlei Verspieltes, Bekanntes und auch Neues von Altbekannten im Line-Up.

In den letzten Jahren diente das TANZT! oft als Sprungbrett für kleinere Bands, so auch in diesem Jahr: In der noch etwas spärlich gefüllten Halle beginnen VERA LUX das Festival mit härteren Klängen. Die Musiker haben sich zu einer Crowdfunding-Kampagne entschieden, um im Frühjahr 2020 ihr erstes Album zu veröffentlichen. Das Ziel von 5500 Euro übertraf der Siebener und alle anwesenden Supporter bekommen beim TANZT! einen ersten Eindruck davon, dass ihre Spenden gut angelegtes Geld sind. Die junge Inara überzeugt als energiegeladene Frontfrau, die auch stimmlich einiges zu bieten hat, besonders in den hohen Lagen. Lyrisch ist hingegen bei Texten wie „Grenzenlos ist meine Gier, saugst mich aus wie ein Vampir“ noch Luft nach oben. Instrumental treffen in Songs wie „König aller Lügen“ oder „Bis aufs Blut“ erwartungsgemäß harte Riffs auf die Melodien verschiedenster Folkinstrumente wie Geige, Bouzuki, Dudelsack und Drehleier. Im Klangbild des Abends kommt die Geige zu kurz und auch einige Sackpfeifen-Töne tanzen aus der Reihe, doch unter dem Strich geht der Auftritt besonders durch die spürbare Hingabe jedes einzelnen Bandmitglieds mehr als in Ordnung – lediglich „Eiszeit“ als Abschluss fällt, besonders bei den mehrstimmigen Parts, ab.

Das Schicksal der zu leisen Geige teilen anschließend auch DELVA. Mit Schlagzeuger Andy Horst (Letzte Instanz) präsentiert das Trio seinen akustischen Folk-Rock nun druckvoller als beim letzten Auftritt vor drei Jahren, ohne dadurch einen Stilwechsel zu vollziehen. Neben perkussiver Unterstützung haben Johanna, Judith und Michael mit „Verblassen“, „Der Frühling soll warten“ und „Nebel“ einige Vorboten vom kommenden Album „Spuren“ dabei, das Mitte 2020 erscheinen soll. Die neuen Stücke fügen sich nahtlos bei Liveerprobtem wie „Schattentanz“ ein, erweitern den Klangkosmos von DELVA allerdings um einige Nuancen. Wie genau, das werden im Detail wohl erst die finalen Studioversionen zeigen, da beim TANZT! das Schlagzeug und der Gesang im Mix zu sehr im Vordergrund stehen. Glücklicherweise weiß sowohl Johanna ihre Stimme als auch Andy seine Sticks entsprechend einzusetzen, so dass beide ihre unplanmäßig tragenden Rollen mit Bravour erfüllen. Dunkelromantische Herbstabende bieten für die Musik von DELVA das wohl passendeste Ambiente, wenngleich die vom Trio zum Quartett gewachsene Kombo nun auch hinreichend ihre Festivaltauglichkeit unter Beweis gestellt hat – so auch beim TANZT! 2019.

Ebenfalls mit viel brandneuem Material haben VOGELFREY ihre Reise von Hamburg nach München angetreten. „Nachtwache“ heißt das gute Stück, welches mit humorvollen, bissigen und manchmal melancholischen Momenten auch diesseits des Weißwurstäquators für Furore sorgen soll. Das gelingt besonders durch mitreißende Partynummern wie „Magst du Mittelalter?“ und „Mittelalterrockstar“ zum Auftakt mehr als amtlich, so dass sich unter anderem bei „Schuld ist nur der Met“ früh eine erste Polonnaise ihren Weg durch die Menge bahnt. Der Sound dringt zudem endlich richtig ausgewogen über die Boxen und die oft sonnenbebrillten Nordlichter liefern als Kollektiv ordentlich ab, obwohl Stamm-Cellistin Johanna passen muss und spontan durch Sandy von Storm Seeker ersetzt wird. Diese fügt sich trotz kaum vorhandener Vorbereitung hervorragend ein. Mit Integrativem wie „Tanz für mich“ und dem stark nach vorne gehenden metallischen „Lindwurm-Massaker“ beweisen Jannik und Co. wiederum ein hervorragendes Händchen bei der Songauswahl und Gestaltung ihrer Setlist, so dass auch eher mäßige Ideen wie „Crystal Met“ klargehen. Im Vorfeld der Eisheiligen Nächte bestehen VOGELFREY die ersten Feuertaufen der „Nachtwache“ und stellen in dieser Form eine prima Ergänzung zu Subway to Sally, Fiddler’s Green und Knasterbart dar.

Inzwischen wieder präsenter auf den Märkten und in den Clubs der Bundesrepublik sind CULTUS FEROX. Beim TANZT! präsentiert die trinkfeste Meute dieses Mal eine Mischung aus ihren Marktwurzeln und ihrem Mittelalter-Rock, der allerdings nie in den Untiefen von „Nette Jungs“ versinkt. Dazu hat die „wilde Lebensart“ einige Anpassungen vorgenommen: Strahli der Animator mutiert in München zu Strahli dem Gitarristen und am Schlagzeug agiert Klauz Klasson Kaiserschmarn (ja, kein Witz!) als Taktgeber. Neben eines fragwürdigen Pseudonyms offenbart der Gute über den gesamten Auftritt starke Timing-Schwankungen in seiner Schießbude. In der fröhlichen Rochade der Bandmitglieder stellen CULTUS FEROX mit „Die Kleene“ darüber hinaus ihre neue Bassistin vor und werden von zwei Tänzerinnen unterstützt, die sich leider vereinzelt am Gesang versuchen. Was bei den Miezen von Feuerschwanz inzwischen ein essentieller Teil der Show ist, hat bei den Spielmännern etwas von spontan hinzugefügtem Eye Candy. Allgemein wirkt die halb mittelalterlich halb rockig gestaltete Show wenig strukturiert, sondern eher improvisiert. Das passt zur vertonten und demonstrierten „Frei und unbeugsam“-Attitüde der Kapelle, wenngleich Stücke wie „Ahoii“ und „Goldene Zeiten“ zwar mitunter eingängig, aber wahrlich keine kompositorischen Meisterwerke darstellen. Schlussendlich werden vor allem all jene abgeholt, die es gerne etwas einfacher mit einer Prise Seefahrer-Romantik mögen.

YE BANISHED PRIVATEERS haben bereits 2018 auf ihrem TANZT!-Debüt so gut funktioniert, dass sie im Jahr darauf direkt noch einmal kommen dürfen. Die Schweden, die theoretisch über 20 Bandmitglieder zählen, sind diesmal auf der Backstage-Bühne „nur“ zu neunt – was aber bei der Menge an Musikern nicht ins Gewicht fällt. Es herrscht wieder herrliches Piraten-Chaos, mit Shantys und Folknummern, liebevoll gestalteten Kostümen und kleinen Show-Einlagen wie beispielsweise Flaschen, die zerberstend gestandene Piraten wie Blackpowder Pete ins Koma schicken. Dass sie sich eine Menge Fans im Vorjahr erspielt haben zeigt sich schnell bei Songs wie „Ship is Sinking“ oder „Annabel“, bei denen das Publikum sehr textsicher und lauthals mitsingt oder gesammelt in die Knie geht. Letzteres spielen YE BANISHED PRIVATEERS sehr reduziert und gewinnen damit auf ganzer Linie. Auf die weitere Ballade „Fisher Lass“, die im Vorjahr von Eva the Navigator beeindruckend gesungen wurde, wird dafür zugunsten von weiteren Feierhits wie „Tortuga“ oder „We Are Ye Banished Privateers“ verzichtet, bei denen die PRIVATEERS die Piratenhauptstadt oder eben ganz simpel sich selbst besingen. Mit „Sjömansvisa från Nattavara“ spielen die YE BANISHED PRIVATEERS auch ein besonders mitreißendes Stück auf Schwedisch – und sorgt so für noch mehr willkommene Sprachenvielfalt an diesem Tag. Einziger Wermutstropfen: Vom kommenden Album „Hostis Humani Generis“ gibt es leider noch nichts zu hören. Bis auf ein paar kleine Soundschwierigkeiten, die bei einer solchen Fülle an Instrumenten und Gesangsstimmen selten ausbleiben, kann die Band also auch beim TANZT! 2019 wieder auf ein sehr erfolgreiches Konzert zurückblicken und hat sicherlich wieder einen Haufen neue Fans dazugewonnen.

VROUDENSPIL sind bekanntlich die feste Konstante auf dem TANZT!, und so gibt es auch dieses Jahr wieder technisch versierten Folk-Rock zu hören. Diesmal haben die Münchener allerdings mit „Panoptikum“ auch endlich wieder ein neues Album im Gepäck – womit Sänger Don Santo nun auch zu Songs performen kann, bei deren Entstehung er auch selbst beteiligt war. Mit dem Album lösen VROUDENSPIL sich konsequent weiter vom starren Korsett der Piraten-Thematik, und erschließen sich dadurch völlig neue musikalische Wege. Dass sie auch große Lust haben, diese Songs endlich zu spielen, zeigt sich an der Setlist: Gleich 10 der 13 Songs auf „Panoptikum“ werden dem Münchener Publikum präsentiert, und entsprechend große Spielfreude bringen VROUDENSPIL auf die Bühne. Mit Petz am Saxophon haben sie außerdem ein besonderes Alleinstehungsmerkmal, das ähnlich wie bei Coppelius beweist, dass Holzblasinstrumente auch im Folk-Bereich ein Zuhause haben können. Schon nach kurzer Zeit hüpft das Backstage Werk und lässt die Haare kreisen. Die „alten“ Hits wie „Püppchen“ oder „Plankentango“ kommen dabei ebenso gut weg wie die neuen Stücke. Da lädt der „Tanzbär“ zum Tango, der „Wanderer in Schwarz“ zur Reise in die Finsternis und die „Kleine Fabel“ zum ausgelassenen Springen und Tanzen. Wem noch nicht warm genug ist, kann sich gegen Ende noch an der „Rebellion“ beteiligen – für die Don Santo beherzt in die Menge springt, die er zusammen mit Ex-Sänger Ratz im Publikum zu einer Wall of Death animiert. Nach diesem „Rausch der Sinne“ verabschieden sich die Münchener von ihrem verschwitzten Haus-und-Hof-Publikum und qualifizieren sich ein weiteres Mal für das TANZT! im Folgejahr.

Ein letztes Mal FOLKSTONE hieß es zum Abschluss des TANZT! 2019. Nach einem furiosen Abriss 2012 folgten bis zu diesem Jahr drei weitere Shows in München, die diese erste Messlatte nicht mehr erfüllen konnten. Allgemein gelang den Folk-Metallern nie so wirklich der Sprung über ihre Landesgrenzen und den süddeutschen Raum hinaus. Warum durch das plötzliche Ende dennoch eine Lücke entstehen wird, beweisen die Musiker bei ihrem Abschiedskonzert: Zwar ist die Anzahl der Dudelsäcke von vier auf drei gesunken, doch mit Drehleier und Schalmeien sowie einzelnen Harfenpassagen steht das instrumentale Fundament immer noch felsenfest. Dazu sind alle Bandmitglieder spürbar mit dem Herzen bei der Sache und geben alles, so dass bereits beim Opener „Diari Di Un Ultimo“ klar wird, dass diese Show den Geist von 2012 in sich trägt. Die Erfolgsformel für furiose FOLKSTONE-Shows erscheint am Ende denkbar einfach: Denn zu den Verrückten auf der Bühne gesellen sich in den ersten Reihen genau wie vor sieben Jahren viele Hardcore-Fans, die leidenschaftlich in fast jeden Song miteinstimmen und dadurch einiges zur Atmosphäre beitragen. Die Musiker und ihre Fans teilen stacheln sich gegenseitig an, teilen temporär sogar die Bühne: Kein Wunder also, dass es bereits bei den ersten Takten von „Terra Santa“ richtig laut im Backstage wird und der Refrain der Bandhymne „Folkstone“ aus enthusiastischen Kehlen der Tivosi eben noch einmal anders klingt. Neben jenen Klassikern verdeutlicht der Auftritt insgesamt, dass FOLKSTONE ihren eigenen Sound gefunden und davon ausgehend immer weiter variiert haben. Ob „Astri“, „Nebbie“ oder „In Caduta Libera“ – die Erfolgsformel bleibt stets ähnlich, nur werden immer unterschiedliche Elemente betont – ob instrumental oder bei den Mitgliedern. Als weibliches Gesicht darf Roby noch einmal zeigen, dass sie neben ihren Sackpfeifen auch am Mikro eine mehr als gute Figur abgibt. War es 2012 noch ein furioses „In Taberna“, das das große Finale einläutete, so beschließen FOLKSTONE ihr allerletzte Show mit dem wahnsinnig atmosphärischen „Omnia Faert Aetas“, „Anime Dannata“ und „Con Passo Pesanta“. Zu Deutsch bedeutet dies „mit Vollgas“ und genau so werden viele die Italiener in bester Erinnerung behalten.

Weniger international und intimer als in den Vorjahren überzeugt das TANZT! als Mittelalter- / Folk-Rock bzw. Folk-Metal-Festival auch in einem Rahmen, der mehr an die Anfänge in Österreich und Rosenheim erinnert als die letzten Jahre in München. Dass FOLKSTONE ihr Abschiedskonzert im Backstage spielen, sagt dazu viel über den Stellenwert des Festivals aus, ebenso wie die Tatsache, dass viele kleinere bis mittelgroße Bands regelmäßig den Weg in die bayerische Landeshauptstadt antreten, um dort wie DELVA ein neues Bandkonzept vorzustellen oder wie YE BANISHED PRIVATEERS an einen hervorragenden ersten Auftritt im Vorjahr anknüpfen. Dieser Geist prägt das Festival und diesen Geist wird es hoffentlich fernab der großen Szene-Events immer geben.

Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von:
Sabine Thiele / http://www.schwarzesbayern.info

Festival Mediaval XII – Tag 3

Das Festival neigt sich dem Ende zu und so langsam sind Zelte und Kleidung durchgeweicht. Dennoch sind Publikum und Bands weiterhin bester Laune und bemühen sich, die Kälte und die Nässe weiterhin zu ignorieren.

(c) konzertreport.de – Bernd Sonntag

Beim sonntäglichen Contest um den goldenen Zwerg in der Kategorie „MA-Rock“ stehen sich dieses Jahr DEUS VULT, VISCUM und die KAPEIKEN gegenüber. Bei DEUS VULT erweist sich die Bühnentechnik als heftigster Gegner der Musiker, die sich zum Großteil selbst nicht hören und dementsprechend unrund klingt der Mittelalter-Rock aus der Oberpfalz auch. Zwischen Cover-Versionen von Saltatio Mortis mischen die sieben Musiker auch erste Eigenkompositionen wie „Träume und Schmerz“. So richtig überzeugen mag der genretypische Mix aus Gesang, Gitarre und Dudelsack nicht, eine zweite Chance haben die Newcomer indes verdient. Ähnliches gilt für VISCUM, denen es in ihrem Set allerdings deutlich besser gelingt, den Dudelsack auf einem für die Ohren bekömmlichen Niveau einzusetzen. Die Sachsen zählen unter anderem In Extremo, Heidevolk und Falkenbach zu ihren Einflüssen, im Vergleich zu DEUS VULT dominieren folglich auch die metallischen Riffs und härteren Rhythmen. Bei den Frontmännern zieht Viscum-Sänger Ulan allerdings deutlich den Kürzeren, seine Stimme ist auf Dauer sogar das größte Makel der Combo. Gänzlich aus dem Rahmen fallen die späteren Sieger, die KAPEIKEN: Die Barden gehen optisch wie musikalisch in eine gänzlich andere Richtung. Ganz im Sinne des Rokoko gekleidet vermengt die Truppe unterschiedlichste Musikrichtungen wie Polka, Rock oder Folk zu einem stimmigen Ganzen. Besonders LARP und Fantasy-Freunde kommen dabei auf ihre Kosten. In ihren Texten erzählen die Hamburger von alltäglichen Themen einer typischen Fantasy-Rollenspiel-Welt, so gibt es zum Beispiel einen Tango über das Monster aus dem Wald auf die Ohren oder auch einen Walzer über eine Tavernenbekanntschaft. Mit Kontrabass und Cajon bieten die KAPEIKEN auch instrumentale Abwechslung, so dass der goldene Zwerg seine Reise am Ende zurecht in den Norden antritt – wenngleich Mittelalter-Rock als Obergriff wahrlich wenig mit der Musik der Gewinner zu tun hat.

(c) konzertreport.de – Bernd Sonntag

Die tschechischen BRAN überzeugen anschließend mit ihren ausdrucksstarken Kompositionen, besonders allerdings mit einer Cover-Version von „Ye Jacobites By Name“. Bretonische Folklore und Traditionals mischen die Osteuropäer mit eigenem Material, welches teils in Landessprache präsentiert wird. Mandoline, Akkordeon und Kontrabass bereichern die insgesamt ruhige, wenngleich intensive Klangwelt von BRAN hörbar und in den 60 Minuten mausert sich die Kapelle zu einem der (versteckten) Highlights der gesamten Festival-Wochenendes. Alle Musiker liefern gleichermaßen ab, gleiches gilt für Sänger Robert, und als homogenes Ganzes haben BRAN vielen andere Genre-Vertretern einiges voraus.

THE ABERLOUR’S aus Halle können das Niveau direkt aufrecht erhalten und scharen schnell viele Tanzende um sich. Schon beim instrumentalen „St. Bonifatius‘ Jig“ wird klar, dass die Band die letzten 20 Jahre nicht im Tiefschlaf verbracht hat, sondern sich auf ein beachtliches musikalisches Niveau hochgearbeitet hat. Besonders viel Freude macht der gute Humor, den THE ABERLOUR’S immer wieder durchblitzen lassen – so beginnen sie „Fair Hair“ erst einmal mit einem mehrstimmigen, inhaltlich passenden „17 Jahr, blondes Haar“, spielen ein anspruchsvoll-schnelles Instrumental, das sie „0815“ getauft haben, oder kündigen einen Protestsong gegen den Schokoweihnachtsmann im September an. Aber auch historisch wird man fortgebildet, so lernt man während des Konzerts von Kinderliedern aus früheren Jahrhunderten in Amerika („Mad Man“), oder vom Lilting, das für sinnfreies Lallen steht und im keltischen und deutschen Liedraum weit verbreitet ist („The Judelo“). Ihr Set beenden die Folker mit dem bekannten und beliebten Stück „Nobody’s Reel“, das man vor allem mit Terrence Hill in Verbindung bringt, der sich dazu durch ein irisches Freudenhaus geschlägert hat. Kein Wunder, dass THE ABERLOUR’S durchgehend zu Tanzkreisen und Polonaisen herunterblicken können.

In der Goldberg-Bucht haben MINNEPACK durch den Regen zu kämpfen. Dank wenig überdachten Plätzen ist die Anzahl derer, die dem fröhlichen Folk lauschen und mittanzen, zwar überschaubar, doch die Musiker beweisen, dass sie zurecht eine Chance bekommen haben, mehr zu sein, als nur das musikalische Rahmenprogramm für Katrin la Coquillarde. Besonders Neu-Geigerin Lisa, die ansonsten unter anderem mit Haggard auf der Bühne steht, präsentiert ihr Talent an diesem Tag eindrucksvoll. Am Ende gibt es 75 Minuten stimmungsvollen Mittelalter-Folk, der durch höhere Gewalt nicht die Wirkung entfalten kann wie bei Sonnenschein oder einfach nur trockenem Marktwetter. Vielleicht sind bei MINNEPACK aller guten Dinge drei.

(c) konzertreport.de – Bernd Sonntag

„Die Danceperados haben sich an die Spitze einer Bewegung gesetzt, die den irischen Stepptanz aus den Klauen der großen Produzenten befreien und ein Stück menschlicher, freier und ursprünglicher machen möchten.“, so beschreiben sich die DANCEPERADOS OF IRELAND auf ihrer Website. Das Konzept klingt selbstverständlich, doch die hunderten erfolgreichen Playback-Irish-Dance-Shows mit Tänzern ohne irischen Hintergrund beweisen, dass man es aussprechen muss: Am schönsten ist der Irish Step Dance mit Live-Musik, mit echten irischen Stepptänzern, mit Künstlern, die eine Liebe für die irische Kultur mitbringen und diese weitergeben wollen. Auf den ersten Blick kann man die DANCEPERADOS also mit Lord of the Dance und Co. vergleichen, doch schnell zeichnen sich die Unterschiede nur allzu klar ab. Hier wird leidenschaftlich musiziert – abwechslungsreiche Musik mit unterschiedlichsten Instrumenten, fast jeder der Live-Musiker kann auch singen, und in jedem Gesicht lässt sich die pure Spielfreude ablesen. Sie sitzen nur im Hintergrund leicht erhöht, bleiben auf ihrem Platz, und doch würde es die regelmäßig auftretenden Tänzer/innen eigentlich gar nicht brauchen, so unterhaltsam und kurzweilig ist die musikalische Darbietung. Die Tänzer/innen selbst sind ungewohnt divers in ihrem Körperbau, müssen nicht alle wie Klone aussehen, und begeistern mit tänzerischer Vielfalt. Trotz starkem Regen verbreiten die DANCEPERADOS eine herrlich gute Laune und gehören definitiv zu den Highlights des Festivals.

(c) konzertreport.de – Bernd Sonntag

Das VARIETÉ DER KLEINKÜNSTLER ist wie jedes Jahr vor allem für Konzertbühnenhopper eine tolle Gelegenheit, die vielen Gaukler und Akrobaten komprimiert und kurzweilig in Aktion zu sehen. Durch das „New Steps“-Konzept fehlen dieses Jahr bekannte Größen wie Beatrice oder Kelvin Kalvus – nur Basseltan konnten die Ausladung als neu formiertes DUO KELLERBIER mit Perücke und Sonnenbrille äußerst kreativ umgehen. Egal wie oft man schon gesehen hat, wie sie aus dem Mund eines „Freiwilligen“ neuzeitlich gebacken Brot herausjonglieren: Die beiden haben diese erfrischende Situationskomik und Schlagfertigkeit, die nur den wahren Entertainern im Blut liegen, und machen die Nummer so auch immer wieder frisch und spritzig für die, die sie schon kennen. Ebenfalls spritzig und dabei komödiant-erotisch zeigt sich OPUS FURORE, zwei spanisch gekleidete Herren, die sich beim Jonglieren nicht nur bis auf das knappe Höschen entkleiden, sondern sogar das Outfit des anderen wieder anziehen. Seriöser geht es bei DUO TALAMOS zu, bei denen zu spanischer Gitarrenmusik feurig getanzt wird – feurig auch im wörtlichen Sinne, denn die Tänzerin verwendet verschiedene brennende Requisiten. Eine besonders schöne Entdeckung für das Festival-Mediaval sind allerdings die FLUGTRÄUMER. Das Artisten-Ensemble aus Berlin überzeugt auf ganzer Linie mit einem gekonnten Mix aus hervorragender Körper-Akrobatik, Gaukelei und Feuershow. Tolle Kostüme und sehr gute Musikauswahl runden die diversen Auftritte ab. So ist das VARIETÉ trotz Regenschauer insgesamt wieder ein sehr sehenswertes und unterhaltsames Vergnügen.

Die Polen KROKE beschließen das Festival-Mediaval 2019 auf der Burgbühne mit ihrer Weltmusik. Seit 1992 sind die drei Musiker mit Geige, Kontrabass und Akkordeon unterwegs, eine entsprechende Routine ist dem Trio auch bei nasskaltem Wetter also durchaus anzumerken. Am Ende gerät dies zum Vorteil, da sich KROKE auch durch die widrigen Umstände nicht unterkriegen lassen und zeigen, warum sie mit ihrer Musik unter anderem in David Lynchs „Inland Empire“ zu hören sind. Alle drei Bandmitglieder sind ganz offenkundig hervorragend ausgebildet an ihrem jeweiligen Instrument, dürfen unabhängig voneinander und im Kollektiv ihr Können beweisen und kreiieren dadurch ihre ganz eigenen Stil in der Symbiose aus Klezmer- und Weltmusik.

(c) konzertreport.de – Bernd Sonntag

Als finaler Headliner des Festival-Wochenendes zelebrieren schließlich ELUVEITIE ihren Folk-Metal erstmals im Goldberg. Der Festival-Sommer führte Mastermind Chrigel und seine Mitmusiker bereits nach Burg Abenberg zum Feuertanz. Erwartungsgemäß gleichen sich die Shows und die Songauswahl, wenngleich das Festival-Mediaval ohne Drehleier-Spielerin Michalina auskommen muss. Ihre Spuren kommen folglich vollständig vom Band, ohne Hinweis darauf, dass und warum die Musikerin bei diesem Auftritt fehlt. Wirklich störend fällt dies nicht ins Gewicht, überzeugen die Eidgenossen erneut mit geballter Gitarren-Power, angereichert durch folkige Instrumente wie Flöten oder Dudelsäcke und entsprechende Melodieführungen. Obwohl die Besucher beim Mediaval eher sanftere Töne gewohnt sind, werden ELUVEITIE anständig gefeiert und das Gastspiel der Szene-Veteranen entwickelt sich zu einem würdigen Abschluss des diesjährigen Festivals. Wie schon beim Feuertanz setzen die Schweizer im Vorfeld ihrer Herbst-Tour weniger auf ihr neues Werk „Ategnatos“, sondern vielmehr auf einen bunten Querschnitt ihres Schaffens mit festivalerprobten Nummern wie „Helvetios“, „The Call of the Mountains“ oder dem Klassiker „Inis Mona“. Vokalistin Fabienne erwischt genau wie der gut aufgelegte Sänger Chrigel einen guten Tag und die beiden konträren Stimmen prägen die Headliner-Show mit hohem Klargesang und tiefen Growls jeweils auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

„New Steps“ ist das Motto, und in gewisser Weise fühlt sich das Festival-Mediaval 2019 durch das fehlende „Grundinventar“ durchaus auch anders an als in den vielen Jahren davor. Es fehlt die Heimeligkeit des Altbewährten – dafür kommen viele spannende Neuentdeckungen hinzu. Das mutige, wenn auch umstrittene, Konzept hat deutlich besser funktioniert als vorher von vielen angenommen. So gehen die Festivalbesucher dieses Jahr erneut mit vielen neuen positiven Eindrücken nach Hause, und gleichzeitig mit einer sicher noch größeren Vorfreude auf nächstes Jahr, wenn die altbekannten Gesichter auch wieder dabei sind. Und das Wetter auf dem Goldberg hoffentlich wieder sonniger ist.

(c) konzertreport.de – Bernd Sonntag

Maria Straub

MARIA STRAUB hat einiges erlebt: So stand die junge Musikerin unter anderem bereits mit Katja Moslehner, Heiter bis Folkig oder Ignis Fatuu gemeinsam auf der Bühne. In unserer Serie „Frauen im Folk“ verrät die umtriebene Multiinstrumentalisitin, wie sie über Umwege zur Harfe kam, wodurch ihre erste Liebe sie musikalisch geprägt hat und warum sie gerne auch härtere Töne anschlägt.

Hallo Maria! Man kennt dich größtenteils als Mitglied von Heiter bis Folkig. Wie bist du zu dieser Band gekommen?
Hallo Sigi! Vielen Dank für deine Einladung, es freut mich sehr, hier bei deiner Interviewreihe „Frauen im Folk“ dabei zu sein!
Auf Heiter bis Folkig bin ich durch eine Facebook-Anzeige aufmerksam geworden, sie suchten nach neuen Musikern. Da habe ich mich dann beworben. Damals spielte ich Harfe, Klavier und Querflöte – jedoch noch keine Blockflöten oder Whistles. Diese Instrumente habe ich mir dann für meinen Einstieg in die Band beigebracht. Ich habe die Winterpause genutzt und in einem Zeitraum von etwa fünf Monaten autodidaktisch Blockflöte und Whistles gelernt, sowie ca. 30 Songs Programm einstudiert. Wenn ich was wirklich will, dann kann ich powern und in kurzer Zeit viel Neues lernen. Und so ging das los mit Auftritten auf Mittelaltermärkten, Hochzeiten, dem Festival-Mediaval, dann auch die Produktion der CD „Sonnensaiten“.

Du spielst Harfe. Wieso hast du dich dafür entschieden und welche Bedeutung hat die Harfe für dich inzwischen?
Schon als Kind hatte ich den Wunsch, Harfe zu spielen. Irgendwie hat mich das Instrument schon immer total fasziniert. Zunächst jedoch begann meine musikalische Reise anders. Das ist vielleicht vielen, die mich mit Harfe und Flöte kennen, nicht bekannt, aber mein erstes Instrument war das Klavier. Als Kind fand ich Klavier und Harfe gleichermaßen spannend – aber für’s Klavier war es damals bei uns am Dorf einfach leichter, Instrument und Unterricht zu organisieren. Und so habe ich klassisches Klavier gelernt, habe damit den musischen Zweig am Gymnasium besucht und später Musikpädagogik studiert. Irgendwann zu Studienbeginn kam wieder der Wunsch auf, doch auch Harfe zu spielen und ich dachte: Wenn nicht jetzt, wann dann? Und so habe ich begonnen, mir das Instrument beizubringen. Die Vorerfahrungen vom Klavier und vom Studium sind dabei natürlich super hilfreich. Jedoch bin ich bewusst einen anderen Weg gegangen, als in meiner klassischen Ausbildung. Am Klavier hatte ich viel über das Interpretieren wunderbarer alter Meisterwerke gelernt – jedoch wenig zum kreativen Neuschaffen von Musik. Mein Fokus bei der Harfe war dagegen von Anfang an das kreative spontane Spielen, Improvisation, Liedbegleitung, usw.
Eine gute Gelegenheit dies zu üben, bot und bietet mir seit Jahren unsere Irish-Folk-Session hier in Würzburg. Die Sessionerfahrung mit der Harfe war neben Heiter bis Folkig prägend für meinen Weg in Richtung Folk-Musik. Die Erfahrungen mit dem kreativen Spielen nutze ich natürlich auch in meinen Bands und Ensembles. Ebenso genieße ich es, abends entspannt einfach so alleine auf der Harfe vor mich hin zu improvisieren, dabei sind schon so manche neuen Melodieideen für Songs entstanden.

(c) Streiflicht

Musste man dich in jungen Jahren zum Unterricht zwingen oder warst du eher fleißig?
Das Thema Unterricht und Üben war noch nie mein Problem – eher das Problem meiner Nachbarn und Mitbewohner. Ich spiele gerne und wenn Auftritte oder Studiotermine anstehen auch viel. Tin Whistle üben in der hohen Lage ist nicht immer nur schön für die Umgebung, aber zum Glück gibt es da ja räumliche Ausweichmöglichkeiten. Das mit dem vielen Spielen war bei mir eigentlich schon immer so. Irgendwann in der Mittelstufe hatte ich mal einen Durchhänger. Aber später dann, gerade in der Oberstufe, habe ich oft mehrere Stunden täglich gespielt. Heute variiert das je nach Anlass.

Wer oder was hat dich zur mittelalterlichen Musik gebracht?
Dazu gibt es eine nette Geschichte. Mit etwa 16 Jahren war ich das erste Mal so richtig heftig über beide Ohren verliebt. Mein damaliger Freund hat mir immer wieder wunderbare romantische Überraschungen gemacht und eine davon war eine selbst zusammengestellte CD mit seiner Musik drauf, unter anderem mit viel Schandmaul. Die Band höre ich bis heute sehr gerne. Die Beziehung zu ihm hat dann, wie das in dem bei Alter oft so ist, nicht allzu lange gehalten – aber durch ihn hatte ich erste Berührungen mit der Musikrichtung. Mit der Zeit habe ich weitere Leute kennengelernt, die ähnliche Musik hörten, und es entstand ein wunderbarer Freundeskreis. Wir sind gemeinsam auf Konzerte und Festivals gegangen und so habe ich immer mehr Musik über Mittelalter-Rock, Metal, Gothic, usw. erfahren.

Hörst du die Musik, die du selber spielst, auch zur Unterhaltung oder was findet sich stattdessen in deinen Playlists?
Ich höre die Musik, die ich spiele, aber daneben auch verschiedene andere Dinge. In meiner Playlist finden sich beispielsweise einige CDs von befreundeten Musikern, etwa PurPur, Ignis Fatuu, DELVA, Tir Nan Og und einige mehr. In meiner Playlist ist vieles aus dem Bereich Irish-Folk, Celtic-Folk, Folk-Rock und Mittelalter-Rock, sowie das ein oder andere aus dem Symphonic Metal. Daneben höre ich vereinzelt auch klassische Musik, vor allem Romantik und Impressionismus, außerdem Crossover, lateinamerikanische Musik, Jazz, Liedermacher, und, und, und… Ich finde es immer wieder spannend, auf musikalische Entdeckungsreise zu gehen und Neues kennenzulernen.

(c) Ella Zlotos

Du bist als Musikerin häufig auf mittelalterlichen Märkten unterwegs. Besuchst du derlei Veranstaltungen auch privat oder fühlst du dich fernab der Musik woanders wohler?
Ich genieße die gemeinsame Zeit mit meinen Bandkollegen auf den Märkten immer wieder sehr. Aber durch die Auftritte bin ich ausreichend oft dort, da hat man es dann irgendwie auch gesehen. Daher bin ich privat kaum noch auf Mittelaltermärkten. Wo man mich dagegen auch privat oft findet, das sind Festivals und Konzerte; also Veranstaltungen, bei denen es vorrangig um die Musik geht, beispielsweise das Festival-Mediaval, das Feuertanz oder das M’era Luna. Hier bin ich immer wieder gerne, zum einen um Bands live zu hören und zum anderen auch da es Orte sind, an denen ich viele liebe Freunde treffe.

In letzter Zeit bist du auch mit Katja Moslehner (Ex-Faun) auf der Bühne gestanden. Wie war diese Erfahrung für dich?
Das war eine schöne Erfahrung. Katja und Ben, unser Gitarrist bei dem Auftritt, sind beide tolle Menschen und super Musiker. Wir haben dieses Jahr im August erstmals zusammen gespielt. Wir waren ein Wochenende auf einem kleinen schönen Mittelaltermarkt und hatten dort über zwei die Tage verteilt mehrere Auftritte. Anfangs war ich etwas aufgeregt, es ist immer spannend, sich neu zu finden und zu sehen, wie das Zusammenspiel gelingt. Aber es lief von Anfang an super gut. Besonders schön fand ich, dass Katja mit der Stimme gerne improvisiert, was ich ja mit der Harfe ebenfalls gerne mache. Das haben wir an passender Stelle ins Programm eingebaut und das hat super Spaß gemacht. Ansonsten bin ich es ja gewohnt auf Märkten aufzutreten – was das angeht, war es also ein Heimspiel.

Gibt es etwas Bestimmtes, das du von jemandem mit so großer Bühnenerfahrung lernen kannst?
Sicherlich kann ich da noch das ein oder andere lernen. Aber bezogen auf den Auftritt, mit der Spielsituation auf Märkten, bin ich ja vertraut, da fällt mir spontan nichts Konkretes ein. Auf jeden Fall aber habe ich zwei wunderbare Menschen kennengelernt. Und wir hatten auch Zeit, um uns zwischendurch in der Sonne sitzend gemütlich zu unterhalten, das war auf jeden Fall sehr spannend. Gespräche beispielsweise über unsere beiderseitigen Erfahrungen in verschiedenen Bands und Ensembles, über unsere jeweiligen musikalischen Interessen, über kreative Prozesse, Songwriting und Albumproduktion, darüber wie wenig Frauen in der Geschichte als Komponistinnen überliefert sind, über das Finden und Gehen des eigenen Weges als Künstler und über vieles mehr. Ich habe das als eine schöne gemeinsame Zeit empfunden und nehme viele gute Eindrücke mit.

Gibt es jemand bestimmten, mit dem du gerne einmal die Bühne teilen würdest?
Hm, gute Frage, darüber habe ich mir noch wenig Gedanken gemacht. Viel wichtiger als das „Wer“ ist für mich, dass man menschlich und musikalisch eine gute gemeinsame Ebene findet. Ob das gelingt, ist aus der Ferne nicht einfach zu sagen, da muss man sich zunächst über Interessen und musikalische Vorstellungen austauschen und es dann auch einfach mal ausprobieren. Aber es würde bestimmt Spaß machen, mal mit den Musikern und Bands zusammen zu spielen, die ich sonst vor allem aus Perspektive des Publikums kenne und gerne höre.

Zusammen mit Ella Zlotos machst du Musik als akustisches Dúo El Mar mit Gesang, Flöte und Harfe. Was macht dieses Projekt für dich besonders?
Da gibt es mehreres. Am wichtigsten, es ist einfach super schön, mit einer guten Freundin zusammen Musik zu machen. Wir teilen die Begeisterung für Folk und spielen ja auch schon seit Jahren zusammen in einer Irish-Folk-Session in Würzburg; daraus hat sich dann auch das Duo entwickelt. Im Duo spielen wir nicht nur irische Traditionals, sondern haben zusätzlich auch Raum für Stücke aus anderen Regionen mit keltischer Musiktradition, etwa aus Galizien und der Bretagne. Ein weiterer Punkt ist, dass uns die kleine Besetzung die Möglichkeit bietet, jedem Instrument für sich genommen viel Raum zu geben. So können wir auch Dinge auszuprobieren, für die in der Bandbesetzung am Markt oder am Rockkonzert nicht immer Platz wäre, etwa auch mal leise Melodien der Harfe oder längere instrumentale Flötentunes. Und nicht zuletzt ist es zu zweit organisatorisch super unkompliziert.

Ihr tretet vereinzelt auch noch als Straßenmusiker auf. Worin liegt für dich der besondere Reiz darin?
Der wichtigste Punkt ist für mich, dass das Musizieren auf der Straße einen guten Rahmen bietet, um unkompliziert Neues auszuprobieren, ohne Buchung, ohne Technik, ohne viel Planung. Anfangs war da einfach nur der Wunsch, neben der Irish-Folk-Session auch mal zu zweit Musik zu machen, nur mit Harfe und Flöte. Da war Straßenmusik ein gutes Feld, um sich auszuprobieren. Hilfreich ist dabei, dass man von den Menschen vor Ort sehr unmittelbar Rückmeldung bekommt, welche Musik sie anspricht. Man merkt ja, wann jemand stehen bleibt. Auch entstehen oft interessante Gespräche. Aus einem dieser Gespräche ist dann auch eine Buchung für einen Auftritt geworden. Und es gibt beim Straßenmusizieren immer wieder schöne Begegnungen; beispielsweise habe ich einmal erlebt, dass eine Passantin sich von einem Song an ihre Jugend erinnert fühlte und mit uns gesungen hat.

(c) Alexander Tobis

Welche Städte hast du in besonders guter und welche in besonders schlechter Erinnerung?
Straßenmusik haben wir nur in Würzburg gemacht, in unserer Heimatstadt, da dies organisatorisch am einfachsten ist. Ansonsten haben Ella und ich mit unserem Dúo El Mar auch Konzerte in Berlin und in Leipzig gespielt, das war beides sehr schön. Auch mit den anderen Bands war ich schon an vielen Orten unterwegs. Besonders schlechte Erinnerungen gibt es da eigentlich keine.

Hast du Vorbilder oder verfolgst du bestimmte Ziele mit deinem musikalischen Schaffen?
Vorbilder habe ich nicht unbedingt, aber auf jeden Fall musikalische Ziele. Was den Bereich rund um akustische Musik und Folk angeht, hier haben sich in den letzten Jahren bereits mehrere echt schöne Dinge entwickelt, der zeitlichen Reihenfolge nach mit Heiter bis Folkig, mit dem Dúo El Mar und zuletzt mit Katja. Hier arbeite ich daran bzw. wäre es mein Wunsch, dass sich diese Dinge einfach weiterhin gut entwickeln.
Außerdem fände ich es toll, auch in einer Rockband zu spielen und viel zusammen aufzutreten, das ist ein Ziel. Und ich würde mir wünschen, noch mehr auf Festivals und großen Konzertbühnen zu spielen. Letztes Jahr habe ich einmal als Gast mit Flöte und Gesang bei Ignis Fatuu auf den Wacken Winternights ausgeholfen. Das Spielen mit der Energie einer Rockband war eine tolle Erfahrung, die ich wahnsinnig gerne ausbauen möchte. Mein Wunsch wäre eine Band mit rockiger, energievoller, tanzbarer Musik und zugleich mit Platz für schöne Melodien. Ob mit Flöten, Harfe oder Klavier, da kann ich mir Verschiedenes vorstellen. Hier halte ich die Augen offen und freue mich über Anfragen – aber ich schaue auch, was ich selbst mitentwickeln kann. Zusammen mit Freunden habe ich begonnen, daran zu arbeiten: Wir basteln im Proberaum an neuem Songmaterial in der genannten Richtung, sowohl in aller Gemütlichkeit mit Fiolka als auch in anderen Konstellationen. Ich bin sehr gespannt, wie sich diese Dinge jeweils entwickeln und hoffe sehr, dass irgendeiner der Wege mich auch in die Richtung des oben beschriebenen Ziels führen wird. Schön ist hierbei auch, dass ich neben der Harfe das Klavier wieder mehr nutzen kann. Für’s Klavier hatte ich in den letzten Jahren irgendwie wenig Einsatzmöglichkeiten, das wird jetzt wieder mehr. An der Harfe wiederum arbeite ich daran, nicht nur, wie man es von dem Instrument kennt, verträumt und romantisch zu spielen – sondern ich spiele sehr gerne auch beschwingt, energievoll, tanzbar und erarbeite mir hier neue Spielweisen. Und diese Vielseitigkeit der Harfe im Rockkontext einzubringen, mittelfristig vielleicht auch mit einer E-Harfe, das finde ich spannend.

(c) Olaf Börner

Wirst du auf Konzerten oder Festivals erkannt und angesprochen?
Gelegentlich werde ich angesprochen, meistens dann direkt nach Auftritten – ansonsten eher selten. Diese Begegnungen waren alle positiv: gelegentlich Kommentare zur Musik, oder Fragen zur Harfe, oder einfach ein kurzes nettes Gespräch. Von Kindern kommt oft die Frage, ob sie mal an den Harfensaiten zupfen dürfen. Ich freue mich immer, wenn Kinder neugierig auf Musik sind. Dann heißt es, schauen ob die Fingerchen sauber sind und los geht’s. Mit Begegnungen dieser Art fühle ich mich auf jeden Fall wohl. Es freut mich immer zu hören, wenn es uns gelungen ist, mit unserer Musik anderen Menschen eine Freude machen oder auch beim Auftritt zu sehen, wie die Zuhörer feiern und tanzen.

Wärst du gerne lieber bekannter und damit vielleicht auch eingeschränkter in dem, wie du dich wo und wann bewegst, oder bist du zufrieden mit dem, wie es für dich ist?
Mir geht es beim Musik machen nicht um’s Bekannt- oder Berühmtsein. Mir geht es darum, dass ich mir mein Leben nicht mehr ohne Musik vorstellen kann. Ich finde es toll, meine Instrumente zu spielen, mich kreativ ausleben zu können und mit guten Musikern gemeinsam zu spielen. Auch finde ich es schön, die Freude, die wir selbst an der Musik haben, an die Zuhörer weiterzugeben. Und klar freut es mich, wenn den Konzertbesuchern gefällt, was wir musikalisch machen und wenn wir viele Zuhörer erreichen, viele mit uns feiern. Zugleich aber bin ich sehr dankbar, dass ich bisher nicht eingeschränkt bin in dem, wie und wo ich mich bewege, dieser Punkt darf gern so bleiben.

Du bist mit sozialen Medien aufgewachsen. Wie gehst du mit Facebook, Instagram und Co. um?
Ich würde sagen, ich bin in einer Übergangszeit aufgewachsen. Los ging´s bei mir mit den sozialen Medien damals mit SchülerVZ – aber ich kann mich auch noch an Zeiten als Kind erinnern, als wir nicht einmal einen Fernseher hatten und ich mich komplett offline beschäftigt habe, etwa mit Musik und Zeichnen. Ich finde soziale Medien super hilfreich, um mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben, auch wenn sie weit entfernt leben, etwa mit Musikfreunden in Spanien. Ich nutze ich die Medien, um mich über Musik und sonstige Themen zu informieren und um meine Musikprojekte zu teilen. Jedoch fühle ich mich im direkten Kontakt mit anderen Menschen immer noch am wohlsten. Ich versuche regelmäßig online zu sein, aber wenn in meinem Leben offline viel los ist, gelingt mir das leider nicht immer so wie geplant.

(c) Torsten Henneken

Wie trennst du dein Berufs-, Musiker- und Privatleben?
Ich würde sagen, zwischen Privat- und Musikerleben gibt es bei mir viele Überschneidungen. Beispielsweise sind einige meiner Freunde ebenfalls Musiker. Auch ist Musik für mich etwas, aus dem ich viel Kraft schöpfe – also ähnlich zu einem Hobby, wobei dieser Begriff zu klein ist für das, was Musik mir bedeutet. Nicht umsonst habe ich Musikpädagogik studiert, im Doppelstudium mit Psychologie. Die klarere Trennlinie verläuft für mich zwischen Privat- und Musikerleben einerseits und Berufsleben andererseits. In meinem Beruf als Psychologin ist es mir wichtig, meinen Patienten bzw. Klienten anfangs möglichst als neutrale Person gegenüberzutreten, also ohne Infos zu meinem Privatleben. Es geht dann ja um sie, nicht um mich. Von meiner Musik erzähle ich gegebenenfalls später, falls es reinpasst. Manchmal fließt die Musik in meinen Beruf mit ein, gelegentlich kann ich auch als Psychologin musikpädagogische bzw. musiktherapeutische Angebote einbauen. Was wir dann spielen, wird aber vom Interesse meines Gegenübers bestimmt – nicht von meinem privaten Musikgeschmack, also verläuft auch da eine Grenze. Insgesamt ergänzen sich die verschiedenen Lebensbereiche recht gut. Das Psychologiestudium und mein Beruf ermöglichen mir einen Blick weit über meinen Tellerrand hinaus und Einblicke in die Vielfalt des Lebens, was wiederum der Kreativität zugutekommt. Die Musik hilft mir, von den teils echt schweren Themen im Job abzuschalten und wieder neue Kraft zu schöpfen. Nach einem Auftrittswochenende bin ich zwar manchmal körperlich müde, aber emotional wieder voll aufgetankt, letzteres ein bisschen so wie nach einem Urlaub.

Vielen Dank für deine Zeit und die Antworten. Zum Abschluss noch ein paar Stichworte für ein freies Assoziieren. Was fällt dir als erstes zu den folgenden Begriffen ein?
#metoo – Absolut wichtig! Ich hatte da zum Glück noch keine gravierenden Erfahrungen, aber ich habe von Freundinnen genug gehört… es ist gut, da das Schweigen zu brechen.
Würzburg –
 Wahlheimat, Sonnenstunden am Main, Frankenwein
Tavernen –
Ort für gute Gespräche und so manchen schönen geselligen Abend
Selfies –
 Joa… da übe ich noch. Wenn andere mich fotografieren, sind die Ergebnisse meist besser, als wenn ich es mit Selfies versuche…
Rothaarige –
lebendig, fröhlich, farbenfroh …und vermutlich genauso vielfältig wie Schwarzhaarige oder Blonde

Möchtest du zum Schluss noch etwas loswerden?
Einen herzlichen Dank an alle, die mir auf meiner bisherigen musikalischen Reise begegnet sind! Danke an die vielen tollen Musiker, die ich kennenlernen durfte! Danke an alle, die mit uns geträumt, getanzt und gefeiert haben! In den letzten Jahren durfte ich viele schöne Dinge erleben, habe in verschiedenen Bands gespielt, bin auf tollen Festivals aufgetreten, habe Gastauftritte absolviert, Schüler unterrichtet, im Studio an CDs unserer Band mitgearbeitet und als Gast auch an Veröffentlichungen anderer Bands mitgewirkt. Ich hoffe und bin zuversichtlich, dass dies erst die ersten Schritte auf einer Reise waren, auf der es auch künftig noch viele schöne Stationen zu entdecken geben wird.

(c) Kees Stravers

Alle bisher erschienenen Teile dieses Specials im Überblick:

Dieses Interview wurde per E-Mail geführt.
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