CD-Review: Alpha & Omega - No Rest No Peace

Besetzung

Luis – Gesang
Aaron – Gitarre
Brian – Gitarre
Anthony – Bass
Mike – Schlagzeug

Tracklist

01. Sink
02. No Rest, No Peace
03. Burning Rope
04. Underworld
05. Counterfeit
06. Downfall
07. Chains Of Life
08. Questions & Devils
09. Lost My Way
10. Choking Tongue


Manchmal geht es Schlag auf Schlag. Kaum hat man eine Band zum ersten Mal gesehen und hat diese, wie ALPHA & OMEGA auf dem Mair-1-Festival 2013, mächtig Eindruck hinterlassen, veröffentlicht just diese Truppe gleich darauf ihr zweites Studio-Album. Im Falle der Kalifornier, die wie Terror aus Los Angeles stammen, hört es auf den Namen „No Rest No Peace“.

Wie das Vorbild setzen ALPHA & OMEGA auf kompromiss- und schnörkellosen Hardcore, der allerdings generell langsamer und weniger auf Moshparts, sondern mehr auf Groove setzt. Die typischen Thrash-Gitarren, die bei diesem Stil natürlich nicht fehlen dürfen, sind jedoch allgegenwärtig und prägen den Sound der Kalifornier noch nachhaltiger als das bei den Kollegen von Terror der Fall ist. Mit dem Titeltrack, der an zweiter Stelle steht, setzen ALPHA & OMEGA allerdings schon das erste Ausrufezeichen: Eingängige, explosive Riffs, aggressive Shouts und eine Menge Tempowechsel machen den Song zu einem extrem kurzweiligen Erlebnis, zumal gegen Ende ein Moshpart einsetzt, der an „Stick Tight“ erinnert. In einem ähnlichen Stil verlaufen „Lost My Way“, das mit zwischenzeitlichen Double-Bass-Spiel sehr metallisch ist, und „Counterfeit“. „Questions & Devils“ setzt dafür in Sachen Groove dafür neue Maßstäbe und verfügt außerdem über einen sehr mitsingtauglichen Refrain.

Die Produktion des Albums ist derweil anständig ausgefallen, auch wenn der Gitarrensound durchaus etwas roher sein dürfte. Als Highlight kristallisiert sich später noch „Counterfeit“ heraus, während die anderen Songs bis auf wenige erhellende Momente eher blass bleiben. Es ist wie so oft bei Hardcore-Alben: Beim ersten Mal macht es richtig Spaß, beim zweiten bis fünften Mal gewöhnt man sich langsam daran und beim sechsten bis zehnten Hören stellt man bereits fest, dass der Großteil des Songmaterials recht durchschnittlich ist. Das liegt bei ALPHA & OMEGA unter anderem daran, dass man die Extreme nicht so sehr ausreizt: Besonders hart ist „No Rest No Peace“ nicht, zündende Single-Note-Melodien gibt es auch nicht und die Breakdowns bringen vermutlich die meisten Leute zum Abtanzen, aber nicht zum Ausrasten.

„No Rest No Peace“ bleibt dennoch zumindest konstant auf einem gut durchschnittlichen Niveau. Das spiegelt auch ungefähr die momentane Lage der Bands wider: Terror sind das Maß aller Dinge, ALPHA & OMEGA gehören (noch) ins Aufwärmprogramm.

Bewertung: 6 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: