Review Circle Of Grief – Into The Battle

Die Kulmbacher von Circle Of Grief legten 2000 mit ihrer Demo-CD „Into The Battle“ ihre ersten musikalischen Ergüsse vor, die sie selbst als Dark Fantasy Metal beschreiben. Darunter kann man sich aber wohl nicht sonderlich viel vorstellen. In den Gesamtsound sind hier viele Elemente eingeflossen, hauptsächlich vom Power und Gothic Metal, aber auch Death und Black (in den Vocals) und Folk Rock, dazu noch viele mittelalterliche Melodien. Wenn man als Einflüsse Bands wie Subway To Sally, Blind Guardian, Crematory, Mithotyn oder In Extremo nennen will, liegt man wohl auch gar nicht so falsch.
Hört sich wohl alles nach einer sehr konfusen Mischung aus – passt jedoch meistens ganz gut, ist aber manchmal einfach wirklich etwas chaotisch und unpassend. Die Jungs müssen sich zumindest nicht vorwerfen lassen, keine eigenen Ideen zu haben.

„Sword Of Wisdom“ klingt schon ziemlich anders als übliches Mittelalter Metal Gezeugs und ist auch wirklich gut anzuhören, „Fading Away“ mit seinem Mitsummrefrain ebenfalls.
„Die Nacht der Söldner“ – das einzige Lied mit deutschem Text – finde ich eher (unfreiwillig) lustig, und denke dabei immer an rustikale Lagerfeuer-Seefahrer-Schunkel-Songs… der Partyfaktor ist aber ohne Zweifel da.
Das norwegische „Till Dagen Gryr“ ist ein astreiner Medieval-Track und manch einer kennt ihn vielleicht schon, unter anderem vom Mithotyn-Debüt. Mit den ganzen verschiedenen Melodien und Instrumenten geht „The Tale Of A Dragonslayer“ richtig gut los, aber nur bis – ja, das Manko, dass ich bisher verschweigen habe: Der Sänger. Der klingt einfach nur dermaßen monoton und unmotiviert, dass es nicht mehr schön ist. Dazu klingt alles was er so von sich gibt, meistens noch ziemlich schief, teilweise kommen mir da auch irgendwie Gedanken an Freedom Call auf (und bei mir ist das wirklich kein Kompliment). Die seltenen Growl- und Kreisch-Parts hören sich dafür schon ziemlich gut an, können das aber auch nicht wirklich rausreissen.

Musikalisch haben Circle Of Grief etwas wirklich eigenständiges geschaffen, dass meistens ziemlich schön anzuhören ist, manchmal aber durch den Overkill an Vielfalt und Abwechslung nur noch chaotisch und ungeordnet wirkt.
Für ein selbstproduziertes Debüt allerdings eine stolze Leitung.

Wertung: 7 / 10

Geschrieben am 5. April 2013 von Metal1.info

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