CD-Review: Buried In Black - Black Death

Besetzung

Ron Brunke – Gesang
Ben Liepelt – Gitarre
Etienne Belmar – Gitarre
Torsten Eggert – Bass
Sören Teckenburg - Schlagzeug

Tracklist

01. The Bait
02. Parasite’s Paradise
03. 7.405.926
04. One Life Left
05. A Vast Hereafter
06. Lest We Forget
07. Act Of Caprice
08. Godseed
09. Violand
10. One Ate Seven


Die Hamburger Death Metal-Band BURIED IN BLACK treibt in Deutschland seit Anfang 2008 ihr Unwesen. Die Band, die mit Torsten Eggert ein Ex-Mitglied der Kollegen von Dark Age am Bass stehen hat, nahm vor dem Release des aktuellen Releases, das sich „Black Death“ schimpft, eine EP auf, die in Ausgabe 04/10 des Metal Hammer prompt zur Demo des Monats gekürt wurde. Gute Vorzeichen also.

Wenn man ein Vergleichselement sucht, würden die Dänen von Illdisposed wohl am Besten passen: Wie Letztere spielen BURIED IN BLACK nämlich midtempolastigen Death Metal – dabei verzichten die Deutschen fast vollständig auf Blast Beats, und auch die Vocals von Sänger Ron Brunke lassen mich an Bo Summer denken, wenngleich sie nicht ganz so guttural sind, und Brunke neben Growls und hohen Screams öfter Midrange-Vocals zum Besten gibt. Auch sonst verfügt „Black Death“ über alle Zutaten eines starken Death Metal-Albums: Viele Double Bass-Parts, massig Groove – seien es schnellere, wie sie Misery Index pflegen, oder morbides Downtempo-Riffing – und abwechslungsreiche Soli gehören dazu. „A Vast Hereafter“ und „7.405.926“ weisen deutliche Thrash-Einflüsse auf, ganz vereinzelt lassen sich auch Deathcore-Einflüsse nicht von der Hand weisen („One Ate Seven“). Subtile Melodien verfeinern das Klangbild der Hamburger weiter, die Betonung liegt jedoch klar auf der durch die Rhythmus-Fraktion erzeugten düsteren Grundstimmung, man hat es hier keineswegs mit einem Melodic Death-Werk zu tun.

Schwächen findet man auf „Black Death“ ebenso wenig. Das liegt wohl weniger daran, dass BURIED IN BLACK musikalisch über jeden Zweifel erhaben sind, sondern dass sie schlicht einen Stil pflegen, der, sofern man ihn mag, durchweg Laune macht. Klar sind auch hier manche Songs schwächer als andere, aber wirkliche Durchhänger gibt es nicht. Eindeutige Kaufempfehlung für Fans der eierlosen Nutten aus dem Norden, Defloration oder auch Grave. Anspieltipps: „Godseed“ und „One Life Left“.

Bewertung: 8 / 10

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