CD-Review: Ram-Zet - Intra

Besetzung

Zet - Gesang, Gitarre
Sfinx - Gesang
Sareeta - Gesang, Violine
Jon - Bass
Kuth - Schlagzeug

Tracklist

01. Final Thrill
02. Left Behind As Pieces
03. Enchanted
04. Ballet
05. Peace
06. And Innocence
07. Born
08. Lullaby For The Dying
09. Closing A Memory


Nach zwei Alben weg von Spikefarm, hin zum norwegischen Label Tabu, veröffentlichen die Norweger RAM-ZET dieses Jahr ihr drittes Album. Bisher konnte ich den Namen ein- oder zwei mal aufschnappen, unter anderem im Zusammenhang mit der Kapelle um Ex-Dimmu Borgir Bassisten Nagash auch bekannt als Lex Icon, namens The Kovenant. Ram-Zet bezeichnen ihren Stil als schizophrenen Metal, etwas verständlicher würde ich selbigen wohl als Black Metal mit reichlich Gothic- und Industrialeinflüssen bezeichnen. Leider muss ich sagen, dass Letzteres für meinen Geschmack einfach zu oft überwiegt, besonders den weibliche Gesang, der unter die sehr gute (Black) Metal-Musik gemischt wurde, nervt nach einigen Songs doch gewaltig.

„The Final Thrill“ beginnt mit einem noch recht harten Black-Metal-Riff. Die Produktion ist sehr klar, dennoch aber gelungen. Nach einiger Zeit setzt zum ersten mal der geschrieene Gesang ein und auch bis hier ist man noch angenehm überrascht. Auch beim ersten Auftauchen des weiblichen Gesangs denkt man sich noch, das Ganze sei doch sehr passend. Leider geht einem der etwas gequälte Gesang spätestens bei „Left Behind As Pieces“ auf den Keks. Von der extremen Seite des Albums gibt es nie etwas auszusetzen, da können sowohl „Enchanted“, besonders aber „Ballet“ überzeugen. Unter den Black Metal mischen sich passende Violinen-, ab und zu auch Industrialklänge. „Peace“ ist ebenfalls recht gut gelungen, eine ruhige und progressiv wirkende Überleitung zu „And Innocence“, bei welchem ich in der ersten Minute den kompletten Abschuss befürchtete. Hier wird für eine Zeit lang softer, charttauglicher Rock geboten, bevor endlich das metallisches Riffing und der (immer noch) sehr überzeugende Gesang einsetzt. Insgesamt ist das aber ein sehr seltsames Stück. Sehr überzeugend ist „Born“ mit eingängigem Riffing, Solo und passendem Synthesizereinsatz. Nocheinmal Interessantes bieten Teile der letzten zwei Songs „Lullaby For The Dying“ und „Closing A Memory“, mittlerweile kann man aber diese Evanescence-ähnlichen Frauengesangspassagen nicht mehr hören.

An und für sich ein klasse Album … Wenn man vom völlig übertriebenen Einsatz des femininen Gesangs absieht. Für mich der wohl einzige, aber extrem schwerwiegende Kritikpunkt. Sicher, die gute Frau hat eine gute, schöne Stimme, welche sich aber meiner Meinung nach nicht immer ins Gesamtbild einfügt und irgendwann langweilt. Natürlich gibt es passagen, an dem der sehr gute Gesang, das ebenso gute Riffing und der Frauengesang zusammenpassen, ich würde das aber eher als rar bezeichnen. Trotzdem, aus genannten Punkten ein hörenswertes Album für den etwas avantgardistischen und offenen Hörer.

Bewertung: 7 / 10

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