CD-Review: Massacre - From Beyond

Besetzung

Kam Lee - Gesang
Rick Rozz - Gitarre
Terry Butler - Bass
Bill Andrews - Schlagzeug

Tracklist

01. Dawn of Eternity
02. Cryptic Remains
03. Biohazard
04. Chamber of Ages
05. From Beyond
06. Defeat Remains
07. Succubus
08. Symbolic Immortality
09. Corpse Grinder
10. Inhuman Conditions*
11. Plains of Insanity*
12. Warhead*
13. Provoked Accurser*

*Auf der Wiederveröffentlichung (2003) zu finden, Titel von der Inhuman Condition EP (1991)


Wer amerikanischen Death Metal mag sollte vier Scheiben in seinem Regal zu stehen haben: „Scream Bloody Gore“ von Death, „Altars Of Madness“ von Morbid Angel, „Slowly We Rot“ von Obituary und „From Beyond“ von MASSACRE. Diese 4 Alben waren wohl die größten Faktoren in der Entwicklung des amerikanischen Death Metals. Aber diesmal befassen wir uns mit der „From Beyond“.

Die Entwicklung von MASSACRE begann eigentlich schon 1984 wo Allen West (u.a. Obituary) sich mit Bill Andrews (Six Feet Under, ex-Death) zusammentat – später folgten dann Kam Lee und Rick Rozz (ex-Death). Doch bevor es zu einer Aufnahme kam folgten alle bis auf Herren Lee dem Ruf Chuck Schuldiner’s und so entstand die Leprosy von Death. Um 1989 kam dann wieder Wind auf in der Band aus Florida. Kam Lee versuchte es erneut und heuerte erneut Rick Rozz an – dazu kam dann noch der Whiplash Drummer Joe Cangelosi. Ein Album mit dem Namen The Second Coming wurde eingetrümmert, es wurde jedoch nie veröffentlicht. 1991 kam es dann zur vorerst endgültigen Konstellation als Terry Butler (Six Feet Under, ex-Death) und Bill Andrews den Weg zu MASSACRE fanden (nachdem sie mit Chuck Schuldiner die Spiritual Healing eingetrümmert hatten) und die Aufnahmen zu „From Beyond“ erfolgreich abgeschlossen wurden – diesmal wurde es auch veröffentlicht.
Den Sound dieses Klassikers kann man einigermaßen schnell erklären. So böse wie Possessed’s Seven Churchs, so brutal wie Death’s Scream Bloody Gore und das ganze mit Morbid Tales von Celtic Frost gewürzt. Keine fette Bombast-Produktion kann hier mithalten, denn gerade dieser natürliche Sound gibt „From Beyond“ erst die rechte Aggressivität. Es gibt Slow, Mid und Fast Tempo Parts. Keine überflüssigen Blas Attacken wie es heute viel zu viele Bands machen – das Schlagzeug pulverisiert auch so euer Trommelfell! Glaubt aber nicht, dass MASSACRE eine billige Death Kopie sind. Die Jungs haben einen so einprägsamen Stil, dass „From Beyond“ bis heute (immerhin 14 Jahre danach) ein Album ist dem bisher noch nicht das Wasser gereicht werden konnte. Kein Ausfall, kein Lückenfüller – nur erstklassige Death Metal Songs die nur darauf warten abgespielt zu werden und das Haupthaar vieler Gläubiger in Wallung zu bringen. Als Anspieltipps kann ich „Dawn Of Eternity“, „From Beyond“ und „Succubus“ nur empfehlen da sie sich alle extrem unterscheiden aber trotzdem erstklassig sind. Wo andere Bands jahrelang den selben Stil spielen und zig Alben veröffentlichen setzen MASSACRE mit „From Beyond“ Maßstäbe da sie in Sachen Innovation einfach hervorstechen.

Wer es hart aber old school will, der muss die „From Beyond“ einfach haben – absolutes Kultalbum in Sachen Death Metal. 2003 wurde „From Beyond“ wiederveröffentlicht und als Bonus gab es die vier Titel von der „Inhuman Condition“-EP (1991, Earache Records) noch dazu die diese Perle eigentlich nur noch mehr glänzen lassen. Besonders „Warhead“ ist ein absoluter Ohrwurm und dürfte jedem Death Metal Liebhaber der Bands wie Obituary verehrt eine Träne in’s Auge treiben. Death Metal muss schnell, straight und brutal sein – das sagte schon Paul Speckmann (Master) und MASSACRE haben ihm mit der „From Beyond“ sicher Freude bereitet. Also legt euch diese Platte aus dem Jenseits zu!

Bewertung: 10 / 10

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