CD-Review: Primer 55 - Introduction To Mayhem

Besetzung

J-Sin - Gesang
Bobby Burns - Gitarre, Bass
Jr. - Bass
Josh McLeane - Schlagzeug

Tracklist

01. Loose
02. Something Wicked This Way Comes
03. Supa Freak Love
04. G's
05. Chaos
06. Pigs
07. Stain
08. Revolution
09. Set It Off
10. Hey Bubba
11. Introduction To Mayhem
12. Dose
13. The Big Fuck You
14. Violence
15. Hate
16. Funhouse
17. Tripinthehead


Primer 55, eine weitere neue amerikanische Crossover Band, zeigen mit ihrem Erstlingswerk, wie sich guter Rap Metal anhören sollte. Ihr musikalisches Repertoire beschränkt sich auf neo-thrashigen Metal mit den dazu passenden Shout Vocals, verfeinert mit durchaus hörbaren Rap-Einlagen.

Vorneweg einmal ein Schwachpunkt des Albums: der sehr häufige und dadurch nach einer Weile etwas langweilende Gebrauch des bösen „F“-Wortes. Entweder will der Frontmann damit das Rap-Feeling besser rüberbringen oder sein Vokabular beschränkt sich nun mal auf „fuck“ als Ausdruck für alles Schlechte. Aber wer auf Flüche steht, die selbst den South Park Machern die Schamesröte ins Gesicht treiben werden, kann darüber hinwegsehen.

Musikalisch gesehen ist dieses Album ziemlich hart mit all den krachenden Riffs und donnernden Drumeinlagen, die Melodien der Songs sind dennoch sehr eingängig, aber insgesamt gesehen bietet „Introduction To Mayhem“ nicht viel Neues. Jeder Song, mit Ausnahme von „Stain“ bleibt einem spätestens nach dem zweiten Hören im Gehörgang hängen und verschwindet dann auch nicht mehr so schnell aus selbigem.

Zwar handeln die Songs größtenteils nicht von Gefühlen und Gedanken etc., sie sind aber dennoch nicht völlig eindimensional. Sie haben sogar eine Message. Vielleicht nicht gerade die aufklärendeste oder belehrendste Message, aber sie haben eine. In „G’s“ z.B. geht es um kleine Möchtegern-Gangster, die nicht ahnen, auf was sie sich einlassen, in „Supa Freak Love“ (dummer Titel, ich weiß…) geht es um die Gefahren der Prostitution, „Dose“ gibt einem einen Einblick in die Welt eines Drogenabhängigen und „Tripinthehead“ handelt von einem psychisch Kranken, der jedes Mal vor dem Schlafen gehen ein paar Leute tötet. In den restlichen Songs werden typische Gangsta-Themen verarbeitet… z.B. andere Leute vermöbeln, weil sie einem gesagt haben, dass sie einen nicht mögen. Und hey… es gibt sogar einen Song über das Lieblingswort des Frontmanns J-Sin: „The Big Fuck You“.

Manche Leute mögen vielleicht von der Stimme J-Sins abgeschreckt werden. Er ist ein überzeugender Shouter, dessen Stimme sich manchmal vor Wut fast überschlägt, wenn er nach langsameren und ruhigen Rap-Passagen plötzlich losbrüllt. Ein hervorragendes Beispiel für dieses Wutgebrüll wäre der ansonsten eher schlechte Song „Stain“, bei dem er durchgehend mit dieser Stimme schreit.

Zusammenfassend wäre zu sagen, dass Primer 55 eine hervorragende Mischung bieten: kräftige und klare Vocals, Lyrics die trotz ihrer Schimpfereien denen ihrer Kollegen voraus sind, gepaart mit einem erstklassigen musikalischen Backup, das einen harten und krachenden Sound liefert. Wem Korn, Machine Head und die Deftones gefallen, der kann bei „Introduction To Mayhem“ gefahrlos zugreifen.

Redakteur: Jan A.

Bewertung: 7.5 / 10

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