CD-Review: Burial Vault - Ekpyrosis (Periodic Destruction)

Besetzung

Raimund Ennenga – Gesang
Tobias Schnaub – Gitarre
Alexander Petri – Gitarre
Amko Groeneveld – Bass
Daniel Pasligh – Schlagzeug

Tracklist

01. Periodic Destruction (Instrumental)
02. Heretic
03. Dominate God‘s Creation
04. Genesis. Trinity. Carnage.
05. Icon Of Indignity
06. The Embodiment Of Animosity
07. Weapon Without A Choice
08. Those Things Which Were Thought Can Never Be Unthought


Nach zwei selbstproduzierten EPs legen die Emsländer BURIAL VAULT mit “ Ekpyrosis (Periodic Destruction)“ ihr erstes Album vor. Egal aber, wie (nord)westlich der Fünfer in Deutschland beheimatet ist, die Musik weist einen starken Hang nach Schweden auf. Nach dem Intro zersägt „Heretic“ mit einem angeschwärzten, thrashigen Riff direkt die eben noch vorherrschende Ruhe im Raum. Wenn dann auch noch Raimund Ennenga seine tiefen Growls dazu packt, fühlt man sich spontan in der Zeit zurück versetzt. Alte Dark Tranquillity und Dissection dürften recht offenkundig große Vorbilder sein. BURIAL VAULT schlagen in eine ähnliche Kerbe wie Thulcandra, nur weniger schwarz und düster, dafür abwechslungsreicher und vergleichsweise schon fast mit teils hoffnungsvollen Melodien.

Nein, neu erfunden wird hier nichts, aber BURIAL VAULT wollen auch gar nicht so tun als ob. Billig kopiert wird jedenfalls nicht, es ist schon eine gewisse eigene Note zu erkennen. „Icon Of Indignity“ etwa ist vollgestopft mit Ideen, ganz hervorragend ist hier vor allem die kalt klirrende Leadgitarre, eine wahre Freude, auch einige überaus nette Schlagzeugspuren finden sich hier. Überhaupt, die beiden Gitarristen machen ihre Sache erstklassig, über die gesamten 55 Minuten gibt es tolle Melodien und Harmonien zu entdecken. Sehr gut agiert auch der Sänger, irgendwo zwischen Johan Hegg und dem jüngeren Peter Tägtgren kann man seine tiefe Stimme ansiedeln, ab und zu streut er in passenden Momenten auch garstige Screams mit ein. Meist sitzen auch die Breaks, nur ab und an scheinen sie noch zu viel zu wollen und verzetteln sich etwas, woran die Songstrukturen etwas leiden. Mehr zielgerichtete Arbeit mit ein wenig mehr Struktur hätte mir hier wohl besser gefallen, das ist aber auch ein sehr subjektiver Eindruck. Potential nach oben gibt es jedenfalls für weitere Veröffentlichungen, die gefühlvollen Momente sitzen schon oft, nun braucht es noch mehr Durchschlagskraft und Wucht und vielleicht auch den Mut zum Risiko.

„Ekpyrosis (Periodic Destruction)” ist ein bemerkenswertes Debütalbum, das man sich als Anhänger von melodischem Death und Black Metal unbedingt anhören sollte. Durch das schicke Cover und den guten, atmosphärischen Sound (mit deutlich hörbarem Bass – wer’s mag) bekräftigt sich meine Empfehlung noch. Hört sich gut durch, die Scheibe, und macht auch nach mehreren Durchläufen noch Freude!

Bewertung: 7.5 / 10

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