CD-Review: Dario Mars And The Guillotines - Black Soul

  • Veröffentlichung: 2014
  • Label: Ván
  • Spielart: Rock
Besetzung

Renaud Mayeur – Gitarre, Gesang Bineta Saware – Gesang, Percussion David Kostman – Bass, Klavier Vincenzo Capizzi – Schlagzeug

Tracklist

01. Cold Sun
02. Death Is Dead
03. How The Story Goes
04. The Day I Died
05. The Jailer
06. Banned From Ever
07. Ombra e Polvere
08. Soul Sucker
09. Your Own Page
10. Somebody Else Inside
11. Black Soul
12. Forks On The Bird Cage


Van Records sind, wenn es um ihre Bandauswahl geht, sicher nicht für Eintönigkeit bekannt. Wer dennoch nach den Exoten im Hause des kultigen Labels sucht, dürfte sie jetzt gefunden haben, denn DARIO MARS AND THE GUILLOTINES veröffentlichen nach drei  7″ Singles ihr Debüt „Black Soul“.

Die düstere Mischung aus Surfrock, Soul, Rockabilly und Garagenrock klingt nicht nach einem straighten Rockalbum. Renaud Mayeur, der hinter dem Pseudonym Dario Mars steckt, ist dem ein oder anderen nicht nur durch seine früheren Bands La Muerte und Hulk bekannt: er verdient sein Geld in erste Linie damit, Filmmusik zu komponieren. Dass auch „Black Soul“ einen dunklen Western oder H.P. Lovecraft vertonen könnte, liegt vor allem an seinem eigenartigen Coolnesfaktor und seiner vielfältigen Atmosphäre. Der klebrige Gitarrensound und Sängerin Bineta Sawares ausdruckstarke Soulstimme versprühen latent 60er-Jahre Charme.

Auch musikalisch schicken DARIO MARD AND THE GUILLOTINES ihre Hörer auf ein Abenteuer. Von Surfrockhits wie „Death is Dead“ über energische Rock’n’Roll Nummern („Banned From Banner“) bishin zu Country/Americana, der mich an frühe 16 Horsepower erinnert, ist alles dabei, was nach verrauchte finstere Kneipe klingt. Die über das Album verteilten verschrobenen Instrumentalschnipsel geben „Back Soul“ einen psychdelischen Anstrich, was die Stimmung des Albums noch merkwürdiger macht, als sie eh schon ist.

Dass die Hitdichte gegen Ende kleiner wird und sich neben vielen eingängigen Hits auch ein bis zwei belanglose Songs wie „Soul Sucker“ aufs Debüt der Belgier geschlichen haben, ist zu verkraften. Wer auf Filmmusik steht, Surfrock nicht abgeneigt ist oder einfach mal wieder frischen Wind um die Ohren braucht, sollte „Black Soul“ unbedingt antesten.

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Bewertung: 8 / 10

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