Review Chaosane – Chaosmachine

  • Label: Eigenproduktion
  • Veröffentlicht: 2011
  • Spielart: Death Metal

Im hohen Norden befindet sich nicht nur Skandinavien, sondern knapp darunter auch Kiel. Aus der Ostseestadt kommt die Combo CHAOSANE, 2009 hat sich der Fünfer gegründet und nun liegt das in Eigenregie produzierte und veröffentlichte Debüt „Chaosmachine“ vor.

Etwas mehr als 30 Minuten lang wird eine Mischung aus Death und Thrash Metal mit leichter Überhand für das Todesblei geboten. Das von Bandname und Albumtitel versprochene Chaos bleibt aber leider (je nach Sichtweise) größtenteils aus, die neun Lieder bewegen sich größtenteils geradeaus auf fest asphaltierten Straßen. Neues oder Überraschendes wird nicht geboten, das Gebotene aber macht durchaus Spaß. Unter den Riffs finden sich einige wirklich scharf schneidende, außerdem einige feine Melodien. Zwischen Groove und Aggression, zwischen Midtempo und schnellem thrashigem Spiel wechseln CHAOSANE oft hin und her, mit ihren Breaks beweisen sie bemerkenswerte Moshpit-Tauglichkeit. Technisch beweist vor allem die Gitarrenfront schon oft ihr Können, meistens aber auf bekannten Wegen ohne wirkliche eigene Impulse. Spannend ist das Gehörte damit nicht wirklich, hört sich aber einfach gut weg und auf der ersten Veröffentlichung darf man sich schließlich noch an den persönlichen Vorbildern orientieren.
An vorderster Front steht mit Anna eine Sängerin, von der man sich nicht durch ihr niedliches Erscheinungsbild täuschen lassen darf, sie schreit und brüllt sich nämlich äußerst gut und energiegeladen durch die halbe Stunde. Etwas eindimensional sind ihre Vocals noch, aber für das Debüt ist das schon sehr amtlich.

Oft werden CHAOSANE mit Arch Enemy verglichen, aber mir ist das zu einfach, nur weil es ebenfalls Death Metal mit einer Frau als Brüllwürfel ist, muss das noch lange nicht vergleichbar sein und genug ausreichende Nähe stelle ich nun auch nicht fest. Stattdessen lasse ich das Namedropping sein und empfehle Freunden von Death/Thrash Metal das Antesten von „Chaosmachine“, einem sehr interessanten Debüt einer jungen Band, die zwar noch einiges verbessern kann, aber mit Sicherheit auf einem guten Weg ist. Vor allem, da die CD für schlanke drei Euro bezogen werden kann.

Wertung: 6 / 10

Geschrieben am 6. April 2013 von Metal1.info

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