CD-Review: Amaran - A World Depraved

Besetzung

Johanna DePierre - Gesang
Mikael Andersson – Bass
Ronnie Backlund – Gitarre
Robin Bergh – Schlagzeug
Kari Kainulainen – Gitarre

Tracklist

01. Faith Healer
02. Rusty Warhorse
03. Void
04. Daffodil
05. Lullaby
06. Imperfect
07. Little Victory
08. Karma In Flesh
09. Received A Kiss
10. Ode


Amaran – Ein weiterer Name aus der unendlichen Schwemme von skandinavischen Heavy Metal Combos. Und aus der Masse können sie sich meiner Meinung nach auch nicht wirklich hervorheben.
Die Stimme von Johanne DePierre will auch teilweise so gar nicht zu seiner instrumentalen Umgebung passen und wirkt teilweise doch sehr deplaziert. So ist dazu noch im Opener „Faith Healer“ neben der schon seltsamen Rhythmik und Melodik der Refrain so richtig verhunzt worden und geradezu langweilig.

Von „Little Victory“ hab ich mich zum Kauf dieses Albums hinreisen lassen, denn das ist doch ein guter, schneller Power Metal Song, der durch Johannas Gesang einen besonderen Touch bekommt. Mein Lieblingssong auf der Platte ist aber „Rusty Warhorse“. Schnell und gut, dazu noch abwechslungsreich und der Gesang wird hier mal gut eingesetzt – dieser Song hat also alles… was der Rest nicht hat.

Der abgehackte und pseudo-straighte Riff von „Void“ geht mir ziemlich auf die Nerven, da kann auch das doch recht gelungene Drumming nichts mehr retten.Wenn man sich dann mal die Songs ein bisschen weiter anhört, scheint man zu glauben, dass Johanna höchstens zwei Stimmlagen beherrscht, was nicht gerade positiv aus. Im Vergleich mit Kolleginnen wie Tarja Turunen oder Sabine Edelsbacher macht sie keinen Stich.

„Karma In Flesh“, „Recieved A Kiss“ und „Ode“ schweben zwischen durchschnittlichen Nummern und Totalausfällen, und zwei Songs sind wirklich bezeichnend für „A World Depraved“: „Lullaby“ und Imperfect“ – wenn man nicht aufpasst, lullt man echt ein, und perfekt ist das alles bei weitem nicht, sondern noch ziemlich mangelhaft und fehlerhaft.

Die Drums und Riffs sind teilweise einfach nur unangenehm anzuhören und klingen komisch abgehackt, der Gesang passt oft einfach nicht, ist in der falschen Stimmlage oder treibt einem einfach nur den Wunsch nach einer Instrumentalpassage ins Hirn. Nein, lieber doch nicht, denn da wird’s auch nicht besser. Vielleicht hätte man etwas mehr an den Melodien feilen sollen, und weniger Verzerrungseffekte einbauen sollen, hätte vielleicht etwas geholfen. Und Titel wie „Rusty Warhorse“, „Daffodil“ oder „Karma In Flesh“ sind auch nicht gerade das gelbe vom Ei. Zur Produktion fallen mir auch kaum gute Worte ein, alles wirkt einfach unausgegoren und zu kantig.

Gute Ansätze sind hier und da vorhanden, dennoch ist „A World Depraved“ ein eher unterdurchschnittliches Album und leider ein absoluter Fehlkauf. Schade drum, aber vielleicht kommt ja in Zukunft was besseres von Amaran als nur zwei gute Songs aus zehn. Aber gute Ansätze machen noch kein Album, dass man sich gerne anhört.

Bewertung: 5 / 10

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