CD-Review: Darkyra - Fool

Besetzung

Gina Bafile - Gesang
Betovani Dinelli - Gitarre
Kostis Vichos - Bass
Garry King - Schlagzeug
Fab Jablonski - Keyboard

Tracklist

01. Pt. 2 Behind Closed Doors
02. Who Are They To Judge You
03. Truth Or Dare
04. Of Fools And Gold
05. Where Will I Be
06. Bleed
07. Wish That Never Fades
08. Desperation
09. Flawless
10. It Takes Two Kinds Of Fools
11. The Fountain Of Frozen Dreams
12. Pt. 1 Behind Closed Doors Outro


Symphonic Metal ist ein Genre, das durch bekannte und zuhörerfreundliche Bands wie Nightwish auch außerhalb der Metalszene Anklang findet. Möglicherweise haben es gerade hier Newcomer deswegen schwer, weil besonderer Druck auf ihnen lastet, an die Musik der Pionierbands heranzukommen. Nun gibt es im symphonischen Sektor durchaus Gruppen, die weniger populär sind, sich musikalisch jedoch mit Genre-Spitzenreitern vergleichen lassen können. Aber trifft das auch auf die Australier DARKYRA zu, die mit „Fool“ ihr zweites Album am Start haben?

Wie in diesem Genre üblich, handelt es sich um eine Band, an deren Spitze eine Frau steht. Gina Bafile, wahlweise auch unter dem Pseudonym „Darkyra Black“ zu benennen, leistet als Sängerin annehmbare Arbeit, allerdings nicht mehr. Der Gesang ist technisch sicher versiert, es fehlt aber an Wiedererkennungswert, sodass die Vocals eher zweckdienlich klingen, als ein wertvoller Bestandteil der Musik zu sein. Wobei man sich ohnehin die Frage stellen muss, ob das viel gerettet hätte, denn das Album ist nicht mehr als solide Standardkost, die man getrost einmal hören kann, ohne den Drang zu verspüren, es nochmal zu hören. Es mangelt an Songwriting-Ideen, die den Liedern etwas Markantes verliehen hätten, „Fool“ hangelt sich in erschütternder Belanglosigkeit von Stück zu Stück, die in den meisten Fällen nicht als misslungen (Ausnahmen wie „Where Will I Be“ mit seinem furchtbar holprig gesungenen Refrain bestätigen die Regel), aber auch nur sehr selten als gut zu bezeichnen sind. Herausragende Kompositionen oder mitreißende Hooklines sind wenig vorhanden und somit fehlt es dem Album an Farbe und Mehrwert. Symphonische Elemente sind eingearbeitet, um der Genrekonvention Genüge zu tun, stellen letztlich aber nur einen weiteren Bestandteil der Musik dar, den man schon wesentlich besser gehört hat.
Wenigstens gegen Ende nimmt die Platte etwas an Fahrt auf, sodass sich mit „Wish That Never Fades“ oder „It Takes Two Kinds Of Fools“ doch noch ein paar gute Songs finden lassen. Die Beliebigkeit der meisten Lieder macht dies aber nicht wett.

Im Symphonic Metal ist es nicht unüblich, kleinere Bands mit Genregrößen wie Nightwish, Epica oder Leaves‘ Eyes abzugleichen. Auch DARKYRA müssen sich diesen Vergleich gefallen lassen und hierbei ist zu sagen, dass die Band nicht im Ansatz an die Klasse genannter Gruppen heranreicht. Zumindest nicht mit dem zweiten Album „Fool“. Vielleicht sieht es beim nächsten Mal besser aus, das hier ist allerdings kaum mehr als hörbare, aber belanglose Durchschnittsware.

Bewertung: 5 / 10

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