CD-Review: Abhomine - Larvae Offal Swine

Besetzung

Pete Helmkamp - Gesang, Gitarre, Bass

Sessionmusiker: A. Rodriguez - Schlagzeug

Tracklist

01. Intro
02. Buried With Pig
03. Kapos And Whores
04. Crown Of Flies
05. Black Magus Whitehoause
06. Narcocult
07. Reptile Annunciation
08. Nest Of Disgust
09. Outro


Soloprojekte sind eine gute Möglichkeit, seine eigenen musikalischen Vorstellungen unabhängig von einer Band zu verwirklichen. Das muss sich Pete Helmkamp, bekannt durch sein Schaffen bei Bands wie den US-Death Metalern Angelcorpse, ebenfalls gedacht haben. Man rief das Soloprojekt ABHOMINE ins Leben und möchte nun mit dem ersten Album „Larvae Offal Swine“ die Fans des Black Metal ansprechen.

Es ist nicht klar, was Helmkamp sich beim furchtbaren Intro gedacht haben mag. Lachhafte Geräusche, die wohl Schweinegegrunze imitieren sollen, dazu wird im Hintergrund mit gewollt, aber nicht gekonnt angsteinflößender Stimme die Wortfolge „Worm Pig Shit“ Mantra-artig rezitiert. Ganz ehrlich: In einer guten Minute die Nerven des Hörers derart zu strapazieren ist fast schon Kunst. Viel schlimmer kann es nicht mehr werden, wenn der eigentliche Opener „Buried With Pig“ das Debakel beendet. Recht viel besser wird es jedoch ebenfalls nicht, es liegt ein generischer, standardmäßiger Black-Metal-Song vor. Das muss per se nicht schlecht sein, wie andere Bands, die das Genre ebenfalls nicht revolutionieren, schon oftmals bewiesen haben. Hier fehlt es aber nahezu vollkommen an Wiedererkennungswert und an Momenten, die aufhorchen lassen. Leider hat man damit auch eine Steilvorlage für den Rest des Albums: Kaum etwas wirkt hörenswert, „Larvae Offal Swine“ marschiert in einem gleichbleibenden Trott dahin, aus dem sich kaum Höhepunkte herausfiltern lassen. Den Stücken fehlt es an markanten Motiven und Wiedererkennungswert. Lichte Momente sind rar gesät, der ein oder andere starke Gesangsmoment, hie und da mal ein gefälliges Riff, aber insgesamt ist das viel zu wenig, um auf Albumlänge zu überzeugen. Es regiert die Belanglosigkeit und nach dem Outro, welches genau so Fremdscham hervorruft wie das Intro, bleibt als positiver Aspekt traurigerweise etwas, das bei anderen Alben ein Minuspunkt wäre: Nach lediglich 26 Minuten ist es vorbei.
Die dilettantische Produktion macht das Ganze selbstredend auch nicht besser: Im Gegensatz zur Stimme, die deutlich im Vordergrund steht, gehen die Instrumente im Sound unter, sodass die ohnehin wenig ansprechenden Riffs zu allem Überfluss blass und kraftlos klingen. Über das grottenschlechte, peinliche Coverartwork muss man eigentlich keine Worte verlieren, es entbehrt aber nicht einer gewissen Ironie, dass es gut zum Gesamtbild passt.

Aus „Larvae Offal Swine“ hätte mehr werden können als eine belanglos und gewöhnlich wirkende Platte. Wenn Pete Helmkamp mit ABHOMINE im Black Metal wahrgenommen werden möchte, muss er sich beim nächsten Versuch mehr einfallen lassen. Einen guten Start legt er nämlich nicht hin.

Bewertung: 3.5 / 10

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