CD-Review: Ragnarok - Collectors Of The King

Besetzung

HansFyrste - Gesang
Brigge - Gitarre
Decepticon - Bass
Jontho - Schlagzeug

Tracklist

01. Resurrection
02. Stabbed by the Horns
03. Burning the Earth
04. In Honour of Satan
05. Collectors of the King
06. Eternal Damnation
07. The Ancient Crown of Glory
08. May Madness Hunt You Down
09. Wisdom of Perfection
10. Maze of the Abyss (Vinyl-Bonus)


Ziemlich genau sechs Jahre hat es gedauert bis RAGNAROK nun mit „Collectors Of The King“ den Nachfolger zu „Blackdorr Mircale“ auf die Black Metal Szene loslassen. Das Line Up wurde erneut kräftig durch gewechselt. Lediglich Drummer Jontho ist letzten Endes vom 1994er Line Up übrig geblieben und sah sich mit der Aufgabe konfrontiert, ein Album nachzulegen, welches sich mit den hochgelobten Vorgängern sehen lassen kann. Manche mögen den Weggang von Taake-Mastermind Hoest bedauern, dessen Platz Hans Fyrste, welcher 2009 mit dem Debüt von Svarttjern bereits von sich Reden machte, nun einnimmt.
Zeitgleich kamen Gitarrist Brigge und Bassist Decepticon mit an Bord um sich der Sache anzunehmen. Für die Produktion schnappte man sich niemand geringeres als Magnus DevoAndersson , welcher auch schon für Marduk an den Drehreglern stand. Auf dem Papier keine schlechte Konstellation also, die sich die Norweger dort zusammengebastelt haben.

Das sich dies jedoch nicht nur auf dem Papier gut liest, beweist direkt der Song „Stabbed by the Horns “. Straffe Gitarrenriffs und eine mächtige Black Metal Schlagzeugsalve machen direkt klar, dass der Name RAGNAROK nach wie vor noch für das steht, was alles 1995 mit „Nattferd „ begonnen hat: Im Mid- bis Uptempo gelegener, norwegischer Black Metal, der dank einer guten Produktion nicht danach klingt, als hätten ihn die Jungs mit dem neuen Fisherprice Kassettenrekorder auf Opas Speicher eingetrommelt, jedoch auch nicht überproduziert und aalglatt wirkt. RAGNAROK haben hier meiner Meinung nach das ideale Mittelding zwischen einer netten Undergroundproduktion und einer schmierigen, glasklaren Mainstream-Black Metal Produktion geschaffen. Das Schlagzeug klingt wuchtig, präzise und versprüht zusammen mit den Gitarren einen netten Groove, der jedoch nicht die Gefahr droht zu groovig zu werden und in Black n Roll gefilde abzudriften.
Zudem macht Hans Fyrste macht gerade bei „The Ancient Crown of Glory“, wie auch „Eternal Damnation“ klar, dass er nicht zu unrecht die Posten von Hoest und Thyme übernommen hat. Mit erstaunlich viel Wucht und Klarheit verpasst er jeden der acht Songs seine eigene Marke. Gerade im Black Metal ist es immer wieder erfreulich auf Sänger zu stoßen, die nicht im 08/15 Gekeife versinken und somit für einen gewissen Wiedererkennungswert sorgen.

Der einzige Wermutstropfen der wirklich bleibt ist, dass jeder Song für sich eine durchaus starke Nummer ist, aber im Gesamtkonzept etwas verloren geht. Die Eingängigkeit und Struktur der Songs führt dazu, dass sich manche Songs nach den diversen Durchläufen zu gleich anhören und eine gewisses Gefühl der Monotoie beim hören hervorgerufen wird. Speziell „Burning The Earth“ und „In Honour of Satan“ würden ohne die Sekundenpause des CD Spielers nur schwer voneinander zu trennen sein. Songs der Marke „The Ancient Crown of Glory“ retten wiederums Ganze, sodass man getrost behaupten kann, dass RAGNAROK auch bei Collectors of the King ihrer Linie treu geblieben sind, und ein solides, wenn auch diesmal nicht so ein starkes Album wie „Arising Realm „ herausgebracht haben. Hierfür fehlt den neuen Songs an manchen Stellen einfach noch (oder wieder?) der gewisse letzte Schliff.
Dennoch ist das neuste Output der Schweden ein Pflichtalbum für Black Metal Fans und ein Werk, welches durchaus alle paar Wochen in meinem CD Player rotieren darf.

Bewertung: 8 / 10

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