Review Infernal Majesty – One Who Points To Death

  • Label: Black Lotus
  • Veröffentlicht: 2004
  • Spielart: Thrash Metal

Als die Kanadier INFERNAL MAJESTY im Jahre 2001 Ersatz an Bass und Geschoss benötigten, fanden sich Eric Debreuil und Kris Deboer ein. Nach zwei Jahren Proberaum und Clubgigs ging es im letzten Jahr ans Eingemachte und die Band nahm ihr sechstes Werk „One Who Points To Death“ auf. Hierbei erwartet den Hörer ein Thrash-Album voller Aggression und Wut.

Da diese Band nicht gerade zu den Major Bands zählt, fällt es gar nicht so einfach, die Band mit einer namhafteren zu vergleichen. Teilweise erinnert der Gesang etwas an die deutschen Brutalo-Thrasher Dew-Scented. Große Einflüsse des Gitarren-Duos dürften vielleicht Death sein. Das Riffing ist sehr anspruchsvoll und bietet ähnliche Strukturen wie eben die vom großen Chuck Schuldiner, wenn auch nicht ganz so ausgefallen.

Zuerst bekommt man vielleicht den schreckhaften Gedanken „Hölle, was ist hier los?“, wenn die CD anfängt zu kreisen. Ein chaotisches Geschrei ertönt, aber schnell geht es in Musik über. Drummer Deboer versorgt großzügig seine Basedrums, spielt aber auch am restlichen Kit eine solide Partie. Erfreulich ist auf dieser Platte auch die hervorragende Produktion des Tieftöners, welcher in jedem Lied sehr gut zur Geltung kommt.

Je länger und je öfter man dieses Album des kanadischen Quintetts hört, desto mehr fragt man sich, wieso als Genre des Ganzen „Thrash Metal“ angegeben ist. Es hat für meine Begriffe auch sehr, sehr viele Death-Metal-Stempel. Am Gesang will ich es nicht unbedingt festmachen, der passt bequem zu beiden Richtungen, aber eben dieses enorm Death-ähnliche Gitarrenspiel verleiht dem ganzen einen ordentlichen Touch „Progressive Death“.

Aber Leute, es ist überhaupt nicht wichtig, wie man die Musik der Jungs nennen mag, Fakt ist, dass die lange Spielzeit der Platte, die Abwechselung und der hohe Anspruch der über 40-minütigen CD für Infernal Majesty sprechen. Lediglich ein Song überschreitet die fünf Minuten nicht, manch anderer Song erreicht dafür die siebte Minute.

Mit Infernal Majesty habe ich durch Sure Shot Worx eine neue Band für mich entdeckt, die mir durch und durch zu gefallen weiß. Sicherlich ist „One Who Points To DeatH“ keine leichte Kost, aber wer auf recht rauen, teils progressiven Thrash/Death steht, der ist mit dieser Band gut beraten.

Wertung: 7.5 / 10

Geschrieben am 5. April 2013 von Metal1.info

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