CD-Review: Devil To Pay - Fate Is Your Muse

  • Veröffentlichung: 2013
  • Label: Ripple
Besetzung

Steve Janiak ­- Gesang, Gitarre
Rob Hough - Gitarre
Matt Stokes - Bass
Chad Prifogle - Schlagzeug

Tracklist

01. Wearin' You Down
02. Ten Lizardmen And One Pocketknife
03. Yes Master
04. Already Dead
05. This Train Won't Stop
06. Savonarola
07. Black Black Heart
08. The Naked Truth
09. Mass Psychosis
10. Tie One On
11. Beyond The Either


Seit circa zehn Jahren treiben DEVIL TO PAY in der Stoner-Rock-Szene ihr Unwesen – von vielen geschätzt, auch wenn der große Wurf noch nicht gelungen ist. Mit Ripple Music hat das Quartett eine neue Label-Heimat gefunden, deren bekanntesten Vertreter die Stoner-Kollegen von Mos Generator sind. Das Studioalbum Nummer vier, „Fate Is Your Muse“ ist ein abwechslungsreiches Stück Heavy Rock geworden.

Im Vordergrund steht das allgegenwärtige Riffing Rob Houghs, der alles gibt und immer wieder zu überraschen weiß: Mal von Kyuss inspiriert – wie in „Ten Lizardmen“, einem Song der mit einer Menge Drive nach vorne geht. Mal mit eine Prise Grunge a la Alice in Chains im Song „Wearin‘ You Down“. Auch im Song „Yes Master“ verschmelzen DEVIL TO PAY Momente der Grunge-Größe aus Seattle mit schleppend langsamen Black-Sabbath-Riffs.
Auch Sänger Steve Janiak erinnert mit seinen Gesangslinien hin und wieder an den verstorbenen Layne Staley – auch wenn er dessen Qualität, logischerweise, nicht erreicht. Trotzdem ist seine Leistung, ob der jahrelangen Drogenprobleme und Entzugstherapien, mehr als solide. Das Kratzige und Wehmütige in seiner Stimme passt perfekt ins Bild und macht einen Großteil der Atmosphäre aus.
Das Tempo der Platte variiert kaum, doch überraschenderweise treten die Amis auch einmal aufs Gaspedal: „This Train Won’t Stop“ ist (der Name sagt schon alles) ein Rocker im Stile Motörheads. Der Refrain klingt, als ob ihn eine wild gewordene Country-Band eingesungen hätte – durchaus zum Schmunzeln.

Genannte Einflüsse durchziehen auch den Rest der Scheibe – wer jedoch denkt, dass die Band nur kopiert, liegt weit daneben. Auch wenn die Vorbilder immer wieder klar durchschimmern, kreiert die Band eine eigene Stimmung. Die Lieder unterscheiden sich untereinander so sehr, dass es nie langweilig wird, während das „Fate Is Your Muse“ seine Runden dreht. Ausreißer nach unten gibt es keine. Wirklich essenzielle Hits leider auch nicht. Dennoch bleibt das Album durchgehend auf hohem Niveau – sehr solide.

Bewertung: 7.5 / 10

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