Review Secretum – Happy Happy Killing Time

  • Label: Metal Age
  • Veröffentlicht: 2003
  • Spielart: Thrash Metal

Mit „Happy Happy Killing Time“ liefern die Berliner von Secretum nach ihren beiden Demos „Bloody Battle Berlin“ und „Stronger Than You“ nun ihren ersten vollständigen Longplayer vor. Neben dem amüsanten Titel der CD sticht auch das Coverartwork gleich ins Auge, und ja – genau so psycho wie das Cover ist auch die Musik.Sehr wichtig und gut ist schon mal, dass hier eine große Portion Eigenständigkeit in den Songs steckt, so einfach zu vergleichen sind Secretum wirklich nicht, als Einflüsse würde ich hier aber am ehesten noch Slayer, Kreator oder Pantera nennen. Auch sonst hat es das Debüt einer der wohl hoffnungsvollsten Newcomer Deutschlands aus dem Metal-Sektor wirklich in sich.

Hier prallen Thrash Metal, Death Metal und Hardcore aufeinander und walzen in dieser Kombination wirklich alles nieder.
„Don’t Look Now“ beginnt nach einem etwas seltsamen Intro (von denen es noch ein paar mehr auf der CD zu entdecken gibt) zwar recht punkig, schlägt dann aber schnell in eine krachende Death-/Thrash-Granate um, vor allem die letzten 2 Minuten dürften auch live extrem gut abgehen. So verhält es sich eigentlich auch mit den restlichen Tracks, für schwache Nerven ist das nichts!
Die sägenden Riffs verbinden auf der Scheibe Death- und Thrash-Metal quasi fließend, dazu kommt die durchgehend exorbitant intensive Drumming, dass manchmal so scheint, als würde es dir mit dem nächsten Schlag die Schädeldecke zertrümmern und das wunderschön kranke Organ des Shouters. Da wird gebrüllt, gekrächzt und geschrieen, was die Lunge hergibt!

Trotz aller Härte ist es aber immer noch angemessen melodiös, zwischen den schnellen Parts gibt’s auch oft genug langsamere und unter anderem auch damit ne hübsche Schippe Abwechslung.
Jedes anständige Genick bringt sich beim Zuhören hier sowieso von selbst in Wallung, und live dürften Songs wie „Loss Of Blood“ oder „Snow White“ dank ihrer mitgröhlpflichtigen Brüllrefrains jedes Zelt und jeden Club in Schutt und Asche legen.Einen Schwachpunkt sucht man hier vergeblich, falls man mal den Remix von „Don’t Look Now“ außer acht lässt – den das Teil ist wirklich nur nervtötend und, na ja… eigentlich ist es gar nichts, es hat ja nicht mal was mit dem eigentlichen Song zu tun. Was auch immer sie sich dabei gedacht haben, die restlichen 8 Tracks sind ein verdammt geiles Paket , dass man sich immer wieder gerne anhört um dabei jeden Plattenladen mit Freude auseinanderzunehmen, weil er noch kein eigenes Secretum-Fach hat um dabei mit Kopfhörern auf die verdutzen Verkäuferinnen wirft. Falls ich es noch nicht erwähnt habe: Eine amtlich-heftige Produktion bringt die Scheibe auch noch mit!

Das ist Metal, das knallt, das lässt auf die Zukunft hoffen. Und wenn man dem Geschriebenem glaubt ist Carlos, der neue Mann hinterm Mikro, mit einem noch krankerem Organ gesegnet als sein Vorgänger Centrox, der nach den Aufnahmen zu „Happy Happy Killing Time“ die Band verlassen hat.
So ein klasse Debüt hab ich ohne Übertreibung schon lange nicht mehr gehört!

Wertung: 8.5 / 10

Geschrieben am 5. April 2013 von Metal1.info

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