CD-Review: Buckcherry - Confessions

  • Veröffentlichung: 2013
  • Label: Eleven Seven
  • Spielart: Hard Rock
Besetzung

Josh Todd – Gesang
Keith Nelson – Gitarre
Stevie D. – Gitarre
Jimmy Ashhurst – Bass
Xavier Muriel – Schlagzeug

Tracklist

01. Gluttony
02. Wrath
03. Nothing Left But Tears
04. The Truth
05. Greed
06. Water
07. Seven Ways To Die
08. Air
09. Sloth
10. Pride
11. Envy
12. Lust
13. Dreamin' Of You


BUCKCHERRY sind auf dem besten Weg, sich zu den neuen Stars des Hard Rock zu mausern. Spätestens seit „15“ (2006) kann man sich über ausbleibenden Erfolg jedenfalls nicht mehr beschweren: Platin- und Gold-Alben, Charteinstiege, große Touren, alles, was dazugehört, um sich langsam aber sicher zu echten Genre-Schwergewichten zählen zu können. Dass man mit „Confessions“ hier nichts anbrennen lässt, versteht sich von selbst.

Die Kalifornier liefern auch 2013 das, was man von ihnen gewohnt ist: schnörkellosen, harten, direkt ins Ohr gehenden Rock. Nach 18 Jahren wissen BUCKCHERRY, wie man Songs auf den Punkt bringt, wie man ein Album ohne Ausfälle schreibt. Und dass zu einem guten Hard-Rock-Album schnelle und langsame Momente gehören und neben beinharte Songs auch gefühlvolle Balladen. „Confessions“ ist ein Allround-Album, das man beim Auto fahren auflegen und auch auf eine Party ohne Kuttenträger gefahrlos einschmuggeln kann. Hier hat die Truppe um Sänger Josh Todd alles richtig gemacht, angesichts der großen Abwechslung auf dem Album, die Hand in Hand mit ambitionierter Instrumentierung geht, lassen sich nur schwer Kritikpunkte ausmachen.
Die findet man erst, wenn man sich nach dem Hören fragt, wo genau sich nun die Höhepunkte fanden. Bei dieser Gelegenheit stellt man dann fest, dass „Confessions“ eigentlich schon fast zu geradlinig und eingängig geworden ist. Zwar ist an sich jede Nummer sehr liebevoll ausgestaltet, die großen Refrains, die ekstatischen Soli und die entfesselten Riffs, die haben BUCKCHERRY über den ganzen Hochglanz aber weitgehend vergessen. Schade, denn am Ende ist es doch genau das, warum man eine Hard-Rock-Platte anhört, und nicht, dass man sie 52 Minuten laufen lassen kann, ohne auch nur einmal irgendwo anzuecken.

Natürlich kann man der Band schlecht einen Strick daraus drehen, ein Album zu professionell gemacht zu haben, freut man sich doch sonst häufig über jeden Funken Seriosität. Aber „Confessions“ bietet zu wenig, an was man sich nachher erinnert, zu wenig, weswegen man die Scheibe noch einmal einlegen würde. Das Album wird definitiv seine Hörer finden, aber wer Rock mag, der nicht nur schnell ins Ohr geht, sondern dann auch dort bleibt, der sollte von einem Blindkauf Abstand nehmen.

Bewertung: 7 / 10

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