CD-Review: Aisling - Aisling & Trath Na Gaoth

Besetzung

Sidh - Gesang
Gwynfyd - Gitarre
Cromm - Gitarre
Cernunnos - Gitarre
Imbolc - Bass
Annwn - Schlagzeug

Tracklist

01. Through The Eyes Of Cosmos
02. The Oracle Of Dehumanization
03. Sepulchral Council Of The Beholders
04. Misanthropic Salvation
05. Duan Amhairghine (Amergin's Challenge)
06. Crushing The Wall Of Time
07. Tir Na n'Og (Forgotten Rites)
08. Memories Of A Timeless Vision
09. Laoidhan Fogharach Na Dubhachas Agus T-Aisling Agam
10. The Shining Darkness (Omega)


Die aus Italien stammenden AISLING werfen hier eine Art Wiederveröffentlichung auf den Markt und zwar wurden hier ihr erstes Album namens „Aisling“ und ihre darauffolgende MCD „Trath Na Gaoth“ neu aufgenommen und eben nun herausgebracht. Übrigens sind von all den mitwirkenden Musikern noch drei dabei und zwar Sidh, Cernunnos und Cromm. Lyrisch gesehen bekommt der Hörer nichts besonderes geboten, erwähnenswert ist ansonsten wohl noch, dass die Herren ihrem Ursprung frönen, was hier der keltische wäre, wie nicht allzuschwer zu erkennen ist.

Eingeleitet von einem Klavierintro, welches einen düsteren, spannunsvollen Unterton mit sich trägt, der sich rasch ausbreitet, beginnt das Album. Das Intro wird später noch sehnsuchtsvoll, es klingt fast ein wenig wie Final Fantasy-Titelmusik, nicht abwertend gemeint, die ist meist recht gelungen für ein Spiel. Danach offenbart sich dann aber das Elend in Form von ihrer Musik. Schlecht abgemischt, die instrumentale Harmonie fehlt, es scheint alles wirr drauflos zu spielen. Nichts passt zueinander; selbst jeder Part für sich wirkt nicht wirklich überzeugend. Das Schlagzeug klingt nach nichts, die Gitarren ganz gerne ebenso. Der Sänger hört sich eher nach einem kläffenden, tollwütigen Hundi an als nach Gesang. Dazu sagt dann ab und an eine klare Stimme ein paar Wörtchen, die aber auch als belanglos betrachtet werden dürften, sie klingen noch nichtmal gut und machen den kleinsten Hauch von Atmosphäre zunichte. Oder jene Stimme singt schlecht, das kommt freilich auch vor. Nunja, es existiert auch schönes, so gibt es diverse melodische Gitarrenstellen, die man sich gut anhören kann. Ja, das wars dann auch.
Weiter mit den negativen Aspekten: Senor Schwulst ist hier Dauergast und hat den Kitsch mitgebracht; man sah sich anscheinend dazu genötigt, das Gehör mit Geklimper-Genudel zu penetrieren. Offensichtlich wurden Cradle of Filth kopiert, es erinnert zumindest leicht daran. Nur sind die Engländer da zigmal besser und die sind schon nicht die Besten. Flöten/Harfenklänge oder ein plätschernder Bach mögen ja teilweise einen Hauch von Charme haben, aber das ist noch längst kein Grund, sowas möglichst oft unterzubringen. Wie ich bereits schrieb, ist der Sänger nicht der beste seines Fachs und AISLING haben sich noch das weibliche Gegenstück dazu geholt. Nennen wir es Gejaule, das trifft es eher als Gesang. Letztlich ist dieser schlicht eine Zumutung. Passt halt zum Rest.

Alles in allem ist „Aisling & Trath Na Gaoth“ keine schöne Sache und auf Dauer nervig. Ich kann da gar nichts mehr großartig zu sagen, das ist einfach miserabel, das klingt noch nichtmal nach zusammengeschustert. Wirklich rein gar nichts gut platziert, jegliche melodischen folkischen Ideen irgendwie hereingeschoben, völlig wirsch und nicht hineinpassend. Was soll das?

Bewertung: 1.5 / 10

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