Der Jahresrückblick 2021 von Sebastian Mack

Meine Top-5 der Metal-Alben 2021

  1. Smalltape – The Hungry Heart
  2. The Neal Morse Band – Innocence & Danger
  3. Transatlantic – The Absolute Universe
  4. Meer – Playing House
  5. Saga – Symmetry

Schlechtestes Metal-Album des Jahres

Liquid Tension Experiment – LTE 3

Klar, die beteiligten Musiker sind große Könner und technisch ist hier alles blitzsauber. Dennoch ist diese Scheibe ein perfektes Beispiel für all die Prog-Alben, in denen unfassbar viele Noten gespielt werden, ohne etwas auszusagen. Ziel- und seelenloses Gedudel, das schnell nervt.

Bestes Entmetallisiert-Album des Jahres

Grandbrothers – All The Unknown
Thorsten Quaeschning – AMA

Mein bestes Konzert des Jahres

Ich habe in diesem Jahr – wie wohl viele andere auch – keine Konzerte und Festivals besucht. 2022 wird das hoffentlich anders, sodass es an dieser Stelle mehr zu berichten gibt. Die ersten Tickets liegen jedenfalls hier – für das Night Of The Prog Festival und Konzerte von The Midnight, The Neal Morse Band, Saga und Kansas.

Bestes Coverartwork des Jahres

Smalltape – The Hungry Heart

Philipp Nespital, dem Kopf hinter Smalltape, ist ein grandioses Gesamtkunstwerk gelungen. Die Songs auf „The Hungry Heart“ nehmen Bezug auf wichtige Themen unserer Zeit, sind zutiefst berührend sowie detailverliebt arrangiert und produziert. Das stilvolle und zeitlose Artwork hält diesen hohen Standard mühelos. Es passt perfekt zur genauso introvertierten wie aufrüttelnden Stimmung der Platte und wird auch im Video zur Auskopplung „Colors“ wieder aufgegriffen (siehe unten). So macht man ein Album des Jahres, in allen Aspekten.

Smalltape – The Hungry Heart

 

Schlechtestes Coverartwork des Jahres

The Neal Morse BandInnocence & Danger

Geht es noch kitschiger und abgegriffener? Schade, dieses Cover passt von der Stimmung und Qualität leider ganz und gar nicht zur großartigen Musik:

The Neal Morse Band (NMB)- Innocence & Danger

Mein Newcomer des Jahres

HAKEN-Sänger Ross Jennings hat mit „A Shadow Of My Future Self“ ein überraschend variantenreiches und unterhaltsames Solodebüt vorgelegt. Vollgepackt mit starken Songs, die sich klar von seiner Hauptband abgrenzen und ihm in einer gerechteren Welt eine Karriere als Solokünstler ermöglichen würden. Hoffentlich bleibt es nicht bei dieser einen Scheibe.

Für Freunde des düsteren Postrocks ebenfalls ein Reinhören wert: Feeling Of Presence – Of Lost Illusion.

Meine Entdeckung des Jahres

Die perfekte Mischung aus Fusion, Progressive Rock und unverschämt poppigen Melodien: Die norwegische Instrumental-Combo Pymlico.

Meine Enttäuschung des Jahres

Braucht es wirklich drei unterschiedliche Fassungen eines einzigen Albums? Zwischen 65 und 105 Minuten, mit teils verschiedenen Songs, Lyrics, Sängern und Arrangements? Ganz unabhängig davon, dass auch „The Absolute Universe“ wieder ein gelungenes Transatlantic-Werk ist – hier verkauft die Band ihre eigene Uneinigkeit darüber, welches Material nun auf ihre fünfte Scheibe gehört, einfach an ihre Fans und schlägt daraus gleich mehrfach Profit. Dafür gibt es ganz klar einen Daumen runter.

Eine kleine Enttäuschung waren auch Sylvan, die nach sechs Jahren Wartezeit mit „One To Zero“ ein arg durchschnittliches und behäbiges Album abliefern.

Überraschung des Jahres

Ach du meine Güte, ich mag jetzt die Musik von Schiller?

Mein Song des Jahres

Prog-Song des Jahres: Frost* – The Boy Who Stood Still

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(Halb-)Ballade des Jahres: Smalltape – Colors

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Mein bestes gelesenes Buch

Babys erstes Fühlbuch – keines habe ich öfters und länger gelesen! ;-)

Mein bester gesehener Film

Mit Nachwuchs steigt die Müdigkeit, und es sinkt die Aufmerksamkeitsspanne. Daher waren eher TV-Sendungen und Streaming-Serien angesagt: Meine persönlichen TV-Preise gehen an das ZDF Magazin Royale, Extra 3, Sträter und Last One Laughing.

Mein Wunsch / Hoffnung für das kommende Jahr

Damit bin ich wohl nicht allein: Ich wünsche mir, dass wir die Corona-Pandemie endlich in den Griff kriegen und Konzerte, die auch tatsächlich Spaß machen, wieder möglich werden. Außerdem freue ich mich auf die neuen Alben von Star One, Tangerine Dream und Marillion.