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Tarja – In The Raw

Wenn man der finnischen Sängerin TARJA Turunen eines nicht unterstellen kann, dann ist es ein langsames Veröffentlichungstempo. 2016 gab es mit „The Brightest Void“ und „The Shadow Self“ gleich zwei Alben, welche, insbesondere letztgenanntes, dennoch jeweils von hoher Qualität waren. Bereits im Folgejahr untermalte die ehemalige Nightwish-Sängerin mit ihrem düsteren Weihnachtsalbum „From Spirits & Ghosts“ die kalte Jahreszeit. Da wirkt es fast schon befremdlich, dass es 2018 abgesehen vom Live-Album „Act II“ kein neues Material gab. Aber keine Sorge: Mit „In The Raw“ meldet sich TARJA mit einem neuen Studioalbum zurück.

Dass ein Album von TARJA Turunen in gesanglicher Hinsicht keine Wünsche offen lässt, muss nicht extra betont werden. Erwähnenswert erscheint da eher, dass sich die Sängerin tat- beziehungsweise sangeskräftige Unterstützung an Bord geholt hat. Auch dies ist nichts Neues im Repertoire, doch wissen die Beiträge von Björn Strid (Soilwork), Cristina Scabbia (Lacuna Coil) und Tommy Karevik (Kamelot) durchaus zu gefallen. Auch hinsichtlich der Instrumentalisierung bietet „In The Raw“ alles, was man sich von einem Album der Finnin erwartet. Rockige und metallische Riffs treffen auf mal mehr, mal weniger im Vordergrund stehende, bombastische Orchestrierung und eingängige Melodien.

Doch nicht nur die Rahmenbedingungen, sondern auch die Songs selbst stimmen: Düstere und doch eingängige Nummern wie der Opener „Dead Promises“ oder „Spirits Of The Sea“ geben sich mit aufgeweckten und verträumt anmutenden Stücken wie „Tears In Rain“ oder „Railroads“ die Klinke in die Hand. Gerade erstgenannter Song stellt ein frühes Highlight der Platte dar, welches durch einen Refrain mit leichtem Musical-Charakter sofort im Ohr bleibt. Und wenn mit „The Golden Chamber: Awaken / Loputon Yö / The Alchemy“ ein dreiteiliges kleines Epos zelebriert wird, das an Filmmusik erinnert und vor Emotion nur so strotzt, bietet TARJA nebenbei einen ihrer bisher wohl stärksten Songs.

Somit hat es TARJA in jeder Hinsicht erneut geschafft und macht ihren Fans eine große Freude: „In The Raw“ ist ein großartiges Album, welches ein Highlight nach dem anderen bietet. Dabei benötigen viele der Nummern etwas Zeit und mehrere Chancen, um sich vollends entfalten zu können. Genau das aber macht die Songs so interessant und spannend. Falls „In The Raw“ nicht die bisher stärkste TARJA-Platte darstellt, ist es in jedem Fall das beste ihrer letzten Alben.

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Diabulus In Musica mit Lyric-Video

DIABULUS in MUSICA haben ein neues Lyric-Video zum Song „The Misfit’s Swing“ veröffentlicht. Der Song stammt vom kommenden Album „Euphonic Entropy“, welches am 14.02.2020 erscheinen wird.

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Auch Delain mit neuem Album

Die Symphonic-Metaller von DELAIN haben für den 07. Februar 2020 ihr neues Album „Apocalypse & Chill“ angekündigt. Die Scheibe wird via Napalm Records erscheinen und 13 Tracks enthalten.

Die „Apocalypse & Chill“-Tracklist:

1. One Second
2. We Had Everything
3. Chemical Redemption
4. Burning Bridges
5. Vengeance
6. To Live Is To Die
7. Let’s Dance
8. Creatures
9. Ghost House Heart
10. Masters Of Destiny
11. Legions Of The Lost
12. The Greatest Escape
13. Combustion

Nightwish: „Slaying The Dreamer“ vom kommenden Live-Album veröffentlicht

Mit „Slaying The Dreamer“ geben NIGHTWISH einen Vorgeschmack auf das kommende Live-Paket „Decades: Live In Buenos Aires“, welches am 06. Dezember via Nuclear Blast veröffentlicht wird.

Die „Decades: Live In Buenos Aires“-Tracklist:

01. Swanheart
02. End Of All Hope
03. Wish I Had An Angel
04. 10th Man Down
05. Come Cover Me
06. Gethsemane
07. Élan
08. Sacrament Of Wilderness
09. Deep Silent Complete
10. Dead Boy’s Poem
11. Elvenjig
12. Elvenpath
13. I Want My Tears Back
14. Amaranth
15. The Carpenter
16. The Kinslayer
17. Devil And The Deep Dark Ocean
18. Nemo
19. Slaying The Dreamer
20. The Greatest Show On Earth
21. Ghost Love Score

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Nightwish: Neues Album ist fertig

NIGHTWISH-Frontfrau Floor Jansen hat nun in einem Interview mit FaceCulture verkündet, dass die Aufnahmen für das neue Album der Symphonic-Metaller abgeschlossen sind. Die noch unbetitelte Scheibe soll im Frühjahr 2020 via Nuclear Blast erscheinen.

Seht hier das ganze Interview mit Floor Jansen:

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Delain präsentieren Video zu „Burning Bridges“

Voraussichtlich im Frühjahr 2020 soll das neue Album erscheinen. Nun stellt die Symphonic-Metal-Band DELAIN um Frontfrau Charlotte Wessels aber erst ihr neues offizielles Video vor.

Die Single heißt „Burning Bridges und die Band kommentiert dazu: „We are proud to present „Burning Bridges“, the first track off our sixth full studio album. With its energy and bombast the track marries some of our favorite musical elements, and introduces a real life choir as a new color on our palate. We hope you enjoy the track, along with its video, shot in beautiful Snowdonia.“

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Within Temptation: Co-Headliner-Tour mit Evanescence

Für das kommende Jahr haben sich zwei der größten Symphonic-Metal-Bands für eine Europa-Tour zusammengeschlossen: WITHIN TEMPTATION und EVANESCENCE. Die Tour wird in zwölf europäischen Städten Halt machen.

WITHIN-TEMPTATION-Sängerin Sharon den Adel sagt zur bevorstehenden Tour: „Wir haben aufregende Neuigkeiten… Im April werden wir uns mit EVANESCENCE zusammentun und euch eine ganz besondere Co-Headline-Tour präsentieren! Es wird eine Tour, die DU auf keinen Fall verpassen willst. Es war großartig, Amy und den Rest der Band vor Kurzem zu treffen. Ich denke, wir haben sehr viel gemeinsam, doch allem voran bin ich mir sicher, dass wir die selbe Leidenschaft und das Feuer dafür empfinden, was wir tun. Ich freue mich wirklich sehr, zusammen durch Europa zu touren und etwas zu erleben, das unvergesslich ist.“

Musikerkollegin Amy Lee ergänzt: „Es ist sehr aufregend für uns, uns mit Within Temptation zusammenzutun, um im April diese epische Tour zu spielen. Viele Leute haben uns seit langem immer wieder gefragt, ob wir nicht einmal etwas zusammen machen, und jetzt werden wir dafür sorgen, dass es die Wartezeit wert war! Ich freue mich darauf, Sharons wunderbare Stimme jeden Abend zu hören.“

Die Tourdaten sehen folgendermaßen aus:

04.04.2020 Brüssel, Palais 12
05.04.2020 Paris, Accor Hotel Arena
07.04.2020 London, O2 Arena
09.04.2020 Berlin, Velodrome
11.04.2020 Frankfurt, Festhalle
12.04.2020 Zürich, Hallenstadion
14.04.2020 Mailand, Mediolanum Forum
15.04.2020 München, Zenith
17.04.2020 Hamburg, Sporthalle
18.04.2020 Leipzig, Arena
20.04.2020 Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle
21.04.2020 Amsterdam, Ziggodome

Rhapsody Of Fire – The Eighth Mountain

Die vergangenen acht Jahre Bandgeschichte der italienischen Symphonic-Power-Metaller RHAPSODY OF FIRE waren wohl weder für die Band, noch für die Fans einfach. 2011 trennte sich die Gruppe von Gründungsmitglied und Mastermind Luca Turilli, der seitdem mit Luca Turilli´s Rhapsody tätig ist, 2016 gab man dann den Ausstieg von Stammsänger Fabio Lione, seit dem Debütalbum“Legendary Tales“ dabei, bekannt. Und dies sind nur die beiden markantesten Wechsel in der Besetzung, die sich seitdem ereignet haben. Dennoch besteht die Gruppe, die ihre Hörerschaft seit immerhin schon über 20 Jahren konstant mit durchgehend qualitativ hochwertigem, bombastisch aufgeladenen Power Metal beliefert, fort. „The Legend Goes On“, wie ein Song des neuen und zwölften Albums „The Eighth Mountain“ treffend betitelt ist.

Und als hätte sich bei der Band nie etwas geändert, bekommt der geneigte Hörer auch auf diesem abermals die volle Breitseite dessen, wofür RHAPSODY OF FIRE mit ihrem Namen stehen. Die Italiener halten konstant an der Formel aus griffigen Power-Metal-Riffs, orchestralem Bombast, hymnenhaften Refrains und Fantasy-Texten über Zauberer, Magie, Schwerter und magische Schwerter fest und zeigen dabei einmal mehr, dass der bandeigene Sound mehr ist als nur die Summe dieser Zutaten. Wer mit dem bisherigen Back-Katalog der Band  oder auch nur Auszügen daraus vertraut ist, kann daher ganz treffend einschätzen, was ihn auf „The Eighth Mountain“ erwartet. Die einzige wirklich markante Änderung ist freilich der Wechsel am Gesang. Während Giacomo Voli bereits auf dem 2017 erschienenen „Legendary Years“, das Neuaufnahmen klassischer RHAPSODY-OF-FIRE-Songs beinhaltet, sein Können unter Beweis gestellt hat, überzeugt der neue Sänger auch auf dem ersten „eigenen“ Album voll und ganz. Sein Gesang ist technisch versiert und variabel, gelegentlich darf er, ähnlich wie sein Vorgänger Fabio Lione das hin und wieder getan hat, darüber hinaus ein paar Screams einstreuen.

Was das Songmaterial selbst angeht, ist dieses nicht nur im typischen Soundgewand der Band gehalten, sondern auch qualitativ abermals hochwertig. Die Entscheidung, mit „White Wizard“ und „Warrior Heart“ zwei recht ruhige Songs direkt hintereinander zu platzieren, ist zwar ungeschickt und hemmt den Fluss der Platte merklich. Wirkliche Schwachpunkte bietet das Album jedoch nicht. Obgleich man sich unter dem Strich etwas mehr Songs mit absolutem Hit-Potenzial gewünscht hätte, dürfte insbesondere beim Opener „Seven Heroic Deeds“ oder der gewohnt monumentalen, über zehn Minuten langen Abschluss-Nummer „Tales Of A Hero’s Fate“ jedem Hörer der Band das Herz aufgehen.

Wem RHAPSODY OF FIRE bislang zu kitschig und prätentiös waren, wird diesen Eindruck auch durch „The Eighth Mountain“ nicht revidieren können. Für diejenigen, die genau den typischen Klang der Band erwarten und dessen noch nicht überdrüssig sind, steht jedoch ein weiteres sehr gelungenes Werk bereit. In letzter Konsequenz fehlt diesem zwar ein wenig das Zeug, genauer gesagt die wirklich herausragenden Songs, um sich in die Reihe der bisherigen Klassiker-Alben einzufügen (was allerdings auch schwierig ist). Hinsichtlich des erwartbaren und von Fans erwünschten musikalischen Spektrums der Gruppe lassen die Italiener mit ihrem zwölften Album nichtsdestoweniger erneut kaum Wünsche offen.

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