CD-Review: Serpentine - Living And Dying In High Definition

Besetzung

Tony Mills - Gesang
Chris Gould - Gitarre
Gareth Vanstone - Bass
Roy Millward - Schlagzeug
Gareth David Noon - Keyboard

Tracklist

01. Deep Down (There’s A Price For Love)
02. Philadelphia
03. Dreamer
04. Love Is Blue
05. Where Do We Go From here?
06. Cry
07. Best Days Of Our Lives
08. Heartbreak Town
09. Nuremberg
10. Forgotten Heroes


TNT-Sänger Tony Mills ist ein vielbeschäftigter Künstler. Auch bei der walisischen Kombo SERPENTINE schwingt er das Mikro. Stilistisch muss er sich dabei aber nicht großartig verändern. SERPENTINE fröhnen dem melodischen Hardrock, auch AOR genannt. Mit ihrem Debut „A Touch Of Heaven“ konnten die Jungs aus dem zum Vereinigten Königreich gehörenden Land und ihr englischer Sänger 2010 bereits Achtungserfolge erzielen. Nur etwas mehr als ein Jahr später geht schon ihr Zweitwerk „Living And Dying In High Definition“ an den Start.

Höchst erfreulich finde ich bei SERPENTINE, dass sie nicht nur harmonischen Melodien und catchy Chorälen Raum geben. Ein treibender Rhythmus und knackige Riffs sorgen immer wieder dafür, dass auch die Genrebezeichnung Hard Rock ihre Berechtigung hat. Natürlich sind die Melodien aber schon das Kapital einer Melodic-Hardrock-Band, und SERPENTINE zaubern hier einige beachtlichen Ergebnisse aus der Songwriting-Feder.
Bei „Philadelphia“ darf man in einer tollen Melodie schwelgen, während zugleich die Gitarre genügend Energie liefert, um jegliche Schnulzenpfade zu umfahren. Selbst bei der emotionalen Halbballade „Dreamer“ hat der Sechsaiter beim Solo seinen Auftritt. „Love Is Blue“ und „Where Do We Go From Here?“ befriedigen die harmonischen AOR-Wünsche der 80er-Fans und erinnern stark an alte Genretopplayer wie Toto oder Survivor. Als Melodic-Rock-Hymne entpuppt sich „Cry“, und „Forgotten Heroes“ kann nochmal als eingängiger Ohrcatcher punkten. Das Songwriting ist insgesamt gutklassig, wenngleich sich zum Ende hin ein, zwei eher durchschnittliche Tracks einschleichen.
Unbestritten Klasse ist die Gesangsvorstellung von Tony Mills, der die Songs durch seine charismatische Stimme mit dem melodischen, leicht rauen Timbre einfach mitreißend performed. Doch auch ansonsten machen SERPENTINE handwerklich eine gute Figur. Und die Ballance zwischen Gitarre und Keyboard ist soweit klug gewählt.

Auch beim zweiten Anlauf haben SERPENTINE ein gelungenes Werk auf Lager. „Living And Dying In High Definition“ ist solide und abwechlungsreich und dürfte bei Freunden des melodischen Hard Rock gut ankommen.

Bewertung: 7.5 / 10

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