Interview mit Sascha Blach von Transit Poetry (Teil 2/2)

Nachdem Sascha Blach, Mastermind der Berliner Band TRANSIT POETRY, im letzten Interview einiges über seine vegane Lebensweise berichtet hat, geht es im zweiten Teil des Interviews nun um die aktuelle und möglicherweise letzte Veröffentlichung der Band, das „Luft-Album“ „Pedestrians In The Sky“.

So, hier also der zweite Teil unseres Interviews, nicht dass es Dir noch langweilig wird ;-) Hast Du aktuell viel mit Promotätigkeiten zu tun, „Pedestrians In The Sky“ erscheint ja dieser Tage?
Ja, ich kann mich momentan vor Arbeit kaum retten – die Promotätigkeiten sind aber nur ein Teil davon. Ich bin als Freiberufler für verschiedene Auftraggeber tätig und da gibt es bisweilen Stoßzeiten, in denen alles zusammenkommen zu scheint. Da sind lange Nächte vorprogrammiert. Die Promotion versuche ich nebenbei auch noch unterzukriegen. Transit Poetry ist ja weit davon entfernt, wirklich Geld einzuspielen, daher muss ich immer schauen, wie ich es schaffe, alles unter einen Hut zu bekommen. Und dazu muss man sagen, dass wir ja auch fast alles selbst machen, wofür größere Bands Partner haben – neben der kompletten Albumproduktion z.B. auch die Grafiken, Booking, Merchandising-Versand, Betreuung der ganzen Webseiten, Promotion und auch das Management. Das schlaucht manchmal einfach :-)

Obwohl seit „Evocation Of Gaia“ eine „richtige“ Band besteht, bist Du nach wie vor die treibende Kraft. Worauf legst Du am meisten Wert, wenn Du Dich verbessern willst: als Instrumentalist, als Sänger, als Songwriter, als Texter, als Produzent…?
Die besteht eigentlich sogar schon seit Anfang an, auch wenn die Mädels mal gewechselt haben. Aber in der Tat fällt es mir oft schwer, Dinge aus der Hand zu geben. Daher neige ich oft dazu, alles selbst zu machen. Zumindest sind diesmal aber auch andere Musiker zu hören, wenngleich die kompletten Aufnahmen, Produktion, Mix und Mastering wieder meine Sache waren. Ansonsten … Man versucht sich natürlich in jeder Hinsicht zu verbessern. Ich nehme mir ja nicht vor, mich mit diesem Album beispielsweise nur als Texter zu steigern. Alles ist wichtig und ich versuche immer das, was gerade aktuell ist, 100%ig zu machen. Ich würde aber schon sagen, dass meine größte Stärke das Produzieren ist. Als Sänger und Instrumentalist bin ich eher mittelmäßig, aber ich weiß halt, wie ich die Aufnahmen bearbeite und in Szene setze, damit sie am Ende gut klingen. Und ich glaube, es ist gut für die Musik von Transit Poetry, dass ich mich mit keinem Instrument oder der Stimme ausschließlich identifiziere, sondern sie alle als gleichwertige Teile eines Mosaiks sehe. Bei anderen Bands gibt es oft das Problem, dass jeder Instrumentalist sich profilieren möchte und es dann nicht songdienlich wird. Das gibt es bei uns nicht. Wo jetzt letzten Endes die größte Verbesserung auf ‚Pedestrians In The Sky‘ zu den Vorgängern liegt, sollen aber andere beurteilen.

Im letzten Interview deutetest Du an, dass mit dem Abschluss der „Vier-Elemente-Reihe“ (wenn man es mal so nennen will) vielleicht auch das Ende von TRANSIT POETRY gekommen ist. Wie sieht es in dieser Richtung aus, zumal Ihr ja gerade einen frischen Plattenvertrag bei einer durchaus namhaften Firma unterschrieben habt bzw. anders gefragt: wo würdest Du Deine ganzen Ideen sonst verarbeiten können / wollen?
Ich weiß noch nicht, wie es weitergeht. Momentan ist für mich beides vorstellbar, aufhören oder weiterzumachen. Der Punkt ist, es kostet unheimlich viel Zeit, ein Album nahezu im Alleingang zu produzieren und den ganzen anderen Kram, den ich oben erwähnt habe, auch noch dazu machen zu müssen, damit die Leute auch etwas von der Musik mitbekommen. Mir bleibt kaum Freizeit – meine Freunde wissen, wovon ich rede. Zumal es bei meiner anderen Band Eden Weint Im Grab ja ähnlich läuft. Mir macht das Ganze natürlich riesigen Spaß, es ist meine Leidenschaft, mein Leben, aber für ein bloßes Hobby ist es schlichtweg oft zu zeitaufwändig. Hinzu kommt, dass für uns jedes Album eine Investition bedeutet, von der wir nie wissen, ob sie auch nur annährend wieder reinkommt, da die CD-Verkaufszahlen ja generell nicht so rosig sind. Daher werden wir mal schauen, wie es sich mit diesem Album entwickelt. Vielleicht gibt es auch andere Möglichkeiten dazwischen, z.B. keine Full-Length-Alben mehr zu veröffentlichen, sondern nur noch einzelne Stücke oder EPs, oder die Zeiten zwischen den Alben zu erhöhen.

Hast Du einen „persönlichen Nutzen“ aus dem Umgang mit den vier Elementen im Rahmen der Bandhistorie von TRANSIT POETRY gezogen?
Ich sage mal so, die vier Alben von Transit Poetry haben meine persönliche spirituelle Suche begleitet und dokumentiert. Wenn man sich die Texte durchliest, kann man auf jeden Fall eine Entwicklung und Reifung erkennen und ich denke, in meinem Leben haben sich mittlerweile einige Fragen beantwortet, denen ich am Anfang der Karriere von Transit Poetry noch relativ unbedarft und naiv gegenüber stand. Das ist schön zu beobachten. Aber ich würde nicht sagen, dass der Nutzen direkt aus den vier Elementen kommt, da diese nur eine Art äußerer Leitfaden waren. Sie sollten generell das Materielle symbolisieren und durch die Zusammenführung aller vier Elemente sollte etwas Größeres stattfinden, eine Art Transzendierung. Das mag sich für manch einen nun esoterisch und abgehoben darstellen, aber in meiner Weltsicht ist es so, dass wir tieferen Sinn verloren haben und es uns Aufgabe ist, im Leben wieder nach dem zu suchen, was wir eigentlich sind. Die Musik ist für mich ein Medium dazu.

Im Info klingt es etwas danach, dass es nicht ganz leicht war, das Thema „Luft“ in Worte zu fassen. Wie kommt es dann, dass das Album dennoch opulente, für heutige Verhältnisse enorme 72 Minuten lang geworden ist?
Es war tatsächlich nicht leicht. Das betraf aber nur die Texte. Die Musik war nicht das Problem, da ich mich in dieser Hinsicht nicht so stark dem ‚luftigen Dogma‘ unterworfen hatte, sondern einfach die Ideen verwendete, die meinen Ansprüchen genügten, ob sie nun nach Luft klingen oder nicht. Daher betone ich auch, dass man das mit den Elementen nicht so eng sehen soll. Für mich waren sie zwar ein konzeptioneller Leitfaden, aber letzten Endes war es mir doch wichtiger, gute Musik zu machen und ich wollte mich nicht kreativ beschneiden, indem ich zwei Drittel meiner Ideen in die Tonne kloppe, weil sie nicht zum jeweiligen Element passen. Die Musik ist dieses Mal über einen recht langen Zeittraum entstanden, ich glaube fast zwei Jahre. In dieser Zeit haben die Songs oft sehr lang geruht. Was einerseits gut ist, denn wenn man einen Song auch nach längerem Abstand noch toll findet, spricht das für die Qualität. Und aus meiner Sicht gibt es auf diesem Album trotz 72 Minuten Spielzeit kein Füllmaterial, zumal ich insgesamt sogar über 90 Minuten Material hatte. Andererseits sind solche langen Arbeitspausen aber auch nervig, weil man ständig das Gefühl hat, etwas angefangen zu haben, es aber nicht zu Ende bringen zu können, weil gerade mal wieder die Zeit fehlt. Ich arbeite eigentlich lieber relativ kurz und konzentriert an einem Album und schließe es dann möglichst schnell ab. Und bei mir ist es so, dass ich nicht mal eben abends zwei Stunden an einem Song arbeiten kann, sondern dafür mindestens ein, zwei Tage Ruhe brauche – am besten noch mehr, aber das ist meistens eh utopisch.

Natürlich fällt auf, dass mit „Der Nachtwandler“ zum ersten Mal ein deutscher Titel auf einem Eurer Alben auftaucht. Woher kam die Entscheidung dazu und wie fügt sich der Song letztendlich ins Gesamtkonzept ein?
Er fügt sich insofern gut ins Konzept ein, weil er eine Art Erweckungserlebnis beschreibt, das sich im übertragenen Sinn auch auf mein Leben übertragen lässt. Ich würde zwar nicht behaupten, dass ich erleuchtet bin oder dergleichen, aber ich bin die letzten Jahre deutlich bewusster geworden und habe die Augen für viele Dinge geöffnet, die ich zuvor nicht gesehen hatte. Dass der Song deutschsprachig ist, hat keine tiefere Absicht. Ich schreibe ja seit jeher auch deutsche Texte – für Eden Weint Im Grab und auch Gedichte, wie sie z.B. in ‚Trümmerpfad zur Transzendenz‘ veröffentlicht wurden. Meistens ist es so, dass ich zuerst die Musik komponiere und darauf einen Blindtext singe, um eine Gesangsmelodie zu finden. Daraus ergeben sich oft schon die ersten Worte der Texte. Bei ‚Der Nachtwandler‘ hatte ich dummerweise gerade einen deutschen Textentwurf zur Hand und all meine späteren Versuche, einen englischen Text für das Lied zu schreiben, klangen nur halb so gut, sodass ich dann eben den deutschen Text überarbeitet und verwendet habe. Wir hatten ja auf der ‚Shamanic Passage Through The Embers‘ schon mal einen französischen Track – warum also nicht mal was Deutsches?

Konzept ist ein gutes Stichwort; das übergeordnete ist natürlich offensichtlich und klar, aber gibt es auch ein Konzept innerhalb dieses Albums, irgendeine Geschichte oder steht da jeder Song für sich und bedient nur das übergeordnete Thema?
Nein, jeder Song steht für sich und ist doch irgendwie Teil des großen Ganzen, indem er irgendeinen Bezug zum Thema Luft oder dem Gesamtkonzept hat. Letzten Endes sind die Themen doch sehr verschieden. ‚Monsters‘ erzählt z.B. von der schöpferischen Kraft der Gedanken und wie negative Gedanken sich leicht zu Monstern verwandeln können, die den (selbstverschuldet) Menschen in die Tiefe reißen. ‚A Prayer To The Planet‘ thematisiert den respektlosen Umgang des Menschen mit Mutter Erde, ebenso ‚Storm‘ und ‚Halo Of The World‘. ‚Rhyme Of The Fairies‘ ist ein Stück über feinstoffliche Wesen, die Naturgeister. Und Stücke wie ‚Aeroplanes Into The Sun‘ oder ‚Ad Infinitum‘ beschäftigen sich mit den großen Sinnfragen. Offensichtlich also kein typischer Lufttext dabei, aber im Detail wird man so manches entdecken.

Hast Du über die Jahre und vier Alben eigentlich persönliche Favoriten Deiner eigenen Musik? Zumindest zu den ersten drei Alben müsstest Du doch eigentlich genügend Abstand haben mittlerweile.
Hm, schwer zu sagen, da ich meine alten Alben nur selten höre und sich meine Song-Favoriten je nach eigener Stimmung ändern. Was ich aber sagen kann ist, dass ich mich regelmäßig wundere, wie ich das nur damals hinbekommen habe und mich immer wieder selbst freuen kann, wie gut die Alben doch alle geworden ist, wenn man bedenkt, dass sie alle quasi vor einem weißen Papier bzw. einem leeren Computerarrangement als Grundlage entstanden sind. Das ist bei jedem Album spannend. Man beginnt mit nichts und ist selbst gespannt, wie es wohl werden wird. Rückblickend fällt das Debüt ‚Themes From The Desolate Ocean‘ sicher etwas ab, da ich seinerzeit erstmal lernen musste, wie man Songs schreibt, arrangiert und mischt. Dass ich alles selbst gemacht habe, geschah ursprünglich aus der Not heraus, weil ich mir kein Studio oder einen Producer leisten konnte und kein Label dafür aufkommen wollte. Also musste ich mir das Know-how selbst aneignen. Heute bin ich dankbar dafür, Alben quasi komplett im Alleingang machen zu können und eigentlich in jeglicher Hinsicht autark zu sein. Die Qualität der Alben ‚Shamanic Passage…‘, ‚Evocation Of Gaia‘ und ‚Pedestrians In The Sky‘ würde ich vom Songmaterial her ähnlich gut einschätzen. Es gibt auf keinem der Alben einen Song, an dem ich ernsthaft im Nachhinein etwas ändern würde. Sie sind allesamt Kinder des jeweiligen Moments. Lediglich Details wie die Vocal-Performance, der Sound und die Arrangements sind natürlich stetig besser geworden.

In den Texten taucht immer wieder der Schmetterling (= Butterfly) auf. Hast Du eine besondere Affinität zu diesem Tier oder nuttz Du ihn „nur“ als Metapher, weil er durch seine einer schönen und großen, aber auch sehr anfälligen Flügel sehr zerbrechlich wirkt?
Haha, ich glaube man greift unbewusst immer auf ähnliche Symbole zurück – das ist eine Art Wortschatz, um Dinge auszudrücken. Bei ‚Astronauts & Butterflies‘ diente mir der Schmetterling als Symbol für die Schwerelosigkeit. Ich wollte materielle Bilder finden, die ausdrücken, wie sich die Seele getrennt vom Körper frei durch Zeit und Raum bewegen kann. Bei ‚Storm – The Darkest Of All Butterflies‘ geht es um die Chaos-Theorie: dass der Flügelschlag eines Schmetterlings am anderen Ende der Welt einen Wirbelsturm auslöst. So wird dieses zarte Wesen auf einmal zu etwas sehr Bedrohlichem und Unheimlichem. Der Song hat jedoch auch noch eine andere Ebene – nämlich dass dieser Sturm eine reinigende Wirkung hat und für eine Tabula Rasa sorgt. Die Natur heilt sich quasi selbst vom ‚Krebsgeschwür Mensch‘.“

Ist ein Resultat der langen Spielzeit auch, dass das Album abwechselungsreicher als alle Alben zuvor geworden ist?
Ich finde eigentlich, Transit Poetry klang schon immer sehr abwechslungsreich und man konnte nie sagen, ob wir nun Rock, Gothic, Electro oder Pop machen, weil immer unterschiedlichste Elemente zusammenkommen und man nie weiß, wie der nächste Song klingt. Da nehmen sich das neue Werk und die Vorgänger aus meiner Sicht nichts. Aber so wird man als Hörer zumindest immer wieder überrascht und ist nicht nach drei, vier Stücken schon gelangweilt. Allerdings plane ich diese Vielfalt nicht. Im Gegenteil, ich habe mir schon oft vorgenommen, mal etwas einheitlichere Stücke zu schreiben, aber es klappt nicht ;-) Ich glaube das kommt einfach daher, dass ich selbst unterschiedlichste Musik höre. In Frühphasen eines Albums frage ich mich dann schon öfter, ob das überhaupt alles noch Transit-Poetry-Songs sind, aber irgendwie fügt es sich am Ende doch immer gut zusammen.

Denkst Du beim Schreiben eines Songs daran, wie er hinterher wirken wird bzw. „was man damit machen“ kann? Einige Stücke klingen für mich als Disco-Laien trotzdem ziemlich tanzbar, ist so etwas beabsichtigt oder natürlichen Entwicklung?
Es ist schon manchmal so, dass ich mir denke, ich würde jetzt gerne ein treibendes und tanzbares Stück schreiben oder ein ruhiges, melancholisches. Aber allzu oft kommt dann doch etwas ganz anderes durch. Musik lässt sich eben selten planen. Daher macht es wenig Sinn, sich beim Schreiben den Kopf zu zerbrechen, was mit dem Song mal passieren könnte. Das beginnt erst, wenn der Song fertig ist oder sich in einer schon sehr reifen Demophase befindet. Klar, dann denkt man schon mal, das wäre vielleicht ein guter Live- oder Club-Song. Generell finde ich, dass die Anzahl der clubtauglichen Songs diesmal aber noch etwas zurück gegangen ist und die Menge der rockigen, Gitarren-lastigen Stücke dafür höher ist.

Kommt es mir nur so vor oder sind die ohnehin schon wenigen Metalelemente zugunsten von mehr elektronischen Anteilen noch weiter zurückgegangen sind?
Aus meiner Sicht ist das Album nicht mehr oder weniger metallisch als die Vorgänger, und wir waren ja noch nie wirklich metallisch. Dafür habe ich Eden Weint Im Grab :-) Wenn dann würde ich eher sagen, sind diesmal noch ein paar mehr Pop-Elemente zu finden, aber ich empfinde das Album sogar als unelektronischer und organischer, da wir noch mehr echte Instrumente eingesetzt haben. Letztendlich ist die Härte für mich eh kein Maßstab – mir ist es wichtig, einfach gute Songs zu schreiben, egal ob Pop oder Metal.

Die sehr warme, weiche Akustikgitarre scheint insgesamt mehr Raum bekommen zu haben; ist das einer Absicht geschuldet, die Songs auf eine (in der Luft) schwebende Ebene zu heben?
Dem stimme ich zu, ja. Das ist ein Beispiel für die vermehrten organischen Elemente. Wir haben bei vielen Chorussen leichte, geschlagene Akustikgitarren im Hintergrund, weil ich finde, dass sie einen schönen offenen und warmen Sound erzeugen. Das hatte jedoch eher klangästhetische als konzeptionelle Gründe.

Habt Ihr mit Danse Macabre jetzt eigentlich auch die Gelegenheit, mal wieder verstärkt live aktiv zu sein, immerhin müssten sich so doch einige neue Möglichkeiten ergeben.
Also, Danse Macabre sind lediglich als Vertrieb für uns tätig, sie veröffentlichen das Album in Kooperation mit Remote Music. Generell ist die Livefront aber weniger Labelsache als Bandsache. Und uns fehlt es momentan an einer engagierten Booking-Agentur, die uns mal ein wenig Arbeit abnimmt und auch mal Türen aufstoßen kann, für die wir alleine zu schwach sind J Ich würde sehr gerne mehr auf die Bühne, da nach über zwei Jahren Live-Abstinenz schon was fehlt, aber auch der Live-Markt ist total überlaufen, wenn man ehrlich ist, und da sind als kleiner Name auch nur ein Bittsteller unter vielen – das muss man realistisch betrachten. Daher versuchen wir uns auf einfach auf jedes einzelne Konzert zu freuen und das Beste draus zu machen, anstatt großen Rockstarträumen nachzuhängen.

Abschließend darf das Wortspiel nicht fehlen, Du kennst das ja bereits ;-)
Aussetzung der Wehrpflicht: am besten sollte man sie gleich weltweit aussetzen – mein Traum wäre eine Welt, in der sich niemand mehr als Soldat opfert und es demzufolge auch fast unmöglich wird, Kriege zu führen.
Castortransporte: ich finde, Atomkraft ist ein komplexes Thema mit viel für und wider, daher kann ich das nun nicht in einem Satz auf den Punkt bringen. Wie im letzten Teil des Interviews schon erwähnt, bin ich der Einfachheit halber für die Erforschung der freien Energie à la Tesla :-)
Superwahljahr 2011: wenn jeder kleine Parteien wählen würde, könnte man die Machtmonopole endlich durchbrechen und wieder volksnähere Politik Einzug halten, weil sich dann wirklich was ändern müsste. Momentan ist es doch fast egal, ob man schwarz, rot, grün oder gelb wählt. Sehr sympathisch finde ich diese hier: www.parteidervernunft.de
iPod: ich bin zwar Apple-Fan, aber der iPod war mir doch immer zu teuer, sodass ich einen einfachen MP3-Player nutze.
Berlin: dreckig, laut und groß, aber auch voller Kreativität und Leben – irgendwie liebe ich die Stadt einfach.

Vielen Dank für Deine Ausdauer beim Beantworten meiner Fragen, ich hoffe, wir haben bald wieder die Gelegenheit; die letzten Worte gehören Dir.
Gerne doch, ich freue mich immer über interessante Fragen und bedanke mich bei dir, Jan, für die Mühe und bei den Lesern, die es bis zu dieser Stelle geschafft habe und nicht schon beim Veganismus-Teil entnervt aufgegeben haben. Ich hoffe, der ein oder andere riskiert auf www.myspace.com/transitpoetry mal ein Ohr. Wer die CD haben möchte, bestellt sie am besten direkt bei uns unter www.wintersolitude.de – da haben wir das meiste von und sie ist am günstigsten. Bis bald!

Zum ersten Teil des Interviews

Publiziert am von Jan Müller

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