CD-Review: Pet The Preacher - The Cave & The Sunlight

Besetzung

Christian Hede Madsen - Gesang, Gitarre
Torben Wæver Pedersen - Gesang, Bass
Christian Von Larsen - Schlagzeug

Tracklist

01. The Cave
02. Let Your Dragon Fly
03. Kamikaze Night
04. Remains
05. Fire Baby
06. Marching Earth Part 1
07. Marching Earth Part 2
08. The Pig & The Haunted
09. What Now
10. I'm Not Gonna
11. The Web (Bonustrack)


„Mix ugly with beautiful and you’ll get a monster … Monsters are interesting and hard-rockin!“ Ob die Dänen von PET THE PREACHER auch bei ihrem neuen Album „The Cave & The Sunlight“ nach diesem Prinzip gearbeitet haben, ist wohl eine berechtigte Frage. Das Ergebnis stimmt jedenfalls.

Es scheint, als habe das Trio mit ihrem Wechsel zu Napalm Records im Frühjahr 2014 alles richtig gemacht, denn im Vergleich zum Vorgänger „The Banjo“ ist die neue Scheibe gravierend besser. Liebhaber des Stoner Rocks werden feststellen, mit dem Kauf von „The Cave & The Sunlight“ einen ganz besonderen Schatz zu besitzen, der sich vor allem durch das Festklammern an der „Was muss ich beachten, um ein Stoner Rock Album zu schaffen“- Liste auszeichnet.
Getragen von schleppenden Melodien und treibenden Rhythmen nimmt Christian Hede Madsen den Hörer mit seiner Stimme gefangen. Auf eine gewisse Weise kalt präsentiert er die hochgelobten Töne mit seiner äußerst verrauchten Stimme. Vielleicht gehen sie gerade deshalb in Stücken wie „Fire Baby“ oder „Kamikaze Night“ so unter die Haut. Während den ganzen 50 Minuten Spielzeit bleibt die Musik hart, trocken und trotzdem eingängig. Genau das, was wir vom Stoner Rock erwarten. Es gibt nur sehr wenig explosive Momente, in denen eine wirkliche Abwechslung geboten ist. Dies ist ein Punkt, der sich kritisieren ließe, aber wahrscheinlich bleibt er der einzige.
„What Now“, das neunte Lied der Platte, könnte als achtminütiges Meisterwerk bezeichnet werden. Das Zusammenspiel von Gitarre und Schlagzeug, welches schnell und kräftig beginnt, wird im weiteren Verlauf immer ruhiger und verliert trotzdem nicht an seiner erbarmungslosen Kaltherzigkeit. Es endet dann wieder mit derselben Stärke, die zu Anfang dargelegt wurde.
Der Bonustrack „The Web“, der ebenfalls auf dem Album vorhanden ist, schafft durch den melodischen Gitarrenklang eine perfekte Abrundung für dieses. In den neun Minuten gewährt er uns zum Abschluss noch einmal die Stimme des begnadeten Sängers, sodass wir auch diese an keiner Stelle missen müssen.

Es bleibt nur zu sagen, dass PET THE PREACHER mit „The Cave & The Sunlight“ Musik der Extraklasse geschaffen haben. Ein „Monster“, das definitiv niemand so schnell vergisst. Die Erwartungen an diese Band für ihre nächste Veröffentlichung, auf die wir hoffentlich nicht so lange zu warten haben, sind jedenfalls hoch. Doch nun genießen wir erstmal das, was uns bereits gegeben ist.

 

Bewertung: 9 / 10

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