CD-Review: Awaken Demons - Awaken Demons

Besetzung

Luca Zattoni – Gesang
Andrea Bassetti – Gitarre
Nicola Lelli – Bass
Emanuele Pagani – Schlagzeug

Tracklist

01. Foregone
02. Sharks
03. Disease
04. Under The Glass
05. Me, Against The Machine
06. Phoenix
07. Isolation
08. Tempest
09. Take The Crown
10. Breach The Sky
11. Under The Glass (Remix)


Bastardized Recordings sind in der Regel ein verlässlicher Lieferant für guten Hard- und Metalcore, sind dort doch unter anderem die deutschen Bands Today Forever, Six Reasons To Kill und Bloodattack unter Vertrag. MIT AWAKEN DEMONS rollt nun eine neue Welle an Breakdowns unaufhaltsam auf mich zu…

…um erstmal, bevor sie sich wirklich aufgebaut hat, radikal abzuflauen. Das schafft man, indem man wie in „Foregone“ etwa eine Minute lang ein und denselben Akkord runterschrubbt, um danach in „Sharks“ ganze zwei Akkorde runterzuschrubben (auch wenns nur nach einem klingt). Gähn! „Disease“ beginnt erstmals etwas Dynamik zu entwickeln, was den temporeichen Strophen und dem eingängigen Refrain geschuldet ist. Dieses Muster lässt sich auch auf den Rest der CD übertragen, denn immer wenn AWAKEN DEMONS aus dem ermüdenden Midtempo-Metalcore-Schema ausbrechen, gewinnen die Songs gleich deutlich an Wiedererkennungswert, wie in „Phoenix“, das mit klasse Melodien im Refrain zu überzeugen weiß. Generell täte ein deutliches Plus an Melodie AWAKEN DEMONS alles andere als schlecht, so würden die immergleichen Schemata, nach denen die Band ihre Lieder aufbaut, nicht so schnell langweilig werden – zumal es stets funktioniert, wenn AWAKEN DEMONS ihre Lieder etwas eingängiger gestalten: Die melodischen Riffs in „Tempest“ kommen sehr cool rüber und das abschließende „Breach The Sky“ macht durch die dezent melancholischen Power Chords ein wenig Laune.

Leider sind das nur Lichtblicke – der Rest der Platte ist nämlich nichts weiter als Einheitsbrei und bevor die Band nicht mehr ausprobiert, als in 80 Prozent ihrer Lieder bei circa 80-100 bpm Power Chords zwischen dem ersten und vierten Bund der Gitarre runterzuprügeln und alle 30 Sekunden einen Breakdown einzustreuen, besteht auch wenig Anlass dazu, in Begeisterungsstürme auszubrechen. Dass AWAKEN DEMONS auch in Sachen Gesang und Produktion dem Durchschnitt entsprechen, passt da gut ins Bild.

Bewertung: 5 / 10

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