Das Cover von "God Of Aggression" von Nuclear Warfare

Review Nuclear Warfare – God Of Aggression

2001 im schönen Stuttgart gegründet haben die Thrash Metaller NUCLEAR WARFARE mittlerweile immerhin schon drei Alben auf dem Buckel. Ihr neuestes Werk hört auf den Titel „God Of Aggression“ und zeigt ein weiteres Mal, dass man im Untergrund keinerlei Kompromisse einzugehen braucht.

Sanfte Gitarren und Schlachtfeld-Kulisse im Intro – das ist schon seit es von Metallica im Jahre 1988 angewandt wurde nicht mehr sonderlich originell, aber doch immer wieder wirkungsvoll. Danach gibt’s auf „God Of Aggression“ dann kompromisslosen Thrash Metal nach typisch deutschem Rezept und mit starkem Kopfnicken in Richtung Sodom, was sich nicht zuletzt im angepissten Gesang von Frontmann Sir Fritz niederschlägt und besonders deutlich in „Thrash Attack“ hörbar wird.

Davon abgesehen ist die Truppe in den letzten zehn Jahren auf jeden Fall zu musikalischer Reife gelangt, denn ihre Kompositionen haben allesamt Hand und Fuß und sind hinreichend einfallsreich aufgebaut, weshalb sie gerade im Live-Betrieb bestens funktionieren sollten – schon der Opener „Mutilator“ ist dabei schön abwechslungsreich und leimt einen groovenden Headbang-Refrain gekonnt an erbarmungsloses Riff-Gewitter. Auf CD fehlt der Truppe zurzeit zwar noch der letzte Schliff, um sie so richtig von der breiten Masse abzuheben, aber dennoch: Jeder Fan des Genres dürfte sich über die unverkennbare Ehrlichkeit, mit der NUCLEAR WARFARE auf „God Of Aggression“ zugange sind, freuen können.

Obendrein gelingt es der Formation nicht selten, ihre rabiaten Thrash Metal-Attacken mit melodiösen und eingängigen Parts zu wahren Gänsehaut-Momenten zu verbinden, wie es etwa in „War Machine“ und „March To War“ der Fall ist. Dazu wird dann noch teils etwas holprige aber alles in allem anständig umgesetzte Leadgitarren-Arbeit geboten, die sich bestens in dies Songs einfügt. Abgesehen vom etwas zu weit in den Vordergrund gemischten Gesang ist die Produktion von „God Of Aggression“ zwar etwas rumpelig aber insgesamt doch deutlich besser als bei vergleichbaren Bands wie etwa Blooddawn.

„God Of Aggression“ versprüht eine gute halbe Stunde lang den unwiderstehlichen Charme des Undergrounds, womit NUCLEAR WARFARE vor allem verdammt ehrlich klingen. Jeder Thrasher sollte der Truppe unbedingt eine Chance geben, als Entscheidungshilfe dienen „Mutilator“, „War Machine“ und „March To War“.

Wertung: 8 / 10

Redaktion Metal1.info

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