CD-Review: Cataract - With Triumph Comes Loss

Besetzung

Fredi – Gesang
Simon – Gitarre
Greg – Gitarre
Michael – Bass
Ricki – Schlagzeug

Tracklist

01. Killing Tool
02. Nothing’s Left
03. Vanished In The Dark
04. Skies Grow Black
05. As We Speak
06. Godevil
07. Fuel
08. Reborn From Fire
09. Saving Shelter
10. Hallow Horns
11. With Triumph Comes Loss


Metal Blade scheinen sich einen Narren an Metalcorebands gefressen zu haben. Anders lässt es sich nicht erklären, dass mit „With Triumph Comes Loss“ von Cataract die zweite Veröffentlichung dieses Genres innerhalb von nur zwei Monaten nach Unearths „The Oncoming Storm“ erscheint. Zudem werden diese Acts auch noch massiv gepusht, da es im Moment wohl keine Musikrichtung im Metal gibt, die angesagter ist als der Metalcore. Zu behaupten, dass die Schweizer Neulinge in der Szene sind, wäre allerdings ein Griff ins Klo, da dies bereits ihr dritter Longplayer ist, sie nun aber durch Metal Blade natürlich eine geeignete Plattform fanden, ihre Musik einer breiteren Masse – sprich den Metalheads – vorzuführen anstatt nur in der europäischen Hardcoreszene ihr Unwesen zu treiben. Ich kenne die beiden Vorgänger „Golem“ und „Great Days Of Vengeange“ nicht, somit ging ich ohne jegliche Erwartung an das Album ran und wurde positiv überrascht. Ich erwartete „nur“ eine Metalcorescheibe. Was ich dann zu hören bekam, war und ist genau genommen ein richtiges Metalalbum.

Der Opener „Killing Tool“ beginnt mit dem Knistern, wie man es vom Abspielen einer Schallplatte gewohnt ist, steigt kurz darauf aber gleich in die Vollen, und das slayermäßiger als man es sich irgendwie vorstelln könnte. Die Bezeichnung des Labels „Slayer meets Hatebreed“ könnte nicht passender sein. Zwar tönen Cataract unverkennbar nach Cataract, jedoch wird man bei jedem, und ich meine wirklich jedem Song, an die Thrashgötter erinnert. Ob das nun schlecht oder gut ist, soll jeder für sich selbst entscheiden, eines ist damit aber garantiert: auf „With Triumph Comes Loss“ geht die Post ab. Anspieltipps für nach vorne treibende Granaten sind der Opener, sowie „Nothing’s Left“, „Skies Grow Black“ und. Im Gegensatz dazu stehen Stücke wie „Vanished In The Dark“, „As We Speak“ und „Fuel“ mit der typischen Hardcoredynamik sowie Moshparts inklusive Double Bass-Attacken, die die Gehörgänge gehörig durchpusten.

Ein Auge sollte man zudem auf die Texte werfen, da es sich bei Cataract noch immer um eine aus dem Hardcore stammende Combo handelt und sie somit einiges zusagen haben. Ob dies nun sozialkritische Lyrics sind, eine Huldigung an alle Straight Edger oder die Szene im allgemeinen. Ein schönes Teil haben uns die Schweizer hier vorgelegt, bei dem eigentlich alles stimmt, sowohl Musik, Texte als auch das Coverartwork. Etwas mehr Abwechslung oder Eigentständigkeit wie im Titelsong, Stichwort: Melodie, wären für das nächste Album allerdings nicht schlecht, da man sonst wohl nur einen lauen Aufguss von „With Triumph Comes Loss“ erwarten kann.
Haben die Schweizer wiedermal etwas erfunden? Nein, ganz neuerfunden haben Cataract den Metalcore nicht, trozdem kann ich diese Scheibe allen Genrefreunden empfehlen.

Bewertung: 8 / 10

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